FFS: 97 Gleisverformungen wegen Hitze, Taskforce für Sommer 2026

FFS-Gleise unter der Sommersonne mit sichtbarer Hitzewelle

Die FFS haben 97 Verformungen und Stauchungen registriert.

Kontext

Auf einen Blick

  • Die FFS haben 97 Verformungen und Stauchungen registriert.
  • Die Zahl ist fast viermal so hoch wie im Vorjahr.
  • Für den Sommer 2026 wurde eine Taskforce eingerichtet.
  • Die weiße Farbe hat nach zwei Jahren die Hälfte ihrer Wirkung verloren.

Wichtige Fakten

  • Fälle: 97 Verformungen und Quetschungen
  • Vergleich: fast viermal im Vorjahr
  • Task Force: für die Sommerhitze 2026 eingerichtet
  • Monitoring: dichtes Netz der SBB
  • Weißer Lack: Anfangseffekt von ca. 4,5 Grad

Die von der SBB mitgeteilte Angabe

In der Antwort auf Keystone-ATS bestätigte die SBB die von der SonntagsZeitung zitierte Zahl von 97 Verformungen und Quetschungen der Gleise. Die Mitteilung vom Bern bezieht sich auf den letzten Sommer, der von außergewöhnlichen Temperaturen geprägt war. Laut Sonntag ist die Zahl fast viermal so hoch wie im Vorjahr.

Das Phänomen umfasst Verformungen und Ausdehnungen der Eisenbahninfrastruktur. Das Unternehmen wies darauf hin, dass sich die Erhöhung nicht auf die Sicherheit ausgewirkt habe. Patrick Braess, Experte an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich, warnte jedoch in der gleichen Zeitung vor der Gefahr von Entgleisungen durch Hitze.

Die SBB hat erklärt, dass sie über ein dichtes Überwachungsnetz verfügt. Ereignisse mit Sicherheitsbezug werden systematisch an das Bundesamt für Verkehr weitergeleitet. Die Schienen werden regelmässig mit Mess- und Diagnosefahrzeugen überprüft, um die Situation gezielt beurteilen zu können. Die strikte Instandhaltung der Infrastruktur wurde als wichtigste Präventivmaßnahme bezeichnet. Das Unternehmen wies auch darauf hin, dass es ein Null-Risiko nie gibt.

Die Überwachung, Meldungen und Kontrollen mit Fahrzeugen werden als Instrumente beschrieben, die von der SBB bereits eingesetzt werden. Stattdessen wird die Task Force beauftragt, bei Bedarf zusätzliche Maßnahmen für die außergewöhnliche Hitze zu definieren.

Angesichts der außergewöhnlichen Hitze des Sommers 2026 hat das Unternehmen eine Task Force eingesetzt, die bei Bedarf zusätzliche Maßnahmen festlegen soll. Die Strategie umfasst auch langfristige Maßnahmen: Betonschwellen, die als stabiler als Holz gelten, und eine höhere Neutralisationstemperatur beim Schweißen, um die Schienen widerstandsfähiger gegen tendenziell höhere Temperaturen zu machen.

Die SBB hat zudem mit weisser Farbe experimentiert. Anfangs erreichte die Abkühlung durchschnittlich etwa 4,5 Grad, nach zwei Jahren hatte der Schmutz die Wirkung auf etwa die Hälfte reduziert. Je intensiver der Verkehr, desto schneller lässt der Effekt nach. Deshalb prüft die SBB in einer noch laufenden Analyse, ob weiße Beschichtungen in bestimmten Fällen sinnvoll sind.

Operative Details

Ein mit Vorsicht zu lesender Anstieg

Für Menschen, die in der Schweiz leben oder arbeiten und den Zug nutzen, muss die Zahl auf zwei Ebenen getrennt betrachtet werden: die Anzahl der Phänomene und ihre betrieblichen Folgen. Die Quelle nennt 97 Verformungen und Stauchungen, berichtet aber nicht über Verspätungen, Ausfälle, Geschwindigkeitsbeschränkungen oder Fahrplanänderungen. Folglich erlaubt diese Zahl allein keine Beschreibung der Pünktlichkeit der Verbindungen oder der Auswirkungen auf eine einzelne Linie.

Bei der zweiten Unterscheidung geht es um die Sicherheit. Die FFS erklären, dass der Anstieg keine Auswirkungen auf die Sicherheit habe; Patrick Braess verweist dagegen auf die mit der Hitze verbundene Entgleisungsgefahr. In der Quelle werden die beiden Aussagen nicht durch eine gemeinsame technische Erklärung ergänzt. Die für die Leserschaft nützliche Erkenntnis ist daher, dass hier ein Vergleich vorliegt: die Einschätzung des Unternehmens auf der einen Seite, die Warnung des Experten auf der anderen. Keine der beiden Positionen darf zu einer umfassenderen Bilanz ausgeweitet werden, als sie hier wiedergegeben ist.

Auf praktischer Ebene verbindet die Antwort der FFS Kontrollen und Eingriffe an der Infrastruktur. Mess- und Diagnosefahrzeuge dienen dazu, die Gleise gezielt zu beurteilen; eine konsequente Wartung wird als wichtigste Prävention genannt. Betonschwellen und die Erhöhung der Neutralisationstemperatur beim Schweißen gehören dagegen zu den langfristigen Lösungen. Der Unterschied ist relevant: Die erste Maßnahme identifiziert die Probleme, die zweite zielt darauf ab, die Gleise stabiler oder hitzebeständiger zu machen.

Auch die weiße Farbe zeigt die Grenzen einer scheinbar einfachen Antwort. Die anfängliche Kühlwirkung ist nicht unverändert geblieben: Schmutz und intensiver Verkehr haben sie verringert. Die FFS prüfen daher Beschichtungen in bestimmten Fällen, ohne sie in der Quelle als allgemeine Lösung darzustellen. Für die Öffentlichkeit bedeutet das, dass das Thema technisch und operativ bleibt: Es wird keine für jede Strecke gleiche Maßnahme angekündigt, sondern eine Analyse, die an die Bedingungen des Gleises geknüpft ist.

Wichtige Punkte

Die überprüfbare operative Abfolge

Die Quelle beschreibt keine Fristen oder Verfahren, die die Fahrgäste befolgen müssen. Die konkrete Handlung, auf die Bezug genommen wird, betrifft die FFS und lässt sich in einer präzisen Abfolge rekonstruieren.

Erster Schritt: regelmäßige Kontrolle der Gleise. Die Ferrovie federali svizzere setzen Mess- und Diagnosefahrzeuge ein, um die Infrastruktur zu untersuchen. Dies ermöglicht es, die Situation gezielt zu beurteilen, wie das Unternehmen präzisiert.

Zweiter Schritt: Überwachung und Meldung. Die FFS verfügen über ein dichtes Überwachungsnetz; wenn ein Ereignis für die Sicherheit relevant ist, wird es systematisch dem Bundesamt für Verkehr gemeldet. Die Quelle nennt keine anderen Behörden oder Kanäle für Meldungen, daher kann kein anderes Verfahren hinzugefügt werden.

Dritter Schritt: Instandhaltung. Die FFS bezeichnen die konsequente Instandhaltung der Infrastruktur als die wichtigste Präventivmaßnahme. Dieser Grundsatz wird durch technische Maßnahmen ergänzt: Wo vorgesehen, Betonschwellen anstelle von Holzschwellen und eine höhere Neutralisierungstemperatur beim Schweißen.

Vierter Schritt: zusätzliche Maßnahmen. Die für den Sommer 2026 eingesetzte Taskforce muss gegebenenfalls weitere Maßnahmen festlegen, falls dies erforderlich ist. Die Quelle nennt weder eine Frist noch eine endgültige Liste von Maßnahmen. Auch die weiße Farbe bleibt Gegenstand von Analysen: Die Kühlwirkung nimmt durch Verschmutzung ab und lässt bei starkem Verkehr schneller nach.

Der abschließende, von den FFS erklärte Punkt ist, dass es ein Nullrisiko niemals gibt. Die Taskforce und die Analyse der Beschichtungen sind in der Quelle daher Instrumente, um zu entscheiden, ob zusätzliche Maßnahmen ergriffen werden sollen, und keine Ankündigungen eines bereits feststehenden Ergebnisses.

Die für den Leser handlungsrelevante Information ist vor allem eine Unterscheidung: Die Quelle fordert nicht dazu auf, das Reiseverhalten zu ändern, und kündigt keine neue Regel für die Nutzer an. Sie beschreibt vielmehr, wie das Unternehmen kontrolliert, meldet, instand hält und bewertet. Um das Thema der täglichen Mobilität zu vertiefen, konsultiere den Leitfaden zu mezzi pubblici.

Quelle: tio.ch

Häufig gestellte Fragen
Wie viele Fälle von Gleisverformung hat die SBB im vergangenen Sommer verzeichnet?
Die SBB verzeichnete im vergangenen Sommer 97 Verformungen und Quetschungen der Gleise, fast viermal mehr als im Vorjahr, wie die SonntagsZeitung gegenüber Keystone-ATS bestätigte.
Welche Massnahmen hat die SBB gegen die aussergewöhnliche Hitze ergriffen?
Die SBB hat für den Sommer 2026 eine Task Force eingerichtet, um zusätzliche Massnahmen zu definieren, nutzt ein dichtes Überwachungsnetz mit Messfahrzeugen, meldet relevante Ereignisse dem Bundesamt für Verkehr und setzt auf strenge Wartung, Betonschwellen und höhere Neutralisationstemperatur beim Schweißen.
Funktioniert der weiße Lack auf den Schienen gegen die Hitze?
Das Experiment mit weißer Farbe zeigte eine durchschnittliche anfängliche Abkühlung von etwa 4,5 Grad, aber der Effekt halbierte sich nach zwei Jahren aufgrund von Schmutz und starkem Verkehr. Die SBB prüft, ob weiße Beschichtungen in bestimmten Fällen sinnvoll sind, ohne sie als Gesamtlösung zu präsentieren.
Besteht ein Risiko für die Sicherheit der Fahrgäste?
Die SBB sagt, dass die Zunahme der Fälle keine Auswirkungen auf die Sicherheit hatte, während der ETH-Experte Patrick Braess vor der Gefahr von Entgleisungen durch Hitze warnte. Das Unternehmen weist darauf hin, dass es kein Nullrisiko gibt.
Wie werden die Gleise von der SBB überwacht?
Die SBB verfügt über ein dichtes Überwachungsnetz und überprüft die Schienen regelmässig mit Mess- und Diagnosefahrzeugen, um die Situation gezielt einschätzen zu können. Sicherheitsrelevante Ereignisse werden dem Bundesamt für Verkehr systematisch gemeldet.

Verwandte Artikel