Physiotherapeuten: 112k Stimmen für höhere Tarife, Kantone

Physioswiss reicht im Oktober 26 kantonale Anträge ein: eine Mindesterhöhung von 30 % wird beantragt, um die Studienkosten zu decken und den Zugang zur Versorgung zu gewährleisten
Kontext
Kurz zusammengefasst
- Physioswiss hat 112.000 Unterschriften für höhere Physiotherapietarife gesammelt
- 26 kantonale Petitionen im Oktober für eine Erhöhung um mindestens 30% eingereicht
- Ziel: Praxiskosten decken und eine wohnortnahe Versorgung gewährleisten
- Neues Tarifmodell mit 5-Minuten-Intervallen ab 2027
Wichtige Fakten
- Was: Petitionen für eine Erhöhung der Physiotherapietarife
- Wann: Oktober 2024 (Einreichung der Petitionen)
- Wer: Physioswiss (Branchenverband)
- Wie viel: Geforderte Erhöhung um mindestens 30%
- Unterschriften: 112.000 in der ganzen Schweiz
- Petitionen: 26 auf kantonaler Ebene
- Direktor: Osman Bešić
- Neues Modell: Ab 2027 Abrechnung in 5-Minuten-Intervallen
Der Branchenverband Physioswiss hat in der ganzen Schweiz 112.000 Unterschriften zur Unterstützung höherer Physiotherapietarife gesammelt. 26 kantonale Petitionen werden nun im Laufe des Monats Oktober den zuständigen Behörden vorgelegt, wie der Verband in einer Mitteilung bekannt gibt. Die Übergaben haben in Neuenburg und Zug bereits stattgefunden.
Die zentrale Forderung: 30 Prozent mehr
Konkret fordert der Verband eine Erhöhung der Tarife um mindestens 30%. Laut Physioswiss würde dies den Praxen ermöglichen, die Betriebskosten zu decken und faire Löhne zu zahlen. Dies ist, wie in der Mitteilung hervorgehoben wird, eine Voraussetzung dafür, allen Patientinnen und Patienten den Zugang zu physiotherapeutischen Behandlungen in der Nähe ihres Wohnorts zu gewährleisten. „Nun sind die Kantone aufgefordert, die wirtschaftliche Realität der Physiotherapiepraxen ernst zu nehmen und faire Tarife festzulegen“, sagt der in der Mitteilung zitierte Direktor Osman Bešić.
Hintergrund: der Konflikt von 2023-2024
Bereits 2023 hatte die Branche auf ihre finanzielle Lage aufmerksam gemacht. Damals hatte Physioswiss 283.000 Unterschriften gegen einen vom Bundesrat geplanten Tarifeingriff gesammelt, der dann im Frühjahr 2024 umgesetzt wurde. Dies löste einen internen Konflikt aus, der zur Gründung eines neuen Verbands namens Prophysio führte. Ein neues Tarifmodell, das 2027 in Kraft treten soll, sieht einen Wechsel zu leistungsbasierten Preisen mit einer zeitlichen Komponente vor: Physiotherapieleistungen werden in Fünf-Minuten-Intervallen abgerechnet. Die aktuellen Petitionen betreffen dagegen die Festlegung der kantonalen Tarifpunktwerte.
Operative Details
Auswirkungen auf Patienten und das Gesundheitssystem
Die geforderte Tariferhöhung um 30 % hätte direkte Auswirkungen auf das KVG/KVG-System. Physiotherapieleistungen werden durch die Pflichtkrankenversicherung auf medizinische Rezepte erstattet. Eine Anpassung der kantonalen Tarife des Tarifpunkts würde höhere Kosten für die Krankenveroder verursachen, was sich in den Prämien für 2026 widerspiegeln könnte. Die Kantone, die für die Festlegung der Punktwerte verantwortlich sind, müssen die Nachhaltigkeit der Studien mit der Belastung für die Gewinner in Einklang bringen.
Vergleich mit der Situation 2023
Die derzeitige Unterschriftensammlung (112.000 Unterschriften) ist niedriger als im Jahr 2023 (283.000), als sich die Opposition gegen Bundesintervention richtete. Heute richten sich Petitionen an die kantonale Ebene, wo der Wert des Zollpunkts bestimmt wird. Die Fragmentierung in 26 separate Petitionen spiegelt die föderale Architektur wider: Jeder Kanton legt seinen eigenen Punktwert fest, was territoriale Unterschiede schafft, die Physiotherapeuten schon seit einiger Zeit anprangern.
Das neue Modell 2027: Chancen und Risiken
Der Übergang zur Abrechnung im fünfminütigen Abstand ab 2027 führt eine Zeitkomponente ein, die die Komplexität der Behandlungen besser ausgleichen sollte. Physioswiss verteidigt diese Neuheit. Der Übergang erfordert jedoch Managementanpassungen in den Praktiken und neue Zollabkommen zwischen Branchenverbänden und Versicherern. Bis 2027 bleiben die Werte des kantonalen Punktes der wichtigste Hebel für wirtschaftliche Nachhaltigkeit.
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Wichtige Punkte
Was passiert jetzt: Kalender und Schauspieler
Die Petitionen wurden bis Oktober 2024 an die kantonalen Regierungen und Parlamente übergeben oder werden sie übergeben. Jeder Kanton folgt seinem eigenen Verfahren: In einigen Fällen kann die Regierung direkt entscheiden, in anderen ist die Zustimmung der Legislative erforderlich. Die Entscheidungszeiten variieren von einigen Monaten bis zu über einem Jahr. Physiotherapeuten und Patienten können den Prozess überwachen, indem sie das Kantonsgesundheitsamt kontaktieren oder die Website des örtlichen Großrats konsultieren.
Wie man sich als Patient orientiert
Jeder, der Physiotherapie auf Rezept erhält, zahlt den Tarif nicht direkt: Die Krankenversicherung erstattet abzüglich der Selbstbeteiligung und der Selbstbeteiligung (10 %). Eine Tariferhöhung ändert nicht den Anteil des Patienten pro Sitzung, wirkt sich aber auf die Gesamtkosten des Systems und damit auf zukünftige Prämien aus. Die Überprüfung der Deckung Ihrer Krankenversicherung und der Vergleich der Prämien bleiben das wichtigste Werkzeug.
Nützliche Werkzeuge
Um die Auswirkungen auf persönliche Prämien abzuschätzen und KVG-Optionen zu vergleichen, nutzen Sie unseren Vergleicher. Um zu verstehen, wie sich die Gesundheitsprämien auf Ihr Haushaltsbudget auswirken, probieren Sie den Lebenshaltungskostenrechner.
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Quelle: swissinfo.ch
Häufig gestellte Fragen
- Wie viele Unterschriften hat Physioswiss gesammelt und wofür?
- Physioswiss hat in der ganzen Schweiz 112.000 Unterschriften zur Unterstützung einer Erhöhung der Physiotherapietarife um mindestens 30 %, um die Betriebskosten der Praxen zu decken und faire Löhne zu gewährleisten.
- Wann und wo werden die Petitionen übergeben?
- Die 26 kantonalen Petitionen werden im Laufe des Oktobers 2024 den zuständigen Behörden übergeben. Die ersten Übergaben haben bereits in Neuenburg und Zug stattgefunden.
- Was ändert sich mit dem neuen Tarifmodell 2027?
- Ab 2027 tritt ein leistungsbasiertes Preismodell mit zeitlicher Komponente in Kraft: Die Leistungen werden in Fünf-Minuten-Intervallen abgerechnet und ersetzen damit das derzeitige System, das auf dem Wert des kantonalen Taxpunkts basiert.
- Wirkt sich die Tariferhöhung direkt darauf aus, wie viel ich für die Physiotherapie bezahle?
- Nein. Auf ärztliche Verordnung erstattet die Krankenversicherung (LAMal) die Physiotherapie abzüglich der Franchise und des Selbstbehalts von 10 %. Die Tariferhöhung wirkt sich auf die Kosten des Systems und damit auf die künftigen Prämien aus, nicht auf den vom Patienten pro Sitzung zu tragenden Anteil.
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