UBS: Artisan Partners fordert die Bank auf, die Schweiz zu verlassen

UBS Bankhauptsitz in der Schweiz mit Finanzgebäuden

Artisan Partners fordert die UBS auf, die Schweiz zu verlassen. Die beiden Fonds verwalten über 60 Millionen Aktien der größten Schweizer Bank.

Kontext

Auf einen Blick

  • Artisan Partners fordert die UBS auf, die Schweiz zu verlassen
  • Über 60 Millionen UBS-Aktien werden von den beiden Fonds verwaltet
  • Das CET1 der UBS würde von 56 auf 72 Milliarden Dollar steigen
  • Der Nationalrat wird den Entwurf nun prüfen

Wichtigste Fakten

  • Betroffener → Artisan Partners
  • Verwaltete Beteiligung → über 60 Millionen UBS-Aktien
  • Kapitalanteil → über 1,8 %
  • Berechnetes CET1-Kapital → von 56 auf 72 Milliarden Dollar
  • Verlorener Börsenwert → 36 Milliarden Dollar, rund 23 %
  • Absicherung der ausländischen Tochtergesellschaften → heute 45 %, 90 % durch die Kantone, 100 % durch den Bundesrat

Die Forderung von Artisan Partners

Über 60 Millionen UBS-Aktien stehen im Mittelpunkt des Schreibens, mit dem Artisan Partners die größte Schweizer Bank aufgefordert hat, die Schweiz zu verlassen. Die beiden Teams „Global Value“ und „International Value“ verwalten diese Aktien im Auftrag ihrer Kunden: Die Beteiligung übersteigt 1,8 % des Aktienkapitals der UBS.

Über diese Nachricht berichtete Keystone-ATS. Die Forderung, die dem US-Vermögensverwalter zugeschrieben wird, reiht sich in die Debatte über einen möglichen Umzug der Bank aus der Schweiz ein. Laut Artisan machen die strengeren Vorschriften zu den Eigenkapitalanforderungen die Schweiz für die Großbank zu einem nicht mehr attraktiven Standort.

In dem heute veröffentlichten Schreiben an den Verwaltungsrat bezeichnen die Fondsmanager die vorgesehenen Anforderungen als „übertrieben, strafend und unnötig“. Ihren Berechnungen zufolge müsste die UBS ihr CET1-Kernkapital von 56 auf 72 Milliarden Dollar erhöhen. Die zusätzlichen 16 Milliarden, so argumentiert der Fonds, könnten in einem Land mit weniger strengen Vorschriften Renditen generieren. Artisan beziffert den Wertverlust an der Börse zudem auf 36 Milliarden Dollar, was etwa 23 % des aktuellen Wertes der UBS entspricht.

Die Antwort der Bank und das parlamentarische Verfahren

In dem Dokument fordert Artisan den Verwaltungsrat auf, sich von der Schweiz und einem Regulierungssystem zu trennen, das nach Ansicht der Fondsmanager keine echte Wahl lässt. Die UBS hat den offenen Brief zur Kenntnis genommen. Ein Sprecher bekräftigte auf Anfrage von AWP, dass das Ziel darin bestehe, weiterhin erfolgreich als globale Bank von der Schweiz aus zu operieren.

Die Bank fügte hinzu, dass sie die Interessen der Aktionäre wahren und Daten sowie Analysen für eine fundierte Entscheidung bereitstellen werde. Die UBS befürwortet eine gezielte, verhältnismäßige und international koordinierte Regulierung, die die Ursachen der Credit-Suisse-Krise angeht.

Auf institutioneller Ebene strebt der Bundesrat eine 100-prozentige Deckung der Beteiligungen an ausländischen Tochtergesellschaften mit hartem Kernkapital an. Letzte Woche hat sich der Ständerat für 90 Prozent entschieden; derzeit liegt der Anteil bei 45 Prozent. Der Entwurf geht nun an den Nationalrat. Die UBS hält auch die Verschärfung der Variante des Ständerats für übertrieben und schätzt, dass bei dieser Lösung ein zusätzlicher Kapitalbedarf von rund 16 Milliarden Dollar entstehen würde.

Operative Details

Was bedeuten die drei Schwellenwerte?

Der Vergleich stellt drei Zahlen nebeneinander, ordnet sie jedoch nicht auf derselben Ebene ein. 45 % ist der als aktuell angegebene Wert; 90 % ist die vom Ständerat, der Kammer der Kantone, gewählte Variante; 100 % ist das Ziel des Bundesrats. Der Entwurf geht nun an den Nationalrat. Für diejenigen, die die Schweizer Wirtschaftspolitik verfolgen, verhindert dieser Schritt, dass einer der beiden vorgeschlagenen Schwellenwerte als bereits feststehendes Ergebnis behandelt wird.

| Referenz | Anteil | Quellenangabe | | Aktuelle Situation | 45 % | Derzeit angegebener Anteil | | Ständerat | 90 % | Etwas weniger strenge Variante | | Bundesrat | 100 % | Geforderte Deckung für Beteiligungen an ausländischen Tochtergesellschaften |

Die Kapitalzahl und der Sitz

Die gleiche Vorsicht gilt für die 16 Milliarden Dollar. Artisan bringt diese mit dem Anstieg des CET1 von 56 auf 72 Milliarden in Verbindung und argumentiert, dass diese Summe in einem Land mit weniger strengen Vorschriften Renditen erzielen könnte. Die UBS schätzt hingegen einen zusätzlichen Bedarf von rund 16 Milliarden bei der Lösung des Ständerats. Die Zahl stimmt überein, doch die Quelle führt sie auf zwei unterschiedliche Positionen zurück: Sie wird nicht als ein vom Gesetzgeber bereits beschlossener Sachverhalt dargestellt.

Für diejenigen, die in der Schweiz leben oder arbeiten, geht es daher konkret darum, zwischen der Forderung eines Vermögensverwalters, einem Beschluss der Bank und einem institutionellen Schritt zu unterscheiden. Artisan hält die Schweiz als Standort nicht mehr für attraktiv; die UBS bekräftigt, weiterhin von der Schweiz aus tätig sein zu wollen. Eine mögliche Verlagerung wird weiterhin als eine im Mittelpunkt der Debatte stehende Möglichkeit beschrieben, nicht als bereits feststehendes Ergebnis.

Die Quelle führt den Leser auf eine unternehmerische und regulatorische Ebene. Sie weist nicht auf ein neues Verfahren für Kunden hin, sondern zeigt auf, wie die Wahl des Standorts mit den Eigenkapitalanforderungen, dem Kapital der ausländischen Tochtergesellschaften und der von der UBS geforderten internationalen Koordination zusammenhängt. Wer das regulatorische Dossier von seinen eigenen Bankentscheidungen trennen möchte, kann die conti bancari in Svizzera konsultieren.

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Wichtige Punkte

So verfolgen Sie das Dossier

Wer die Entwicklungen nachvollziehen möchte, ohne der Quelle mehr zuzuschreiben, als sie tatsächlich aussagt, sollte das Dossier in vier Schritten lesen.

Vier praktische Schritte

1. Die Grundlage festlegen. Beachten Sie, dass der als aktuell angegebene Anteil 45 % beträgt. Dies ist der Ausgangspunkt für den Vergleich, keine neu beschlossene Schwelle.

2. Die Vorschläge zuordnen. Neben 100 % ist der Bundesrat anzugeben; neben 90 % ist der Ständerat anzugeben. Die Quelle weist darauf hin, dass der Entwurf nun an den Nationalrat weitergeleitet wird; daher müssen die beiden Prozentsätze als getrennte Positionen beibehalten werden.

3. Die Schätzungen trennen. Die 16 Milliarden von Artisan beziehen sich auf die Differenz zwischen 56 und 72 Milliarden CET1-Kapital. Die rund 16 Milliarden von UBS sind hingegen der geschätzte zusätzliche Bedarf bei der Lösung des Ständerats. Lesen Sie die Zahl immer im Zusammenhang mit demjenigen, der sie angibt, um eine Verwechslung zwischen der Einschätzung des Vermögensverwalters und der der Bank zu vermeiden.

4. Den institutionellen Ablauf verfolgen. Das Schreiben von Artisan, die Antwort der UBS und die Prüfung durch den Nationalrat sind drei verschiedene Elemente des Dossiers. Die Quelle berichtet nicht über das endgültige Ergebnis des Vorhabens, hält jedoch bereits die Position der Bank zum Verbleib in der Schweiz fest.

Diese Abfolge ist vor allem für Aktionäre und Kunden nützlich, die die verfügbaren Informationen bewerten möchten. Die UBS bekräftigt, dass sie die Interessen der Aktionäre wahren und weiterhin Daten und Analysen für eine fundierte Entscheidungsfindung bereitstellen wird. Der mögliche Auszug aus der Schweiz bleibt hingegen eine Forderung von Artisan im Rahmen einer noch offenen Debatte.

Für eine separate Betrachtung des täglichen Berichts zum Bankensystem steht der Vergleich mit conti bancari in Svizzera zur Verfügung. Für eine eigenständige Überprüfung nutzen Sie bitte calcolatore stipendio/imposte.

Quelle: swissinfo.ch

Häufig gestellte Fragen
Wer ist Artisan Partners und wie viele UBS-Aktien verwaltet das Unternehmen?
Artisan Partners ist ein US-amerikanischer Vermögensverwalter, dessen Teams Global Value und International Value im Auftrag ihrer Kunden mehr als 60 Millionen UBS-Aktien verwalten. Diese Beteiligung entspricht mehr als 1,8% des Aktienkapitals der Schweizer Bank. Die vom Fonds an den Verwaltungsrat gerichtete Forderung betrifft eine mögliche Verlagerung der Bank aus der Eidgenossenschaft aufgrund der als übermäßig erachteten Kapitalanforderungen.
Welche Forderungen und Schätzungen gibt es zu den Kapitalanforderungen von UBS?
Nach den Berechnungen von Artisan Partners würden die vorgesehenen Kapitalanforderungen die Schweiz zu einem nicht mehr attraktiven Standort machen. Der Fonds vertritt die Auffassung, dass UBS das harte Kernkapital CET1 von 56 auf 72 Milliarden Dollar erhöhen müsste, wodurch zusätzlich 16 Milliarden entstünden, die in einem Land mit weniger strengen Regeln Renditen erwirtschaften könnten. Zudem beziffert Artisan den Verlust an Börsenwert auf 36 Milliarden Dollar, was etwa 23% des aktuellen Werts von UBS entspricht.
Wie ist die Haltung des Bundesrates und des Parlaments zu den ausländischen Tochtergesellschaften?
Der Bundesrat verlangt eine 100-prozentige Unterlegung der Beteiligungen an ausländischen Tochtergesellschaften mit hartem Kernkapital. Letzte Woche entschied sich der Ständerat für eine Quote von 90%, während das derzeitige Niveau bei 45% liegt. Die Vorlage geht nun an den Nationalrat. UBS hält auch die Verschärfung der Ständeratsvariante für übertrieben und schätzt, dass diese Lösung einen zusätzlichen Kapitalbedarf von etwa 16 Milliarden Dollar zur Folge hätte.

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