Schweizer Armee: Ausgehuniform weg, Altkleider verbrannt

Seit 2025 wird die traditionelle graue Uniform der Schweizer Armee nur noch für repräsentative Aufgaben vergeben, was zu Einsparungen von rund 55 Millionen führt.
Kontext
Kurz zusammengefasst
- Seit 2025 wird die Tenuta A nur noch für repräsentative Aufgaben zugeteilt.
- Wiederverwendbare Uniformen werden kontrolliert, repariert und neu verteilt.
- Nicht mehr verwendbare Uniformen werden in Verbrennungsanlagen entsorgt.
- Die erwartete Einsparung beträgt rund 55 Millionen Franken.
Wichtige Fakten
- Wo → Bern
- Uniform → Tenuta A, traditionelle graue Uniform
- Seit 2025 → wird nur Militärangehörigen mit repräsentativen Aufgaben zugeteilt
- Einsparung → rund 55 Millionen Franken
- Kauf 1993 → 180.000 Uniformen für 114 Millionen Franken
- Beurteilung der Eidgenössischen Finanzkontrolle → bis zu 100 Millionen Franken einsparbar
Am 26. September 2026 hat die Schweizer Armee aus Bern bestätigt, dass die traditionelle graue Uniform schrittweise abgeschafft wird und dass ausgemusterte Kleidungsstücke, wenn sie nicht mehr wiederverwendbar sind, in eine Abfallverbrennungsanlage gebracht werden. Die Nachricht wurde von Schweiz Heute, dem nationalen Informationsportal von CH Media, berichtet.
Seit 2025 wird die sogenannte Tenuta A nicht mehr in grossem Umfang zugeteilt. Die Ausgabe erfolgt weiterhin an Militärangehörige, die repräsentative Aufgaben wahrnehmen, darunter Mitglieder der Militärmusik. Die Armee führt den Verzicht auf die allgemeine Ausgabe auf eine Gesamtersparnis von rund 55 Millionen Franken zurück.
Die Bewirtschaftung der Kleidungsstücke folgt einer klaren Unterscheidung. Noch verwendbare Uniformen werden kontrolliert, repariert und bei Bedarf neu verteilt. Nicht mehr verwertbare Uniformen werden dagegen der Verbrennung zugeführt. Die Ausmusterungsphase führt so zur Ansammlung von Tausenden Uniformen, doch die Armee erfasst die Gesamtzahl der grauen Uniformen, die zur Entsorgung bestimmt sind, nicht.
Warum es keinen Gebrauchtmarkt gibt
Der Verkauf wird ausgeschlossen, weil die Uniform noch in Gebrauch ist und die Armee das Risiko einer missbräuchlichen Verwendung vermeiden will. Auch Recycling wird nicht als sinnvolle Alternative betrachtet: Zunächst müssten sowohl die Uniformen als auch die Abzeichen unkenntlich gemacht werden, was als zu kosten- und arbeitsaufwendig gilt.
Die Tenuta A hatte bereits Diskussionen ausgelöst. Viele Soldaten hielten Jacke und Hose für unbequem und veraltet. Im Jahr 2021 hatte die Mitte-Ständerätin Marianne Binder-Keller eine modernere Uniform gefordert, doch die Forderung scheint nicht umgesetzt zu werden.
Der finanzielle Präzedenzfall geht auf das Jahr 1993 zurück. In jenem Jahr genehmigte das Parlament den Kauf von 180.000 Uniformen für 114 Millionen Franken. Anschliessend kritisierte die Eidgenössische Finanzkontrolle die Planung und vertrat die Ansicht, dass ein besseres Beschaffungsverfahren Einsparungen von bis zu 100 Millionen Franken ermöglicht hätte. Diese Vorgänge stehen neben der aktuellen Bewirtschaftung und zeigen, dass die Diskussion über die militärische Beschaffung auch in den Entscheidungen des Parlaments und den anschliessenden Kontrollen verwurzelt ist.
Operative Details
Die Bedeutung der Zahlen
Der konkreteste Anhaltspunkt zur Einordnung des Entscheids ist der Übergang von einer Grossverteilung zu einer gezielten Zuweisung. Die Quelle datiert diesen Schritt ab 2025 und bringt ihn mit Gesamteinsparungen von 55 Millionen in Verbindung. Um die Tragweite des Entscheids nachzuvollziehen, empfiehlt es sich, drei Ebenen auseinanderzuhalten: das Datum der Verteilung, den Preis des historischen Kaufs und den Umgang mit den eingezogenen Beständen.
Drei zu trennende Ebenen
Die 55 Millionen Franken sind die Gesamteinsparung, die die Armee durch den Verzicht auf die Grossverteilung erzielen will. Der Text stellt diesen Betrag weder als Jahreszahl dar noch verknüpft er ihn mit einem anderen Posten. Die 114 Millionen betreffen hingegen den 1993 vom Parlament genehmigten Kauf: Sie entsprechen dem Wert dieses Entscheids für 180'000 Uniformen. Die Quelle weist diesen Betrag dem historischen Kauf zu und beschreibt ihn nicht als die Kosten der aktuellen Entsorgung.
Wiederum anders verhält es sich mit dem Verweis auf 100 Millionen. Die Eidgenössische Finanzkontrolle machte geltend, dass ein besseres Beschaffungsverfahren Einsparungen bis zu dieser Höhe hätte ermöglichen können. Die Formulierung beschreibt ein mögliches, an die Planung geknüpftes Einsparpotenzial und keinen Betrag, der als bereits realisiert dargestellt wird.
| Zeitraum | Genannter Wert | Praktische Einordnung |
|---|---|---|
| 1993 | 180'000 Uniformen für 114 Millionen | vom Parlament genehmigter Kauf |
| 2021 | Forderung nach einer moderneren Uniform | Vorstoss von Marianne Binder-Keller |
| Ab 2025 | Ausgehuniform A nur noch für Repräsentationsaufgaben | Reduktion der Grossverteilung |
| 26. September 2026 | nicht mehr rettbare Uniformen für die Verbrennung | Gesamtzahl nicht erfasst |
Diese Unterscheidung verhindert, dass Zahlen zusammengerechnet werden, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten gehören. Sie verhindert auch, dass die Schätzung der Eidgenössischen Finanzkontrolle in eine Rückerstattung oder eine bereits verbuchte Einsparung umgedeutet wird. Der Text quantifiziert weder die Kosten des Recyclings noch beziffert er die Kosten der Verbrennung und nennt auch keine Anzahl der an die Anlagen geschickten Kleidungsstücke.
Für Leserinnen und Leser in der Schweiz ist der beobachtbare Punkt die Bewirtschaftung eines Armeelieferpars und die Transparenz der verfügbaren Daten. Der Bezug zum persönlichen Budget bleibt indirekt. Wer die Militärausgaben von den eigenen Ausgaben getrennt betrachten möchte, kann die Lebenshaltungskosten in der Schweiz als Vergleichsinstrument heranziehen, ohne den Militärdaten Effekte zuzuschreiben, die im Text nicht erwähnt werden.
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Wichtige Punkte
Die Reihenfolge zur Überprüfung der Daten
Die Quelle ermöglicht es, ein einfaches Verfahren nachzuvollziehen, um die Ausmusterung zu lesen, ohne Kleidungsstücke, Kosten und Zeiten zu verwechseln. Es handelt sich um ein nützliches Raster auch für diejenigen, die die Nachricht kommentieren oder einen an anderer Stelle genannten Wert überprüfen müssen.
Vier Schritte
1. Den Zeitraum ermitteln. Die einzige explizite zeitliche Einteilung ist das Jahr 2025: Ab diesem Jahr wird das Anwesen A nur noch Soldaten mit repräsentativen Aufgaben zugeteilt. Der Artikel datiert auf den 26. September 2026. Die Quelle nennt kein Enddatum für die Abschaffung der grauen Uniform.
2. Die Verwendung vom Zustand des Kleidungsstücks trennen. Die Uniform bleibt für repräsentative Aufgaben in Gebrauch. Bei den eingezogenen Uniformen ist das operative Kriterium die Wiederverwendbarkeit: Noch verwendbare Kleidungsstücke werden kontrolliert, repariert und bei Bedarf neu verteilt.
3. Den Bestimmungsort überprüfen. Nur Uniformen, die nicht mehr gerettet werden können, werden in eine Müllverbrennungsanlage gebracht. Zu behaupten, dass alle grauen Uniformen verbrannt werden, würde den Inhalt über das von der Quelle Berichtete hinaus ausdehnen.
4. Die Zahlen überprüfen, ohne sie zu überlappen. Die 55 Millionen Franken sind die Gesamteinsparung, die die Armee durch den Verzicht auf die Grossverteilung erzielen will. Die 114 Millionen stammen aus dem Kauf von 1993; die 100 Millionen sind die Einsparung, die die Eidgenössische Finanzkontrolle bei einem besseren Verfahren als möglich bezeichnet hatte. Keine dieser Zahlen nennt die Anzahl der zur Verbrennung bestimmten Uniformen.
Diese Überprüfung führt auch zu einer praktischen Regel: Keine Gesamtsumme der Entsorgung zuschreiben und den Verkauf nicht als verfügbare Lösung darstellen. Die Armee schliesst dies aus, da die Uniform noch in Gebrauch ist und um das Risiko einer missbräuchlichen Verwendung zu vermeiden. Das Recycling hingegen würde erfordern, Uniformen und Abzeichen unkenntlich zu machen, und wird aufgrund der notwendigen Kosten und Arbeit als nicht sinnvoll erachtet.
Um die Informationen zu den Militärausgaben von der eigenen steuerlichen Situation getrennt zu halten, kann die Steuererklärung konsultiert werden. Um den Vergleich mit den eigenen Einnahmen zu vervollständigen, verwenden Sie den Lohnrechner.
Quelle: tio.ch
Häufig gestellte Fragen
- Wem wird das Anwesen A ab 2025 zugewiesen?
- Ab 2025 wird die so genannte A-Dichtung nicht mehr in grossem Massstab vergeben. Die Verteilung blieb auf Angehörige des Militärs beschränkt, die repräsentative Aufgaben wahrnehmen, darunter Angehörige der Militärmusik. Dieser Entscheid ist Teil eines Plans, der eine Gesamteinsparung von rund 55 Millionen Franken für die Schweizer Armee vorsieht.
- Was ist mit den Uniformen, die aus der Armee abgezogen werden?
- Die Handhabung der Kleidungsstücke sieht eine genaue Unterscheidung nach den Bedingungen vor. Die noch verwendbaren Uniformen werden überprüft, repariert und bei Bedarf neu verteilt. Stattdessen nehmen die nicht mehr verwertbaren Kleidungsstücke den Weg der Müllverbrennungsanlage zur endgültigen Entsorgung.
- Warum werden ausrangierte Uniformen nicht verkauft oder recycelt?
- Der Verkauf wird ausgeschlossen, da die Uniform noch in Gebrauch ist und die Armee jegliches Risiko einer missbräuchlichen Verwendung vermeiden will. Auch das Recycling wird nicht als sinnvolle Alternative angesehen, da es erforderlich wäre, sowohl Uniformen als auch Abzeichen unkenntlich zu machen, was zu Kosten und einer übermäßigen Arbeitsbelastung führen würde.