Schweizer Benzinpreise sinken nicht: Raffinerie und Rhein

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Die Zuflüsse aus Hormus liegen weiterhin 30-40% niedriger.

Kontext

Auf einen Blick

  • Die Zuflüsse aus Hormus liegen weiterhin 30-40% niedriger.
  • Das Rohöl liegt nahe bei 100 Dollar pro Barrel.
  • Cressier hat die Produktion zwei Wochen lang unterbrochen.
  • Etwa die Hälfte des Kraftstoffs für den Straßenverkehr kommt über den Rhein.

Wichtige Fakten

Table 1: Termine
TermineWert
TransitpunktStraße von Hormus
Volumen30-40% niedriger als vor dem Konflikt
NotierungNahe bei 100 Dollar pro Barrel
ZeitraumSeit Anfang September
RaffinerieCressier, die einzige in der Schweiz
UnterbrechungZwei Wochen
VersorgungswegRhein
AnteilEtwa die Hälfte des für den Straßenverkehr bestimmten Kraftstoffs

Seit Anfang September hält sich der Rohölpreis nahe bei 100 Dollar pro Barrel, doch die teilweise Wiederaufnahme der Durchfahrten von Öltankern durch die Straße von Hormus hat sich nicht wesentlich auf diese Notierung ausgewirkt. Olarreaga beschreibt den Übergang zum Benzin gesondert: In der Schweiz braucht die Weitergabe der Ölpreisschocks an die Preise an der Zapfsäule Zeit.

Die Lage im Nahen Osten bleibt angespannt. Marcelo Olarreaga, Wirtschaftsprofessor an der Universität Genf, stellt fest, dass die durch die Straße von Hormus transportierten Mengen 30-40% unter dem Niveau vor dem Konflikt liegen. Wird das frühere Niveau mit 100 angesetzt, entspricht der angegebene Prozentsatz einem Bereich von 60-70: Es handelt sich um eine Berechnung auf der angegebenen Grundlage, nicht um eine Messung in Tonnen oder anhand der Anzahl der Öltanker. Die prozentuale Verringerung bezieht sich daher auf die Transitmengen, nicht auf eine an der Zapfsäule verkaufte Kraftstoffmenge.

Der Markt vor der Betankung

Der Markt bleibt durch schwankende Ölmengen und unter Druck stehende Notierungen gekennzeichnet. Die Wiederaufnahme des Seeverkehrs hat daher den Referenzpreis für Rohöl nicht wesentlich verändert, den die Quelle seit Anfang September nahe bei 100 Dollar ansetzt. Dieser Wert wird von der Quelle als Rohölpreis pro Barrel angegeben; im Text wird gesondert auf die Kraftstoffpreise an der Zapfsäule eingegangen. Aus der Quelle lässt sich daher kein Preis pro Liter ableiten.

Die Schweiz ist stark vom Import bereits raffinierter Erdölprodukte abhängig. Deshalb kommen die Schocks des Ölmarktes laut Olarreaga nur mit großer Verzögerung bei den Benzinpreisen an, insbesondere wenn der Ölpreis sinkt. Preissteigerungen schlagen sich hingegen deutlich schneller nieder. Die Quelle nennt keinen genauen Betrag für eine mögliche Entlastung an der Zapfsäule, sondern beschreibt die Faktoren, die den Zeitrahmen dafür bestimmen: weiterhin reduzierte Seeverkehrsströme, Rohölnotierungen und der Import bereits raffinierter Kraftstoffe.

Operative Details

Der konkreteste Vergleich in der Quelle ergibt sich bei der Betrachtung zweier Punkte der Lieferkette, die von Moreno Volpi, einem Mitglied der TCS-Geschäftsleitung, genannt werden: der Raffinerie in Cressier und der Wasserstraße Rhein. Die beiden Vorgänge beschreiben nicht dieselbe Einschränkung. Im ersten Fall ist in der Quelle von begrenzter Raffineriekapazität die Rede, im zweiten von geringeren Mengen, die auf Schiffen transportiert werden können.

Zwei Einschränkungen, zwei Vergleichsgrundlagen

Table 2: Beobachteter Punkt
Beobachteter PunktAngegebene DatenBeschriebener Effekt
RaffinationCressier, einzige Schweizer Raffinerie; Produktion für zwei Wochen unterbrochenDie Preise an der Zapfsäule sind plötzlich gestiegen
TransportEtwa die Hälfte des Kraftstoffs für den Straßenverkehr kommt über den RheinBei niedrigerem Wasserstand transportieren die Schiffe weniger Güter, und die Kosten steigen

Bei den verfügbaren Angaben handelt es sich im ersten Fall um ein Ereignis mit einer Dauer und einer Preisreaktion; im zweiten um einen Versorgungsanteil, der mit einem logistischen Mechanismus einhergeht. Für Cressier führt Volpi den plötzlichen Anstieg der Preise an der Zapfsäule auf die zwei Wochen zurück, in denen die einzige Raffinerie in der Schweiz die Produktion einstellte: Bei verringerter Raffineriekapazität konzentrierte sich die Nachfrage auf ein begrenzteres Angebot.

Der Rhein bietet eine andere Vergleichsgrundlage. Die Quelle beschreibt eine geringere Ladekapazität, wenn der Wasserstand sinkt. Der Transport von Öl und Kraftstoffen wird dadurch teurer; die Angabe von etwa der Hälfte bezeichnet den Anteil des für den Straßenverkehr in der Schweiz bestimmten Kraftstoffs, der über diesen Weg ankommt, nicht eine Quote bezogen auf das gesamte Öl.

Der dokumentierte Zusammenhang besteht somit zwischen verfügbarer Kapazität und Endkosten: Eine verringerte Produktion fiel mit einem plötzlichen Anstieg an der Zapfsäule zusammen, während eine Wasserstraße, deren Transportkapazität geringer geworden ist, die Logistikkosten erhöht. Die Quelle schreibt Cressier oder dem Rhein jedoch keinen prozentualen Anteil des Anstiegs zu und legt auch nicht fest, welcher der beiden Faktoren stärker ins Gewicht fällt. Auch die Zeiträume sind nicht gleichwertig: Für die Raffinerie werden zwei Wochen angegeben; für den niedrigen Wasserstand des Rheins wird keine Dauer angegeben.

Wichtige Punkte

Der Text macht auch deutlich, was sich nicht in eine Prognose der Preise an der Zapfsäule umwandeln lässt. Am deutlichsten ist die von Olarreaga angegebene Asymmetrie: Wenn der Ölpreis fällt, braucht die Weitergabe an die Benzinpreise Zeit; wenn er steigt, wirken sich die Erhöhungen deutlich schneller aus. Diese Aussage beschreibt eine unterschiedliche Geschwindigkeit der Übertragung, nennt aber weder ein Datum für den Rückgang noch einen Prozentsatz für die Senkung. Die teilweise Wiederaufnahme in Hormuz wird von der Quelle nicht mit einem genauen Datum für eine Auswirkung an der Zapfsäule verknüpft.

Die konditionale Form zum Rhein

Auch der Satz von Volpi zum Rhein muss so gelesen werden, wie er formuliert ist. Ein etwaiger Anstieg des Rheinpegels wird als seltene Möglichkeit einer Senkung der Kraftstoffpreise in der Schweiz dargestellt. Die konditionale Form signalisiert nicht, dass der Pegel bereits gestiegen ist, und quantifiziert nicht die Auswirkung an der Zapfsäule. Dieselbe Quelle stellt klar, dass die Krisen, die die Welt derzeit treffen, nicht zu einer Verdoppelung der Raffineriekapazität führen werden: Die genannte Begrenzung betrifft daher die Raffineriekapazität und eine mögliche logistische Bedingung, nicht einen Zeitplan für Preissenkungen.

Die Zusammenstellung ermöglicht es, die verfügbaren Daten von den offenen Fragen zu unterscheiden. Genannt werden der Rohöl-Referenzpreis, der seit Anfang September bei knapp 100 Dollar pro Barrel liegt, der Rückgang der Volumina um 30-40% gegenüber dem Niveau vor dem Konflikt, die Unterbrechung in Cressier für zwei Wochen und die Rolle des Rheins für etwa die Hälfte des für den Straßenverkehr bestimmten Kraftstoffs. Nicht angegeben werden hingegen der Benzinpreis an der Zapfsäule, das Ausmaß einer möglichen Preissenkung oder der Zeitpunkt, zu dem sie eintreten könnte. Ohne diese Werte lässt sich der Quelle keine Berechnung der Ersparnis für Autofahrer entnehmen.

Schließlich ist noch die Elektromobilität zu betrachten. Die Quelle stellt fest, dass die Verteuerung der Kraftstoffe offenbar ein zunehmendes Interesse an dieser Lösung begünstigt, verbindet diese Beobachtung jedoch nicht mit Zahlen oder einer Messung der Veränderung. Es handelt sich daher um eine aufgezeigte Tendenz, nicht um eine Schätzung ihrer Verbreitung. Das dokumentierte Gesamtbild bleibt das eines Kostendrucks im Zusammenhang mit Raffination, Versorgung und Logistik, während der Zusammenhang mit der Elektromobilität vorsichtig formuliert wird.

Um das Thema Kraftstoffe mit anderen Ausgabenposten zu vergleichen, konsultieren Sie den Lebenshaltungskosten in der Schweiz.

Quelle: rsi.ch

Häufig gestellte Fragen
Wie lautet die Rohölnotierung seit Anfang September?
Seit Anfang September hält sich das Rohöl nahe bei 100 Dollar pro Barrel. Aus der bereitgestellten Quelle lässt sich kein Preis pro Liter ableiten, da sie getrennt über die Kraftstoffpreise an der Zapfsäule spricht.
Welche sind die wichtigsten Einschränkungen, die die Preise an der Zapfsäule beeinflussen?
Zu den Einschränkungen gehören die zweiwöchige Unterbrechung der Produktion in der Raffinerie Cressier, der einzigen in der Schweiz, sowie die Tatsache, dass etwa die Hälfte des Straßenkraftstoffs über den Rhein angeliefert wird, wo die aufgrund des Wasserstands geringere Ladekapazität die Logistikkosten erhöht.
Wie wird der Öltransit in der Straße von Hormus beeinflusst?
Die durch die Straße von Hormus transportierten Mengen liegen 30-40% unter dem Niveau vor dem Konflikt, doch diese teilweise Erholung hatte keinen signifikanten Einfluss auf den Rohölpreis.
Wann wirken sich Ölpreisschocks auf die Schweizer Preise aus?
Laut Marcelo Olarreaga braucht die Weitergabe von Ölschocks an die Zapfsäulenpreise in der Schweiz Zeit, insbesondere wenn der Ölpreis sinkt; Preiserhöhungen hingegen schlagen sich deutlich schneller nieder.

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