Elektroautos: Die Schweiz fällt in Europa auf den 16. Platz

Modernes Elektro‑SUV neben einer Ladestation in einer Schweizer Alpenlandschaft geparkt.

2019 lag die Schweiz bei der Elektrifizierung an fünfter Stelle, Ende 2025 am 13. und Mitte 2026 am 16.; ein Viertel der Neuzulassungen ist rein elektrisch.

Kontext

Kurz gesagt

  • Im Jahr 2019 lag die Schweiz bei der Elektrifizierung auf dem fünften Platz
  • Stand Mitte 2026 ist es auf den 16. Platz zurückgefallen
  • Ein Elektro-SUV kann bis zu 1000 Franken mehr pro Jahr kosten
  • Ein Viertel der Neuzulassungen erfolgt rein elektrisch

Wichtige Fakten

  • Position → fünfter Platz im Jahr 2019; 13. Ende 2025; 16. Mitte 2026
  • Interview → Helmut Ruhl, CEO von Amag
  • Steuern → bis zu 1000 Franken mehr pro Jahr für einen durchschnittlichen Elektro-SUV
  • Neuzulassungen → ein Viertel reine Elektroautos im laufenden Jahr
  • August → 30 % reine Elektroautos
  • September → ein noch höherer Anteil als im August

Im Jahr 2019 belegte die Schweiz bei der Elektrifizierung von Autos europaweit den fünften Platz. Ende 2025 lag es auf Platz 13; bis Mitte 2026 fiel sie auf den 16. Platz. Auf den Ablauf deutete Helmut Ruhl, CEO der Amag, in einem Interview der Aargauer Zeitung hin.

Der Manager fasste die Situation so zusammen: „Wir kommen schneller voran als zuvor, aber langsamer als viele andere europäische Länder.“ Tatsächlich bleibt die Schweiz trotz gestiegener Benzinpreise eine Hochburg des Verbrennungsmotors.

Die von Amag angegebenen Rahmenbedingungen

Laut Ruhl ist die Verzögerung auf widersprüchliche Rahmenbedingungen zurückzuführen. Viele Menschen wohnen in Miet- oder Eigentumswohnungen, haben aber keinen Anspruch auf eine Aufstockungsmöglichkeit. Die Schwierigkeit betrifft auch den öffentlichen Raum: Auf öffentlichen Parkplätzen mangelt es an Infrastruktur.

Ein zweiter Grund betrifft die Kraftfahrzeugsteuer. Die Anreize in den Kantonen sind unterschiedlich und mancherorts kostet ein Mittelklasse-Elektro-SUV bis zu 1000 Franken mehr Steuern pro Jahr als ein vergleichbarer Benziner. Ruhl hält diesen Unterschied für inakzeptabel.

Allerdings ist das Nachfragebild weniger negativ als das Ranking. Dem Interviewpartner zufolge hat die Elektromobilität zuletzt Fahrt aufgenommen: Im laufenden Jahr machen reine Elektroautos ein Viertel der Neuzulassungen aus. Im August lag der Anteil bei 30 %, im September sogar noch mehr. Auch hohe Spritpreise tragen zur zusätzlichen Nachfrage bei, sagt der Importeur der Marken Volkswagen, Audi, Skoda, Seat und Cupra.

Es besteht weiterhin eine wachsende chinesische Konkurrenz. Ruhl glaubt, dass die europäischen Hersteller weiterhin gut aufgestellt seien. Die Nachrichten zeichnen daher ein doppeltes Bild: Die Stromnachfrage steigt, das Land fällt jedoch im europäischen Vergleich zurück und es bestehen weiterhin Hindernisse im Zusammenhang mit Gebühren und Steuern.

Operative Details

Der Vergleich, der sich mit dem Kanton ändert

Für Menschen, die in der Schweiz leben oder arbeiten, hängt die Wahl zwischen einem Elektrofahrzeug und einem Benziner nicht nur von der Art des Motors ab. Die Quelle hebt zwei konkrete Variablen hervor: die Möglichkeit, das Auto aufzuladen, und die Behandlung der Motorfahrzeugsteuern. Beide können das Ergebnis des Vergleichs von Kanton zu Kanton verändern.

Der von Helmut Ruhl angegebene steuerliche Bezug ist begrenzt: Er betrifft ein Elektro-SUV der mittleren Preisklasse im Vergleich zu einem vergleichbaren Benzinauto. An manchen Orten beträgt der Unterschied bis zu 1'000 Franken pro Jahr. Es ist daher nicht korrekt, diese Angabe in eine für jedes Elektroauto gültige Regel umzuwandeln, aber ebenso wenig, sie zu ignorieren, wenn man die Lebenshaltungskosten in der Schweiz beurteilt. Der jährliche Posten kann das Budget beeinflussen, selbst wenn der Treibstoffpreis steigt.

Deshalb muss der erste praktische Vergleich beim Kanton beginnen, in dem die Steuern erhoben werden, und nicht bei einem einheitlichen Wert, der der Schweiz zugeschrieben wird. Die Steuerangabe ist anschließend zusammen mit dem betrachteten Fahrzeugtyp zu lesen: Die Quelle spricht nicht unterschiedslos von allen Elektroautos, sondern von einem SUV der mittleren Preisklasse und einem vergleichbaren Benzinauto.

Laden und Wohnen

Wer zur Miete oder im Stockwerkeigentum lebt, hat möglicherweise keinen Anspruch auf eine Lademöglichkeit. In einem solchen Szenario geht es bei der Entscheidung nicht nur um die Vorliebe für eine Technologie: Es geht um die konkrete Möglichkeit, das Auto zu nutzen, ohne dass eine private Lösung verfügbar ist. Öffentliche Parkplätze bieten außerdem nicht immer die von der Quelle als notwendig bezeichnete Infrastruktur.

Die Anteile bei den Neuzulassungen zeigen eine deutliche Spannung. Die Elektromobilität hat an Fahrt aufgenommen und die hohen Treibstoffpreise stützen eine zusätzliche Nachfrage, aber die Position der Schweiz im europäischen Vergleich hat sich verschlechtert. In Ruhls Lesart liegt das Problem daher nicht allein in der Nachfrage der Autofahrer; auch die Kombination aus Lademöglichkeiten und kantonalen Anreizen fällt ins Gewicht.

Um die Belastung durch das Auto von den anderen Posten des Haushaltsbudgets zu trennen, kann man costo della vita in Svizzera calcolatore stipendio/imposte gegenüberstellen. Die Instrumente ersetzen nicht die kantonalen Angaben zu den Autosteuern, helfen aber dabei, die Gesamtkosten zu betrachten, ohne verschiedene Posten zu vermischen.

Nützliche Tools zum Schutz Ihres Nettolohns

Um Wechselkursverluste zu reduzieren, vergleichen Sie CHF-EUR-Wechseloptionen und Banken für Grenzgänger.

Wichtige Punkte

Eine Checkliste vor der Entscheidung

Das umsichtigste Vorgehen geht von den Daten aus, die die Quelle als entscheidend betrachtet. Es ist nicht nötig, von einer für die ganze Schweiz gleichen Regel auszugehen: Man muss den eigenen Kanton, die eigene Wohnsituation und die tatsächliche Verfügbarkeit von Lademöglichkeiten prüfen.

Vier praktische Überprüfungen

1. Mit dem Kanton beginnen. Vor dem Vergleich der Fahrzeuge ist die Vergünstigung bei den Motorfahrzeugsteuern im betreffenden Kanton zu ermitteln. Der zu berücksichtigende Wert ist der jährliche.

2. Einen einheitlichen Vergleich anstellen. Wenn man einen elektrischen SUV der mittleren Klasse bewertet, muss der Vergleichswert ein vergleichbares Benzinauto sein. Der von Ruhl angegebene Betrag von bis zu 1'000 Franken pro Jahr bezieht sich auf diese Art von Vergleich und nicht auf alle Elektroautos.

3. Die private Lademöglichkeit klären. Wer zur Miete oder im Stockwerkeigentum lebt, muss prüfen, ob er das Recht auf eine Lademöglichkeit hat. Die Quelle weist darauf hin, dass viele Personen dies nicht haben: Es handelt sich daher um eine Prüfung, die vor der Wahl des Fahrzeugs vorgenommen werden sollte.

4. Das öffentliche Laden vom Kaufwunsch trennen. Auf öffentlichen Parkplätzen fehlt die im Interview genannte Infrastruktur. Es ist nicht ratsam, diese Parkplätze automatisch als verfügbare Lösung zu betrachten; wenn keine private Lademöglichkeit vorhanden ist, kann der Vergleich mit den mezzi pubblici die Beurteilung der täglichen Mobilität ergänzen.

5. Den Kraftstoff berücksichtigen, ohne Einsparungen zu versprechen. Hohe Kraftstoffpreise tragen zur Nachfrage nach Elektroautos bei, aber die Quelle beziffert keine individuelle Einsparung. Die Angabe ist daher als Bestandteil des Vergleichs zu verwenden, nicht als garantiertes Ergebnis.

Diese Abfolge ermöglicht es, drei Aspekte getrennt zu betrachten: kantonale Steuern, Zugang zur Lademöglichkeit und den Preisdruck bei den Kraftstoffen. Um die Gesamtbilanz zu ordnen, verwende calcolatore stipendio/imposte.

Quelle: laregione.ch

Häufig gestellte Fragen
Welche Position nimmt die Schweiz im europäischen Ranking der Elektrifizierung von Autos ein?
Laut Helmut Ruhl, CEO von Amag, belegte die Schweiz 2019 den fünften, Ende 2025 den dreizehnten und Mitte 2026 den sechzehnten Platz in der europäischen Elektrifizierungsrangliste.
Wie viel mehr kann die jährliche Steuer für ein Elektro-SUV der Mittelklasse im Vergleich zu einem Benzinfahrzeug kosten?
Ruhl weist darauf hin, dass ein Elektro-SUV der Mittelklasse in einigen Kantonen bis zu 1'000 Schweizer Franken mehr Steuern pro Jahr einbringen kann als ein vergleichbares Benzinauto.
Wie hoch ist der Anteil der reinen Elektroautos an den Neuzulassungen im laufenden Jahr?
Im laufenden Jahr machten reine Elektroautos ein Viertel der Neuzulassungen aus, im August waren es 30 Prozent und im September sogar noch mehr.

Verwandte Artikel