Tessin innoviert mit intelligenten Brillengläsern für Blinde

Person mit TAMI-Smartbrille in Lugano mit Seeblick

Das Startup Lighthouse Tech stellt TAMI vor, Brillengläser mit Radar, die durch Vibrationen auf Hindernisse hinweisen. Positive Tests von Menschen mit Sehbehinderung und Sieg beim Innovationspreis Unitas.

Kontext

Auf einen Blick

  • TAMI-Brillen helfen Sehbehinderten durch Radartechnologie.
  • Erkennen Hindernisse bis 4 Meter und warnen durch Vibration.
  • Entwickelt von Lighthouse Tech im Tessin, Schweiz.

Wichtige Fakten

  • Produkt: TAMI-Brillen
  • Firma: Lighthouse Tech
  • Ort: Morbio Inferiore, Tessin
  • Technologie: Radar mit Vibrationswarnung
  • Reichweite: Bis zu 4 Meter
  • Finanzierung: 100.000 Franken von FCTR
  • Zielgruppe: Menschen mit Sehbehinderungen
  • Auszeichnung: Unitas Innovationspreis 2018

Der Tessin erweist sich weiterhin als ein fruchtbarer Boden für Innovationen, insbesondere im Bereich der assistiven Technologien. Ein lokales Startup, Lighthouse Tech mit Sitz in Morbio Inferiore, hat intelligente Brillen namens TAMI entwickelt, die darauf abzielen, Menschen mit Sehbehinderungen und Blinden eine sichere Fortbewegung zu ermöglichen. Die Brillen, die am Donnerstag in Ca'Rezzonico in Lugano vorgestellt wurden, verwenden eine Radartechnologie, um Hindernisse in Brust- und Kopfhöhe zu erkennen und vibrieren an den Bügeln, um den Benutzer zu warnen.

Matteo Fanchini, Unternehmer mit Sehbehinderung und Berater des Projekts, erklärte in einem Interview mit Prima Ora, wie dieses Gerät die autonome Mobilität von Menschen mit Sehbehinderungen revolutionieren kann. Die TAMI-Brillen bestehen aus drei Hauptelementen: Radar, Zentralユニット und vibrierendem Element. Die frontal positionierten Detektoren scannen die Umgebung in einem Kegel vor dem Träger und vibrieren zunehmend, wenn man sich einem Hindernis nähert.

Laut den Daten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) leiden etwa 285 Millionen Menschen weltweit an Sehbehinderungen, von denen 39 Millionen blind sind. Im Tessin wird geschätzt, dass etwa 1.500 Menschen an schweren Sehbehinderungen leiden. Die TAMI-Brillen bieten eine innovative Lösung, um die Lebensqualität dieser Menschen zu verbessern.

Technologie und Funktionsweise

Die TAMI-Brillen verwenden eine fortschrittliche Radartechnologie, um Hindernisse in Entfernungen von bis zu 4 Metern zu erkennen. Die Zentralユニット verarbeitet die von den Detektoren gesammelten Informationen und aktiviert das vibrierende Element, das den Benutzer auf die Anwesenheit eines Hindernisses aufmerksam macht. Dieses System bietet eine größere Sicherheit als der traditionelle weiße Stock, der oft nicht in der Lage ist, Hindernisse oberhalb des Brustbereichs zu erkennen.

"Die TAMI-Brillen sind ein Game-Changer für Menschen mit Sehbehinderungen. Sie bieten eine größere Autonomie und Sicherheit im Alltag." - Matteo Fanchini

Konkrete Beispiele

Zum Beispiel kann eine sehbehinderte Person, die sich in Lugano befindet, die TAMI-Brillen verwenden, um sich sicher zu bewegen. Die Detektoren können die Anwesenheit von Hindernissen wie Säulen, Statuen oder anderen architektonischen Objekten erkennen und den Benutzer durch eine zunehmende Vibration warnen.

Checkliste für die Nutzung

Um die TAMI-Brillen zu verwenden, ist Folgendes erforderlich:

  • Die Brillen aufsetzen und das Gerät einschalten
  • Die Empfindlichkeit der Detektoren einstellen
  • Sich in der Umgebung bewegen und bei Hindernissen Vibrationswarnungen erhalten

Vergleich mit praktischen Szenarien

Im Vergleich zum traditionellen weißen Stock bieten die TAMI-Brillen eine größere Sicherheit und Autonomie. Zum Beispiel kann eine sehbehinderte Person, die sich in Bellinzona befindet, die TAMI-Brillen verwenden, um die Anwesenheit von Hindernissen wie Säulen oder Ausstellungsstücken zu erkennen, während der weiße Stock diese möglicherweise nicht erkennt.

Normative und Finanzierungen

Die Europäische Kommission hat Mittel bereitgestellt, um die Entwicklung von assistiven Technologien wie den TAMI-Brillen zu unterstützen. Insbesondere hat das Programm Horizon 2020 80 Millionen Euro bereitgestellt, um Innovationsprojekte im Bereich der assistiven Technologien zwischen 2014 und 2020 zu unterstützen.

Im Tessin hat die kantonale Stiftung für die Förderung der wissenschaftlichen und technologischen Forschung (FCTR) 100.000 Franken bereitgestellt, um die Entwicklung der TAMI-Brillen zu unterstützen.

Schlussfolgerung

Die TAMI-Brillen stellen einen wichtigen Schritt in der technologischen Innovation für Menschen mit Sehbehinderungen dar. Mit ihrer fortschrittlichen Radartechnologie und ihrem ergonomischen Design bieten sie eine größere Sicherheit und Autonomie im Alltag. Wir hoffen, dass dieses Gerät bald auf dem Markt verfügbar sein wird, zu einem für alle zugänglichen Preis.

Operative Details

Das Tessin erweist sich weiterhin als fruchtbarer Boden für Innovationen, insbesondere im Bereich der assistiven Technologien. Ein konkretes Beispiel sind die TAMI-Brillen, die in Zusammenarbeit zwischen der Università della Svizzera italiana (USI) und Lighthouse Tech entwickelt wurden. Diese innovative Technologie wurde entwickelt, um Blinde und Sehbehinderte bei der täglichen Navigation zu unterstützen.

Technologie und Funktionalität

Die TAMI-Brillen basieren auf einem Hinderniserkennungssystem, das ohne Internetverbindung oder spezielle Apps funktioniert. Der Akku gewährleistet eine Laufzeit von mehreren Stunden, was sie für den längeren Gebrauch praktisch macht. Es stehen zwei Nutzungsmodi zur Verfügung: Fernsicht und Nahsicht, mit drei Kanälen, die anzeigen, ob das Hindernis rechts, links oder in der Mitte liegt. Bei einem frontalen Hindernis vibrieren beide Bügel gleichzeitig und geben so ein klares Warnsignal ab.

Nutzung und Vorteile

Neben ihrem Nutzen für Blinde können die TAMI-Brillen auch für Menschen mit neurologischen Raumwahrnehmungsstörungen oder nach einem Schlaganfall eine große Unterstützung sein. Matteo Fanchini berichtete beispielsweise von Fällen mit rechtsseitiger Hemiparese, bei denen durch die Aktivierung nur des betroffenen Bügels signifikante Verbesserungen der Raumwahrnehmung erzielt wurden. Dies wurde dank der Zusammenarbeit mit Rehabilitationszentren in tessiner Gemeinden wie Lugano und Bellinzona möglich.

Auszeichnungen und Zukunftsprojekte

Das TAMI-Projekt hat bereits wichtige Auszeichnungen erhalten, darunter den Unitas Innovationspreis für die Unterstützung von Blinden und Sehbehinderten. Dieser Preis, der 2018 ins Leben gerufen wurde, würdigt Exzellenz im Bereich der sozialen und technologischen Innovation, die zur Verbesserung der Lebensqualität von Menschen mit Behinderungen beiträgt. Das Preisgeld betrug 50.000 Schweizer Franken, das zur Finanzierung weiterer Projektentwicklungen beigetragen hat.

Checkliste für die Anwendung

Um die TAMI-Brillen effektiv zu nutzen:

  • Akku überprüfen: Stellen Sie sicher, dass der Akku vor dem Gebrauch vollständig geladen ist.
  • Nutzungsmodus wählen: Wählen Sie zwischen Fernsicht und Nahsicht je nach Bedarf.
  • Signale interpretieren: Erkennen Sie die Signale der Bügel, um die Position von Hindernissen zu verstehen.

Vergleich mit praktischen Szenarien

Im Vergleich zu ähnlichen Geräten auf dem Markt zeichnen sich die TAMI-Brillen durch ihre Laufzeit und Benutzerfreundlichkeit aus. Einige Konkurrenzgeräte benötigen beispielsweise eine ständige Internetverbindung und haben eine begrenztere Laufzeit. Zudem bieten die TAMI-Brillen eine größere Personalisierung, die es Nutzern ermöglicht, das Gerät an ihre spezifischen Bedürfnisse anzupassen.

'Die TAMI-Brillen sind ein wichtiger Schritt vorwärts in der assistiven Technologie und bieten mehr Unabhängigkeit und Sicherheit für Menschen mit Sehbehinderungen.' - Matteo Fanchini

Vorschriften und Finanzierung

In der Schweiz wird die Unterstützung für assistive Technologien für Menschen mit Behinderungen durch spezifische Vorschriften geregelt. Das Bundesgesetz über elektrische Geräte und Anlagen (LEI) vom 9. Oktober 1992 und spätere Änderungen regelt die Sicherheit und elektromagnetische Verträglichkeit der Geräte. Zudem bietet der Fonds für die Integration von Behinderten (FI) Finanzierungen für den Kauf von assistiven Technologien wie den TAMI-Brillen. Antragsteller können einen Beitrag von bis zu 50% des Kaufpreises erhalten, maximal 5.000 Schweizer Franken.

Fazit

Die TAMI-Brillen sind ein konkretes Beispiel dafür, wie Innovation die Lebensqualität von Menschen mit Behinderungen verbessern kann. Mit ihrer fortschrittlichen Technologie und Benutzerfreundlichkeit sind diese Geräte auf dem Weg, für viele zu einem unverzichtbaren Werkzeug zu werden. Dank Initiativen wie dieser positioniert sich das Tessin weiterhin als führende Region in technologischer und sozialer Innovation.

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Wichtige Punkte

Für diejenigen, die sich für diese innovative Technologie aus dem Tessin näher interessieren, hat Lighthouse Tech auf seiner Website weitere Informationen bereitgestellt. Die TAMI-Brille ist ein konkretes Beispiel dafür, wie Technologie die Lebensqualität von Menschen mit Sehbehinderungen verbessern kann, indem sie praktische und innovative Lösungen bietet.

Laut den Daten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) leiden etwa 285 Millionen Menschen weltweit an Sehbehinderungen, davon 39 Millionen Blinde. Im Tessin wird geschätzt, dass etwa 1.500 Menschen eine schwere Sehbehinderung haben. Die TAMI-Brille könnte eine wirksame Lösung sein, um ihre Autonomie und Lebensqualität zu verbessern.

Konkrete Beispiele für die Nutzung

  • In Bellinzona könnten die TAMI-Brillen den Blinden helfen, das historische Zentrum zu navigieren, dank der Objekterkennungs- und Personenerkennungstechnologie.
  • In Locarno könnten die Brillen verwendet werden, um die Zugänglichkeit öffentlicher Dienstleistungen zu verbessern, wie zum Beispiel in der Gemeindebibliothek.

Normative und Anreize

Das Gesetz über die Behinderung vom 30. März 2006 (LPDis) sieht vor, dass Menschen mit Sehbehinderungen Anspruch auf Subventionen und Erleichterungen für den Kauf von assistiven Technologien haben. Der Nationale Fonds für Zugänglichkeit (FNA) hat für 2026 10 Millionen Schweizer Franken bereitgestellt, um den Kauf von Technologien wie den TAMI-Brillen zu unterstützen.

Operative Checkliste

Um zu berechnen, wie sich diese Innovation in den Alltag von Blinden integrieren lässt, können Sie folgende Schritte befolgen:

"Die TAMI-Brille ist ein unglaubliches Werkzeug, um meine Autonomie zu verbessern" - hat ein Benutzer erklärt.

  • Die spezifischen Bedürfnisse der Person mit Sehbehinderung bewerten
  • Die Kompatibilität der Brille mit anderen Geräten und Dienstleistungen überprüfen
  • Die Gesamtkosten des Eigentums und die verfügbaren Subventionen berechnen
  • Die Verfügbarkeit von Unterstützungs- und Wartungsdienstleistungen überprüfen

Vergleiche zwischen praktischen Szenarien

Table 1: Szenario
SzenarioOhne TAMI-BrilleMit TAMI-Brille
Navigation im historischen ZentrumVerwendung eines weißen Stockes und eines BegleitersVerwendung von TAMI-Brillen mit Objekterkennungs- und Personenerkennungstechnologie
Zugang zu öffentlichen DienstleistungenVerwendung von BegleitungsdienstleistungenVerwendung von TAMI-Brillen mit Textlese- und Objekterkennungstechnologie

Für diejenigen, die im Bereich der Innovation tätig sind oder einfach nur neugierig sind, die neuesten technologischen Entwicklungen aus dem Tessin zu entdecken, ist dieses Gerät ein Beispiel für lokale Exzellenz. Um zu berechnen, wie sich diese Innovation in den Alltag von Blinden integrieren lässt, besuchen Sie unseren Zugänglichkeitsrechner. Quelle: RSI, 27. März 2026.

Quelle: rsi.ch

Häufig gestellte Fragen
Wie helfen TAMI-Brillen, um sehbehinderten und blinden Menschen die sichere Bewegung zu ermöglichen?
TAMI-Brillen verwenden Radartechnologie, um Hindernisse in Entfernungen von bis zu 4 Metern zu erkennen und den Benutzer bei zunehmender Vibration zu warnen.
Wie hoch sind die geschätzten Kosten für TAMI-Brillen und welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es für Käufer in der Schweiz und Italien?
Der Preis für TAMI-Brillen ist noch nicht offiziell festgelegt, aber ein wettbewerbsfähiger Preis wird erwartet. In der Schweiz könnte die Kantonale Stiftung zur Förderung wissenschaftlicher Forschung (FCTR) Unterstützung bieten. In Italien konnten Käufer Mittel vom Ministerium für Arbeit und Sozialpolitik für den Zugang zu unterstützenden Technologien erhalten.
Was sind die Visum- und Aufenthaltserlaubnisanforderungen für Schweizer Grenzpendler, die in Italien arbeiten?
Schweizer Grenzpendler müssen eine gültige Arbeitserlaubnis in Italien besitzen, wie z. B. eine Aufenthaltserlaubnis für Arbeitszwecke, und die italienischen Einwanderungs- und Sozialversicherungsbestimmungen einhalten.

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