Die Autowelt wird immer grauer und es ist nicht nur ein Eindruck

Laut einer Analyse des Bundesamtes für Strassen war Rot 1985 mit fast 23 Prozent die beliebteste Farbe für Neuzulassungen. Heute ist dieser Anteil auf 4% gesunken.
Kontext
Kurz gesagt
- Die Welt der Autos ist immer grauer geworden.
- 1985 war Rot die beliebteste Farbe für neue Zulassungen, mit fast 23 %.
- Heute macht Rot nur 4 % der neuen Zulassungen aus.
- Blau stellt 9 % dar, Grün 5 %.
- 80 % der Autos werden von Grau, Schwarz und Weiß dominiert.
Wichtige Fakten
- Was: Die Welt der Autos ist grauer geworden.
- Wann: Von 1985 bis heute.
- Wo: Schweiz.
- Wer: Bundesamt für Strassen (Astra).
- Betrag: 23 % im Jahr 1985, 4 % heute.
Die Welt der Autos ist immer grauer geworden, und das ist keine bloße Wahrnehmung. Die Gründe für diese farbliche Einförmigkeit reichen vom minimalistischen Trend bis zu den niedrigeren Kosten der Standardfarben, die die Automobilhersteller anbieten.
ZÜRICH - Wer den Eindruck hat, dass der Schweizer Fahrzeugpark vor einigen Jahrzehnten farbenfroher war, liegt nicht falsch. Laut einer speziellen Auswertung des Bundesamts für Strassen (Astra) für die Medien des Tamedia-Konzerns war 1985 Rot die beliebteste Farbe für neue Zulassungen, mit fast 23 %. Heute ist dieser Anteil auf 4 % gesunken. Blau macht 9 % aus, Grün 5 %. Der Rest von 80 % wird von drei "Nicht-Farben" dominiert: Grau, Schwarz und Weiß. 1996 machten diese Töne nur etwa ein Drittel des Gesamtbestands aus.
Das Phänomen ist global
Laut dem Lackhersteller Axalta haben nur 20 % der Autos weltweit lebendige Farben. In einem heute auf der Website des Tages-Anzeigers (TA) veröffentlichten Artikel erklärt Michael Baumann von Amag, dem grössten Schweizer Importeur, den Trend mit der Vorliebe der Kunden für zeitlose und weit verbreitete Farben.
Was die Wärmeaufnahme dunkler Oberflächen betrifft, erwartet das Unternehmen keinen Rückgang des Schwarz aufgrund klimatischer Gründe: Die Innentemperatur hängt mehr von Fenstern und Klimaanlage ab als von der Farbe der Karosserie. Laut dem Experten wird sich der Trend nicht ändern: Leuchtende Farben wie Orange oder Grün erscheinen in der Werbung oder auf Sportmodellen, werden aber viel seltener gekauft als neutrale Farben. Höchstens könnten gedeckte Töne von Grün, Blau und natürlichen Farben an Boden gewinnen.
Die Astra-Daten zeigen leichte geschlechtsspezifische Unterschiede: Frauen, die 37 % der Fahrzeuge besitzen, haben eine stärkere Präferenz für Lila, Orange und Rot als Männer, wählen aber auch hauptsächlich Grau, Schwarz und Weiß.
Die Einförmigkeit betrifft nicht nur die Strassen. Eine Analyse des Online-Händlers Galaxus, die von TA zitiert wird, zeigt, dass schwarze Kleidung von 33 % im Jahr 2019 auf über 43 % gestiegen ist. Die unter 30-Jährigen sind den dunklen Looks am treuesten: 60 % der gekauften Kleidungsstücke sind schwarz. Entsprechend bestellt der Händler immer mehr schwarze Kleidung. Auch die IKEA-Sofas haben sich zunehmend auf neutrale Farben wie Weiß, Grau und Beige beschränkt.
Das Phänomen ist historisch: Eine Studie des Science Museum in London zu 7000 Fotos von Alltagsgegenständen der letzten zwei Jahrhunderte zeigt, dass die Farbe einem dominierenden Anthrazit gewichen ist, während die Formen eckiger und einheitlicher geworden sind. Laut Therese Hänni, Direktorin des Ausbildungszentrums Koloristika in Bern, belohnt die aktuelle Mode Minimalismus und Langlebigkeit: "Ein Wintermantel in einer Basisfarbe wird länger getragen als einer in Rosa, und neutrale Teile passen besser zusammen", erklärt sie in Aussagen, die von TA wiedergegeben werden. Für junge Menschen ist Schwarz eine Uniform, die sie nicht dem Urteil aussetzt: "In einer Phase der Identitätssuche wollen sie sich nicht abheben, sondern anpassen. Der Gruppendruck bestimmt die Entscheidungen." In der Vergangenheit waren Jugendgruppen viel farbenfroher. Hänni fügt einen psychologischen Aspekt hinzu. "Farbe erscheint vielen weniger wertvoll. Schwarz oder Braun vermitteln den Eindruck eines teuren Stücks. Luxus ist nie orange, das billig und laut erscheint." Die einzige Ausnahme bleibt der Sport: Beim Skifahren oder Radfahren halten sich lebendige Farben. Was einen möglichen Rückgang zur Vielfalt betrifft, ist Hänni kategorisch: "Der Mangel an Mut in Mode und bei den Konsumenten wird uns noch lange an Schwarz, Grau und Braun fesseln." Unter denen, die die Nachricht online kommentieren, tauchen jedoch auch viel pragmatischere Gründe auf, um die Situation im Automobilsektor zu erklären, die von dem Angebot bestimmt werden, das die Nachfrage beeinflusst. "Wenn Grau oder Weiß günstig und sofort verfügbar sind, während eine personalisierte Farbe mehrere hundert oder über tausend Franken mehr kostet, wählen viele Käufer nicht aus Leidenschaft Grau, sondern wegen des Preises und der Verfügbarkeit", bemerkt ein Nutzer.
Operative Details
Praktische Implikationen
Der Trend zu neutralen Farben wie Grau, Schwarz und Weiß hat praktische Auswirkungen auf die Schweizer Konsumenten. Die Automobilhersteller bieten Standardfarben zu niedrigeren Kosten als kundenspezifische Farben an, was die Auswahl der Käufer beeinflusst. Dieses Phänomen ist nicht nur auf Autos beschränkt, sondern erstreckt sich auch auf Kleidung und Einrichtungsgegenstände, in denen neutrale Farben zunehmend vorherrschen.
Vergleich mit vorheriger Situation
1985 war Rot mit fast 23 Prozent die beliebteste Farbe für Neuzulassungen. Heute ist dieser Anteil auf 4% gesunken. Blau macht 9% aus, Grün 5%. Die restlichen 80% werden von Grau, Schwarz und Weiß dominiert. Diese Veränderung spiegelt einen globalen Trend zu neutralen und zeitlosen Farben wider.
Zukünftige Szenarien
Laut Michael Baumann von Amag wird sich der Trend zu neutralen Farben nicht ändern. Leuchtende Farben wie Orange oder Grün tauchen in der Werbung oder auf Sportmodellen auf, es werden aber deutlich weniger als neutrale Farben gekauft. Höchstens könnten dezente Grün-, Blau- und Naturtöne an Boden gewinnen.
# Geschlechterunterschiede
Die Astra-Daten zeigen leichte geschlechtsspezifische Unterschiede: Frauen, die 37% der Autos besitzen, bevorzugen Violett, Orange und Rot stärker als Männer, entscheiden sich aber auch mehrheitlich für Grau, Schwarz und Weiß. Dies deutet darauf hin, dass die Vorliebe für neutrale Farben transversal zu beiden Geschlechtern ist.
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Wichtige Punkte
Was tun, wenn Sie eine individuelle Farbe wünschen
Wenn Sie eine individuelle Farbe für Ihr Auto wünschen, ist es wichtig, die zusätzlichen Kosten zu berücksichtigen. Standardfarben sind in der Regel günstiger und sofort verfügbar, während kundenspezifische Farben mehrere hundert oder mehr als tausend Franken mehr kosten können. Es ist ratsam, sich bei den Autoherstellern nach den Kosten und der Verfügbarkeit von Sonderfarben zu erkundigen.
# Tipps zum Autokauf
Vor dem Kauf eines Autos ist es sinnvoll, die Kosten für Standard- und Sonderfarben zu vergleichen. Darüber hinaus können Sie die Kfz-Zulassungsstatistik konsultieren, um zu verstehen, welche Farben am beliebtesten sind und welche in Zukunft schwieriger zu finden sein könnten.
Nützliche Tools
Für weitere Informationen und zum Vergleich der Autokosten können Sie unseren calcolatore stipendio verwenden. Mit diesem Tool können Sie die Gesamtkosten des Autos einschließlich der Kosten für benutzerdefinierte Farben berechnen.
Fazit
Der Trend zu neutralen Farben in Autos ist ein globales Phänomen, das die Vorlieben der Verbraucher für zeitlose und weit verbreitete Farben widerspiegelt. Obwohl leuchtende Farben in einigen Bereichen wie Sport bestehen bleiben, werden die meisten Autos und Alltagsgegenstände von Grau, Schwarz und Weiß dominiert. Es ist wichtig, die Kosten und die Verfügbarkeit von benutzerdefinierten Farben zu berücksichtigen, bevor Sie einen Kauf tätigen.
Quelle: tio.ch
Häufig gestellte Fragen
- Warum ist die Autowelt grauer geworden?
- Die Gründe für diese Farbkonsistenz reichen von modischem Minimalismus bis hin zu den niedrigsten Kosten für Standardfarben, die von den Automobilherstellern angeboten werden.
- Welche Farben sind heute bei Neuzulassungen am beliebtesten?
- Heute macht Rot nur noch 4% der Neuzulassungen aus, Blau 9%, Grün 5%. Die restlichen 80% werden von Grau, Schwarz und Weiß dominiert.
- Welche praktischen Auswirkungen hat dieser Trend?
- Die Automobilhersteller bieten Standardfarben zu niedrigeren Kosten als kundenspezifische Farben an, was die Auswahl der Käufer beeinflusst. Dieses Phänomen ist nicht nur auf Autos beschränkt, sondern erstreckt sich auch auf Kleidung und Einrichtungsgegenstände, in denen neutrale Farben zunehmend vorherrschen.
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