Analysten sind weniger zuversichtlich hinsichtlich der Schweizer Konjunktur

Finanzanalysten überprüfen Schweizer Konjunkturtrends im Büro

Im September liegt der Index zu den Schweizer Wirtschaftsaussichten laut UBS und CFA Society Switzerland bei +2,6 Punkten, 9,5 Punkte niedriger als im August.

Kontext

Kurz gesagt

  • September-Index: +2,6 Punkte, 9,5 weniger als im August.
  • 23,1% sehen in den kommenden sechs Monaten eine Verbesserung.
  • 56,4% erwarten eine unveränderte Situation.
  • UBS und CFA Society Switzerland: 78 Analysten.

Schlüsselfakten

  • Indikator → +2,6 Punkte
  • Vergleich mit August → Rückgang um 9,5 Punkte
  • Stichprobe → 78 Analysten
  • Umfragedaten → 17. und 24. September
  • Zeithorizont → kommende sechs Monate
  • Berechnung → 23,1% minus 20,5% = +2,6 Punkte
  • Partner bis 2023 → Credit Suisse
  • Aktueller Partner → UBS

Im September lag der Index zu den wirtschaftlichen Aussichten der Schweiz bei +2,6 Punkten, 9,5 Punkte niedriger als im August. Der Wert ist weiterhin positiv, aber der Optimismus der Finanzanalysten hinsichtlich der konjunkturellen Entwicklung der Schweiz ist zurückgegangen.

Der Indikator wird von UBS und CFA Society Switzerland auf Grundlage einer Befragung unter Experten berechnet. Die Meldung wird Keystone-ATS zugeschrieben; das Kürzel ATS ist in der Nachrichtenreferenz angegeben. Die Erhebung wurde am 17. und 24. September durchgeführt, unter Beteiligung von 78 Analysten aus der Schweizer Finanzgemeinschaft.

Das Gleichgewicht zwischen Vertrauen und Vorsicht

23,1% der Befragten erwarten in den kommenden sechs Monaten eine Verbesserung der konjunkturellen Lage. 20,5% rechnen hingegen mit einer Verschlechterung, während 56,4% keine Veränderungen erwarten. Diese drei Anteile bilden den Hauptindex: 23,1% minus 20,5% ergibt +2,6 Punkte.

Der Vergleich mit August zeigt eine weniger günstige Entwicklung. Die Optimisten sind um 7,2 Punkte zurückgegangen; die Pessimisten haben um 2,3 Punkte zugenommen und die Gruppe, die auf den Status quo setzt, ist um 4,9 Punkte gewachsen. Der größte Anteil entfällt somit weiterhin auf diejenigen, die Stabilität erwarten, während der Gesamtsaldo im positiven Bereich bleibt.

Der Saldo stellt konstruktionsbedingt diejenigen gegenüber, die eine Verbesserung erwarten, und diejenigen, die eine Verschlechterung erwarten. Wer Stabilität angibt, erhöht oder verringert den arithmetischen Wert nicht, erklärt aber, warum ein positiver Index mit einer auf den Status quo ausgerichteten Mehrheit einhergehen kann.

Die Erhebung wird seit Januar 2017 durchgeführt. Bis 2023 war Credit Suisse der Partner von CFA. CFA wird in der Quelle als Verband von Investmentfachleuten mit amerikanischen Wurzeln beschrieben; nun ist UBS, die Bank, die den Konkurrenten übernommen hat, der Partner. Das Septemberergebnis bildet somit eine weiterhin positive, aber im Vergleich zum Vormonat weniger ausgeprägte Erwartung ab.

Operative Details

Preise, Zinssätze und Märkte

Das Bild wird komplexer, wenn man Inflation, Zinssätze, SMI, Wechselkurs und Arbeitslosigkeit betrachtet. Für diejenigen, die in der Schweiz leben oder arbeiten, liegt der praktische Nutzen darin, die erwarteten Entwicklungen zu vergleichen, ohne die Umfrage in eine persönliche Zahl zu verwandeln, die auf das eigene Budget angewendet werden kann.

Die erwarteten Entwicklungen

Was die Teuerung betrifft, sehen 48,7% der Befragten einen Anstieg der Inflation in der Schweiz, 5,1% einen Rückgang und 46,2% Stabilität. Die Verteilung zeigt, welches Szenario unter den Analysten überwiegt, weist der Teuerung jedoch keinen Zahlenwert zu. Die Angabe ist daher als Orientierung zu verstehen, nicht als Maß für die Preisveränderung einer einzelnen Familie.

Bei den Zinssätzen überwiegt kurzfristig mit 61,3% die Stabilität, während 36% einen Anstieg erwarten. Langfristig sieht die größte Gruppe mit 48% keine Veränderungen; 41,3% erwarten hingegen einen Anstieg. Die Stabilität liegt in beiden Zeithorizonten vorn, doch der Anstieg ist in den Antworten weiterhin deutlich vertreten.

Auch der Aktienmarkt liefert ein eigenständiges Signal. 53,5% der Befragten erwarten in den nächsten sechs Monaten einen Anstieg des SMI-Index, was einem Zuwachs von 4,0 Punkten gegenüber August entspricht. 31% setzen auf stabile Werte und 15,5% auf einen Rückgang. Diese Angabe bezieht sich auf den SMI und stimmt nicht automatisch mit der allgemeinen Einschätzung der Konjunktur überein.

Wechselkurs und Arbeitsmarkt

Beim Franken gegenüber dem Euro erwarten 44,6% eine Aufwertung, 18,9% eine Abwertung und 36,5% keine Veränderung. Gegenüber dem Dollar liegen die Anteile in derselben Reihenfolge bei 44,6%, 18,9% und 29,7%. Der Unterschied betrifft somit vor allem den Anteil derjenigen, die Stabilität erwarten. Für einen praktischen Vergleich zwischen Franken und Euro kann comparatore CHF/EUR verwendet werden.

Was die Arbeitslosigkeit betrifft, sehen 38,7% einen Anstieg der Arbeitslosigkeit, 58,7% eine Stagnation und 2,7% einen Rückgang. Auch hier handelt es sich um Erwartungen der Analysten und nicht um eine individuelle Zählung. Um das Signal zur Inflation mit einer Betrachtung von costo della vita in Svizzera zu ergänzen, empfiehlt es sich, die aggregierten Daten von den eigenen tatsächlichen Ausgaben getrennt zu halten.

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Wichtige Punkte

Wie der Wert praktisch genutzt werden kann

Die Umfrageanteile können als Orientierungsraster verwendet werden, sofern drei Bezugspunkte beibehalten werden: das Erhebungsdatum, der Zeithorizont und die erwartete Richtung. Ein einfaches Verfahren verhindert, eine aggregierte Erwartung mit einem bereits beobachteten Ergebnis zu verwechseln.

Vier praktische Schritte

1. Lege den zeitlichen Rahmen fest: Notiere den 17. und 24. September, die Erhebungstermine, zusammen mit den 78 Antworten der Schweizer Finanzgemeinschaft. Die Stichprobe legt fest, wer die Erwartung äußert.

2. Trenne die Zeithorizonte: Verwende die kommenden sechs Monate für die Konjunktur und den SMI; betrachte dagegen die Zinserwartungen getrennt nach kurz- und langfristigem Zeitraum. Setze unterschiedliche Zeiträume nicht gleich.

3. Halte die Richtung für jeden Punkt fest: Verbesserung, Verschlechterung oder Stabilität bei der Konjunktur; Anstieg, Rückgang oder Stabilität bei Inflation, Börse, Wechselkurs und Arbeitslosigkeit. Die Kategorien behalten ihre ursprüngliche Bedeutung.

4. Halte Euro und Dollar getrennt: Notiere beim Franken die drei auf den Euro bezogenen Anteile und anschließend die auf den Dollar bezogenen Anteile. Für den praktischen Vergleich verwende comparatore CHF/EUR.

Die anschließende Prüfung besteht darin, die größte Gruppe zusammen mit den Minderheitsanteilen zu betrachten. Ein Überwiegen der Stabilität lässt den Teil der Stichprobe, der einen Anstieg, einen Rückgang oder eine Kontraktion sieht, nicht verschwinden. Ebenso beschreibt eine Mehrheit bei einem Indikator nicht automatisch die anderen.

Für diejenigen, die in der Schweiz leben oder arbeiten, dient dieses Raster dazu, getrennte Signale zu verknüpfen, ohne der Umfrage eine Genauigkeit zuzuschreiben, die sie nicht besitzt: Die Quelle liefert Prozentangaben zu Erwartungen, nicht einen individuellen Betrag, einen persönlichen Zinssatz oder ein Beschäftigungsergebnis. Auch der Vergleich mit August, sofern er angegeben ist, ermöglicht es, das Niveau des Indikators von seiner monatlichen Veränderung zu unterscheiden.

Um von der allgemeinen Betrachtung zu einer Überprüfung der eigenen Einnahmen und Steuern überzugehen, verwende calcolatore stipendio/imposte.

Quelle: swissinfo.ch

Häufig gestellte Fragen
Wie hoch ist der Wert des Index für die wirtschaftlichen Aussichten der Schweiz im September?
Im September belief sich der Index zu den wirtschaftlichen Aussichten der Schweiz auf +2,6 Punkte und verzeichnete damit einen Rückgang um 9,5 Punkte gegenüber dem August. Der von UBS und CFA Society Switzerland auf der Grundlage einer am 17. und 24. September unter 78 Analysten der Schweizer Finanzgemeinschaft durchgeführten Umfrage berechnete Indikator zeigt, dass der Optimismus hinsichtlich der konjunkturellen Entwicklung abgenommen hat, jedoch für die kommenden sechs Monate im positiven Bereich bleibt.
Wie wird der Konjunkturindex von UBS und CFA Society Switzerland berechnet?
Der Hauptindex wird berechnet, indem die Differenz zwischen den Prozentsätzen derjenigen, die in den nächsten sechs Monaten eine Verbesserung erwarten, und derjenigen, die eine Verschlechterung erwarten, ermittelt wird. In der September-Umfrage erwarten 23,1% der Befragten eine Verbesserung, 20,5% erwarten eine Verschlechterung, während 56,4% keine Veränderungen erwarten. Zieht man 20,5% von 23,1% ab, erhält man den endgültigen Wert von +2,6 Punkten.
Was prognostizieren die Analysten für Inflation, Zinssätze und den Aktienmarkt?
Was die Inflation betrifft, sehen 48,7% einen Anstieg, 5,1% einen Rückgang und 46,2% Stabilität. Bei den kurzfristigen Zinssätzen überwiegt mit 61,3% die Stabilität (36% erwarten einen Anstieg), während langfristig 48% keine Veränderungen erwarten und 41,3% mit einem Anstieg rechnen. Was den Aktienindex SMI betrifft, erwarten 53,5% in den nächsten sechs Monaten einen Anstieg, 31% Stabilität und 15,5% einen Rückgang.

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