SVP lehnt Mehrwertsteuer-Erhöhung für 13. AHV-Rente ab

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Nein der SVP zur Erhöhung der Mehrwertsteuer für die 13.

Kontext

Auf einen Blick

  • Nein der SVP zur Erhöhung der Mehrwertsteuer für die 13. AHV-Rente
  • Das Volk stimmt am 29. November über den Vorschlag ab
  • In Bulle setzt sich das Nein mit 290 zu 3 Stimmen durch
  • Die SVP sagt Ja zur Initiative der Mitte

Wichtige Fakten

  • Gegenstand → Finanzierung der 13. AHV-Rente über die Mehrwertsteuer
  • Entscheid der SVP → Nein, mit 290 Stimmen gegen 3
  • Abstimmung → 29. November
  • Ort → Versammlung in Bulle (Fr)
  • AHV-Fonds → finanziert 80% der 13. AHV-Rente
  • Alternative der SVP → Einsparungen bei der internationalen Zusammenarbeit und im Asylwesen
  • Alternative Maillard → stärkere Besteuerung hoher Einkommen
  • Initiative der Mitte → Ja, mit 274 Ja-Stimmen, 9 Nein-Stimmen und 3 Enthaltungen

Mit 290 Stimmen gegen 3 haben die Delegierten der SVP empfohlen, die Finanzierung der 13. AHV-Rente über eine Erhöhung der Mehrwertsteuer abzulehnen. Der Entscheid wurde an der Parteiversammlung gefällt, die am Samstag in Bulle (Fr) stattfand, während das Volk am 29. November an die Urnen gerufen wird.

Der zur Abstimmung vorgelegte Vorschlag sieht nämlich eine Anpassung der Mehrwertsteuer vor. Die SVP hat sich entschieden, ihn abzulehnen, und das Nein in eine offizielle Empfehlung an die Wähler umgewandelt.

Auf der Versammlung argumentierte der Freiburger Nationalrat Nicolas Kolly, dass der Bund das ihm von den Schweizern anvertraute Geld besser einsetzen müsse. Seiner Ansicht nach war die Zustimmung zum Grundsatz einer 13. AHV-Rente nicht gleichbedeutend mit der Zustimmung zu einer neuen Steuererhöhung. Deshalb hätte die SVP es vorgezogen, wenn der Bundesrat die Leistung durch Einsparungen finanziert hätte, und verwies dabei auf die für die internationale Zusammenarbeit und den Asylbereich bestimmten Mittel.

Pierre-Yves Maillard, Waadtländer Sozialist und Ständerat sowie Präsident des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds, hätte sich für eine stärkere Besteuerung hoher Einkommen ausgesprochen. Er betonte jedoch die Notwendigkeit, eine zusätzliche Finanzierungsquelle zu finden, da der AHV-Fonds bereits 80% der 13. AHV-Rente abdeckt.

Zwei Empfehlungen am selben Tag

Das Ergebnis von Bulle führt somit zu zwei unterschiedlichen Empfehlungen: Nein zur Finanzierung der 13. AHV-Rente über die Mehrwertsteuer, Ja zur Initiative der Mitte. Die beiden Empfehlungen dürfen nicht verwechselt werden: Die erste Vorlage betrifft die Finanzierungsquelle der Rente, die zweite die Steuergerechtigkeit zwischen Ehepartnern.

Operative Details

Drei Fragen zur Bewertung des Vorschlags

Um die Abstimmung aus Sicht der in der Schweiz lebenden Menschen zu betrachten, ist es sinnvoll, drei Ebenen auseinanderzuhalten. Die erste ist die Leistung: die 13. AHV-Rente. Die zweite ist die Finanzierung: die in der Vorlage vorgesehene Erhöhung der Mehrwertsteuer. Die dritte ist die politische Entscheidung über die Quelle der Mittel: die Mehrwertsteuer, die von der SVP genannten Einsparungen oder eine stärkere Besteuerung hoher Einkommen. Diese Unterscheidung verhindert, dass die Abstimmung über die Finanzierung in ein undifferenziertes Urteil über die AHV verwandelt wird.

Der Text verlagert die Entscheidung auf die nationale Ebene. Die Mehrwertsteuer ist ein Instrument des Bundes; sie ist nicht mit der direkten Bundessteuer gleichzusetzen und ihre Änderung wird nicht autonom von den Kantonen beschlossen. Bei der Beurteilung der Lebenshaltungskosten gilt es daher, den gewählten steuerlichen Kanal zur Finanzierung der 13. AHV-Rente herauszuarbeiten. Die Nachricht ermöglicht es, die Mechanismen zu vergleichen, ohne die Debatte in eine persönliche Berechnung zu verwandeln.

| Option | Was die Quelle angibt | Zugehörige Position | | Erhöhung der Mehrwertsteuer | Finanzierung der 13. AHV-Rente | Zur Abstimmung vorgelegter Vorschlag | | Einsparungen | Internationale Zusammenarbeit und Asylbereich | Präferenz der SVP, von Kolly wiedergegeben | | Hohe Einkommen | Höhere Besteuerung, um Mittel zu finden | Präferenz von Maillard | | AHV-Fonds | Deckung von 80% der Rente | Von Maillard angeführte Angabe |

Dieser Vergleich verdeutlicht auch die Rolle des Bundesrates in der Argumentation der SVP: Laut Kolly sollte er die notwendigen Einsparungen suchen, statt eine neue Steuererhöhung zu unterstützen. Die Position von Maillard geht von einer anderen Prämisse aus: Eine zusätzliche Finanzierungsquelle bleibt notwendig, obwohl 80% der 13. AHV-Rente bereits aus dem AHV-Fonds finanziert sind.

Für eine in der Schweiz lebende Person reduziert sich die Entscheidung daher nicht auf die Frage, ob die 13. AHV-Rente wünschenswert ist. Es gilt zu beurteilen, welche der genannten Quellen in den Mittelpunkt gestellt werden sollte. Der Verweis auf die Mehrwertsteuer macht die Frage zu einer Angelegenheit des Bundes; der Hinweis auf die Besteuerung hoher Einkommen und auf die Einsparungen verlagert den Vergleich hingegen auf die Verteilung der finanziellen Last. Das sind die drei Elemente, die vor der Stimmabgabe gemeinsam berücksichtigt werden müssen.

Wichtige Punkte

Vier Schritte vor dem 29. November

1. Lege den ersten Gegenstand fest: Bei der Abstimmung geht es um die Finanzierung der 13. AHV-Rente über die Mehrwertsteuer, nicht um eine allgemeine Frage der Altersvorsorge.

2. Trenne die Leistung von der Finanzierung. Du kannst das Prinzip der 13. AHV-Rente und die vorgeschlagene Methode zu ihrer Finanzierung getrennt betrachten.

3. Stelle die in der Debatte genannten Alternativen gegenüber: das Nein der SVP zur Erhöhung der Mehrwertsteuer, die von Nicolas Kolly genannten Einsparungen bei der internationalen Zusammenarbeit und im Asylbereich oder eine höhere Besteuerung hoher Einkommen, die Pierre-Yves Maillard bevorzugt.

4. Halte die zweite Initiative getrennt. Die Mitte schlägt die Vorlage zu fairen Steuern für Ehepaare vor, und die SVP empfiehlt ein Ja; diese Position stimmt nicht mit dem geäußerten Nein zur Finanzierung der 13. AHV-Rente überein.

Der erste Schritt soll verhindern, dass das Nein der SVP als undifferenzierte Ablehnung der Rente verstanden wird. Die in Bulle beschlossene Linie betrifft deren Finanzierung über die Mehrwertsteuer. Der zweite hilft, den von Kolly aufgeworfenen Punkt zu verstehen: Für die SVP bedeutete die Zustimmung zum Prinzip der 13. AHV-Rente nicht die Akzeptanz einer weiteren Steuererhöhung.

Im dritten Schritt verhindert das Festhalten der verschiedenen Quellen, einen Sparvorschlag mit einem Vorschlag für eine höhere Besteuerung zu verwechseln. Die Angabe zu den 80%, die aus dem AHV-Fonds finanziert werden, ist zusammen mit Maillards Forderung zu lesen, dennoch eine zusätzliche Quelle zu bestimmen.

Wer schließlich beide Fragen beurteilt, muss sie als zwei getrennte Entscheidungen behandeln, auch weil sich die Empfehlung der SVP je nach Vorlage ändert. Um die Vorsorgedebatte mit der eigenen Situation zu verknüpfen, konsultiere guida AVS/LPP und calcolatore stipendio/imposte.

Quelle: laregione.ch

Häufig gestellte Fragen
Wie steht die SVP zur Finanzierung der 13. AHV-Rente durch eine Erhöhung der Mehrwertsteuer?
Während der Parteiversammlung in Bulle (Fr) lehnten die Delegierten der UDC die Anpassung der Mehrwertsteuer mit 290 Stimmen für ein Nein und nur 3 Gegenstimmen ab und machten das Ergebnis damit zu einer offiziellen Empfehlung, Nein zu stimmen. Die UDC zieht es vor, die Leistung durch Einsparungen zu finanzieren, etwa im Bereich der internationalen Zusammenarbeit und des Asylwesens, statt eine neue Steuererhöhung einzuführen.
Wann wird die Volksabstimmung stattfinden und worüber werden die Wähler entscheiden?
Das Schweizer Volk wird am 29. November 2025 an die Urnen gerufen. Die Hauptvorlage betrifft die Finanzierung der 13. AHV-Rente durch eine Erhöhung der Mehrwertsteuer (MWST). Am selben Tag wird auch über die Volksinitiative der Mitte «Ja zu fairen Steuern auch für Ehepaare – Schluss mit der Heiratsdiskriminierung!» abgestimmt, für die die SVP ein Ja empfohlen hat.
Welche Alternativen zur Anpassung der Mehrwertsteuer wurden in der Debatte zur Finanzierung der 13. AHV-Rente genannt?
Die SVP hat durch den Nationalrat Nicolas Kolly die Möglichkeit aufgezeigt, die erforderlichen Mittel durch Einsparungen bei der internationalen Zusammenarbeit und im Asylbereich aufzubringen. Pierre-Yves Maillard, sozialistischer Ständerat, schlug dagegen eine stärkere Besteuerung hoher Einkommen vor. Beide sind sich einig, dass der AHV-Fonds bereits 80% der 13. Rente abdeckt, sodass nur eine zusätzliche Finanzierungsquelle erforderlich ist.

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