Wohnungsnot in der Schweiz: Wendepunkt zwischen 2026 und 2027 (Grenzgänger-Leitfaden)

Wohnungsbau und Immobilienmarkt in der Schweiz

Die Prognosen von Wüest Partner deuten auf eine Erholung des Wohnungsbaus mit 45'000 Einheiten im Jahr 2026 und 50'000 im Jahr 2027 hin.

Kontext

In Kürze

  • Zunahme des Wohnungsbaus in den zwei Jahren 2026-2027
  • Voraussichtlich 45.000 Einheiten im Jahr 2026 und 50.000 Einheiten im Jahr 2027
  • Im Jahr 2025 wird ein Anstieg auf nur 39'000 Wohnungen erwartet

Eckdaten

Was: Wachstum im Wohnungsbau Wann: Zwei Jahre 2026-2027 Prognose 2026: Rund 45'000 Wohneinheiten Prognose 2027: Rund 50'000 Wohneinheiten Mindestniveau: schätzungsweise 39'000 Wohnungen im Jahr 2025 Datenquelle: Wüest Partner

Vor dem Hintergrund eines starken Bevölkerungswachstums in der Schweiz herrscht derzeit ein ausgeprägter Wohnungsmangel, der sich jedoch in einigen Regionen des Landes bald abschwächen könnte. Dies geht aus einer Studie des Immobilienberatungsunternehmens Wüest Partner hervor, wonach der Tiefpunkt im Wohnungsbau in den nächsten Jahren überschritten werden soll. Die Studie gibt einen detaillierten Überblick über die Zukunftsperspektiven des Schweizer Immobilienmarktes und skizziert eine Erholung der Wohnungsbauproduktion nach Jahren der Kontraktion.

Die Schätzungen und der Vergleich mit den Vorjahren

Gemäss den Daten des Bundesamtes für Statistik (BfS) betrug der Nettozuwachs an Wohnraum in der Schweiz im Jahr 2024 kaum 40'000 Einheiten. Die Situation hat sich im laufenden Jahr weiter verlangsamt, wobei die Schätzung von Wüest Partner auf einen Anstieg von nur 39'000 Wohneinheiten im Jahr 2025 hindeutet, was den niedrigsten Stand seit 2009 darstellt.

Operative Details

Die Grundlagen für diese zukünftige Erholung des Schweizer Bau- und Immobiliensektors wurden bereits vor einigen Jahren gelegt. Laut der von Wüest Partner verbreiteten Analyse begann der Entwicklungsprozess im Jahr 2020, als die Zahl der leeren Wohnungen, nachdem sie über einen längeren Zeitraum zugenommen hatte, rasch zu sinken begann. Parallel dazu konnte der Marktwert von Wohnimmobilien deutlich gesteigert werden. Diese spezifischen Marktbedingungen haben starke wirtschaftliche Anreize für die Realisierung neuer Wohnprojekte geschaffen und gleichzeitig weitere Entwicklungsinitiativen auf dem nationalen Territorium stimuliert.

# Verlangsamungsfaktoren und Projektzeitplan

Trotz des Anfangsschubs im Jahr 2020 vergehen vom Zeitpunkt der Konzeption eines Bauprojekts bis zur tatsächlichen Übergabe des fertigen Hauses in der Regel mehrere Jahre. Zu den Hauptgründen dieses Zeitplans gehören die erhöhte Komplexität bei der Planung und Realisierung neuer Wohnungen, die durch die Einführung zusätzlicher Bauvorschriften verursacht wird, sowie die Teuerung der Baukosten und die Entwicklung der Zinssätze. Diese Faktoren wirkten vorübergehend als Bremse für die Branche. In der Zwischenzeit haben jedoch viele der ab 2020 gestarteten und entwickelten Projekte die komplexen Vorstufen überschritten und stehen kurz vor der Fertigstellung, was den Weg für eine Steigerung der Lieferungen ebnet.

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Wichtige Punkte

Die Belebung der Wohnungsbautätigkeit wird nicht alle Regionen der Schweiz mit der gleichen Intensität und zeitlichen Abfolge erfassen. Im Laufe des Jahres 2026 wird der Zuwachs auf regionaler Ebene eher punktuell bleiben. Die Produktion neuer Wohnungen dürfte vor allem in einzelnen Kantonen der Romandie und in den alpinen Regionen den langjährigen Durchschnitt übersteigen. Es wird hingegen bis 2027 dauern, bis die Erholung eine grössere geografische Breite erlangt. Insbesondere in Kantonen wie Thurgau, Genf, Wallis und Neuenburg wird ein starker Anstieg der Anzahl verfügbarer Wohnungen erwartet, und auch grosse Teile des Mittellands dürften von dieser Entwicklung des Immobilienmarktes positiv profitieren.

Die kritischen Punkte in den grossen Zentren und die zukünftige Situation

Trotz der positiven Signale für die Jahre 2026-2027 bestehen weiterhin wichtige regionale Unterschiede. In etwa der Hälfte der Schweizer Kantone wird die Wohnungsbautätigkeit weiterhin unter dem langjährigen Durchschnitt bleiben. Immobilienexperten betonen zudem, dass eine generelle Entspannung der Lage noch nicht in Sicht ist und die Situation auf dem Wohnungsmarkt vor allem in den grossen Ballungszentren besonders schwierig bleiben dürfte. Hinzu kommt ein weiteres Element der Vorsicht: Die derzeit verzeichneten Baubewilligungsgesuche lassen auch für das Jahr 2028 keine weitere Beschleunigung der Wohnungsbautätigkeit erwarten. Um die Entwicklung des Immobilienmarktes zu vertiefen und die mit dem Wohnen verbundenen Kosten zu bewerten, können Sie die Details zu den Lebenshaltungskosten in der Schweiz konsultieren.

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Quelle: tio.ch

Häufig gestellte Fragen
Wie viele neue Wohneinheiten sind für den Zweijahreszeitraum 2026-2027 geplant?
Laut der von der Immobilienberatung Wüest Partner veröffentlichten Studie gehen die Prognosen für das Jahr 2026 von rund 45'000 neuen Wohneinheiten und für das Jahr 2027 von rund 50'000 neuen Wohneinheiten aus. Dieser Anstieg markiert eine Trendwende gegenüber dem geschätzten Mindestniveau von 39'000 Wohnungen bis 2025.
Welche Faktoren haben die Verlangsamung der Baubranche verursacht?
Zu den Hauptgründen für die Verlangsamung gehören die erhöhte Komplexität bei der Planung und Realisierung neuer Wohnungen aufgrund der Einführung zusätzlicher Bauvorschriften, die Teuerung der Baukosten und die Zinsentwicklung. Diese Faktoren haben nach dem Projektstart im Jahr 2020 vorübergehend gebremst.
Welche Regionen werden im Jahr 2026 am meisten von der Erholung profitieren?
Im Jahr 2026 wird die Neubauproduktion vor allem in den einzelnen Westschweizer Kantonen und Alpenregionen über dem langfristigen Durchschnitt liegen. Stattdessen wird es notwendig sein, bis 2027 auf eine größere geografische Ausdehnung zu warten, wobei in Thurgau, Genf, Wallis und Neuenburg ein starker Anstieg erwartet wird.

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