Jugendflucht aus dem Tessin: Claudio Isabella fordert klare politische Vision

Der Mitte-Abgeordnete Claudio Isabella fordert den Tessiner Staatsrat auf, seine abwartende Haltung gegenüber dem Phänomen der Jugendflucht aus dem Kanton aufzugeben.
Kontext
Auf einen Blick
- Giovani lasciano il Tessin per migliori opportunità
- Isabella chiede strategia politica per trattenere i giovani
- Mancanza di alloggi accessibili e prospettive future
Wichtige Fakten
- Data Interpellation: 11. April 2026
- Autore Interpellation: Claudio Isabella
- Problema principale: Fuga di giovani talenti dal Tessin
- Settori critici: Bilung, formazione professionale e mercato del lavoro
- Città di destinazione: Milano, Zürich, Genf
- Costo della vita: Tessin tra le regioni più care della Svizzera italiana
- Grenzgänger: Oltre 80.000 lavoratori dalla Lombardia, Piemonte e Liguria
- Impatto economico: Perdita di potenziale produttivo e fiscale
Am 11. April 2026 richtete der Zentrumsabgeordnete Claudio Isabella eine Interpellation an den Tessiner Staatsrat, um eine konkrete Antwort auf die wachsende Abwanderung junger Menschen aus dem Kanton zu fordern. Isabella, der neben seinem Grossratsmandat auch Gewerkschaftsvertreter ist, betonte, dass die Flucht der Jugendlichen ein strukturelles Problem für den Kanton Tessin darstellt – besonders in einer wirtschaftlichen Situation, die bereits Schwierigkeiten hat, Talente zu halten und anzulocken.
Laut Isabella riskiert die Kantonsregierung, in einer «abwartenden Haltung» zu verharren und sich darauf zu beschränken, das Phänomen zu beobachten, ohne proaktive Massnahmen zu ergreifen. Die Interpellation fordert daher die Ausarbeitung einer klaren und zukunftsorientierten politischen Strategie, die sowohl auf die Bedürfnisse derjenigen eingeht, die den Kanton verlassen, als auch die Rückkehr derjenigen fördert, die bereits weggezogen sind. «Das Problem ist nicht nur wirtschaftlicher, sondern auch kultureller und sozialer Natur», betonte der Abgeordnete und wies darauf hin, dass die fehlenden langfristigen Perspektiven viele junge Menschen dazu bewegen, anderswo nach Chancen zu suchen – vor allem in den städtischen Zentren der benachbarten Lombardei oder in der Zentralschweiz.
Besonders hob Isabella die Notwendigkeit von Massnahmen in den Schlüsselsektoren Bildung, Berufsausbildung und Arbeitsmarkt hervor. «Der Kanton Tessin muss zu einem Ort werden, an dem junge Menschen eine Zukunft aufbauen können, ohne zwangsläufig auswandern zu müssen», erklärte er. Die Interpellation nennt keine konkreten Massnahmen, die der Staatsrat bisher ergriffen hat, sondern fordert lediglich eine vertiefte Analyse und eine offizielle Stellungnahme.
Die Analyse des Phänomens: Warum verlassen junge Menschen den Tessin?
Das Phänomen der Abwanderung junger Menschen aus dem Tessin ist nicht neu, hat in den letzten Jahren jedoch besorgniserregende Ausmasse angenommen. Laut noch nicht näher spezifizierten Daten entscheiden sich viele junge Fachkräfte und Hochschulabsolventen für einen Umzug in Städte wie Mailand, Zürich oder Genf, wo Arbeitsmöglichkeiten, Durchschnittsgehälter und die Qualität der Dienstleistungen als überlegen wahrgenommen werden. Besonders die Bereiche Technologie, Finanzen und Gesundheitswesen üben eine starke Anziehungskraft auf das Ausland aus – der Kanton Tessin hat hier Schwierigkeiten, konkurrenzfähig zu bleiben.
Ein weiterer kritischer Aspekt ist der Mangel an bezahlbarem Wohnraum, insbesondere in städtischen Zentren wie Lugano, Bellinzona und Locarno. Die Nachfrage nach Wohnungen übersteigt das Angebot oft bei Weitem, sodass viele junge Menschen gezwungen sind, nach Alternativen zu suchen oder vorübergehend wegzuziehen, bis sie eine passende Unterkunft finden. Zudem gehört der Kanton Tessin zu den teuersten Regionen der italienischen Schweiz, wobei die hohen Kosten für Dienstleistungen und öffentliche Verkehrsmittel das Haushaltsbudget der Familien stark belasten.
Die Rolle der Institutionen: Was fordert Isabella?
Claudio Isabella geht in seinem Vorstoss über die reine Problembeschreibung hinaus und schlägt eine politische Vision vor, die junge Menschen und ihre Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellt. Die Interpellation verlangt vom Staatsrat die Entwicklung einer mittel- bis langfristigen Strategie mit konkreten und messbaren Zielen. Zu den – noch nicht näher ausgeführten – Vorschlägen gehören unter anderem: Steueranreize für Unternehmen, die lokale Jugendliche einstellen, die Erweiterung des Bildungsangebots an Berufs- und Fachschulen sowie die Vereinfachung der Verfahren für die Gründung neuer Unternehmen.
Isabella betonte zudem die Bedeutung einer engeren Zusammenarbeit zwischen dem Kanton und den Bundesbehörden, insbesondere im Bereich Bildung und Arbeitsmarktintegration. 'Das Tessin kann diese Herausforderung nicht allein bewältigen. Es braucht eine Abstimmung mit dem Bund und den Nachbarregionen, um ein System zu schaffen, das sowohl für die Einwohner als auch für die Pendler attraktiv ist', erklärte sie.
Reaktionen des Staatsrats: Noch in der Definitionsphase
Bei der Vorstellung der Interpellation gab der Tessiner Staatsrat keine sofortige Antwort. Gemäss parlamentarischem Verfahren wird die Frage in den kommenden Monaten diskutiert – möglicherweise wird ein spezieller Ausschuss eingesetzt, um das Thema vertieft zu analysieren. Ob konkrete Massnahmen ergriffen oder ob sich die Regierung auf eine allgemeine Bewertung des Phänomens beschränken wird, ist jedoch noch nicht bekannt.
📊 Auswirkungen auf die Pendler Für Pendler, die im Tessin arbeiten, aber in der Lombardei wohnen, stellt die Abwanderung der jungen Generation sowohl eine Chance als auch eine Herausforderung dar. Einerseits könnte die Verfügbarkeit junger Fachkräfte, die bereit sind, ins Tessin zu ziehen, steigen – besonders wenn gezielte Anreize geschaffen werden. Andererseits könnte der Wettbewerb um die besten Talente zunehmen, da die lokalen Unternehmen wettbewerbsfähigere Bedingungen als die Nachbarstädte bieten müssen.
Falls es dem Tessin gelingt, attraktiver zu werden, könnte sich auch der Pendlerstrom verändern, möglicherweise mit einer steigenden Nachfrage nach Wohnsitzen für Arbeitnehmer im Kanton. Welche Massnahmen die Regierung ergreifen wird und welche Folgen dies für diese Gruppe von Arbeitnehmern hat, ist jedoch derzeit noch unklar.
Operative Details
Die Abwanderung junger Menschen aus dem Tessin ist nicht nur ein soziales Phänomen, sondern hat auch erhebliche wirtschaftliche und steuerliche Auswirkungen auf den Kanton und die Grenzgänger. Laut noch nicht näher spezifizierten Schätzungen stellt jeder junge Mensch, der das Tessin verlässt, einen Verlust an Produktions- und Steuerpotenzial dar – besonders wenn es sich um hochqualifizierte Fachkräfte handelt. Dies könnte zu sinkenden Steuereinnahmen für den Kanton und zu einer geringeren Nachfrage nach öffentlichen Dienstleistungen wie Gesundheit und Bildung führen.
Die wirtschaftlichen Folgen: Was steht dem Tessin bevor?
Das Tessin basiert seit jeher auf traditionellen Branchen wie Tourismus, Handwerk und Landwirtschaft. In den letzten Jahren jedoch stecken einige dieser Industrien in der Krise oder tun sich schwer mit Innovationen. Die Abwanderung junger Menschen birgt in diesem Kontext die Gefahr, den Niedergang dieser Sektoren zu beschleunigen – mit negativen Folgen für Beschäftigung und Wirtschaftswachstum. Besonders betroffen wären Hochtechnologie und fortschrittliche Dienstleistungen, falls es nicht gelingt, lokale Talente zu halten.
Der Wettbewerb mit den Nachbarregionen
Dieses Phänomen beschränkt sich nicht allein auf das Tessin, sondern ist in vielen italienischen und Schweizer Regionen verbreitet. Städte wie Mailand, Zürich oder Genf bieten höhere Durchschnittslöhne, oft niedrigere Lebenshaltungskosten (bei vergleichbarem Serviceangebot) und bessere Karrierechancen. Im Fall des Tessins stellt die Nähe zur Lombardei sowohl eine Chance als auch eine Bedrohung dar: Einerseits können Grenzgänger weiterhin im Tessin arbeiten und ihren Wohnsitz in Italien behalten, andererseits entscheiden sich viele junge Tessiner für einen Umzug ins Ausland, um von besseren Arbeitsbedingungen zu profitieren.
Die Rolle der Grenzgänger: Eine Chance für das Tessin
Trotz der Abwanderung junger Menschen stellen die Grenzgänger eine zentrale Ressource für die Tessiner Wirtschaft dar. Laut noch nicht näher spezifizierten Daten arbeiten über 80.000 Beschäftigte aus der Lombardei, dem Piemont und Ligurien im Tessin – vor allem in den Bereichen Bau, Gastgewerbe und Dienstleistungen. Diese Arbeitnehmer tragen maßgeblich zum kantonalen BIP bei, sehen sich jedoch häufig mit Herausforderungen wie bürokratischen Hürden, Steuern und hohen Lebenshaltungskosten konfrontiert.
Gelingt es dem Tessin, die Abwanderung junger Menschen umzukehren, könnte es auch neue Grenzgänger anziehen – insbesondere wenn steuerliche Vergünstigungen oder vereinfachte Verwaltungsverfahren eingeführt werden. So könnte etwa eine Senkung der Steuern für junge Fachkräfte, die in den Kanton ziehen, ein wirksamer Anreiz sein. Bisher wurden jedoch noch keine konkreten Maßnahmen in diese Richtung angekündigt.
Mögliche Szenarien: Was könnte passieren?
1. Optimistisches Szenario: Der Staatsrat verabschiedet eine klare und zukunftsweisende Strategie mit steuerlichen Anreizen, einer Ausweitung des Bildungsangebots und einer Vereinfachung der Verwaltungsverfahren. In diesem Fall könnte das Tessin neue Talente anziehen und bestehende halten, was sich auch positiv auf die Grenzgänger auswirken würde.
2. Realistisches Szenario: Die Kantonsregierung setzt nur teilweise und unkoordinierte Maßnahmen um, beschränkt sich auf kleine Anpassungen. In diesem Fall wird das Phänomen der Abwanderung junger Menschen anhalten – mit negativen Folgen für die lokale Wirtschaft.
Schlechtestes Szenario: Der Staatsrat greift nicht ein und beharrt auf einer abwartenden Haltung
In diesem Fall droht dem Tessin der Verlust weiterer Talente, was sich negativ auf das Wirtschaftswachstum und den sozialen Zusammenhalt auswirken würde.
📊 Was können junge Menschen tun, die bleiben möchten?
Wer sich trotz allem dafür entscheidet, im Tessin zu bleiben, dem stehen konkrete Chancen offen. Einige lokale Unternehmen bieten beispielsweise Ausbildungs- und Mentoringprogramme für junge Talente an, während die kantonalen Institutionen die Einführung gezielter Stipendien prüfen. Zudem überzeugt das Tessin mit einer sicheren Umgebung und einer hohen Lebensqualität – Vorteile, die andere Regionen nicht immer bieten können.
Doch um die Abwanderungstendenz umzukehren, bedarf es eines konkreten Engagements seitens der Institutionen und Unternehmen. Nur mit einer klaren und zukunftsorientierten Vision kann das Tessin wieder zu einem attraktiven Ort für junge Menschen und Grenzgänger werden.
💡 Welche Branchen könnten von der Strategie profitieren?
- Technologie und Innovation: Das Tessin verfügt bereits über einige Spitzenleistungen in diesem Bereich, etwa die USI (Università della Svizzera italiana) und den Standort Lugano. Eine gezielte Strategie könnte neue Investitionen und Talente anziehen.
- Gesundheitswesen: Dieser Sektor verzeichnet ein starkes Wachstum, vor allem aufgrund der alternden Bevölkerung. Investitionen in Ausbildung und Neueinstellungen könnten eine Chance für junge Tessiner sein.
- Tourismus und Kultur: Das Tessin ist eine herausragende Tourismusregion. Eine Aufwertung dieses Sektors könnte neue Arbeitsplätze schaffen, insbesondere für Menschen mit Kompetenzen in Hotellerie und Kultur.
⚠️ Der Vergleich mit anderen Regionen
Das Tessin ist nicht die einzige Schweizer Region, die mit der Abwanderung junger Menschen konfrontiert ist. Auch im Wallis und in Graubünden gibt es ähnliche Phänomene, allerdings mit unterschiedlichen Dynamiken. In Graubünden etwa ermöglicht die Präsenz großer Institutionen wie der ETH Zürich und der Universität St. Gallen, viele Talente zu halten. Im Tessin hingegen schränkt das Fehlen eines international renommierten Hochschulstandorts die Chancen für junge Menschen ein.
📊 Die Herausforderung der Mobilität
Ein weiterer kritischer Aspekt ist die Mobilität. Junge Menschen, die das Tessin verlassen, tun dies oft, um in Städten wie Mailand oder Zürich bessere Berufschancen zu finden – Orte mit effizienteren Bahn- und Flugverbindungen. Eine Verbesserung der Anbindungen, etwa durch Projekte wie die Aufwertung der Gotthardbahn oder die Einführung neuer Flugverbindungen, könnte ein Anreiz sein, im Kanton zu bleiben.
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Wichtige Punkte
Falls der Tessiner Staatsrat konkrete Massnahmen gegen die Abwanderung junger Menschen beschliessen sollte, könnten Grenzgängerinnen und Grenzgänger, die im Tessin arbeiten, zu den Hauptprofiteuren zählen. Noch ist jedoch unklar, welche konkreten Schritte unternommen werden. Hier sind bereits heute mögliche Massnahmen, um sich auf allfällige Veränderungen vorzubereiten.
Schritt 1: Sich über die Beschlüsse des Staatsrats informieren
Der Tessiner Staatsrat wird in den kommenden Monaten die Interpellation von Claudio Isabella diskutieren. Um auf dem Laufenden zu bleiben, empfiehlt es sich, die offiziellen Mitteilungen der Kantonsregierung zu verfolgen. Diese finden sich auf der Website dfc.ti.ch oder können über den Bezug der institutionellen Newsletter abonniert werden. Zudem lohnt es sich, lokale Medien wie laRegione und den Corriere del Tessin zu verfolgen, um Echtzeit-Updates zu erhalten.
Schritt 2: Die eigene berufliche Situation bewerten
Für junge Berufstätige, die im Tessin arbeiten, kann es sinnvoll sein, die eigene Position und die Möglichkeiten im Unternehmen zu prüfen. Besonders empfiehlt sich:
- Zu überprüfen, ob das Unternehmen Weiterbildungs- oder Mentoring-Programme für junge Talente anbietet.
- Nach betrieblichen Richtlinien zu suchen, die steuerliche Anreize oder Benefits für Mitarbeitende vorsehen.
- Die Teilnahme an Networking-Veranstaltungen von Institutionen wie der SUPSI oder der USI zu erwägen, um berufliche Chancen zu erweitern.
Schritt 3: Die Chancen im Tessin erkunden
Auch wenn das Phänomen der Abwanderung junger Menschen real ist, bietet das Tessin dennoch interessante Möglichkeiten. Beispiele:
- Ausbildung: Die Berufs- und Fachschulen des Kantons, wie die SUPSI, bieten hochwertige Kurse in Bereichen wie Informatik, Ingenieurwesen und Gesundheitswesen an. Zudem ermöglicht die USI den Zugang zu exzellenten universitären Studiengängen.
- Arbeit: Einige lokale Unternehmen, insbesondere in den Bereichen Technologie und Gesundheit, suchen junge Talente. Stellenangebote sind auf dem Portal jobs.ti.ch oder den Websites der wichtigsten Tessiner Unternehmen einsehbar.
- Anreize: Bisher wurden keine spezifischen Anreize angekündigt, doch einige Gemeinden könnten steuerliche Erleichterungen oder Beiträge für den Kauf eines ersten Eigenheims einführen. Es lohnt sich, die Bekanntmachungen der Gemeinden zu verfolgen.
Schritt 4: Sich auf mögliche steuerliche Veränderungen vorbereiten
Sollte der Staatsrat steuerliche Massnahmen zur Bindung junger Menschen beschliessen, könnte dies auch Auswirkungen auf Grenzgänger haben. Beispielsweise könnte eine Senkung der Steuern für junge Berufstätige das Tessin auch für Personen attraktiver machen, die im Kanton arbeiten, aber in Italien wohnen. Um die Auswirkungen auf die eigene steuerliche Situation zu bewerten, empfiehlt es sich, einen auf Cross-Border spezialisierten Steuerberater zu konsultieren oder Tools wie den Steuerrechner zu nutzen.
Schritt 5: Die Möglichkeit eines Umzugs prüfen
Für alle, die über einen Wegzug aus dem Tessin nachdenken, ist eine sorgfältige Bewertung der Alternativen entscheidend. Beispiele:
- Mailand: Bietet Berufschancen in Bereichen wie Finanzen, Technologie und Mode, allerdings sind die Lebenshaltungskosten hoch und die Konkurrenz stark.
- Zürich oder Genf: Diese Städte bieten höhere Durchschnittslöhne und eine hohe Lebensqualität, jedoch gehören die Wohnkosten zu den höchsten der Schweiz.
- Andere Schweizer Städte: Städte wie Lausanne, Bern oder Basel könnten eine Alternative sein, besonders für diejenigen, die ein lebenswerteres Umfeld suchen.
Bevor eine Entscheidung getroffen wird, ist es ratsam, die Vor- und Nachteile jeder Option abzuwägen und dabei auch die persönliche Familiensituation sowie die Karriereperspektiven zu berücksichtigen.
Schritt 6: Die von Frontaliere Ticino angebotenen Tools nutzen
Um diese Phase der Unsicherheit bestmöglich zu meistern, bietet Frontaliere Ticino eine Reihe nützlicher Tools an:
- 📊 Gehaltsvergleich Tessin vs. Lombardei: Um zu prüfen, ob das eigene Gehalt im Vergleich zu den Alternativen wettbewerbsfähig ist.
- 💡 Leitfaden zur Wohnsitznahme im Tessin: Um zu verstehen, wie man in den Kanton zieht oder den Wohnsitz in Italien behält.
- ⚠️ Lebenshaltungskostenrechner: Um monatliche Ausgaben abzuschätzen und mit denen anderer Regionen zu vergleichen.
Was passiert, wenn das Tessin nicht eingreift?
Falls der Staatsrat keine konkreten Massnahmen ergreift, wird das Phänomen der Abwanderung junger Menschen anhalten – mit Folgen für die lokale Wirtschaft und die Grenzgänger. Im Einzelnen:
- Weniger Berufschancen: Unternehmen vor Ort könnten Schwierigkeiten haben, qualifiziertes Personal zu finden, was sich auf Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit auswirkt.
- Steigende Kosten: Der Fachkräftemangel könnte dazu führen, dass Unternehmen höhere Löhne zahlen müssen, um Mitarbeiter zu halten – mit steigenden Kosten für Unternehmen und Familien.
- Geringere Attraktivität: Das Tessin könnte auch für Grenzgänger weniger attraktiv werden, die möglicherweise andere Schweizer oder italienische Regionen bevorzugen.
Häufig gestellte Fragen
Stimmt es, dass das Tessin junge Menschen aufgrund der im Vergleich zur Zentralschweiz niedrigeren Löhne verliert? Es ist noch nicht klar, ob die Löhne das Hauptproblem darstellen, aber sicherlich spielen die hohen Lebenshaltungskosten und der Mangel an Arbeitsmöglichkeiten in hochspezialisierten Branchen eine zentrale Rolle. Die Löhne im Tessin sind im Allgemeinen niedriger als in Zürich oder Genf, doch dieser Unterschied wird oft durch die hohe Lebensqualität und die soziale Sicherheit ausgeglichen.
Was genau fordert Claudio Isabella vom Staatsrat? Isabella fordert den Staatsrat auf, die abwartende Haltung aufzugeben und eine klare, zukunftsorientierte politische Strategie mit messbaren Zielen zu definieren. Zu den Forderungen gehören steuerliche Anreize für Unternehmen, die junge Einheimische einstellen, eine Ausweitung des Bildungsangebots sowie die Vereinfachung administrativer Verfahren.
Gibt es bereits Anreize für junge Menschen, die im Tessin bleiben? Bisher wurden keine spezifischen Anreize angekündigt, doch einige Unternehmen und Institutionen prüfen die Einführung von Ausbildungs- und Mentoring-Programmen für junge Talente. Zudem könnten einzelne Gemeinden steuerliche Vergünstigungen oder Zuschüsse für den Kauf des ersten Eigenheims einführen.
Wie kann ich beurteilen, ob mein Gehalt im Tessin wettbewerbsfähig ist?
Wie lässt sich das eigene Gehalt mit Alternativen vergleichen? Mit dem Gehaltrechner Tessin vs Lombardei können Sie die Unterschiede in Bezug auf Nettoeinkommen und Lebenshaltungskosten prüfen.
- Was passiert, wenn ich nach Mailand oder Zürich umziehe?
Ein Umzug in eine andere Stadt bringt zahlreiche Veränderungen mit sich – sowohl beruflich als auch privat. Vor einer Entscheidung empfiehlt es sich, die Jobchancen, die Lebenshaltungskosten und die Karriereperspektiven sorgfältig zu prüfen. Zudem sollten Sie sich über Umzugsmodalitäten wie Wohnsitznahme und Anmeldung beim Einwohneramt informieren.
- Gibt es geplante Massnahmen zur Verbesserung der Anbindung des Tessins?
Aktuell wurden keine konkreten Massnahmen zur Verbesserung der Anbindung angekündigt. Allerdings könnten Projekte wie der Ausbau der Gotthardbahn oder die Einführung neuer Flugverbindungen eine Chance bieten, junge Menschen im Tessin zu halten. Es lohnt sich, die Ankündigungen des Staatsrats zu verfolgen, um auf dem Laufenden zu bleiben.
📊 Gehaltvergleich leicht gemacht 💡 Tipp: Nutzen Sie den Gehaltsrechner, um eine fundierte Entscheidung zu treffen. ⚠️ Wichtig: Ein Umzug will gut überlegt sein – informieren Sie sich vorab über alle Aspekte!
Quelle: laregione.ch
Häufig gestellte Fragen
- Was sind die Hauptgründe, warum junge Menschen laut dem Artikel das Tessin verlassen?
- Laut Claudio Isabella verlassen junge Menschen das Tessin vor allem wegen fehlender Berufsperspektiven im Kanton, der als niedrig empfundenen Gehälter im Vergleich zu anderen Schweizer Regionen und den hohen Lebenshaltungskosten. Zudem wird ein kulturelles und soziales Problem sichtbar: Viele haben das Gefühl, dass das Tessin keine langfristigen Karrierechancen bietet.
- Hat der Staatsrat des Tessins bereits konkrete Massnahmen gegen die Abwanderung der Jugendlichen ergriffen?
- Nein. Bisher hat der Staatsrat noch keine konkreten Massnahmen beschlossen. Die Interpellation von Claudio Isabella zielt darauf ab, eine klare und zukunftsweisende politische Strategie zu definieren – definitive Entscheidungen wurden jedoch noch nicht angekündigt.
- Wie kann sich ein Grenzgänger, der im Tessin arbeitet, auf mögliche politische Veränderungen vorbereiten?
- Es empfiehlt sich, die offiziellen Mitteilungen des Tessiner Staatsrats zu verfolgen, etwa auf der Website dfc.ti.ch oder durch Anmeldung zu institutionellen Newslettern. Zudem ist es sinnvoll, die eigene berufliche Situation und die Entwicklungsmöglichkeiten im Unternehmen zu prüfen sowie Fortbildungs- oder Networking-Angebote von Institutionen wie der SUPSI oder USI zu nutzen.
- Gibt es bereits steuerliche Anreize für junge Menschen, die im Tessin bleiben?
- Aktuell wurden noch keine spezifischen steuerlichen Anreize für junge Menschen angekündigt. Allerdings prüfen einige Unternehmen und Institutionen die Einführung von Mentoring- oder Ausbildungsprogrammen, und einige Gemeinden könnten Vergünstigungen beim Kauf einer ersten Immobilie anbieten.
- Welche Branchen im Tessin könnten von einer Strategie profitieren, um junge Menschen zu halten?
- Besonders profitieren könnten Branchen mit hohem Technologie- und Innovationspotenzial ( dank der USI in Lugano ), der Gesundheitssektor (aufgrund des demografischen Wandels und der alternden Bevölkerung ) sowie Tourismus und Kultur ( durch die Förderung lokaler Spitzenleistungen ).
- Wie kann ich mein Gehalt im Tessin mit dem in anderen Schweizer oder italienischen Regionen vergleichen?
- Nutze den Vergleichsrechner Gehälter Tessin vs. Lombardei auf Frontaliere Ticino, um die Unterschiede bei Nettolöhnen und Lebenshaltungskosten zu analysieren. So kannst du deine Situation mit der in anderen Regionen vergleichen.
- Was riskiert das Tessin, wenn es nicht mit einer konkreten Strategie reagiert?
- Ohne konkrete Massnahmen droht dem Tessin der Verlust weiterer Talente, was negative Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum, die Produktivität der Unternehmen und die Attraktivität – auch für Grenzgänger – hätte. Möglicherweise steigen die Kosten für Unternehmen und Familien, und der Kanton könnte im Vergleich zu anderen Regionen an Wettbewerbsfähigkeit verlieren.