Elternzeit: Die Initiative erreicht das Quorum

136'000 Unterschriften für die Initiative «Starke Gesellschaft und Wirtschaft dank Elternurlaub» gesammelt: 18 bezahlte Wochen für Mütter und Väter vorgeschlagen.
Kontext
In Kürze
- 136'000 Unterschriften für den Elternurlaub gesammelt
- 18 bezahlte Wochen für Mütter und Väter
- Die Unterschriften werden nächste Woche eingereicht
- Die Frist für die 100'000 Unterschriften läuft am ersten Oktober ab
Kernfakten
- Vorschlag $\rightarrow$ 18 bezahlte Wochen für Mütter und Väter
- Finanzierung $\rightarrow$ Erwerbsersatzversicherung
- Gesammelte Unterschriften $\rightarrow$ 136'000
- Einreichung $\rightarrow$ nächste Woche bei der Bundeskanzlei
- Veröffentlichung $\rightarrow$ Bundesblatt, April 2025
- Initianten $\rightarrow$ Pvl, Grüne, Alliance F, Travail Suisse, Donne del Centro
- Unterstützung $\rightarrow$ SP, Evangelische Partei und weitere Organisationen
- Umsetzung $\rightarrow$ Gesetzgebung innerhalb von fünf Jahren bei Annahme
Der politische Prozess
136'000 Unterschriften wurden für die Volksinitiative zum Elternurlaub gesammelt. Dies gab die Grünliberalen Partei (Pvl) bekannt, eine der tragenden Kräfte der Initiative. Die Unterschriften werden nächste Woche bei der Bundeskanzlei eingereicht. Laut Mitteilung der Partei ist die Anzahl ausreichend, um die Initiative mit einem komfortablen Vorsprung zum Erfolg zu führen.
Das erforderliche Quorum betrug 100'000 Unterschriften, und die Sammelfrist läuft am ersten Oktober ab. Der Text der Initiative mit dem Titel «Starke Gesellschaft und Wirtschaft dank Elternurlaub» wurde im April 2025 im Bundesblatt veröffentlicht.
Der Vorschlag zur Verfassungsänderung wird neben der Pvl auch von den Grünen, Alliance F, Travail Suisse und Donne del Centro vorangetrieben. Die Sozialdemokratische Partei und die Evangelische Partei unterstützen die Initiative zusammen mit weiteren Organisationen ebenfalls.
Inhalt des Vorschlags
Der Text fordert einen angemessenen und bezahlten Elternurlaub für Mütter und Väter nach der Geburt des Kindes. Die Finanzierung soll über die Erwerbsersatzversicherung erfolgen. Sollte der Vorschlag angenommen werden, muss die Ausführungsgesetzgebung innerhalb von fünf Jahren bereitstehen.
Für die ersten zehn Jahre fordert die Initiative 18 Wochen Urlaub sowohl für Väter als auch für Mütter. Die Zeiträume sollten grundsätzlich nacheinander bezogen werden. Maximal ein Viertel des Zeitraums kann gemeinsam genutzt werden, und der Urlaub ist nicht von einem Elternteil auf den anderen übertragbar. Die in der Nachricht beschriebene Phase ist somit die der Sammlung und Einreichung der Unterschriften, während die Regeln zum Urlaub Teil des Verfassungsvorschlags sind.
Operative Details
Der praktische Punkt für Personen, die in der Schweiz leben oder arbeiten, besteht darin, das Ergebnis der Unterschriftensammlung vom im Rahmen der Initiative skizzierten Familienkalender zu unterscheiden. Das Quorum bringt die Vorlage in die Phase der Einreichung der Unterschriften. Der Text verknüpft die konkrete Regelung jedoch mit einer allfälligen Annahme und der anschließenden Ausführungsgesetzgebung, für die eine Frist von fünf Jahren angegeben wird. Die 18 Wochen sind daher die von der Vorlage verlangte Dauer und müssen zusammen mit dieser Abfolge gelesen werden.
Die vorgesehene Abfolge
| Phase | Angabe im Text |
|---|---|
| Unterschriftensammlung | 136'000 angekündigte Unterschriften und Einreichung in der kommenden Woche |
| Nach der Annahme | Ausführungsgesetzgebung in fünf Jahren bereit |
| Erste zehn Jahre | 18 bezahlte Wochen für Mütter und Väter |
| Inanspruchnahme | Grundsätzlich nacheinander; höchstens ein Viertel gemeinsam |
| Übertragung | Nicht von einem Elternteil auf den anderen vorgesehen |
Diese Lesart verhindert, dass der Zeitraum als ein einziger, der Familie frei zuweisbarer Block betrachtet wird. Der Vorschlag weist der Mutter 18 Wochen und dem Vater 18 Wochen zu, legt aber fest, dass die Urlaube grundsätzlich nacheinander genommen werden. Die Möglichkeit, gemeinsam zu Hause zu bleiben, bestünde nur für einen Anteil von höchstens einem Viertel des vorgesehenen Zeitraums. Die Regel zur fehlenden Übertragbarkeit bindet den Urlaub zudem an den Elternteil, für den er bestimmt ist: Der Text erlaubt es nicht, ihn von einem Elternteil auf den anderen zu übertragen.
Die angegebene Finanzierung
Der Verweis auf die Erwerbsausfallversicherung bezeichnet den Finanzierungsweg, über den der Urlaub der Initiative zufolge finanziert werden soll. Die Quelle beschreibt jedoch weder ein individuelles Verfahren noch ein Formular, ein Anfangsdatum oder Berechnungsmethoden. Für die Leserin und den Leser sind daher die ausdrücklich genannten Elemente nutzbar: Der Urlaub wäre bezahlt, beträfe Mütter und Väter und hätte für jeden von ihnen eine eigene Dauer.
Auch der institutionelle Weg bleibt mit dem Vorschlag zur Verfassungsänderung verbunden. Die Nachricht nennt die Einreichung bei der Bundeskanzlei und die anschließende Ausführungsgesetzgebung, stellt jedoch keine Unterschiede zwischen Kantonen dar. Um die Entwicklungen zu verfolgen und die beschriebenen Regeln zu lesen, kann man den Leitfaden zu congedo parentale konsultieren.
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Wichtige Punkte
Um die Initiative zu verfolgen, ist eine einfache Unterscheidung zwischen dem, was bereits gesammelt wurde, und dem, was von den nächsten Schritten abhängt, erforderlich. Die Quelle ermöglicht die Erstellung einer informativen Checkliste, ohne dem Leser Formulare oder individuelle Anträge zuzuweisen, die im Text nicht beschrieben sind.
Fünf Schritte, die getrennt betrachtet werden müssen
1. Identifizierung des Vorschlags. Der Text trägt den Titel «Starke Gesellschaft und Wirtschaft dank Elternurlaub» und fordert einen angemessenen und bezahlten Urlaub für Mütter und Väter nach der Geburt des Kindes. Die erste zu konsultierende Referenz ist daher die zum Elternurlaub.
2. Überprüfung der angegebenen Schwelle. Für die Initiative waren 100'000 Unterschriften erforderlich. Der Pvl hat die Sammlung von 136'000 Unterschriften bekannt gegeben und mitgeteilt, dass die Frist für die Sammlung am ersten Oktober abläuft.
3. Verfolgung der Einreichung. Die Unterschriften werden nächste Woche bei der Bundeskanzlei eingereicht. Dies ist der nach dem Erreichen des Quorums angekündigte Schritt; er darf nicht mit der Annahme des Vorschlags verwechselt werden.
4. Berücksichtigung der folgenden Bedingung. Erst wenn die Initiative angenommen wurde, muss laut Text die Ausführungsgesetzgebung innerhalb von fünf Jahren bereitstehen. Die Frist bezieht sich also auf die im Vorschlag angegebene gesetzgeberische Phase.
5. Lesen des Zeitplans ohne dessen Regeln zu ändern. Für die ersten zehn Jahre werden 18 Wochen für Väter und 18 für Mütter gefordert. Die Zeiträume sollten grundsätzlich nacheinander bezogen werden; maximal ein Viertel kann gemeinsam genutzt werden, und der Urlaub ist nicht von einem Elternteil auf den anderen übertragbar. Die vorgesehene Finanzierung erfolgt über die Erwerbsersatzversicherung.
Diese Sequenz ermöglicht es, die nächsten Aktualisierungen korrekt zu interpretieren: Eine Ankündigung über die Einreichung betrifft die Unterschriften, während eine eventuelle Annahme die Phase der Ausführungsgesetzgebung einleiten würde. Die Nachricht enthält kein Verfahren zur Einreichung eines individuellen Antrags und gibt keine Dokumente an, die eingereicht werden müssen. Um den Weg und die vorgeschlagenen Regeln zu vertiefen, konsultieren Sie den Leitfaden zum Elternurlaub.
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Quelle: laregione.ch
Häufig gestellte Fragen
- Was sind die wichtigsten Forderungen der Initiative?
- Die Volksinitiative «Starke Gesellschaft und Wirtschaft durch Elternurlaub» fordert die Einführung eines angemessenen und bezahlten Elternurlaubs für Mütter und Väter nach der Geburt eines Kindes. Genauer gesagt werden für die ersten zehn Jahre sowohl für Väter als auch für Mütter 18 Wochen Urlaub beantragt, der über die Erwerbsausfallversicherung finanziert wird.
- Wie würden Sie Ihren 18-wöchigen Urlaub nutzen?
- Dem Vorschlag zufolge sollen die Urlaubszeiten grundsätzlich nacheinander genommen werden. Die Möglichkeit, den Urlaub gemeinsam in Anspruch zu nehmen, ist auf maximal ein Viertel des Gesamtzeitraums beschränkt. Darüber hinaus legt der Text fest, dass der Urlaub nicht von einem Elternteil auf einen anderen übertragbar ist.
- Was ist der politische Prozess und die Fristen des Vorschlags?
- Die Initiative sammelte 136'000 Unterschriften und überschritt damit das beantragte Quorum von 100'000 bis zum 1. Oktober. Die Unterschriften werden nächste Woche bei der Bundeskanzlei hinterlegt. Wird die Initiative angenommen, muss die Umsetzungsgesetzgebung innerhalb von fünf Jahren vorliegen.
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