Tamedia: Über 100 in Zürich gegen Abbau von 34 Vollzeitjobs

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Am Dienstagmittag versammelten sich mehr als 100 Mitarbeitende von Tamedia vor dem Hauptsitz des Verlagshauses an der Werdstrasse in Zürich.

Kontext

Auf einen Blick

  • Über 100 Beschäftigte protestieren in Zürich
  • Tamedia kündigt den Abbau von 34 Vollzeitstellen an
  • Die Kürzungen betreffen 41 Beschäftigte
  • Die Beschäftigten fordern Investitionen in den Journalismus

Wichtige Fakten

  • Ort → Hauptsitz von Tamedia, Werdstrasse in Zürich
  • Wann → Dienstagmittag
  • Abgebaute Stellen → 34 Vollzeitstellen
  • Betroffene Mitarbeitende → 41
  • Betroffene Redaktionen → Nachrichtenredaktionen der Deutschschweiz und der Romandie
  • Unterstützung → Raphael Golta, Stadtpräsident von Zürich (SP)
  • Forderung → Konsultation auch in der Deutschschweiz

Am Dienstagmittag versammelten sich mehr als 100 Mitarbeitende von Tamedia vor dem Hauptsitz des Verlagshauses an der Werdstrasse in Zürich. Die Kundgebung richtete sich gegen die in den vergangenen Wochen bekannt gegebenen Entlassungen. Die Beschäftigten forderten die sofortige Einstellung des Stellenabbaus und erhielten dabei auch die Unterstützung von Raphael Golta, dem Stadtpräsidenten von Zürich und der SP.

In seiner Rede vor den Beschäftigten erinnerte Golta an seine persönliche Verbundenheit mit der Zürcher Tageszeitung. Er erklärte, dass er sie jeden Morgen lese, um die Ereignisse in der Welt zu verfolgen. Der ehemalige Journalist zeigte sich besorgt über die Zukunft der lokalen Berichterstattung und erklärte, weiterhin von Fachleuten verfasste Artikel lesen zu wollen, statt von Systemen künstlicher Intelligenz produzierte.

Die Forderungen der Redaktionen

Bei der Kundgebung geriet die Unternehmensleitung ins Visier. Nach Ansicht der Redaktionen würden die Folgen falscher Entscheidungen und ineffektiver Strategien systematisch auf die Mitarbeitenden abgewälzt. Ein weiterer Kritikpunkt ist die fortschreitende Verringerung der für die redaktionelle Arbeit verfügbaren Ressourcen. Auf den Plakaten war der Slogan «Journalismus statt KI» zu lesen, der die Forderung zusammenfasst, in die Arbeit von Fachleuten aus dem Informationsbereich zu investieren.

Auch Mitarbeitende der Tamedia-Redaktionen in der Romandie schlossen sich der Kundgebung an. Am Dienstag liessen die französischsprachigen Kolleginnen und Kollegen den vom Stellenabbau betroffenen Zürcher Mitarbeitenden einen Brief zukommen, in dem sie ihre Solidarität bekundeten.

Vor etwa zwei Wochen hatte das Unternehmen die Streichung von 34 Vollzeitstellen in den Nachrichtenredaktionen der Deutschschweiz und der Romandie angekündigt; die Massnahme wird zur Entlassung von 41 Mitarbeitenden führen. Das Personal fordert nun, dass das bereits in der Romandie vorgesehene Konsultationsverfahren auch auf die Deutschschweiz ausgeweitet wird.

Operative Details

Was die Zahlen aussagen

Bei der Beschäftigungssituation geht es um zwei unterschiedliche Größen, die die Quelle getrennt aufführt: 34 Vollzeitstellen und 41 von Entlassungen betroffene Beschäftigte. Die Unterscheidung ist relevant, weil eine Zahl Stellen und die andere Personen bezeichnet. Die beiden Werte sind daher nicht austauschbar.

Table 1: Angabe
AngabeAngegebener Wert
Abgebaute Stellen34 Vollzeitstellen
Betroffene Beschäftigte41
RedaktionsbereicheNachrichtenredaktionen der Deutschschweiz und der Romandie
AnkündigungEtwa zwei Wochen vor dem Protest

Rein rechnerisch beträgt die Differenz zwischen 41 und 34 7 Einheiten. Der Text erläutert jedoch nicht, wie sich dieser Unterschied zusammensetzt, und ermöglicht keine Feststellung, wie viele Personen auf jede Vollzeitstelle entfallen. Die Angabe erlaubt lediglich, die im Plan genannte Zahl der Stellen von der Zahl der Beschäftigten zu unterscheiden, die laut Tamedia entlassen werden.

Auch geografisch sind zwei Ebenen dokumentiert. Der Protest fand in Zürich statt, während der Plan die Nachrichtenredaktionen der Deutschschweiz und der Romandie betrifft. An der Mobilisierung beteiligten sich auch französischsprachige Mitarbeitende, die einen Solidaritätsbrief verbreiteten. Die Nachricht beschreibt somit einen Arbeitskonflikt, der beide im Text genannten wichtigsten Sprachregionen betrifft, ohne eine Aufschlüsselung der 34 Stellen oder der 41 Beschäftigten auf die beiden Regionen zu liefern.

Die Forderungen lassen sich ihrerseits in zwei Bereiche unterteilen. Im Bereich der Beschäftigung fordern die Beschäftigten ein Ende der Kürzungen, ein Konsultationsverfahren auch in der Deutschschweiz und die Berücksichtigung freiwilliger Abgänge. Auf redaktioneller Ebene fordern die Beschäftigten mehr Investitionen in von Fachleuten betriebenen Journalismus, statt ihn der künstlichen Intelligenz zu überlassen. Es handelt sich um Forderungen des Personals: Die Quelle berichtet nicht, dass die Leitung sie bereits angenommen hat.

Wichtige Punkte

Die Unterstützung und was noch zu klären bleibt

Der Protest wird nicht nur als eine Mobilisierung innerhalb der Redaktionen beschrieben. Vor den Mitarbeitenden trat Raphael Golta, Präsident der Stadt Zürich, auf und bekundete seine Unterstützung für die Beschäftigten sowie seine Sorge um die Zukunft der lokalen Information. Sein Verweis auf die Zürcher Tageszeitung und auf die tägliche Lektüre der Zeitung wird zusammen mit der Forderung dargestellt, weiterhin Artikel zu lesen, die von Fachleuten verfasst wurden. Der Text dokumentiert somit eine während der Demonstration zum Ausdruck gebrachte Unterstützung, schreibt der Stadt Zürich jedoch keine Entscheidungen über Entlassungen oder die Strategien von Tamedia zu.

Die noch nicht verfügbaren Informationen

Die Solidarität aus der französischsprachigen Schweiz ist ein weiteres von der Quelle berichtetes Element. Einige französischsprachige Mitarbeitende beteiligten sich an der Mobilisierung und verbreiteten am Dienstag einen Brief zur Unterstützung der Kolleginnen und Kollegen in Zürich. Es werden jedoch weder die genaue Zahl der Teilnehmenden aus der Romandie noch der vollständige Inhalt des Briefes angegeben.

Die Vorwürfe gegen die Leitung werden den Redaktionen zugeschrieben: Die Beschäftigten kritisieren den Rückgriff auf Entscheidungen, die sie für falsch halten, und auf Strategien, die sie als ineffektiv bezeichnen, wobei sie geltend machen, dass die Folgen die Arbeitnehmenden träfen. Der Text gibt keine Antwort der Unternehmensleitung auf diese Vorwürfe wieder. Er gibt außerdem nicht an, wie die 34 gestrichenen Stellen zwischen der Deutschschweiz und der Romandie verteilt würden, und liefert keine individuellen Angaben zu den 41 betroffenen Mitarbeitenden.

Auch das Thema der künstlichen Intelligenz ist innerhalb der beschriebenen Grenzen zu halten. Die KI steht im Mittelpunkt der Slogans und der Forderungen nach höheren Investitionen in den professionellen Journalismus, doch die Quelle behauptet nicht, dass die künstliche Intelligenz die Ursache der Entlassungen sei oder bestimmte Rollen ersetzt habe.

Der Text verwendet relative Zeitangaben wie am Dienstag und vor etwa zwei Wochen, ohne ein Kalenderdatum anzugeben. Der Ausgang des Konsultationsverfahrens wird nicht genannt, es wird nicht gesagt, ob die Kürzungen geändert wurden, und weitere Maßnahmen nach dem Protest werden nicht angegeben.

Quelle: tio.ch

Häufig gestellte Fragen
Wie viele Stellen und Beschäftigte sind von den Kürzungen betroffen?
Die Quelle nennt zwei unterschiedliche Größen: 34 gestrichene Vollzeitstellen und 41 von der Kündigung betroffene Mitarbeitende. Die Differenz von 7 Einheiten wird im Text nicht erklärt und lässt nicht feststellen, wie viele Personen jeweils einer Vollzeitstelle entsprechen.
Was sind die wichtigsten Forderungen der Beschäftigten?
Die Mitarbeitenden fordern einen sofortigen Stopp des Stellenabbaus, ein Konsultationsverfahren auch in der Deutschschweiz (zusätzlich zu dem in der Romandie vorgesehenen) und höhere Investitionen in den von Fachleuten betriebenen Journalismus, statt ihn der künstlichen Intelligenz anzuvertrauen, wie im Slogan «Journalismus statt KI» zusammengefasst.
Wer hat seine Unterstützung für den Protest zum Ausdruck gebracht?
Raphael Golta, Stadtpräsident von Zürich und Mitglied der PS, sprach vor den Demonstrierenden, äußerte seine Besorgnis über die Zukunft der lokalen Berichterstattung und erklärte, weiterhin Artikel lesen zu wollen, die von Fachleuten und nicht von Systemen künstlicher Intelligenz verfasst werden.
Wie gestaltet sich der Streit zwischen der Deutschschweiz und der Romandie?
Der Unternehmensplan betrifft die Nachrichtenredaktionen der Deutschschweiz und der Romandie. An der Zürcher Mobilisierung beteiligten sich auch französischsprachige Mitarbeitende, die einen Solidaritätsbrief verbreiteten. Die Quelle liefert jedoch keine Aufschlüsselung der 34 Stellen oder der 41 Mitarbeitenden auf die beiden Sprachregionen.
Welche Entwicklungen sind nach dem Protest bekannt?
Der Text berichtet weder über das Ergebnis des Konsultationsverfahrens noch gibt er an, ob die Kürzungen geändert oder zurückgenommen wurden. Eine Reaktion der Unternehmensleitung auf die von den Redaktionen erhobenen Vorwürfe falscher Entscheidungen und ineffektiver Strategien wird nicht dokumentiert.

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