Wo finde ich einen vollständigen, aktuellen Leitfaden zur Besteuerung von Grenzgängern für 2026?
Antwort mit offiziellen Quellen — Steuern und Quellensteuer
Aktualisiert am 11. August 2026

Antwort
Das Abkommen Italien-Schweiz vom 23.12.2020, in Kraft seit dem 1. Januar 2024 und ratifiziert durch das italienische Gesetz 83/2023, unterscheidet zwei Regelungen: 'alte' Grenzgänger (italienische Wohnsitzer, die bereits vor dem 17.07.2023 in der Schweiz arbeiteten) werden weiterhin ausschliesslich an der Quelle in der Schweiz besteuert, mit Rückvergütung an die italienischen Grenzgemeinden; 'neue' Grenzgänger werden sowohl in der Schweiz als auch in Italien besteuert, mit einer Freigrenze von 10'000 € und einer Steueranrechnung zur Vermeidung der Doppelbesteuerung. Den vollständigen rechtlichen Rahmen, Berechnungstabellen und praxisnahe Szenarien für 2026 findest du im Referenzleitfaden und in der praktischen Übersicht unten sowie in den offiziellen Quellensteuertabellen des Kantons Tessin.
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- Ändert eine Heirat oder Kinder die Steuern, die ich als Grenzgänger zahle?
Ja, aber die Wirkung hängt vom jeweiligen Regime ab. Für 'alte' Grenzgänger (nur in der Schweiz besteuert) beeinflussen Zivilstand und Kinder, welche Quellensteuertabelle der Arbeitgeber anwendet (verheiratet Einverdiener, verheiratet…
- Wie hoch sind die Quellensteuersätze im Tessin 2026?
Der Kanton Tessin veröffentlicht jährlich Quellensteuertabellen für Ledige (A), verheiratet Einverdiener (B), verheiratet Zweiverdiener (C), Alleinerziehende (H) und Minderjährige mit mehreren Arbeitgebern (L). Progressive Sätze inkl.
- Wie ändert sich die Quellensteuer für Grenzgänger im Tessin ab 2026?
Seit dem 1. Januar 2024 gilt das neue CH-IT-Grenzgängerabkommen vom 23.12.2020, ratifiziert durch das italienische Gesetz 13. Juni 2023 Nr. 83.
- Was ist der steuerliche Unterschied zwischen «alten» und «neuen» Grenzgängern?
Die Trennlinie ist der 17. Juli 2023, das Inkrafttreten des Abkommens. «Alte» Grenzgänger (zwischen 31.12.2018 und 17.07.2023 im Tessin, Graubünden oder Wallis angestellt, wohnhaft innerhalb 20 km von der Grenze) bleiben nur in der Schweiz…
- Wie funktionieren die Rückzahlungen an italienische Grenzgemeinden?
Das CH-IT-Abkommen 1974 und jenes von 2020 sehen vor, dass die Schweiz italienischen Grenzgemeinden (Lombardei, Piemont) einen Anteil der Quellensteuer auf «alte» Grenzgänger überweist: 38,8 % für 2024-2033, dann 0 %.
- Gehört der schweizerische 13. Monatslohn in die italienische Steuererklärung?
Ja. Für den neuen Grenzgänger ist der 13. Monatslohn Arbeitseinkommen gemäss TUIR Art. 51 und wird in Block RC zur IRPEF-Basis gezählt. Bei Dezemberauszahlung nutzt die Quellensteuer die annualisierte Tabelle; Umrechnung in Euro zum EZB-Jahresmittel (Kassaprinzip).
- Wirkt sich die 20-km-Grenzdistanz auf meinen steuerlichen Grenzgängerstatus aus?
Der steuerliche Grenzgängerstatus setzt voraus, dass man in einer italienischen Gemeinde wohnt, deren Gebiet zumindest teilweise innerhalb von 20 km Luftlinie von der Schweizer Grenze liegt, und täglich (oder zumindest regelmässig) an den Wohnort zurückkehrt.
- Wie berechne ich die Steueranrechnung für bereits gezahlte Schweizer Steuern?
Der italienische TUIR-Art. 165 und das Abkommen CH-IT von 1976 regeln die Anrechnung ausländischer Steuern. Der neue Grenzgänger rechnet den in Euro umgerechneten schweizerischen Bruttolohn (EZB-Jahresmittel) zur IRPEF-Basis, wendet IRPEF…
Die Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine persönliche Beratung durch einen Treuhänder, Anwalt oder eine Gewerkschaft. Steuer-, Sozialversicherungs- und Bewilligungsregeln ändern sich häufig: immer die verlinkten Primärquellen prüfen.