Tamedia streicht 34 Arbeitsplätze in fünf Redaktionen

Tamedia Gebäude mit Redaktion in der Schweiz

Tamedia streicht 34 Vollzeitstellen und betrifft 41 Mitarbeitende in den Redaktionen in Zürich, Bern, Basel, Lausanne und Genf.

Kontext

Auf einen Blick

  • 34 Vollzeitstellen werden gestrichen.
  • 41 Personen in fünf Schweizer Redaktionen betroffen.
  • 75% arbeiten in der Deutschschweiz.
  • 25% arbeiten in der Romandie.

Wichtige Fakten

  • Maßnahme → 34 gestrichene Vollzeitstellen
  • Betroffene Personen → 41 Mitarbeitende
  • Betroffene Redaktionen → Zürich, Bern, Basel, Lausanne und Genf
  • Verteilung → 28 Mitarbeitende (75%) in der Deutschschweiz und 9 (25%) in der Romandie
  • Kommunikation → Einzelgespräche bis Ende des Monats

Tamedia hat heute die Streichung von 34 Vollzeitstellen in seinen Zeitungen angekündigt. Die Maßnahme betrifft 41 Personen in den Redaktionen von Zürich, Bern, Basel, Lausanne und Genf, wie Keystone-ATS berichtet.

Die Unterscheidung zwischen Stellen und Personen ist der erste Punkt, den es zu beachten gilt: In der Mitteilung ist von gestrichenen Vollzeitstellen und, davon getrennt, von Mitarbeitenden die Rede, die von der Maßnahme betroffen sind.

Die Verteilung in den Redaktionen

Von den 41 betroffenen Mitarbeitenden arbeiten 28 in der Deutschschweiz, was 75% entspricht, während 9 in der Romandie arbeiten, was 25% entspricht. Tamedia präzisiert außerdem, dass 4 Mitarbeitende zum Print desk gehören. Die mitgeteilte Aufschlüsselung stellt somit das sprachliche Arbeitsgebiet der Zuordnung zum vom Verlag angegebenen Bereich gegenüber.

Die betroffenen Personen werden im Rahmen von Einzelgesprächen bis Ende des Monats informiert. Für die Romandie steht die Information unter dem Vorbehalt der Ergebnisse des Konsultationsverfahrens. Die Personalvertreter und die Sozialpartner wurden im Voraus informiert und in den Prozess einbezogen.

Sozialplan und Gründe für die Entscheidung

Tamedia wird einen Sozialplan mit begleitenden Maßnahmen umsetzen. Die Mitteilung nennt Möglichkeiten zur beruflichen Neuqualifizierung und zur Frühpensionierung. Das Unternehmen erklärt außerdem, dass es sich nach Möglichkeit um interne Weiterbeschäftigungsmöglichkeiten bemühen werde.

Der Verlag bringt die Entscheidung mit dem Wandel bei der Nutzung der Medienangebote und bei den Erwartungen der Leser in Verbindung. Laut Mitteilung fallen auch der starke Rückgang des Werbemarktes und die zunehmende Ausrichtung der Schweizer Werbebudgets auf globale Plattformen ins Gewicht.

Tamedia erinnert daran, massiv in die Aus- und Weiterbildung, die Digitalisierung der Prozesse und innovative Technologien investiert zu haben. Nach Ansicht der Gruppe können die Ressourcen so gezielter dort eingesetzt werden, wo sie für die Leser mit Abonnement mehr Wert schaffen.

„Hinter jedem Arbeitsplatz stehen Menschen, die mit ihrem Engagement bei Tamedia Spuren hinterlassen haben“, erklärt die CEO Jessica Peppel-Schulz in der Mitteilung.

Die Managerin fügt hinzu, dass die Organisation wirtschaftlich nachhaltig sein müsse, um weiterhin in Qualitätsjournalismus, starke Marken und relevante Produkte investieren zu können.

Operative Details

Was sich bei der praktischen Einordnung ändert

Die Ankündigung ist auf zwei Ebenen zu lesen. Die erste ist unternehmerischer Natur: 34 Vollzeitstellen werden gestrichen, während 41 Mitarbeitende von der von Tamedia kommunizierten Massnahme betroffen sind. Die zweite ist organisatorischer Natur: Es ist nicht nur ein Standort betroffen, und die Quelle weist die Aufteilung nicht nach Kantonen, sondern nach Deutschschweiz, Romandie und Print Desk aus.

Ein nicht einheitliches Verfahren

Für diejenigen, mit denen ein Einzelgespräch geführt wird, ist in der Praxis nicht nur die Gesamtzahl relevant. Entscheidend ist die Zuordnung zum vom Verlag angegebenen Bereich, denn für die Romandie ist die Informationsvermittlung mit dem Konsultationsverfahren verknüpft. Für die übrigen Mitarbeitenden kündigt die Mitteilung Gespräche bis Ende des Monats an. Die Mitteilung beschreibt kein für alle Personen identisches Ergebnis: Sie spricht von Weiterqualifizierung, Vorruhestand und der Suche nach internen Weiterbeschäftigungsmöglichkeiten als Massnahmen oder Chancen.

Diese Formulierung ermöglicht es, zwischen dem zu unterscheiden, was Tamedia ankündigt, und dem, was individuell geklärt werden muss. Für die betroffenen Personen ist ein Sozialplan vorgesehen, während eine interne Weiterbeschäftigung soweit wie möglich angestrebt wird. Daher lässt sich die Ankündigung nicht als bereits feststehendes Ergebnis für jede einzelne Person verstehen.

Der wirtschaftliche Rahmen

Die Begründung des Verlags beleuchtet den spezifischen Druck auf die Finanzierung von Zeitungen: Die Nutzung der Medienangebote und die Erwartungen der Leser verändern sich, der Werbemarkt geht stark zurück, und Schweizer Budgets richten sich auf globale Plattformen aus. Die Mitteilung führt die Entscheidung nicht auf die SECO zurück und liefert keine allgemeine Statistik zum Arbeitsmarkt.

Individuelle Zahlen zu Einkommen, Beiträgen oder Ausgaben fehlen. Folglich kann aus den Zahlen der Ankündigung keine persönliche Auswirkung auf AVS/AHV, LPP/BVG oder LAMal/KVG abgeleitet werden. Ein Vergleich mit costo della vita in Svizzera kann helfen, die finanzielle Bilanz zu ordnen, ersetzt jedoch nicht die Informationen aus dem Gespräch oder dem Sozialplan.

Die Einordnung auf nationaler Ebene bleibt daher konkret, aber begrenzt: Die Nachricht beschreibt eine Reorganisation von Tamedia mit den angegebenen Standorten und Kategorien, keine allgemeine Massnahme für alle Schweizer Arbeitnehmenden.

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Wichtige Punkte

Praktische Schritte für Betroffene

Die von Tamedia angegebene Abfolge ermöglicht es, sich vorzubereiten, ohne Ergebnisse vorwegzunehmen, die die Quelle nicht ankündigt. Die einzige ausdrücklich genannte Frist ist die für die Einzelgespräche bis zum Monatsende, vorbehaltlich der Konsultation in der Romandie.

Vier Prüfungen vor dem Gespräch

1. Die eigene Zuordnung klären. In der Mitteilung werden die Redaktionen in Zürich, Bern, Basel, Lausanne und Genf, die Deutschschweiz, die Romandie und der Print desk unterschieden. Diese Einteilung hilft zu verstehen, welcher Teil der Mitteilung die eigene Situation betrifft, ohne Standort, Sprachregion und die angegebene Einheit zu verwechseln.

2. Fragen zum Sozialplan vorbereiten. Im Gespräch empfiehlt es sich zu fragen, welche Begleitmassnahmen anwendbar sind: In der Mitteilung werden berufliche Neuqualifizierung und Frühpensionierung genannt. Zudem sind allfällige interne Weiterbeschäftigungsmöglichkeiten zu klären, nach denen Tamedia nach eigenen Angaben so weit wie möglich sucht.

3. Zeitplan und Entscheidung trennen. Für die Romandie hängt die individuelle Information von den Ergebnissen des Konsultationsverfahrens ab. Bis zu diesem Schritt ist es nicht korrekt, die Mitteilung als ein für alle Mitarbeitenden gleiches Ergebnis zu behandeln.

4. Die persönliche Bilanz ordnen. Vor der Bewertung einer Option können die busta paga svizzera, die Positionen von AVS/AHV und LPP/BVG sowie die LAMal/KVG-Prämie zusammengetragen werden. Zur Vertiefung dieser Punkte stehen auch der Leitfaden AVS/LPP/rendita und die Seite LAMal/cassa malati zur Verfügung.

Sollte eine interne Weiterbeschäftigung nicht möglich sein, kann der Markt über die annunci di lavoro erkundet werden, wobei diese Suche von den Massnahmen des Sozialplans getrennt bleibt. Die Quelle nennt keine weiteren Fristen, Dokumente oder Verfahren: Der operative Bezugspunkt bleibt das Einzelgespräch und für die Romandie die erwähnte Konsultation.

Um das verfügbare Einkommen und die Ausgaben vor einer Entscheidung zu vergleichen, nutze calcolatore stipendio.

Quelle: swissinfo.ch

Häufig gestellte Fragen
Wie viele Arbeitsplätze werden bei Tamedia abgebaut?
Tamedia kündigte den Abbau von 34 Vollzeitstellen in ihren Zeitungen an. Die Gesamtmassnahme betrifft insgesamt 41 Mitarbeitende. Davon arbeiten 28 in der Deutschschweiz, was 75% entspricht, während 9 in der Romandie arbeiten, was 25% entspricht, sowie 4 Mitarbeiter, die Teil des Print Desk sind. Die an der Reorganisation beteiligten Redaktionen befinden sich in den Städten Zürich, Bern, Basel, Lausanne und Genf.
Welche flankierenden Maßnahmen und welcher Sozialplan sind vorgesehen?
Das Unternehmen wird einen Sozialplan umsetzen, der flankierende Maßnahmen als Möglichkeiten der beruflichen Umschulung und des Vorruhestands beinhaltet. Darüber hinaus sagt Tamedia, dass sie nach Möglichkeit interne Umsiedlungsmöglichkeiten für die an der Maßnahme beteiligten Mitarbeitenden suchen wird.
Wie sehen die nächsten Schritte und Zeitpläne für die Mitarbeitenden aus?
Die Betroffenen werden in Einzelgesprächen bis Ende Monat informiert. In der Romandie erfolgt die Unterrichtung der Mitarbeiter vorbehaltlich der Ergebnisse des Vernehmlassungsverfahrens, während die Arbeitnehmervertreter und die Sozialpartner im Voraus informiert wurden.

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