Wohnungsmarkt Schweiz: Situation verschlechtert sich (Grenzgänger-Leitfaden)

Wohnungsmarkt in der Schweiz und neue Wohngebäude

Gemäss dem Bundesamt für Wohnungswesen verschlechtert sich die Situation auf dem Wohnungsmarkt in der Schweiz aufgrund von Neubauten, die hinter der Zunahme der Haushalte zurückbleiben.

Kontext

In Kürze

  • Die Situation auf dem Wohnungsmarkt in der Schweiz verschlechtert sich gemäss BWO.
  • Mehr Haushalte als Neubauten.
  • Zwischen 1990 und 2025 wuchs die Gesamtbevölkerung um 37%.
  • Starke Spannungen in Zürich, Zentralschweiz und verschiedenen Bergregionen.

Eckdaten

  • Körperschaft: UFAB
  • Bevölkerungswachstum 1990-2025: 37%
  • Den Schweizern zugeschriebenes Wachstum: 15 Prozentpunkte
  • Wachstum bei Ausländern: 22 Prozentpunkte
  • Verfügbarkeit Bauzonen 2012: 9,9%
  • Verfügbarkeit Bauzonen 2022: 6,9%
  • Anteil ausländischer Haushalte an der Gesamtzahl: 21 %
  • Anteil Umzüge ausländischer Haushalte: 39%
  • Ausländische Immobilien: 12%
  • Schweizer Immobilien: 42%

Die Situation auf dem Schweizer Wohnungsmarkt verschlechtert sich weiter: Das Bundesamt für Wohnungswesen (BWO) kommt aufgrund einer kontinuierlichen Marktbeobachtung zu dem Schluss. Die Behörde teilte in einer heutigen Mitteilung mit, dass das Szenario für Haushalte mit geringer Kaufkraft besonders kritisch bleibt. Die grössten Schwierigkeiten gibt es im Grossraum Zürich, in der Zentralschweiz und in verschiedenen Bergregionen des Landes. Der Bundesverband erklärte, einer der Hauptgründe sei, dass zu wenig gebaut werde, um mit der steigenden Zahl der Haushalte Schritt zu halten.

# Bevölkerungsdynamik und Landverbrauch

Analyse

Operative Details

Mobilität und Merkmale ausländischer Haushalte

Die vom Bundesorgan durchgeführte Untersuchung zeigt signifikante verhaltensbezogene und strukturelle Unterschiede zwischen den Haushalten auf. Insbesondere ausländische Haushalte, definiert als solche, in denen kein Mitglied den Schweizer Pass besitzt, weisen eine deutlich höhere Mobilität auf als Schweizer Haushalte. Obwohl sie rund 21 % des Gesamttotals auf dem Gebiet ausmachen, stellen diese Familien gut 39 % derjenigen dar, die einen Umzug tätigen. Bei gleicher Grösse beanspruchen ausländische Haushalte im Vergleich zu Schweizer Einwohnern pro Kopf etwa ein Viertel weniger Wohnfläche. Im Jahr 2025 betrug ihre durchschnittliche Grösse 2,08 Personen, was einen leicht niedrigeren Wert im Vergleich zu den anderen auf dem nationalen Markt vertretenen Haushalts- und Familientypen darstellt.

Dynamik des Mietmarktes und Mietzinsausgaben

Ein weiterer entscheidender Aspekt, der durch das Monitoring hervorgehoben wird, betrifft das Verhältnis zum Immobilieneigentum und zum Mietmarkt. Ausländer sind in viel stärkerem Maße vom Mietmarkt abhängig: Lediglich 12 % der ausländischen Haushalte besitzen Wohneigentum, gegenüber 42 % bei den Schweizer Haushalten. Da Haushalte ausländischer Herkunft häufiger umziehen und im Durchschnitt kürzere Mietverträge abschliessen, profitieren sie in geringerem Maße von den niedrigeren Mietzinsen, die für langjährige oder ältere Verträge typisch sind. Folglich neigen die für den Mietzins aufgewendeten Kosten im Verhältnis zum verfügbaren Einkommen dazu, proportional höher auszufallen, wodurch diese Gruppe von Einwohnern den Schwankungen und Preissteigerungen des Schweizer Immobilienmarktes stärker ausgesetzt ist.

Wichtige Punkte

Zukunftsperspektiven und Mietpreisentwicklung

Mit Blick auf die kommenden Monate prognostizieren die Experten des BWO für das Jahr 2026 ein Wachstum, das für den gesamten verfügbaren Wohnungsbestand nach wie vor als zu schwach bezeichnet wird. Ein Signal für eine Trendwende geht jedoch von dem Anstieg der Baugesuche und Baubewilligungen aus, die seit 2024 verzeichnet wurden: Diese Daten lassen darauf schliessen, dass ab 2027 die Zahl der fertiggestellten Neubauten wieder deutlich stärker steigen dürfte. Dennoch warnen Analysten, dass eine rasche Entspannung der allgemeinen Spannungen auf dem Schweizer Immobilienmarkt nicht in Sicht ist. Im Laufe des Jahres 2026 werden niedrige Zinsen und eine moderate Inflation für bestehende Verträge im Wesentlichen stabile Mietzinsen garantieren, während bei neuen Mietverträgen weiterhin deutlich höhere Preise verzeichnet werden.

Finanzplanung und Wohnkosten

Um einen Immobilienmarkt zu bewältigen, der durch ein geringes Angebot und steigende Mieten bei Neuverträgen gekennzeichnet ist, müssen in der Schweiz wohnhafte Personen ihre Vermögens- und Einkommenssituation sorgfältig prüfen. Die Verwaltung des Familienbudgets erfordert eine strenge Planung der Fixkosten, wobei der prozentuale Anteil der Miete am Nettoeinkommen zu berücksichtigen ist. Um die Auswirkungen der fixen Wohnkosten auf das Gesamtbudget zu vertiefen und die eigene wirtschaftliche Situation im Licht der Dynamik des Schweizer Marktes zu bewerten, wird empfohlen, die online verfügbaren Wirtschaftsanalyse-Instrumente zu konsultieren. Berechnen Sie Ihre Gesamtausgaben und planen Sie Ihr Budget mit den Lebenshaltungskosten.

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Quelle: swissinfo.ch

Häufig gestellte Fragen
Welche Gebiete der Schweiz haben die grössten Schwierigkeiten auf dem Immobilienmarkt?
Die grössten Schwierigkeiten auf dem Schweizer Wohnungsmarkt gibt es im Grossraum Zürich, in der Zentralschweiz und in verschiedenen Bergregionen der Schweiz. Das Bundesamt für Wohnungswesen weist darauf hin, dass sich die Situation insbesondere für Haushalte mit geringer Kaufkraft weiter verschlechtert, da die Zahl der Neubauten hinter dem Wachstum der Haushalte zurückbleibt.
Wie haben sich die Bevölkerung und die Verfügbarkeit von Bauland zwischen 1990 und 2022 verändert?
Zwischen 1990 und 2025 wuchs die Gesamtbevölkerung in der Schweiz um 37%. Davon entfielen 15 Prozentpunkte auf Schweizer Staatsangehörige und 22 Prozentpunkte auf die ausländische Bevölkerung. Bei den Baugrundstücken sank der Anteil der noch verfügbaren Bauzonen in den vom Bundesamt analysierten Flächen von 9,9% im Jahr 2012 auf 6,9% im Jahr 2022.
Wie sehen die Prognosen des BUWAL für Mieten und Neubauwohnungen aus?
Die Prognosen des Bundesamtes für Wohnungswesen deuten darauf hin, dass niedrige Zinsen und eine niedrige Inflation im Jahr 2026 für im Wesentlichen stabile Mieten für bestehende Verträge sorgen werden, während bei neuen Mieten weiterhin deutlich höhere Preise zu verzeichnen sein werden. Eine Zunahme der Gesuche und Baugenehmigungen ab 2024 deutet darauf hin, dass ab 2027 die Zahl der fertiggestellten Neubauten wieder steigen dürfte.

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