Abstimmung vom 27. September: 63% Nein zur Neutralität

Bundeswahlen 27. September 2026: Wähler an der Urne in der Schweiz

Umfrage gfs.bern: Mehr als 60% der Wähler wollen die Initiativen zur Neutralität und Ernährungssicherheit am 27. September ablehnen.

Kontext

Kurz gesagt

  • Über 60% der Wählerinnen und Wähler beabsichtigen, beide Bundesinitiativen abzulehnen.
  • Deutlicher Rückgang der Unterstützung für Neutralität und Ernährungssicherheit zu Beginn des Septembers.
  • Die Volksabstimmung ist für den 27. September in allen Kantonen angesetzt.

Wichtige Fakten

  • Umfrage: Zweite Umfrage von gfs.bern für die SRG (SBC)
  • Datum des Referendums: 27. September
  • Neutralitätsinitiative: Vom Komitee Pro Suisse lanciert
  • Ergebnis Neutralität: 63% dagegen, 34% dafür
  • Ergebnis Ernährungssicherheit: 64% dagegen, 33% dafür

Eine deutliche Mehrheit des Schweizer Wählerkörpers steht bereit, beide am 27. September zur Bundesabstimmung unterbreiteten Texte abzulehnen, wie aus der zweiten Umfrage des Instituts gfs.bern für die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) hervorgeht. Über 60% der Befragten erklären tatsächlich ihre Absicht, sowohl der Vorlage zur Neutralität als auch der zur Ernährungssicherheit mit Nein zu stimmen. Die Unterstützung für beide Projekte ist im Vergleich zur ersten Erhebung zu Beginn des Augusts erheblich gesunken. Hätte die Befragung Anfang September stattgefunden, hätten 63% die Initiative «Schweizer Neutralität bewahren» abgelehnt, was einem Anstieg der Ablehnung um neun Prozentpunkte entspricht. Gleichzeitig ist das Lager der Befürwortenden um acht Punkte auf 34% gesunken.

Die Ablehnung der Initiative von Pro Suisse

Die von dem Komitee Pro Suisse lancierte Initiative zur Neutralität zielt darauf ab, das Prinzip einer «dauerhaften und bewaffneten» Schweizer Neutralität direkt in die Bundesverfassung aufzunehmen. Der Text stösst jedoch auf starken, quer durch die Reihen gehenden Widerstand seitens fast aller grossen Schweizer Parteien, von den Grünen bis zu den Liberalen. Die Wählerinnen und Wähler folgen treu den Parteiparolen: Mehr als drei Viertel der Anhänger dieser politischen Kräfte erklären ihre Ablehnung. Die Ablehnung ist insbesondere bei den Wählern der Grünliberalen besonders deutlich, die eine Ablehnungsquote von 96% erreichen. Die Schweizerische Volkspartei (SVP) bleibt die einzige grosse Partei, die den Vorschlag offiziell unterstützt. Innerhalb ihrer Reihen befürworten 77% der Wähler die Initiative, obwohl die Zahl im Vergleich zur ersten Erhebung um neun Prozentpunkte zurückgegangen ist. Auch die unabhängigen Wähler haben ihre Meinung geändert: 59% lehnen den Text nun ab, während vor einem Monat mehr als die Hälfte dafür war. Auch unter den Wählern mit einem niedrigeren Bildungsniveau, die anfänglich eher zu einem Ja neigten, erklärt sich nun 54% dagegen.

Operative Details

Der Widerstand gegen die Initiative «Für eine sichere Ernährung» hat sich auf Bundesebene noch schneller entwickelt. Der Text fordert, die Produktion pflanzlicher Lebensmittel zu fördern, um die Ernährungssicherheit des Landes zu erhöhen, stösst jedoch auf fast einhellige Ablehnung. Derzeit lehnen 64 % der Bürgerinnen und Bürger die Massnahme ab, was einen Anstieg der Ablehnung um 15 Prozentpunkte bedeutet, während die Unterstützung um 14 Punkte auf 33 % gesunken ist. Der Bundesrat hat den Vorschlag einstimmig abgelehnt. Obwohl die linken Parteien und die Grünliberalen versuchten, ein Gegenvorschlag zu unterbreiten, fand keine Alternative Zustimmung, sodass der Text ohne institutionelle Unterstützung dasteht.

Regionale Unterschiede und Wahlverhalten in den Kantonen

Geografisch zeigen die von gfs.bern erhobenen Daten eine Konvergenz zwischen den verschiedenen Sprachregionen der Eidgenossenschaft, ein Aspekt, der auch von Bundesstellen wie dem BFS und dem SECO bei der Analyse der Bürgerstimmung aufmerksam beobachtet wird. Bezüglich der Initiative zur Neutralität erklären 64 % der Befragten in der Deutschschweiz, dass sie mit Nein stimmen wollen. In der Westschweiz steigt der Widerstand um 14 Prozentpunkte und erreicht 63 %. Die Tessiner Schweiz zeigt hingegen eine ausgewogenere Spaltung: 48 % unterstützen die von Pro Suisse lancierte Initiative, während 47 % dagegen sind. Bei der Ernährungsinitiative dominiert das Nein-Lager überall: Der Widerstand erreicht mit 66 % in der Deutschschweiz seinen Höchststand. Anfangs hatten die lateinischen Kantone Sympathie für den Ernährungstext gezeigt, doch die Unterstützung ist in der Westschweiz um 19 Punkte und in der Tessiner Schweiz um 16 Punkte eingebrochen. Die Ablehnung erstreckt sich auch über die Altersgruppen: 58 % der Wählerinnen und Wähler zwischen 18 und 39 Jahren lehnen den Ernährungsvorschlag ab, ebenso wie 59 % der Frauen. Unter den Parteien stimmen zwar bei den Grünen noch drei Viertel dafür, doch ist die Unterstützung bei den Sozialisten unter 50 % gesunken. Zudem haben die Grünliberalen ihre Haltung umgekehrt: 52 % lehnen die Massnahme zur Ernährung nun ausdrücklich ab.

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Wichtige Punkte

Für die am 27. September zur Stimmabgabe aufgerufenen Bewohner werden die Entscheidungen zu den beiden Abstimmungsgegenständen indirekte Auswirkungen auf das Gesamtbild der Eidgenossenschaft haben, vom vom Bundesrat geführten internationalen Beziehungskonzept bis hin zu Beschaffungsstrategien, die die Lebenshaltungskosten beeinflussen können. Laut Analysen des Instituts gfs.bern würde ein Trendwechsel bei der Initiative Pro Suisse eine massive Mobilisierung der UDC‑Wählerschaft erfordern, verbunden mit einer radikalen Verschiebung der übrigen Bevölkerung – ein Szenario, das das Institut nicht nachweisen kann. Auch im Ernährungsbereich haben sich städtische und vorstädtische Gebiete den ländlichen, historisch skeptischen Regionen gegenüber produktionsbezogenen Auflagen im Pflanzenbereich angenähert.

Wahlmodus und bürgerliche Instrumente

  • Empfang des offiziellen Umschlags, der die Informationsblätter des Bundeskanzleramts, die Wahlzertifikate und die Stimmzettel enthält.
  • Manuelle Ausfüllung des Stimmzettels, wobei «Ja» oder «Nein» für jede der beiden Bundesfragen angegeben wird.
  • Unterschrift des Wahlzertifikats im dafür vorgesehenen Feld zur Bestätigung der Stimmabgabe.
  • Versand des frankierten Umschlags per Post vor dem vom eigenen Gemeinde angegebenen Stichtag oder direkte Abgabe beim Gemeindekanzlei der Wohnsitzgemeinde bis zum Schließungszeitpunkt der Urnen am 27. September.

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Quelle: lenews.ch

Häufig gestellte Fragen
Was sind die Ergebnisse der Umfrage für die Neutralitätsinitiative?
Gemäss der zweiten gfs.bern-Umfrage für die SRG (SBC) wollen 63 Prozent der Stimmberechtigten die Initiative «Wahrung der Schweizer Neutralität» ablehnen, 34 Prozent befürworten sie. Die Opposition stieg gegenüber der Erhebung von Anfang August um neun Prozentpunkte, wobei fast alle grossen Parteien ausser der SVP ein starkes Nein stimmten.
Wie viel Unterstützung hat die Initiative zur Lebensmittelsicherheit?
64% der Bevölkerung lehnen den Vorschlag «Für eine sichere Ernährung» ab, ein Plus von 15 Prozentpunkten. Die Unterstützung sank auf 33% und verzeichnete einen Rückgang von 14 Punkten. Das Bundesparlament hatte den Vorschlag bereits einstimmig abgelehnt, und die Ablehnung ist transversal und betrifft auch jüngere Personengruppen und Frauen.
Wie wählt man am 27. September 2026?
Das offizielle Material wird mehrere Wochen vorher per Post verschickt. Füllen Sie das Formular aus, indem Sie für jede Frage „Ja“ oder „Nein“ angeben, unterschreiben Sie die Wahlbescheinigung und senden Sie den frankierten Umschlag zurück oder übergeben Sie ihn bis zur Sitzungsschlusszeit am 27. September der Stadtkanzlei.

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