Luzern: Abstimmung über Fans, Geschäfte und OECD-Fonds

In Luzern werden Initiative und Gegenvorschlag zur Gewalt von Fans angenommen. 58,8% wählen den Gegenvorschlag; grünes Licht auch für Geschäfte, Schule und Wirtschaftsförderung.
Kontext
Kurz zusammengefasst
- Luzern stimmt den beiden Texten zur Fan-Gewalt zu
- 58,8% entscheiden sich für den Gegenvorschlag
- Stimmbeteiligung: 48,7%
- Ja auch zu Geschäften, Schule und Wirtschaftsförderung
Wichtige Fakten
- Ort → Luzern
- Initiative → 52,8%
- Gegenvorschlag → 74,8%
- Stichfrage → 58,8%
- Stimmbeteiligung → 48,7%
- Öffnungszeiten der unbedienten Geschäfte → 55,2%
- Kantonsschule Reussbühl → 67,6%
- Wirtschaftsförderung → 65,1% und 250 Millionen jährlich
In Luzern wurde heute über zwei Vorschläge abgestimmt, die darauf abzielen, die mit den Spielen des FC Lucerna verbundenen Gewalttaten zu reduzieren.
Das doppelte Ja zur Fan-Gewalt
Bei der ersten handelte es sich um die Volksinitiative des Centro mit dem Titel «Gegen Fan-Gewalt», die strengere Massnahmen forderte. Bei der zweiten um den vom Grossen Rat ausgearbeiteten Gegenvorschlag.
Nach Angaben von Keystone-ATS wurden beide Vorlagen angenommen. Die Initiative erhielt 52,8%, während der Gegenvorschlag 74,8% erreichte. Das Ergebnis beschränkte sich also nicht auf ein doppeltes Ja: In der Stichfrage, bei der angegeben werden sollte, welcher der beiden Vorschläge der Vorzug zu geben sei, entschieden sich die Luzernerinnen und Luzerner mit 58,8% der Stimmen für den Gegenvorschlag. Die Stimmbeteiligung lag bei 48,7%.
Der Unterschied zwischen den beiden Ansätzen stand im Zentrum der Debatte. Die Vorlage des Gesetzgebers setzt stärker auf Prävention, Dialog, mehr Verantwortung des Clubs und Videoüberwachung. Sie verzichtet hingegen auf Identitätskontrollen, die eine nationale Koordination erfordern würden.
Centro hatte diesen Ansatz kritisiert. Seiner Ansicht nach hätte er die derzeitige Praxis gesetzlich festgeschrieben, ohne eine echte Veränderung herbeizuführen. Die Regierung und die anderen Parteien hatten erwidert, die Initiative greife nur einzelne Aspekte auf, sei nicht mit den Bestrebungen auf nationaler Ebene abgestimmt und daher nicht wirksam.
Die Abstimmung umfasste auch drei Entscheide zu unterschiedlichen lokalen Themen. Die Stimmberechtigten genehmigten mit 55,2% die Ausweitung der Öffnungszeiten der unbedienten Geschäfte, mit 67,6% die Erweiterung der Kantonsschule Reussbühl und mit 65,1% die Wirtschaftsförderung, die mit jährlich 250 Millionen aus der OECD-Mindestbesteuerung finanziert wird. Die wirtschaftliche Angabe bezieht sich auf die abgestimmte Massnahme; für eine persönliche Berechnung kann calcolatore stipendio e imposte verwendet werden.
Operative Details
Ein auf Prävention und Koordination ausgerichteter Ansatz
Die praktische Bedeutung der Abstimmung über Fangewalt wird im Vergleich zwischen den beiden den Stimmberechtigten vorgelegten Wegen deutlich. Die Initiative des Zentrums forderte strengere Massnahmen. Der Gegenvorschlag des Grossen Rates, der in der Stichfrage gewählt wurde, konzentriert das Handeln hingegen auf Prävention, Dialog, mehr Verantwortung der Klubs und Videoüberwachung. Darin liegt der konkrete, von der Quelle beschriebene Unterschied: nicht nur ein zahlenmässiges Ergebnis, sondern eine andere Art des Eingreifens.
| Element des Gegenvorschlags | In der Quelle enthaltene Angabe |
|---|---|
| Prävention | Grösseres Gewicht als bei der Initiative |
| Dialog | Eines der bevorzugten Instrumente |
| Klubs | Mehr Verantwortung |
| Videoüberwachung | In den Ansatz einbezogen |
| Identitätskontrollen | Ausgeschlossen; würden eine nationale Koordination erfordern |
Die Auslegung muss sich eng an den Text halten, über den abgestimmt wurde. Die Quelle listet nicht alle Massnahmen der Initiative auf und nennt weder Zeitplan noch Modalitäten für die Umsetzung des Gegenvorschlags. Sie ermöglicht daher nicht, einen operativen Zeitplan für diejenigen, die die Spiele verfolgen, oder für den Klub abzuleiten. Sie ermöglicht jedoch, die in der Stichfrage gewählte Ausrichtung zu erkennen: Prävention und Dialog stehen im Zentrum der durch die Luzerner Abstimmung bevorzugten Lösung, zusammen mit der Verantwortung des Klubs und der Videoüberwachung.
Das Thema der Koordination geht über den rein lokalen Rahmen hinaus. Die Regierung und die anderen Parteien hatten geltend gemacht, dass die Initiative bestimmte Aspekte betraf, nicht mit den Anstrengungen auf nationaler Ebene koordiniert war und daher nicht wirksam sein würde. Der Gegenvorschlag verzichtet auf Identitätskontrollen, weil diese laut Quelle eine nationale Koordination erfordert hätten. Für die Lesenden gilt es, diesen Punkt auseinanderzuhalten: Die Entscheidung ist Luzerner Natur, während die im Vergleich angesprochene Koordination eine nationale Dimension hat.
Auch die anderen Ergebnisse müssen getrennt betrachtet werden. Die 55,2 % zu den Öffnungszeiten von Geschäften ohne Präsenzpersonal betreffen diesen Gegenstand; 67,6 % betreffen die Kantonsschule Reussbühl; 65,1 % und die 250 Millionen jährlich betreffen die durch die OECD-Mindestbesteuerung finanzierte Wirtschaftsförderung. Die Quelle stellt diese letztgenannte Zahl als Finanzierung der Wirtschaftsförderung dar, nicht als individuellen Betrag. Um die wirtschaftliche Entscheidung von der eigenen steuerlichen Situation zu trennen, kann man dichiarazione delle imposte konsultieren.
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Wichtige Punkte
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Quelle: swissinfo.ch
Häufig gestellte Fragen
- Welche Ergebnisse haben Initiative und Gegenentwurf in Luzern erzielt?
- Beide Texte wurden genehmigt. Die Volksinitiative des Zentrums «Gegen Fangewalt» erhielt 52,8%, der Gegenvorschlag des Grossen Rates 74,8%. Im subsidiären Gesuch haben sich die Luzerner dann entschieden, dem Gegenentwurf mit 58,8 Prozent den Vorzug zu geben. Die Gesamtbeteiligung an der Abstimmung betrug 48,7%.
- Auf welche Instrumente setzt der Gegenentwurf?
- Laut der Quelle konzentriert sich der vom Gesetzgeber ausgearbeitete Gegenvorschlag mehr auf Prävention, Dialog, mehr Verantwortung des Clubs und Videoüberwachung. Verzicht auf Identitätskontrollen, die eine nationale Koordination erfordern würden. Das Zentrum hatte diesen Ansatz kritisiert und argumentiert, dass es die derzeitige Praxis gesetzlich verankern würde, ohne eine echte Veränderung einzuführen; Regierung und andere Parteien hatten geantwortet, dass die Initiative nicht wirksam sein würde.
- Welche weiteren Maßnahmen wurden genehmigt?
- Die Luzerner Stimmbürger stimmten mit 55,2% für die Verlängerung der Öffnungszeiten unbesetzter Geschäfte. Der Ausbau der Kantonsschule Reussbühl erreichte 67,6%. Die Wirtschaftsförderung, finanziert mit jährlich 250 Millionen aus der OECD-Mindestbesteuerung, stieg auf 65,1 Prozent.
- Warum steht die nationale Koordination im Mittelpunkt der Auseinandersetzung?
- Der Gegenentwurf verzichtet auf Identitätskontrollen, weil sie laut Quelle eine nationale Koordination erfordern würden. Die Regierung und die anderen Parteien hatten argumentiert, dass die Initiative des Zentrums nicht mit den Bemühungen auf nationaler Ebene koordiniert sei und daher nicht wirksam sein würde. Das Thema Koordination ist daher zentraler Bestandteil des Vergleichs der beiden Texte.