Aktualisierte UN-Sanktionen: SESAM am 7. September geändert

Schweizer Compliance-Arbeitsplatz mit UN-Sanktionsdokumenten und SESAM-Datenbank auf dem Bildschirm.

Der UN-Ausschuss hat die Sanktionslisten am 7. September 2026 geändert. Die SESAM-Datenbank aktualisiert automatisch die restriktiven Maßnahmen in der Schweiz.

Kontext

Kurz gesagt

  • Aktualisierung der UN-Sanktionslisten am 7. September 2026
  • SESAM-Datenbank automatisch in der Schweiz aktualisiert
  • Sofortige Geltung durch Bundesverordnung vom 4. März 2016
  • Banken und Unternehmen müssen die Einhaltung überprüfen

Wichtige Fakten

  • Was: Änderungen der UN-Sanktionsliste (Personen, Unternehmen, Organisationen)
  • Wann: 7. September 2026
  • Wo: Bern (Schweizer Bundeskoordination)
  • Wer: UN-Sanktionsausschuss und Bundesrat
  • Gültigkeit: Ab sofort in der Schweiz durch Verordnung

Bern, 7. September 2026. Der Sanktionsausschuss der Vereinten Nationen hat die Liste der sanktionierten Personen, Unternehmen und Organisationen geändert. Die SESAM-Datenbank, das zentrale internationale Compliance-System der Schweiz, wurde entsprechend aktualisiert. Gemäss der offiziellen Mitteilung der Bundesverwaltung erlangen die Änderungen auf schweizerischem Gebiet sofortige Rechtswirksamkeit.

Der zugrunde liegende Mechanismus geht auf den 4. März 2016 zurück, als der Bundesrat eine entscheidende Verordnung verabschiedete: die automatische Umsetzung der Sanktionslisten des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen. Diese Regelung verhindert bürokratische Verzögerungen zwischen dem UNO-Entscheid und der Umsetzung in der Schweiz. Es sind keine neuen Bundesbeschlüsse, parlamentarischen Ratifizierungen oder weitere Verwaltungsschritte erforderlich. Die Änderung der UN-Liste tritt sofort in Kraft und verpflichtet Wirtschaftsteilnehmer und Finanzinstitute zur Einhaltung.

Wie SESAM Sanktionen in rechtliche Verpflichtungen umwandelt

Die SESAM-Datenbank stellt die Brücke zwischen den UN-Resolutionen und dem Schweizer Rechtssystem dar. Wenn das Sanktionskomitee eine Liste ändert – Personen, Unternehmen oder Organisationen hinzufügt oder entfernt –, wird die Änderung sofort in SESAM gemeldet und ist für alle in der Schweiz tätigen Personen verbindlich. Banken, Vermögensverwaltungsgesellschaften, Außenhandelsunternehmen und Wirtschaftsteilnehmer im Allgemeinen müssen Kunden und Lieferanten anhand der aktualisierten UN-Listen überprüfen. Am 7. September 2026 wurde diese Überprüfung noch kritischer: Die Liste hat sich geändert und jedes Finanzinstitut, das seine Kontrollen nicht aktualisiert, riskiert schwere Verstöße.

Operative Details

Automatische Umsetzung und praktische Auswirkungen

Der Bundesratsentscheid vom 4. März 2016 stellt einen Paradigmenwechsel im Sanktionsmanagement in der Schweiz dar. Anstatt darauf zu warten, dass das Parlament zu jeder neuen UN-Maßnahme Gesetze erlässt, beschloss die Schweizer Regierung, die Befugnis zur Aktualisierung der Listen direkt an den UN-Sicherheitsrat zu delegieren. Dieser Ansatz spiegelt das Engagement der Schweiz im multilateralen System und im Kampf gegen die Finanzierung von Terrorismus und illegalen Aktivitäten wider.

Die operative Konsequenz ist unmittelbar: Keine Schweizer Bank, kein Handelsunternehmen, kein Wirtschaftsakteur kann behaupten, von einer UN-Sanktion nichts gewusst zu haben. Die Änderung vom 7. September 2026 tritt am 7. September 2026 in Kraft. Wer nach diesem Datum weiterhin mit einem sanktionierten Unternehmen Geschäfte abschließt, begeht einen schwerwiegenden Verstoß und macht sich verwaltungs- und strafrechtlicher Sanktionen schuldig.

Jedes Kreditinstitut muss automatische Screening-Systeme implementieren, die seine Kunden und Lieferanten mit der aktualisierten SESAM-Datenbank vergleichen. Die Kontrollen müssen erfolgen: (1) zum Zeitpunkt der Begründung der Geschäftsbeziehung; (2) regelmäßig (mindestens monatlich oder vierteljährlich); (3) unverzüglich, sobald eine Änderung öffentlich bekannt wird. Eine passive periodische Kontrolle reicht nicht aus. Compliance erfordert aktive Sorgfalt und Dokumentation von Audits.

Was sich im Umfang der Sanktionen ändert

Die UN-Liste umfasst Einzelpersonen, Gruppen, Unternehmen und internationale Organisationen, von denen angenommen wird, dass sie mit Bedrohungen des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit, Terrorismus oder der Verbreitung von Waffen in Verbindung stehen. Durch das Update vom 7. September 2026 wurde dieser Umfang geändert – obwohl in der offiziellen Mitteilung nicht genau angegeben wird, welche Entitäten hinzugefügt oder entfernt wurden, muss jeder Schweizer Betreiber davon ausgehen, dass mindestens eine Änderung stattgefunden hat, und entsprechend handeln.

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Wichtige Punkte

Konkrete Verfahren: So überprüfen Sie die Einhaltung

Wirtschaftsakteure und Finanzinstitute müssen drei Kontrollebenen durchführen. Erste Ebene: Erstverifizierung bei Kontoeröffnung, Aufnahme einer Geschäftsbeziehung oder Vertragsabschluss. Der Neukunde muss vor jeder Transaktion mit SESAM abgeglichen werden. Zweite Ebene: wiederkehrende periodische Kontrolle. Die meisten Schweizer Banken führen eine automatische monatliche oder vierteljährliche Überprüfung durch. Dritte Ebene: sofortige Meldung und Sperrung. Kommt es zu einer Übereinstimmung, muss die Bank die Gelder sofort sperren, den Kunden (in bestimmten Fällen) verwarnen und dem Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) und den Vollzugsbehörden Bericht erstatten.

Die Dokumentation dieser Kontrollen ist verpflichtend. Schweizer Aufsichtsbehörden überprüfen Kreditinstitute regelmässig, um die Einhaltung der Compliance-Prüfungen sicherzustellen. Eine Lücke in der Überprüfung – oder offensichtliche Fahrlässigkeit – setzt das Institut erheblichen Verwaltungsstrafen und im Extremfall einer strafrechtlichen Verfolgung wegen Geldwäsche oder Verstößen gegen Wirtschaftssanktionen aus.

Wo Sie SESAM und Updates finden

Die SESAM-Datenbank wird von der Schweizerischen Bundesverwaltung verwaltet und ist online öffentlich zugänglich. Wirtschaftsakteure, Rechtsberater, Fachleute aus dem Finanzsektor und Banken verbinden sich direkt mit dem Portal, um die aktualisierten Listen herunterzuladen und einzusehen. Jede Änderung, beispielsweise die vom 7. September 2026, wird in Echtzeit zur Verfügung gestellt.

Darüber hinaus erlassen der Bundesrat und das Staatssekretariat für Wirtschaft bei wichtigen Änderungen amtliche Mitteilungen. Unternehmen, die internationalen Handel betreiben, ausländische Gelder verwalten oder ausländische Kunden haben, müssen die automatischen Benachrichtigungen von SESAM abonnieren, um sofort über Aktualisierungen informiert zu werden.

Empfohlene Maßnahme: Überprüfen Sie jetzt die Konformität Ihres Unternehmens mit der aktualisierten SESAM-Liste. Wenn Sie Geschäftsbeziehungen oder Konten mit Unternehmen ausländischer Herkunft verwalten, vertrauen Sie für eine eingehende Prüfung auf auf internationale Compliance spezialisierte Berater.

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Quelle: admin.ch

Häufig gestellte Fragen
Was ist SESAM und wann wurde es in der Schweiz eingeführt?
SESAM ist die offizielle Schweizer Datenbank, die die Sanktionslisten des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen enthält. Sie wurde durch die vom 4. März 2016 vom Bundesrat genehmigte Bundesverordnung eingerichtet. Diese Verordnung ermöglicht die automatische Umsetzung der UN-Sanktionen in der Schweiz und stellt sicher, dass Änderungen an der UN-Liste sofortige rechtliche Gültigkeit in unserem Rechtssystem erhalten.
Wie kommt ein Update wie das vom 7. September 2026 in Kraft?
Wenn der UN-Sanktionsausschuss die Liste am 7. September 2026 ändert, wird die Änderung automatisch in der SESAM-Datenbank zurückgespiegelt und in der Schweiz sofort bindend. Es sind keine weiteren Dekrete oder parlamentarischen Ratifizierungen erforderlich. Die Gültigkeit ist für alle Wirtschaftsakteure sofort und verpflichtend.
Wer ist verpflichtet, die Einhaltung von SESAM zu überprüfen?
Banken, Vermögensverwaltungsgesellschaften, Betreiber des Außenhandels, Unternehmen, die internationale Transaktionen verwalten, sowie jede Einrichtung, die kommerzielle oder finanzielle Beziehungen zu Ausländern unterhält, müssen ihre Kunden, Lieferanten und Partner anhand der aktualisierten UN-Listen überprüfen. Die Überprüfungen müssen zum Zeitpunkt des Aufbaus der Beziehung und regelmäßig, mindestens monatlich oder vierteljährlich, erfolgen.
Was sind die Folgen eines Verstoßes gegen UN-Sanktionen?
Nicht ausdrücklich in der offiziellen Mitteilung angegeben. Die Nichteinhaltung der UN-Sanktionen setzt den Wirtschaftsprüfer jedoch erheblichen administrativen Sanktionen, einer strafrechtlichen Verfolgung wegen Geldwäsche und Verstößen gegen Bundesverordnungen sowie strengeren Kontrollen durch Schweizer Aufsichtsbehörden aus.

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