DSM-Firmenich streicht 1000 Stellen, Kürzungen auch in der Schweiz

Der schweizerisch-niederländische Konzern kündigt eine umfassende Umstrukturierung mit dem Abbau von rund 1000 Arbeitsplätzen in 18-24 Monaten an, um die Kosten zu senken.
Kontext
Auf einen Blick
- Abbau von rund 1000 Arbeitsplätzen weltweit innerhalb von 18-24 Monaten
- Sparprogramm in Höhe von 100 Millionen Euro
- Umsatz im ersten Halbjahr um 5% auf 4,7 Milliarden gestiegen
Wichtige Fakten
- Was: Unternehmensrestrukturierung mit Stellenabbau
- Wann: Im Rahmen der Quartalsergebnisse angekündigt
- Wo: Weltweit, einschließlich der Schweiz
- Wer: DSM-Firmenich
- Betrag: Erwartete Einsparungen von 100 Millionen Euro
Die Wirtschaftslandschaft der in der Schweiz tätigen Großkonzerne erlebt mit der Ankündigung von DSM-Firmenich einen bedeutenden Wandel. Die schweizerisch-niederländische Gruppe, die auf Düfte und Aromen in den Bereichen Ernährung, Gesundheit und Schönheit spezialisiert ist, hat den Beginn einer umfassenden Restrukturierung bekannt gegeben. In den nächsten 18-24 Monaten wird das Unternehmen weltweit rund 1000 Arbeitsplätze abbauen. Diese Entscheidung ist Teil eines umfangreichen, von der Unternehmensleitung nachdrücklich vorangetriebenen Kostensenkungsprogramms.
Die Schweiz gehört direkt zu den von diesem Reorganisationsvorhaben betroffenen Ländern, obwohl die Unternehmensleitung noch keine detaillierteren geografischen Angaben zu den konkreten lokalen Auswirkungen gemacht hat. CEO Dimitri de Vreeze erklärte der Agentur Awp, dass es sich um einen globalen Stellenabbau handle und derzeit keine weiteren Details veröffentlicht werden könnten, da sich das Unternehmen am Anfang des Konsultationsverfahrens befinde. Das Unternehmen arbeitet eng mit den betroffenen Betriebsräten zusammen, um die nächsten Schritte des Verfahrens festzulegen, ohne bislang ein genaues Datum für die Veröffentlichung näher eingegrenzter lokaler Informationen genannt zu haben.
Strategischer Kontext und Aktionsplan
Die heutige Ankündigung stellt die natürliche Fortsetzung der im vergangenen März skizzierten Strategie dar. Anlässlich des Investorentags hatte das Unternehmen einen Aktionsplan vorgestellt, der darauf abzielte, die wirtschaftliche Gesamtleistung des Konzerns zu beschleunigen. Das Sparprogramm, das von der Unternehmensleitung als vollständig eingeleitet bezeichnet wird, zielt darauf ab, insgesamt 100 Millionen Euro einzusparen, was etwa 93 Millionen Schweizer Franken entspricht. Angesichts dieser Einsparziele rechnet das Unternehmen mit außerordentlichen Kosten auf der Einnahmen- und Ausgabenseite in ähnlicher Höhe, ebenfalls rund 100 Millionen Euro. Um die persönliche finanzielle Stabilität in Zeiten beruflicher Übergänge zu überwachen, erweist sich die Konsultation von calcolatore stipendio e imposte als nützliches Instrument zur Analyse der Abzüge und Nettoeinkünfte in der Schweiz.
Operative Details
Finanzielle Entwicklung und Reaktion der Märkte
Zeitgleich mit der Ankündigung des Stellenabbaus veröffentlichte das Unternehmen die Finanzdaten für das erste Halbjahr des laufenden Jahres. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 5% auf 4,7 Milliarden Euro. Trotz des Umsatzwachstums zeigte die operative Rentabilität Anzeichen einer Verschlechterung: Der bereinigte operative Gewinn auf Ebitda-Ebene, berechnet vor Zinsen, Steuern, Wertminderungen und Abschreibungen, ging um 7% zurück und belief sich auf 900 Millionen Euro. Noch deutlicher fiel der Rückgang des Nettogewinns aus, der bei 221 Millionen Euro lag, gegenüber 541 Millionen im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Trotz des Gewinnrückgangs und der Ankündigung der Entlassungen war die Reaktion an der Börse von großer Begeisterung seitens der Anleger geprägt. Im Morgenhandel verzeichnete die Aktie der DSM-Firmenich-Gruppe einen Sprung von 11%. Der Titel, der im Mai sein Debüt am Zürcher Markt gab, liegt insgesamt 30% über seinem ursprünglichen Notierungskurs und belohnt damit die Entscheidung des Managements, rechtzeitig bei den operativen Kosten anzusetzen.
Positionierung auf dem globalen Duftstoffmarkt
Um die Größe und das wirtschaftliche Gewicht der Gruppe auf dem internationalen Markt zu verstehen, muss man sich ihre Ursprünge und ihre heutige Struktur vor Augen führen. Der multinationale Konzern entstand 2023 durch die Fusion des Genfer Unternehmens Firmenich, das 1895 gegründet wurde, mit dem niederländischen Unternehmen DSM, dem Akronym für Dutch State Mines, das ursprünglich 1902 als Bergbauunternehmen gegründet wurde. Der Konzern verfügt über einen doppelten offiziellen Hauptsitz in Maastricht in den Niederlanden und in Kaiseraugst im Kanton Aargau und beschäftigt insgesamt 21'000 Mitarbeitende in rund 60 Ländern weltweit. Im letzten Referenzjahr erzielte das Unternehmen einen Gesamtumsatz von 9 Milliarden Euro, was zum aktuellen Wechselkurs etwa 8,3 Milliarden Schweizer Franken entspricht.
Die Wettbewerbsstruktur der Branche sieht DSM-Firmenich von bedeutenden Großkonzernen flankiert. Hinsichtlich der industriellen Tätigkeit und des Geschäftsmodells weist das Unternehmen starke Ähnlichkeiten mit dem Genfer Unternehmen Givaudan auf, das im Aktienindex SMI vertreten ist, der die 20 größten börsenkotierten Schweizer Unternehmen umfasst. Weitere direkte internationale Wettbewerber sind das deutsche Unternehmen Symrise und die US-amerikanische Gruppe International Flavors & Fragrances. Nach Schätzungen von Analysten und Experten der Chemie- und Aromenbranche kontrollieren diese vier Industrieunternehmen gemeinsam mehr als die Hälfte des weltweiten Marktes für Düfte und Aromen, was die Konzentration und die strategische Bedeutung dieses Produktionssektors verdeutlicht.
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Wichtige Punkte
Übergangsmanagement und Konsultationsverfahren
Die formelle Einleitung des Konsultationsverfahrens stellt eine heikle Phase für die betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie für die beteiligten Gewerkschafts- und Arbeitnehmervertretungen dar. In der Schweiz sind Konsultationsverfahren bei Unternehmensumstrukturierungen und Massenentlassungen durch klare Bundesvorschriften geregelt, die Arbeitgeber verpflichten, die Arbeitnehmervertretungen rechtzeitig zu informieren und allfällige von den Beschäftigten vorgelegte Alternativvorschläge zu prüfen, um Entlassungen zu vermeiden oder deren Folgen abzumildern. Mit dem Schweizer Hauptsitz in Kaiseraugst und der historischen Präsenz auch in anderen Regionen muss das Unternehmen nun den Dialog mit den Sozialpartnern in einer Atmosphäre des Abwartens unter den von möglichen Beschäftigungsfolgen betroffenen Mitarbeitenden führen.
Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die sich in der Schweiz mit einem möglichen beruflichen Übergang oder einer Neuaushandlung ihrer beruflichen Position auseinandersetzen müssen, ist es von entscheidender Bedeutung, die verfügbaren Unterstützungsinstrumente zu kennen. Die Finanzplanung spielt bei einem Arbeitsplatzwechsel oder bei Personalabbau in grossen multinationalen Unternehmen eine zentrale Rolle. Um die wirtschaftliche Situation genauer zu untersuchen und die zustehenden Beträge, die Steuerabzüge sowie die nach Schweizer Recht vorgesehenen Sozialleistungen im Detail zu überprüfen, können die online verfügbaren Finanzsimulationsinstrumente konsultiert werden. Für eine präzise Beurteilung der eigenen Vergütungs- und Steuerposition greife sofort auf calcolatore stipendio e imposte zu, um jede berufliche Veränderung bestmöglich zu planen.
Quelle: swissinfo.ch
Häufig gestellte Fragen
- Wie viele Stellen werden bei DSM-Firmenich gestrichen?
- Der schweizerisch-niederländische Konzern hat angekündigt, in den nächsten 18 bis 24 Monaten im Rahmen eines umfassenden Kostensenkungsprogramms weltweit rund 1000 Stellen zu streichen.
- Ist die Schweiz in Personalabbau involviert?
- Ja, die Schweiz gehört zu den Ländern, die von der Umstrukturierung betroffen sind. Das Unternehmen hat jedoch noch keine genauen Angaben zu den lokalen Auswirkungen gemacht und befindet sich zu Beginn des Konsultationsverfahrens in enger Zusammenarbeit mit den Betriebsräten.
- Was waren die jüngsten Finanzergebnisse des Unternehmens?
- Im ersten Halbjahr stieg der Umsatz um 5% auf 4,7 Milliarden Euro, während das operative Ergebnis EBITDA um 7% auf 900 Millionen Euro schrumpfte. Der Reingewinn belief sich auf 221 Mio. Euro.
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