Erfolgreiches Referendum: 125'000 Unterschriften gegen neue Kraftwerke

Kernkraftwerke und Blick auf den Luganersee: Referendum gegen neue Bauwerke erfolgreich

Das Komitee hat in 3 Monaten über 125'000 Unterschriften gesammelt. Die Abstimmung ist für den 28. Februar 2027 vorgesehen.

Kontext

Kurz gesagt

  • Über 125.000 Unterschriften in 3 Monaten gesammelt
  • Volksabstimmung gegen neue Atomkraftwerke
  • Mögliche Abstimmung am 28. Februar 2027

Wichtige Fakten

  • Anzahl der Unterschriften: 125.000
  • Erntezeit: 3 Monate
  • Liefertermin der Unterschrift: 6. Oktober
  • Hypothetischer Abstimmungstermin: 28. Februar 2027
  • Gegenprojekt: Aufhebung des Kraftwerksneubauverbots
  • Koalition: Grüne, PS, PVL, Teil des Zentrums, ATA, WWF, Greenpeace, ProNatura, Swissolar

Das Referendumskomitee gab heute Abend bekannt und bestätigte damit bereits auf der Website des Tages Anzeigers veröffentlichte Informationen, dass in nur drei Monaten mehr als 125.000 Unterschriften gesammelt wurden, um ein Referendum gegen den Bau neuer Atomkraftwerke in der Schweiz zu starten. Die Sammlung werde als „klares Signal der allgemeinen Ablehnung der Rückkehr zur Atomkraft“ definiert, heißt es in der Koalitionserklärung „Nein zu neuen Atomkraftwerken“. Das Dokument betont, dass Nukleartechnologie „teuer und gefährlich“ sei und die Abhängigkeit von Russland bei Uran erhöhe.

Details zur Unterschriftensammlung

Die Kommission legte fest, dass die Unterschriften am 6. Oktober im Bundeskanzleramt übergeben werden. Sollte die Sammlung für gültig erklärt werden, können die Stimmberechtigten ihre Meinung zu der bereits für den 28. Februar 2027 geplanten Gesetzesänderung äußern. Die Koalition erinnert daran, dass die Bundeskammern in der Sommersession den indirekten Gegenvorschlag des Bundesrates zur Volksinitiative „Strom zu jeder Zeit für alle (Stoppt den Blackout)“ angenommen haben, der die Aufhebung des Bauverbots für Kernkraftwerke vorsieht. Die Koalition wirft Bundesrat und Parlament vor, „den Willen des Volkes zu ignorieren“.

Das Gremium erinnert zudem an drei frühere Volksentscheide zugunsten erneuerbarer Energien: die Verabschiedung der Energiestrategie 2050 im Jahr 2017, des Klimaschutzgesetzes im Jahr 2023 und des Stromgesetzes im Jahr 2024. Laut den Initiatoren deckt die Schweiz bereits einen zunehmenden Teil ihres Energiebedarfs mit lokaler Solar-, Wind- und Wasserkraft, während die Kosten und Risiken der Atomkraft als „zu hoch“ gelten. Die Koalition besteht aus grünen und Mitte-Links-Parteien sowie rund dreißig Umweltorganisationen, darunter der Verkehrs- und Umweltverband (ATA), der WWF, Greenpeace, ProNatura und Swissolar.

Operative Details

Die praktischen Folgen eines möglichen positiven Ergebnisses des Referendums sind für alle Schweizer Bürger und Unternehmen relevant. Wenn die Gesetzesänderung verabschiedet wird, muss die Schweiz dem Verbot des Baus neuer Kernkraftwerke treu bleiben und die Abhängigkeit von erneuerbaren Quellen wie Solar-, Wind- und Wasserkraft konsolidieren. Dies beinhaltet eine Stärkung der Investitionen in die Netzinfrastruktur, um die Variabilität der erneuerbaren Erzeugung zu bewältigen, mit möglichen Auswirkungen auf die Stromkosten für Haushalte und Unternehmen.

Vergleich mit der aktuellen Situation

Gegenwärtig hat der Bundesrat bereits einen Gegenvorschlag in die Wege geleitet, der das Verbot aufhebt und die Tür für neue Nuklearbauten öffnet. Eine Zustimmung zum Referendum würde eine Kehrtwende bedeuten: Die Schweiz wird zu einer Politik der Stilllegung der Kernenergie zurückkehren, wie sie in der Energiestrategie 2050 und den jüngsten Gesetzen zum Klimaschutz und zur Elektrizität festgelegt ist. In der Praxis müssen die Unternehmen ihre Investitionspläne anpassen, etwaige Nuklearprojekte aufgeben und sich auf erneuerbare Energien konzentrieren. Die kantonalen Behörden, die Anreize für grüne Energie verwalten, könnten eine höhere Nachfrage nach Beiträgen und Genehmigungen für Solar- und Windkraftanlagen sehen.

Mögliche Szenarien

  • Szenario A – Referendum genehmigt: Das Verbot bleibt bestehen; die Uranimporte, insbesondere aus Russland, werden nicht zunehmen.

Nützliche Tools zum Schutz Ihres Nettolohns

Um Wechselkursverluste zu reduzieren, vergleichen Sie CHF-EUR-Wechseloptionen und Banken für Grenzgänger.

Wichtige Punkte

Für alle, die die Entwicklung des Referendums genau verfolgen möchten, ist es entscheidend, die operativen Schritte und Fristen zu kennen. Hier ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung:

1. Abgabe der Unterschriften prüfen – Am 6. Oktober werden die Unterschriften bei der Bundeskanzlei eingereicht. Die offizielle Bestätigung kann auf der Website der Bundeskanzlei oder in den Pressemitteilungen des Bundesrats überprüft werden. 2. Die Erklärung der Gültigkeit verfolgen – Nach der Einreichung prüft die zuständige Behörde die Korrektheit der Unterschriften. Falls das Referendum für gültig erklärt wird, ist die Abstimmung für den 28. Februar 2027 angesetzt. 3. Sich über den Inhalt der Gesetzesänderung informieren – Der Vorschlag betrifft die Aufhebung des Verbots, neue Atomkraftwerke zu bauen. Die Gesetzestexte werden auf dem Portal des Bundesparlaments verfügbar sein; es ist ratsam, diese zu lesen, um die rechtlichen Auswirkungen zu verstehen. 4. Die Teilnahme an der Abstimmung vorbereiten – In der Schweiz wohnhafte Bürgerinnen und Bürger müssen sicherstellen, dass ihre Wählerregistrierung auf dem neuesten Stand ist. Personen, die im Ausland wohnen, müssen ihren Status beim Wahlamt ihres Heimatkantons überprüfen. 5. Die persönliche Auswirkung bewerten – Wenn Sie bei einem Energieunternehmen angestellt sind oder als Verbraucher auf die Stromkosten achten, sollten Sie die Mitteilungen der kantonalen Behörden bezüglich möglicher Anreize oder Tarife im Blick behalten. 6. Die Werkzeuge der Website nutzen – Um den Effekt einer möglichen Änderung auf Ihr Nettoeinkommen zu bewerten, testen Sie unseren Gehaltsrechner. Durch die Eingabe Ihres Bruttogehalts können Sie sehen, wie sich mögliche Änderungen der Energiekosten auf Ihr verfügbares Einkommen auswirken.

⚠️ Wichtige Fristen – 6. Oktober 2024: Einreichung der Unterschriften; 28. Februar 2027: hypothetisches Abstimmungsdatum. Bleiben Sie in der Zwischenzeit über die offiziellen Kanäle des Bundesrats und der nationalen Medien auf dem Laufenden. Wenn Sie die steuerlichen Auswirkungen oder das Verhältnis zwischen Energie und Lebenshaltungskosten vertiefen möchten, besuchen Sie die entsprechenden Sektionen auf unserem Portal.

💡 Nächster Schritt – Abonnieren Sie unseren Newsletter, um zeitnahe Updates zu Referenden, Abstimmungen und nützlichen Rechenwerkzeugen für Ihren Alltag in der Schweiz zu erhalten.

Quelle: tio.ch

Häufig gestellte Fragen
Wie viele Unterschriften wurden für das Atomkraftwerksreferendum gesammelt?
Das Referendumskomitee hat die Sammlung von über 125'000 Unterschriften in nur drei Monaten angekündigt. Diese Unterschriften werden am 6. Oktober der Bundeskanzlei übergeben, um das Gerichtsverfahren einzuleiten.
Welches Datum ist für die Volksabstimmung vorgesehen?
Wenn die Unterschriftensammlung für gültig erklärt wird, können die Stimmberechtigten über die bereits für den 28. Februar 2027 geplante Gesetzesänderung abstimmen.
Wer ist Teil der Koalition, die das Referendum vorantreibt?
Die Koalition besteht aus Verdi, PS, PVL, einem Teil des Zentrums sowie Umweltorganisationen wie ATA, WWF, Greenpeace, Pro Natura und Swissolar. Das Projekt zielt darauf ab, das Verbot des Baus neuer Kernkraftwerke aufrechtzuerhalten.

Verwandte Artikel