Mehr als 30 Instrumente für künftige Klimarisiken in der Schweiz

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Mehr als 30 Instrumente für künftige Klimarisiken NCCS-Impacts startete 2022 Fünf Projekte, über 100 beteiligte Personen Rund 9 Millionen Franken

Kontext

Auf einen Blick

  • Mehr als 30 Instrumente für künftige Klimarisiken
  • NCCS-Impacts startete 2022
  • Fünf Projekte, über 100 beteiligte Personen
  • Rund 9 Millionen Franken bereitgestellt

Wichtige Fakten

  • Programm → NCCS-Impacts
  • Beginn → 2022
  • Produkte → über 30
  • Projekte → 5
  • Beteiligte Personen → über 100
  • Organisationen → über 20
  • Finanzierung → etwa 9 Millionen Franken
  • Präsentation → 29. Oktober, drittes Schweizer Klimaforum

Über 30 Produkte wurden im Rahmen von NCCS-Impacts entwickelt, dem Programm des National Centre for Climate Services, das 2022 gestartet wurde und nun abgeschlossen ist. Szenarien, Modelle und digitale Instrumente wurden erarbeitet, um die Auswirkungen des Klimawandels auf die Wälder, die Landwirtschaft, die Gewässer und die Gesundheit zu bewerten.

Das Projekt soll es der Politik, den öffentlichen Verwaltungen, der Wirtschaft und der Gesellschaft ermöglichen, Klimarisiken frühzeitig zu erkennen und bei der Planung zu berücksichtigen. So wurden wissenschaftliche Erkenntnisse und Anwendungen zusammengeführt, die sich auf verschiedene Lebensbereiche in der Schweiz richten, ohne sich auf einen einzigen Sektor zu konzentrieren.

Ein Programm der eidgenössischen Legislaturperiode

Das Programm brachte Nichtregierungsorganisationen, Unternehmen, Forschungsinstitute und Bundesämter sowie weitere Partner zusammen und beauftragte sie damit, die Folgen des Klimawandels zu untersuchen, Wissenslücken zu schliessen und in der Praxis nutzbare Lösungen zu erarbeiten.

Der Bund berichtet, dass die Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Verwaltung, Wissenschaft und Fachleuten es ermöglicht hat, die Auswirkungen des Klimawandels auf die Ökosysteme, die Infrastrukturen, die Wirtschaft und die Gesundheit eingehender zu untersuchen. Diese Arbeit befasste sich auch mit möglichen Handlungsoptionen.

Christian Hofer, der den Vorsitz der NCCS-Direktorenkonferenz innehat und das Bundesamt für Landwirtschaft leitet, fasst den Ausgangspunkt des Programms wie folgt zusammen: «Eine wirksame Anpassung an den Klimawandel erfordert verlässliche Grundlagenkenntnisse.» Laut Hofer wurden die neuen Erkenntnisse in konkrete Instrumente überführt, um die Folgen des Klimawandels besser zu bewältigen und die Grundlagen für eine resiliente Schweiz zu schaffen.

Operative Details

Von Klimarisiken zu sektoralen Instrumenten

Ein Rahmen, der mehrere Bereiche betrifft

Das zentrale Merkmal des Programms ist die Breite der analysierten Sektoren. Die Quelle beschreibt neue sozioökonomische Szenarien zusammen mit digitalen Anwendungen, die den Übergang von der allgemeinen Risikobewertung zu auf Wälder, Landwirtschaft, Gewässer und Gesundheit bezogenen Prüfungen ermöglichen.

Table 1: Bereich
BereichIn der Quelle angegebene Analyse oder Anwendung
WälderGeeignete Baumarten für einen bestimmten Lebensraum bestimmen
LandwirtschaftLandwirtschaftliche Erträge schätzen
GewässerNährstofffrachten analysieren
GesundheitSpitalaufenthalte verwalten und das Risiko städtischer Wärmeinseln darstellen

Der Vergleich dieser Instrumente zeigt eine Vielzahl von Nutzungsmöglichkeiten. Bei den Wäldern betrifft das Ergebnis die Kompatibilität zwischen Baumarten und Lebensräumen. In der Landwirtschaft liegt der Fokus auf den Erträgen. Im Bereich der Gewässer berücksichtigt die Anwendung hingegen die Nährstofffrachten; im Gesundheitsbereich umfassen die Lösungen ein Instrument zur Verwaltung der Spitalaufenthalte und Karten zum Risiko im Zusammenhang mit städtischen Wärmeinseln.

In der Schweiz sind die Auswirkungen der Erwärmung bereits spürbar: Die verschiedenen Hitzewellen, die Temperaturrekorde und die ausgeprägte Trockenheit des Rekordsommers 2026 haben die gleichzeitige Betroffenheit mehrerer Sektoren verdeutlicht.

Der Rückgang der Wasserstände von Flüssen und Seen hat zusammen mit den hohen Temperaturen die Gewässer und die Schifffahrt beeinträchtigt. Im selben Zeitraum litten Landwirtschaft und Wälder unter der Trockenheit, während die Hitzewelle Menschen und Tiere stark belastete. Das Programm greift daher auf Instrumente zurück, die sich mit unterschiedlichen Phänomenen befassen, welche die Eidgenossenschaft als Teil eines sektorübergreifenden Rahmens betrachtet.

Ein weiteres Ergebnis betrifft die erstmalige Quantifizierung der Kosten bestimmter Klimarisiken und der entsprechenden Anpassungsmassnahmen. Die Formulierung ist auf bestimmte Risiken und Massnahmen beschränkt: Die Quelle nennt keine Gesamtkosten des Klimawandels für die Schweiz, sondern weist auf eine Methode zur Messung einiger Komponenten hin.

Diese Elemente erklären den Zusammenhang zwischen wissenschaftlichen Szenarien, Planung und Entscheidungen. Die Anwendungen werden nicht nur als Datensammlungen präsentiert: Nach Ansicht der Eidgenossenschaft sollten die Politik, öffentliche Verwaltungen, Wirtschaft und Gesellschaft dabei unterstützen, Risiken frühzeitig zu erkennen und gezielte Anpassungsmassnahmen zu entwickeln.

Wichtige Punkte

Finanzierung, Zusammenarbeit und Verbreitung der Ergebnisse

Ein Netzwerk zwischen Verwaltung und Forschung

Für die fünf Projekte und die Koordination wurden insgesamt rund 9 Millionen Franken bereitgestellt.

An den Arbeiten nahmen mehr als 100 Personen aus über 20 Organisationen teil. Das Programm vereinte somit die öffentliche Verwaltung, wissenschaftliche Institute, Unternehmen, Nichtregierungsorganisationen und weitere Partner. Der Bund führt auf diese Zusammenarbeit die vertiefte Untersuchung der Auswirkungen des Klimawandels auf Ökosysteme, Infrastrukturen, Wirtschaft und Gesundheit sowie die Analyse der Handlungsoptionen zurück.

Die Website von NCCS-Impacts bündelt die Ergebnisse des abgeschlossenen Programms. Die Produkte werden am 29. Oktober beim dritten Schweizer Klima-Forum vorgestellt, wo sie mit Vertreterinnen und Vertretern der öffentlichen Verwaltung, der Forschung, der Wirtschaft und der Berufswelt diskutiert werden.

Das Forum bildet somit den von der Quelle genannten Rahmen, um die Anwendungen vorzustellen und sie mit den Akteuren der betroffenen Bereiche abzugleichen. Es wird nicht als einzelnes Projekt beschrieben, sondern als Abschluss eines Programms, das aus fünf Projekten und über 30 Produkten besteht, darunter Szenarien, Modelle und digitale Werkzeuge.

Nach Ansicht des Bundes soll der gesammelte Wissensbestand dazu beitragen, die Auswirkungen des Klimawandels besser zu verstehen, Risiken frühzeitig zu erkennen und gezielte Anpassungsmassnahmen zu entwickeln. Der Bedarf hängt vor allem mit der Zunahme extremer Wetterereignisse zusammen.

Die Quelle stellt die geleistete Arbeit somit als Entscheidungsgrundlage für die künftige Planung dar. Die Ergebnisse umfassen Anwendungen für Wälder, Landwirtschaft, Gewässer und Gesundheit, eine Quantifizierung der Kosten bestimmter Risiken und Instrumente für den Umgang mit Hitzeperioden. Ihre erklärte Funktion besteht darin, fundiertere Entscheidungen von Institutionen, der Wirtschaft und der Schweizer Gesellschaft zu unterstützen.

Quelle: tio.ch

Häufig gestellte Fragen
Wie lautet der vollständige Name des Programms zu den Klimaänderungen in der Schweiz?
Der vollständige Name lautet «Entscheidungsgrundlagen für den Umgang mit dem Klimawandel in der Schweiz: Informationen zu sektorübergreifenden Themen». Dieses Programm ist Teil der Ziele der laufenden Legislaturperiode des Bundes.
Wann wurde das Programm NCCS-Impacts gestartet und wann wurden die Ergebnisse präsentiert?
Das Programm NCCS-Impacts startete im Jahr 2022. Die Präsentation der Produkte ist für den 29. Oktober während des dritten Schweizer Klimaforums geplant.
Wie viele Mittel wurden für das Programm bereitgestellt und wie viele Projekte wurden durchgeführt?
Für die Koordination der fünf Projekte wurden rund 9 Millionen Franken bereitgestellt. An dem Programm waren über 100 Personen und mehr als 20 Organisationen beteiligt.
Welche Sektoren wurden mit den entwickelten Instrumenten analysiert?
Die digitalen Instrumente und Modelle wurden entwickelt, um die klimatischen Auswirkungen auf Wälder, Landwirtschaft, Gewässer und Gesundheit zu bewerten, wobei von der allgemeinen Bewertung zum sektorspezifischen Risiko übergegangen wird.

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