Novartis streicht 130 Stellen in Basel (Grenzgänger-Leitfaden)

Modernes Produktions- und Forschungscampus eines Schweizer Pharmaunternehmens mit zeitgenössischer Architektur

Novartis kündigt den Abbau von bis zu 130 Arbeitsplätzen in Basel bis Ende 2027 an. Grund: Übertragung von Vermögenswerten auf den Novartis Campus und Ablauf von Verträgen.

Kontext

Kurz gesagt

  • Novartis streicht bis zu 130 Stellen bis Ende 2027 in Basel
  • Grund: Auslaufen von Mietverträgen in Kleinbasel, Umzug auf den Novartis Campus
  • Seit 2018: fast 3.000 Entlassungen bei Novartis in der Schweiz

Wichtige Fakten

  • Was: Stellenabbau in der Produktion von Biologika in niedrigem Volumen
  • Wann: Bis Ende 2027
  • Wo: Basel, Quartier Kleinbasel
  • Wer: Novartis (Pharmaunternehmen)
  • Anzahl: Bis zu 130 Stellen

Novartis kündigt den Abbau von bis zu 130 Arbeitsplätzen am Standort Basel an. Die Entscheidung wurde am Mittwoch vom Schweizer Pharmaunternehmen bekannt gegeben und wird bis Ende 2027 wirksam. Aufgrund des Auslaufens von Mietverträgen im Quartier Kleinbasel wird die Produktion von Biologika in niedrigem Volumen am aktuellen Standort eingestellt. Dies ist Teil einer umfassenderen Produktionsreorganisationsstrategie, die Novartis seit Jahren verfolgt.

Die biologischen Produktionsaktivitäten verschwinden nicht vollständig aus Basel: Sie werden auf andere Produktionsstandorte weltweit verlagert. In der Zwischenzeit werden verschiedene Abteilungen ihre Tätigkeit vom Quartier Kleinbasel auf den Novartis Campus auf der anderen Seite des Rheins verlegen. Dazu gehören Labore für biologische Zellbanken, analytische Testverfahren und Büros für die technische Entwicklung.

Dieser Umzug ist eine Fortsetzung der bereits angekündigten Pläne, ein neues Zentrum für die technische Entwicklung von Biologika auf dem Campus zu errichten. Dieses Zentrum soll sich in das bereits vorhandene Forschungszentrum für Biologika integrieren.

Operative Details

Ein besorgniserregender Trend für die Schweizer Beschäftigung

Die Ankündigung von Novartis kommt neun Monate nach dem vorherigen großen Stellenabbau in Stein, im Kanton Aargau. Seit 2018 hat das Unternehmen fast 3.000 Arbeitsplätze in der Schweiz abgebaut. Diese Zahl spiegelt eine Unternehmensstrategie wider, die seit Jahren andauert und den Schweizer Arbeitsmarkt erheblich beeinflusst.

Die Stellenabbau seit 2018 summieren sich auf fast 3.000 verlorene Arbeitsplätze. Der Schweizer Pharmasektor leidet direkt unter dem Verlust qualifizierter Arbeitsplätze in Unternehmen von der Bedeutung von Novartis. Die Restrukturierungen in großen Unternehmen beeinflussen indirekt die lokale Wirtschaft und die kantonalen Sozialdienste.

Die Position der Gewerkschaften

Die Gewerkschaft Unia hat sich "besorgt" über den kontinuierlichen Abbau von Produktionsstellen in der Schweiz geäußert. Die Forderung der Gewerkschaft ist klar: Novartis sollte auf die Entlassungen verzichten und die Fortsetzung der Beschäftigung der Arbeiter an einem anderen Standort in der Nordwestschweiz gewährleisten, anstatt die Produktion ins Ausland zu verlagern.

Diese Position hebt die Frage der Verlagerung hervor: Die Verlagerung von Produktionen in andere Länder wirft Zweifel an den langfristigen Auswirkungen auf die Produktionskapazität der Schweiz auf. Für die direkt betroffenen Arbeiter wird die Verhandlung während der Konsultationsphase entscheidend sein, um die maximale Unterstützung zu erhalten. Die Arbeiter sollten auch überprüfen, wie sich eventuelle Lohnänderungen auf die Schweizer Löhne und Gehälter auswirken, durch den online verfügbaren Rechner.

Nützliche Tools zum Schutz Ihres Nettolohns

Um Wechselkursverluste zu reduzieren, vergleichen Sie CHF-EUR-Wechseloptionen und Banken für Grenzgänger.

Wichtige Punkte

Rechte während der Konsultation

Der von Novartis eingeleitete Informations- und Konsultationsprozess ist obligatorisch und stellt den entscheidenden Moment dar, in dem Arbeitnehmer und Gewerkschaften die Modalitäten der Umstrukturierung aushandeln können. Während dieser Phase haben die Vertreter der Arbeitnehmer das Recht, mit dem Unternehmen die Aspekte der Umstrukturierung zu besprechen, einschließlich möglicher Alternativen zu Kündigungen.

Der von Novartis angekündigte langfristige Sozialplan muss während dieser Konsultationsphase vorgestellt und ausgehandelt werden. In diesem Zusammenhang können die Arbeitnehmer im Detail erfahren, welche Unterstützungsformen zur Verfügung gestellt werden, um den Übergang zu erleichtern. Das Konsultationsrecht ist eine grundlegende Garantie für die Arbeitnehmer im Kontext von Umstrukturierungen dieses Umfangs.

Rolle der Gewerkschaften bei der Verhandlung

Die Gewerkschaft Unia ist ein wesentlicher Ansprechpartner für die von der Umstrukturierung betroffenen Novartis-Mitarbeiter. Unia bietet ihren Mitgliedern kostenlose Beratung zur Aushandlung der Bedingungen für den Transfer und den Sozialplan. Auch Nichtmitglieder können während der vorgesehenen Konsultationssitzungen die Unterstützung der betrieblichen Gewerkschaftsvertreter in Anspruch nehmen.

Die gewerkschaftliche Beratung ist vollständig kostenlos, und die Vertreter können den Arbeitnehmern helfen, ihre Rechte zu verstehen, die besten Bedingungen auszuhandeln und den Übergang zu einer neuen Beschäftigung zu planen. Ein koordiniertes Vorgehen während der Konsultationsphase erhöht die Verhandlungsmacht der Arbeitnehmer und verbessert die Aussichten auf einen günstigen Beschäftigungsübergang.

Häufig gestellte Fragen
Wie viele Arbeitsplätze wird Novartis abbauen?
Novartis wird bis Ende 2027 bis zu 130 Stellen am Standort Basel abbauen. Diese Kürzungen betreffen die Bio-Produktion in geringem Volumen im Stadtteil Kleinbasel. Seit 2018 hat der Konzern in der Schweiz insgesamt fast 3000 Stellen abgebaut.
Was ist der Hauptgrund für die Schnitte?
Die Kürzungen sind auf den Ablauf von Mietverträgen am Standort Kleinbasel zurückzuführen. Novartis wird dann die biologischen Produktionsaktivitäten auf den Novartis Campus auf der anderen Rheinseite verlagern, einschließlich Laboratorien für biologische Zellbanken, analytische Testverfahren und technische Entwicklung.
Welche Unterstützung wird Novartis den betroffenen Arbeitnehmern bieten?
Novartis verpflichtet sich, interessierte Mitarbeitende mit einer Reihe von Angeboten zu unterstützen, darunter ein langfristiger Sozialplan. Die Einzelheiten dieser unterstützenden Maßnahmen werden im Rahmen des obligatorischen Informations- und Konsultationsprozesses mit den Arbeitnehmervertretern und Gewerkschaften ausgehandelt.
Was fordert die Gewerkschaft Unia?
Die Unia fordert Novartis auf, auf Entlassungen zu verzichten und die Arbeit an einem anderen Standort in der Nordwestschweiz fortzusetzen, anstatt die Produktion ins Ausland zu verlagern. Die Gewerkschaft zeigte sich «alarmiert angesichts des fortschreitenden Abbaus von Produktionsstandorten in der Schweiz».
Wie können betroffene Arbeitnehmer handeln?
Die Arbeitnehmer sollten aktiv an den von Novartis eingeleiteten Informations- und Konsultationsprozessen teilnehmen. In dieser Phase können sie die Transferbedingungen mit der gewerkschaftlichen Unterstützung aushandeln. Die Gewerkschaft Unia berät ihre Mitglieder kostenlos, um die Verhandlungen zu erleichtern und den beruflichen Übergang zu planen.

Verwandte Artikel