Inflation im Oktober steigt energiegetrieben auf 1,5%

Im Oktober hat sich die Inflation in der Schweiz beschleunigt.
Kontext
Auf einen Blick
- Die Jahresinflation im Oktober ist um 1,5% gestiegen
- Im September betrug der jährliche Anstieg 1%
- Der monatliche VPI stieg um 0,2%
- Energie: Heizöl, Benzin und Diesel haben die Preise nach oben getrieben
Wichtige Fakten
- Zeitraum → Oktober
- Jahresinflation → 1,5% (September: 1%)
- Monatlicher VPI → 0,2%
- Prognosen der Ökonomen → zwischen 1,1% und 1,4%
- Preistreiber → Heizöl, Benzin und Diesel
- Mineralölprodukte → 2,1% des Warenkorbs; fast 85% des monatlichen Anstiegs
- Heizöl → +81,4% im Jahresvergleich
- Importierte Produkte → +1,2% gegenüber September; +3,7% gegenüber Oktober 2025
Die Zahl für Oktober
Im Oktober hat sich die Inflation in der Schweiz beschleunigt. Nach Angaben des Bundesamts für Statistik (BFS) stieg die Veränderung im Jahresvergleich auf 1,5%, während sie im September +1% betragen hatte. Der Verbraucherpreisindex (VPI) verzeichnete dagegen gegenüber dem Vormonat einen Anstieg um 0,2%. Die beiden Prozentsätze beschreiben somit zwei verschiedene Vergleiche für denselben Monat: der erste im Jahresvergleich, der zweite gegenüber dem Vormonat. Die Quelle stellt die beiden Ergebnisse dar und unterscheidet ausdrücklich zwischen der jährlichen und der monatlichen Veränderung.
Die Schätzungen der Ökonomen für die Inflation im Oktober lagen zwischen 1,1% und 1,4%; der tatsächliche Wert von 1,5% lag über der Obergrenze des Intervalls.
Die Preisentwicklung war vor allem auf die Anstiege bei Heizöl, Benzin und Diesel zurückzuführen. Für die Lebenshaltungskosten liefert der Wert ein erstes Bild des VPI, doch die Quelle präzisiert, dass das Gewicht im Warenkorb und der Beitrag zum Anstieg nicht übereinstimmen. Mineralölprodukte machen 2,1% des Konsumwarenkorbs aus und erklären fast 85% des monatlichen Anstiegs des Index.
Die Zahlen sind als Veränderungen des Index zu verstehen, nicht als identischer Anstieg bei jedem einzelnen Gut: Dieselbe Quelle weist nämlich in einigen Kategorien auch moderatere Anstiege und Rückgänge aus sowie eine unterschiedliche Entwicklung bei importierten und inländischen Produkten. Das vorliegende Bild betrifft den VPI im Oktober und ist keine Schätzung des Preises jedes einzelnen Einkaufs.
Operative Details
Das Gewicht der Energieposten
Das Verhältnis zwischen dem Gewicht der Erdölprodukte im Warenkorb und ihrem Beitrag zum monatlichen Anstieg verdeutlicht die Struktur des Oktoberwerts. Der in der Quelle angegebene Anteil beträgt 2,1% des Verbrauchswarenkorbs, während der dem Anstieg des Index zugeschriebene Beitrag fast 85% beträgt.
Arthur Jurus von der Finanzgruppe ODDO BHF stellt fest: «Erdölprodukte, die nur 2,1% des Verbrauchswarenkorbs ausmachen, erklären allein fast 85% des monatlichen Anstiegs des Index».
Der Vergleich muss sich auf die richtigen Zeiträume beziehen: Die 2,1% beschreiben das Gewicht der Produkte im Warenkorb, während sich die 85% auf den monatlichen Anstieg des Index beziehen. Der dargestellte Zusammenhang sagt nicht aus, dass sich jeder Posten gleich entwickelt; vielmehr zeigt er, wie stark sich die monatliche Bewegung auf diese Produkte konzentriert hat.
| Posten | Veränderung im Jahresvergleich |
|---|---|
| Heizöl | +81,4% |
| Benzin | +26,5% |
| Diesel | +36,9% |
Heizöl ist damit im Jahresvergleich um 81,4% gestiegen. Bei Benzin betrug der jährliche Anstieg 26,5%, während er bei Diesel 36,9% erreichte. Dies sind die drei von der Quelle angegebenen Werte für die wichtigsten Energieposten, ohne daraus eine Prognose über die Preisentwicklung abzuleiten.
Der Ökonom betont, dass Haushalte, die in diesem Winter mit Heizöl heizen, ebenso wie diejenigen, die täglich auf das Auto angewiesen sind, mit einer besonders hohen Energierechnung konfrontiert sein könnten. Es handelt sich um eine Möglichkeit, nicht um bereits für jeden Haushalt bezifferte Kosten.
Laut Jurus ist die Beschleunigung des Preisanstiegs vor allem auf die Energie zurückzuführen, nicht auf eine Überhitzung der Schweizer Wirtschaft. Folglich erlebt das Land keine allgemeine Inflation, sondern vielmehr einen konzentrierten Energieschock mit sehr ungleichen Auswirkungen auf die Haushalte. Dieselbe nationale Kennzahl kann sich daher unterschiedlich auf die Geldbeutel der Bürger auswirken.
Wichtige Punkte
Anstiege und Rückgänge in den anderen Kategorien
Die monatliche Veränderung des IPC umfasst auch nichtenergetische Positionen. Die Quelle weist darauf hin, dass die Preise für Damenschuhe um 10,5% und jene für Herrenschuhe um 8,6% gestiegen sind. Im selben Vergleich verzeichneten die ambulanten medizinischen Leistungen der Krankenhäuser einen Anstieg von 1,1%. Die Quelle stuft diese Anstiege im Vergleich zu den Positionen, die den Index nach oben getrieben haben, als moderater ein.
Auf der anderen Seite sind die Preise für medizinische Leistungen in Arztpraxen (−3%), für internationale Pauschalreisen (−2,5%) und im Hotelgewerbe (−2,9%) gesunken. Das Vorzeichen der Veränderung ist entscheidend: Diese drei Daten beschreiben monatliche Rückgänge, keine Anstiege.
Auch der Jahresvergleich zeigt Veränderungen in unterschiedlichen Bereichen. Die Autovermietung und das Carsharing verzeichneten einen Anstieg von 11,5%, während die Personalcomputer um 11% zulegten. Die Quelle stellt diese Positionen nicht als Hauptgrund für den sprunghaften Anstieg dar: Vielmehr weist sie darauf hin, dass insbesondere Heizöl, Benzin und Diesel die Preise in die Höhe getrieben haben.
Das Bild variiert je nach Herkunft der Produkte: Die importierten Produkte sind gegenüber September um 1,2% und gegenüber Oktober 2025 um 3,7% gestiegen, während die inländischen Produkte auf Monatsbasis eine Veränderung von −0,1% und auf Jahresbasis von −0,8% verzeichneten. Bei den importierten Produkten bezieht sich der Monatsvergleich daher auf September, der Jahresvergleich auf Oktober 2025.
Der Text fügt hinzu, dass der starke Franken dazu beiträgt, den Schock abzumildern, während vor allem die Preise ausländischer Produkte steigen. Eine Aufschlüsselung nach Kantonen oder einzelnen Haushalten wird nicht bereitgestellt: Die verfügbare Angabe ist daher weiterhin diejenige des Schweizer IPC und erlaubt keine Messung der Ausgaben jedes Haushalts. Für weitere Informationen zu Lebenshaltungskosten in der Schweiz.
Quelle: rsi.ch
Häufig gestellte Fragen
- Wie hoch ist die Jahresinflation im Oktober, und wie steht sie im Vergleich zum September?
- Die Jahresinflation in der Schweiz ist im Oktober auf 1,5% gestiegen, während der jährliche Anstieg im September 1% betrug. Dieser Vergleich unterscheidet die Veränderung im Jahresvergleich von der monatlichen Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI).
- Wie hoch war der monatliche Anstieg des Verbraucherpreisindex im Oktober?
- Der Verbraucherpreisindex (VPI) verzeichnete gegenüber dem Vormonat einen Anstieg von 0,2%. Diese Zahl ist von der für Oktober gemeldeten jährlichen Veränderung zu unterscheiden.
- Welche Positionen haben den Preisanstieg im Oktober vorangetrieben?
- Die wichtigsten treibenden Faktoren waren Heizöl, Benzin und Diesel. Erdölprodukte machen 2,1% des Konsumwarenkorbs aus, erklären aber fast 85% des monatlichen Anstiegs des Index.
- Wie hoch war die Veränderung des Heizöls im Jahresvergleich?
- Das Heizöl verzeichnete im Jahresvergleich einen Anstieg von 81,4% und gehörte damit zu den im Bericht erwähnten Energiepositionen.
- Wie entwickeln sich die importierten Produkte im Vergleich zu September und Oktober 2025?
- Die importierten Produkte sind gegenüber September um 1,2 % und gegenüber Oktober 2025 um 3,7 % gestiegen. Die inländischen Produkte verzeichneten hingegen auf Monats- und Jahresbasis negative Veränderungen.
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