Trasporti45, eine Flut von Kritik am Bundesplan

Verkehrsinfrastruktur in der Schweiz für das Projekt Transport45

Trasporti’45 sieht bis 2045 50 Milliarden vor Das erste Paket ist 2027 11 Milliarden wert Der Bahn fehlen 10 Milliarden Die Regierung schlägt vor

Kontext

Auf einen Blick

  • Trasporti’45 sieht bis 2045 50 Milliarden vor
  • Das erste Paket ist 2027 11 Milliarden wert
  • Der Bahn fehlen 10 Milliarden
  • Die Regierung schlägt vor, den Mehrwertsteuerzuschlag zu verlängern

Wichtige Fakten

  • Plan → Trasporti’45
  • Investitionen → rund 50 Milliarden Franken bis 2045
  • Erstes Paket → 11 Milliarden, die dem Parlament 2027 vorgelegt werden sollen
  • Zweite Botschaft → 2031
  • Eisenbahnnetz → 10 Milliarden der benötigten 24 fehlen

Rund 50 Milliarden Franken für den Strassen- und Schienenverkehr bis 2045: Das ist die Dimension von Trasporti’45, dem Plan, mit dem der Bundesrat zum ersten Mal Eisenbahn, Autobahnen und Agglomerationsverkehr zusammenführt. Der Vorschlag wurde während des Vernehmlassungsverfahrens mit einer Flut von Kritik aufgenommen.

Parteien, Verbände und Kantone beanstanden sowohl die Finanzierung als auch die Wahl der Prioritäten. Das Projekt basiert auf einem Gutachten der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich und sieht ein erstes Paket von 11 Milliarden vor, das der Bundesrat dem Parlament Anfang 2027 vorlegen will. Eine zweite Botschaft ist für 2031 vorgesehen.

Das Eisenbahnnetz im Projekt

Der Eisenbahnplan umfasst den Ausbau der Strecke Biel-Lausanne/Genf, eine direkte Verbindung zwischen Neuenburg und La Chaux-de-Fonds sowie die Erweiterung des Bahnhofs Genf Cornavin. Der Bau eines zweiten Gleises und eines Tunnels zwischen Morges und Perroy wird hingegen in die Botschaft von 2031 aufgenommen.

Die Regierung plant zudem, die Häufigkeit der Verbindungen zwischen Bern und Zürich, Bern und Luzern sowie Basel und Zürich zu erhöhen. Vorgesehen sind auch Arbeiten an der ersten Phase des Durchgangsbahnhofs Luzern und am Grimsel-Tunnel. Mehrere Gegner fordern jedoch, Letzteren aus der ersten Botschaft auszuschliessen, da sie die vorgesehenen Finanzmittel für zu hoch halten.

Die Finanzierung der Eisenbahn bleibt der heikelste Punkt: Für den Ausbau des Netzes bis 2045 werden 24 Milliarden Franken benötigt, und zehn davon fehlen. Um die Lücke zu schliessen, schlägt der Bundesrat vor, den befristeten Mehrwertsteuerzuschlag von 0,1 Prozentpunkten über 2030 hinaus beizubehalten und ihn dem Bahninfrastrukturfonds zuzuweisen. Die FFS, die UTP und die CTSO teilen das Projekt insgesamt, fordern jedoch mehr Mittel für die Eisenbahn. Für die Betrachtung des Themas aus Sicht der nationalen Mobilität steht auch der Leitfaden zu mezzi pubblici zur Verfügung.

Operative Details

Die Diskussion über Trasporti’45 hat zwei konkrete Auswirkungen für alle, die in der Schweiz leben oder arbeiten: den Zeitplan der Bauvorhaben und die Art und Weise, wie der Finanzierungsbedarf der Bahn gedeckt werden soll. Der Plan reicht bis 2045, teilt das Dossier aber bereits in ein erstes Paket, das 2027 vorgelegt werden soll, und eine zweite Botschaft, die für 2031 vorgesehen ist. Daher folgen nicht alle Maßnahmen demselben Zeitplan.

Für die Westschweiz ist der Unterschied besonders deutlich. Der Ausbau Biel-Lausanne/Genf, die Strecke Neuenburg-La Chaux-de-Fonds und der Ausbau von Cornavin gehören zu den ausgewählten Projekten. Morges-Perroy ist hingegen für die Botschaft von 2031 vorgesehen. CTSO und OuestRail fordern eine stärkere Rolle der Ost-West-Achse, während die Associazione traffico e ambiente die Region für vernachlässigt hält und fordert, Morges-Perroy auf 2027 vorzuziehen.

Table 1: Thema im Dossier
Thema im DossierAngabe zum ProjektKritische Position
Morges-PerroyBotschaft für 2031Die ATA fordert 2027
Grimsel-TunnelIm Plan genehmigtZahlreiche Gegner fordern die Streichung aus der ersten Botschaft
BahnfinanzierungFehlende 10 MilliardenDie FFS fordern Ressourcen und realistische Prioritäten

Die zweite Front betrifft die Mehrwertsteuer und den Bahninfrastrukturfonds. PS, Verdi, PLR und Centro unterstützen die Verlängerung des Zuschlags von 0,1 Prozentpunkten über 2030 hinaus, fordern aber mehr Transparenz bei den Konten des Fonds. Die UDC lehnt dies ab. Die UTP schlägt zudem vor, dass die Rückzahlung der Schulden des Fonds für den öffentlichen Verkehr in Höhe von 4 Milliarden Franken bis 2045 ausgesetzt bleibt.

Die Haltung der Kantone bringt eine weitere Bedingung hinzu: Die DCPA und die CTP unterstützen den Plan in seinen Grundzügen, halten ihn aber noch nicht für ausgereift genug, insbesondere im Bahnbereich. Um das Thema gemeinsam mit den alltäglichen Ausgaben zu betrachten, kann man costo della vita in Svizzera konsultieren und dabei die Daten des Plans von den noch zur Diskussion stehenden Forderungen getrennt halten.

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Wichtige Punkte

Wer das Dossier verfolgen möchte, ohne Projekt, Finanzierung und parlamentarischen Entscheid zu verwechseln, kann eine einfache Abfolge verwenden, die auf den vom Bundesrat angegebenen Etappen aufbaut.

Checkliste zur Verfolgung von Trasporti’45

1. Stecke den Zeithorizont ab. Der Plan betrifft bis 2045 vorgesehene Investitionen und umfasst den Strassen-, Schienen- und Agglomerationsverkehr. Dadurch wird verhindert, jedes einzelne Vorhaben als isolierte Entscheidung zu betrachten.

2. Unterscheide die Fristen. Das erste Paket im Umfang von 11 Milliarden Franken muss dem Parlament Anfang 2027 vorgelegt werden. Die zweite Botschaft ist für 2031 vorgesehen. Dies sind die beiden zeitlichen Schritte, die bei der Beurteilung der Projekte auseinanderzuhalten sind.

3. Bestimme das betroffene Gebiet. Für die Westschweiz sind die Linien Biel-Lausanne/Genf und Neuenburg-La Chaux-de-Fonds, der Bahnhof Genf Cornavin und das Projekt Morges-Perroy massgebend. Bei den anderen wichtigen, im Plan genannten Achsen gilt es, die Verbindungen Bern-Zürich, Bern-Luzern und Basel-Zürich sowie den Durchgangsbahnhof Luzern und den Grimsel-Tunnel zu berücksichtigen.

4. Prüfe, welche Vorhaben umstritten sind. Der Grimsel-Tunnel ist im Projekt bereits genehmigt, doch zahlreiche Gegner fordern seine Streichung aus der ersten Botschaft. Morges-Perroy ist für 2031 vorgesehen, während die ATA eine Vorverlegung auf 2027 fordert.

5. Betrachte Zahlen und Positionen gemeinsam. Der Bedarf im Schienenverkehr beläuft sich auf 24 Milliarden, wobei zehn Milliarden fehlen. Der Vorschlag des Bundesrats besteht darin, den Mehrwertsteuerzuschlag von 0,1 Prozentpunkten über 2030 hinaus zu verlängern; PS, Verdi, PLR und Centro unterstützen ihn, die UDC ist dagegen. FFS, UTP, CTSO und die Kantone bringen weitere unterschiedliche Forderungen oder Vorbehalte ein.

Diese Übersicht ermöglicht es, den Übergang von der Vernehmlassung zum Parlament zu verfolgen, ohne dem Plan Entscheidungen zuzuschreiben, die noch geprüft werden müssen. Um die Entscheidungen des Bundes mit der Verwaltung des persönlichen Budgets zu verknüpfen, nutze calcolatore stipendio.

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Quelle: tio.ch

Häufig gestellte Fragen
Was ist der Plan Trasporti45?
Trasporti45 ist der Plan, mit dem der Bundesrat erstmals Eisenbahn, Autobahnen und Agglomerationsverkehr zusammenführt und Investitionen von rund 50 Milliarden Franken bis 2045 vorsieht. Das Projekt basiert auf einem Gutachten der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich und sieht ein erstes Paket von 11 Milliarden vor, das dem Parlament Anfang 2027 unterbreitet werden soll, während eine zweite Botschaft für 2031 geplant ist.
Welche Probleme sind mit der Finanzierung des Eisenbahnverkehrs verbunden?
Für den Ausbau des Eisenbahnnetzes bis 2045 werden 24 Milliarden Franken benötigt, doch zehn fehlen. Um die Finanzierungslücke zu decken, schlägt der Bundesrat vor, den befristeten Mehrwertsteuerzuschlag von 0,1 Prozentpunkten, der für den Bahninfrastrukturfonds bestimmt ist, über 2030 hinaus zu verlängern. Diese Massnahme wird von der SP, den Grünen, der FDP und der Mitte begrüsst, während sich die SVP dagegenstellt. Zudem schlägt der VöV vor, die Rückzahlung der Schulden des Fonds für den öffentlichen Verkehr in Höhe von 4 Milliarden Franken bis 2045 auszusetzen.
Welche Eisenbahnprojekte stehen im Mittelpunkt der Diskussionen?
Zu den Massnahmen gehören der Ausbau der Strecke Biel-Lausanne/Genf, die direkte Linie zwischen Neuenburg und La Chaux-de-Fonds sowie der Ausbau des Bahnhofs Genf Cornavin, während das Projekt Morges-Perroy für die Botschaft von 2031 vorgesehen ist, obwohl der VCS seine Vorverlegung auf 2027 fordert. Weitere Schlüsselprojekte umfassen die Erhöhung der Taktfrequenz der Verbindungen zwischen Bern und Zürich, Bern und Luzern sowie Basel und Zürich, die erste Phase des Durchgangsbahnhofs Luzern und den Grimsel-Tunnel, dessen Streichung aus der ersten Botschaft zahlreiche Gegner fordern.

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