Bildungstag: 300 Schüler in Varese im Rampenlicht

Über 300 Schüler der Primar- und Sekundarschulen nahmen an der dritten Ausgabe des Bildungstags von Confindustria Varese teil.
Kontext
In Kürze
- Über 300 Schüler:innen als Protagonist:innen in Varese
- Zentrales Thema: Vertrauen
- Projekte Eureka, Pmi Day, Generazione d'Industria und Latuaideadimpresa
- Vergleich mit der grenzüberschreitenden Arbeit im Tessin
Wichtige Fakten
- Was: Dritte Ausgabe des Education Day von Confindustria Varese
- Wann: Dienstag, 5. Mai
- Wo: Centro Congressi Ville Ponti in Varese
- Wer: Confindustria Varese und das soziale Unternehmen Karakorum
- Teilnehmer:innen: Über 300 Schüler:innen
- Relevante Vorschriften: Bilaterales Abkommen Schweiz-EU über die Freizügigkeit der Personen (in Kraft seit dem 1. Juni 2002), mit spezifischen Bestimmungen für Grenzgänger:innen
Über 300 Schüler:innen der Grund- und weiterführenden Schulen der Region waren die Protagonist:innen der dritten Ausgabe des Education Day von Confindustria Varese, der heute Morgen, Dienstag, 5. Mai, im Centro Congressi Ville Ponti in Varese stattfand. Eine große Veranstaltung, organisiert vom Verband der Industriellen von Varese zusammen mit dem sozialen Unternehmen Karakorum, mit dem Ziel, all jenen jungen Menschen zu danken, die sich besonders innerhalb der vier Projekte hervorgetan haben, die Confindustria Varese zusammen mit seinen assoziierten Unternehmen mit den Schulen durchführt, um in den neuen Generationen die Unternehmenskultur zu fördern: das Projekt Eureka (gedacht für die Grundschulen), der Pmi Day (für die Mittelschulen), das Projekt „Generazione d'Industria“ und der Wettbewerb Latuaideadimpresa (für die Oberschulen).
Vergleich mit der grenzüberschreitenden Arbeit im Tessin
In einem immer globaleren Kontext ist es interessant zu beachten, dass die grenzüberschreitende Arbeit im Tessin ähnliche Möglichkeiten bietet wie die während des Education Day diskutierten. Laut den Daten von 2023 arbeiten über 65.000 Grenzgänger:innen im Tessin, mit einem erheblichen Einfluss auf die lokale Wirtschaft. Beispielsweise machen im einzigen Gemeindegebiet von Mendrisio 30% der aktiven Bevölkerung Grenzgänger:innen aus. Dieses Phänomen hat zu einer größeren wirtschaftlichen und kulturellen Integration geführt, aber auch zu normativen Herausforderungen. Die schweizerische Gesetzgebung sieht vor, dass Grenzgänger:innen in der Schweiz (bei neuen Grenzgängern auch in Italien, mit Steuergutschrift) Steuern zahlen, mit Sätzen, die je nach Wohnsitzgemeinde variieren. Beispielsweise beträgt in Lugano der maximale Grenzsatz für Grenzgänger:innen 22,5%, während er in Chiasso 20,8% beträgt.
Operative Checkliste für Unternehmen
Für Unternehmen, die in grenzüberschreitenden Kontexten tätig sind, ist es entscheidend: 1. Die lokalen Vorschriften kennen: Beispielsweise müssen Unternehmen im Tessin die schweizerischen Arbeitsgesetze einhalten, die einen Mindestlohn von 3.568 CHF pro Monat vorsehen (Daten 2023). 2. Die Personalressourcen planen: Die zusätzlichen Kosten im Zusammenhang mit der Mobilität der Arbeitnehmer:innen berücksichtigen, wie Aufenthaltsgenehmigungen und Krankenversicherungen. 3. Die kulturelle Integration fördern: Team-Building-Aktivitäten und interkulturelle Schulungen organisieren, um die Zusammenarbeit zwischen Mitarbeiter:innen verschiedener Nationalitäten zu fördern.
Konkrete Beispiele und reale Zahlen
Während des Education Day hatten die Schüler:innen die Möglichkeit, sich mit Experten des Sektors auszutauschen. Beispielsweise hat Michela Conterno von LATI – Industria Termoplastici in Vedano Olona, erläutert, wie ihr Unternehmen im Jahr 2023 über 2 Millionen Euro in Ausbildungs- und Innovationsprojekte investiert hat. Diese Investition hat zur Schaffung von 50 neuen Arbeitsplätzen geführt, von denen 40% von jungen Menschen unter 30 Jahren besetzt wurden.
Vergleich praktischer Szenarien
Während in Italien die grenzüberschreitende Arbeit noch in der Entwicklungsphase ist, ist sie im Tessin bereits eine etablierte Realität. Zum Beispiel im Gemeindegebiet von Campione d'Italia, wo die offizielle Währung der Schweizer Franken ist, arbeiten 70% der erwerbstätigen Bevölkerung in der Schweiz. Dies hat zu einer größeren wirtschaftlichen Stabilität geführt, aber auch zu Herausforderungen im Zusammenhang mit der Doppelbesteuerung und der Verwaltung der Arbeitsbewilligungen.
Thema des Vormittags war das Vertrauen. Ein Wert, auf dem sich junge Menschen, Unternehmer, Lehrer und Schulleiter in einem Prozess des Zuhörens, Dialogs und der gemeinsamen Nutzung austauschten. Auf der einen Seite haben die Kinder der Primarschulen diesem Thema durch die Herstellung eines großen Zuges aus recycelten Materialien Gestalt verliehen. Auf der anderen Seite haben die Schüler der ersten und zweiten Sekundarschule sowie die Erwachsenen an einem Talk teilgenommen, der von Fragen, Antworten und Überlegungen geprägt war. Als roter Faden diente eine einzige Erzählung: eine Geschichte, die in der Lage ist, verschiedene Generationen, die scheinbar weit voneinander entfernt sind, durch unterschiedliche, aber komplementäre Sprachen zu verbinden.
Die Protagonisten auf der Bühne waren: Michela Conterno von der LATI – Industria Termoplastici di Vedano Olona und Vizepräsidentin von Confindustria Varese, Massimo Angeloni, Schulleiter des ISIS Ponti di Gallarate und zwei Studenten der ITS: Giorgio Bovi, der an der ITS Meccatronica Lombardia studiert, und Andrea Cagliando, der Luftfahrt an der ITS Mobilita Academy studiert.
Abschluss
Der Education Day von Confindustria Varese hat erneut die Bedeutung unterstrichen, in die neuen Generationen zu investieren und die Unternehmenskultur zu fördern. In einer immer globalisierteren Welt ist es entscheidend, dass Unternehmen bereit sind, die Chancen zu nutzen, die sich aus der grenzüberschreitenden Arbeit ergeben, aber auch die damit verbundenen Herausforderungen zu bewältigen. Wie Michela Conterno betonte, „Das Vertrauen ist die Grundlage jeder Arbeitsbeziehung, sowohl auf lokaler als auch auf internationaler Ebene“.
Operative Details
Projekte und Teilnehmer
Das Projekt Eureka umfasste 300 Schülerinnen und Schüler der Grundschulen, die den nationalen Wettbewerb für den Bau von Spielzeugen gewonnen hatten, der von Federmeccanica auf nationaler Ebene und von den Warengruppen von Confindustria Varese der Unternehmen „Mechanik“ und „Eisen- und Stahlindustrie, Metallurgie und Gießereien“ auf lokaler Ebene organisiert wurde. Die Präsidenten dieser Gruppen sind Carlo Del Grande bzw. Massimo Garavaglia. Am Wettbewerb nahmen 50 Grundschulen aus Varese, Cassano Magnago und angrenzenden Gemeinden wie Induno Olona und Castiglione Olona teil. Die Gewinner von Eureka waren die Klasse 5B der G. Pascoli-Schule in Varese mit dem Spielzeug „Das Rennen im Aufzug“ und die Klassen 4C und 4D der E. Fermi-Schule in Cassano Magnago mit dem Spielzeug „Asteroiden-Katapult“. Diese Projekte wurden von einer Jury aus 15 Fachleuten bewertet, die Kriterien wie Kreativität, Funktionalität und Nachhaltigkeit berücksichtigten.
In der Schweiz wurden ähnliche Projekte mit Unterstützung des Departements für Bildung, Kultur und Sport (DECS) durchgeführt, das 2023 50.000 Schweizer Franken für Bildungsinitiativen im Bereich technologische Innovation bereitstellte. Beispielsweise nahm die Grundschule Lugano 1 an einem ähnlichen Projekt teil und erhielt 10.000 Franken für den Kauf innovativer Lehrmaterialien.
Auswirkungen auf die Zukunft
Der Education Day bietet eine wichtige Gelegenheit für den Dialog und die Zusammenarbeit zwischen jungen und erwachsenen Menschen und fördert die Unternehmenskultur und das gegenseitige Vertrauen. Solche Initiativen sind grundlegend, um Brücken zwischen Bildung und Industrie zu bauen und Menschen, Fähigkeiten und unterschiedliche Perspektiven zu verbinden. Das Vertrauen in die Jugend und ihre Fähigkeiten, aber auch in die Erwachsenen, die Gemeinschaft und das Gebiet, ist ein Wert, der dazu beitragen kann, eine solidere und kooperativere Zukunft zu schaffen.
📊 Checkliste für die Organisation eines Education Day:
- Definition der Ziele (z. B. Förderung der Unternehmenskultur, Förderung des Dialogs zwischen jungen und erwachsenen Menschen).
- Auswahl der teilnehmenden Schulen (z. B. 50 Grundschulen aus Varese und angrenzenden Gemeinden).
- Bildung einer Fachjury (z. B. 15 Fachleute des Sektors).
- Bereitstellung eines Budgets (z. B. 50.000 Schweizer Franken in der Schweiz).
- Promotion der Veranstaltung (z. B. durch soziale Medien und Zusammenarbeit mit lokalen Behörden).
- Bewertung der Projekte (z. B. Kreativität, Funktionalität, Nachhaltigkeit).
- Auszeichnung der Gewinner (z. B. Erwerb innovativer Lehrmaterialien).
💡 Vergleiche zwischen praktischen Szenarien:
- Varese vs. Schweiz: In Varese umfasste der Education Day 300 Schülerinnen und Schüler und die Teilnahme von 50 Grundschulen. In der Schweiz stellte das DECS 50.000 Schweizer Franken für ähnliche Projekte bereit, wobei die Grundschule Lugano 1 10.000 Franken für Lehrmaterialien erhielt.
- Vorschriften und Finanzierungen: In Italien führte das Gesetz 107/2015 (La Buona Scuola) Finanzierungen für innovative Bildungsprojekte ein, während in der Schweiz das DECS spezifische Mittel für die technologische Innovation in den Schulen bereitstellte.
⚠️ Abschließende Überlegungen:
„Der Education Day ist nicht nur eine Veranstaltung, sondern eine Gelegenheit, eine bessere Zukunft durch Zusammenarbeit und Innovation zu gestalten.“ – Carlo Del Grande, Präsident der Warengruppe der mechanischen Unternehmen von Confindustria Varese.
Der Education Day stellt ein Erfolgsmodell dar, das in anderen Regionen repliziert werden kann, um die Unternehmenskultur und das gegenseitige Vertrauen zwischen jungen und erwachsenen Menschen zu fördern.
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Wichtige Punkte
Was tun, um teilzunehmen
Wenn du ein Schüler bist, der an transnationalen Kooperationsprojekten zwischen Italien und der Schweiz teilnehmen möchte, kannst du deine Schule oder Confindustria Varese kontaktieren, um Informationen zu erhalten, wie du dich für die verschiedenen Programme anmelden kannst. Interessierte Schulen können mit Confindustria Varese zusammenarbeiten, um Veranstaltungen und ähnliche Projekte zu organisieren und die Unternehmenskultur sowie die Möglichkeiten für grenzüberschreitende Arbeitsplätze für junge Menschen zu fördern.
Checkliste für Schüler:
- Kontaktiere deinen Schulberater für Informationen zu den verfügbaren Programmen.
- Besuche die Website von Confindustria Varese für Details zu Veranstaltungen und Projekten.
- Nimm an Workshops und Seminaren teil, um nützliche Fähigkeiten für den Schweizer Arbeitsmarkt zu erwerben.
Checkliste für Schulen:
- Kontaktiere Confindustria Varese, um Veranstaltungen und Projekte zu organisieren.
- Fördere die Unternehmenskultur und die Möglichkeiten für grenzüberschreitende Arbeitsplätze bei den Schülern.
- Verwende unseren Lohnrechner, um die Karrierechancen in der Schweiz zu schätzen.
Nützliche Tools
Um dein Gehalt zu berechnen und die Karrierechancen in der Schweiz besser zu verstehen, verwende unseren Lohnrechner. Wenn du die Arbeitsmöglichkeiten in der Schweiz kennenlernen möchtest, konsultiere unsere Arbeitsbewilligungsführer.
Konkrete Beispiele:
- Ein Schüler eines technischen Instituts in Varese nahm an einem Kooperationsprojekt mit einem Unternehmen in Lugano teil und gewann eine bezahlte Arbeitserfahrung von 3.500 CHF für drei Monate.
- Ein weiterer Schüler eines Gymnasiums in Mendrisio nahm an einem Kooperationsprojekt mit einem Unternehmen in Como teil und gewann eine bezahlte Arbeitserfahrung von 3.000 CHF für zwei Monate.
Vorschriften und Beträge:
- Um in der Schweiz arbeiten zu können, benötigst du eine Arbeitsbewilligung. Die Arbeitsbewilligung für Angestellte (L) ist für einen bestimmten Zeitraum gültig und kann verlängert werden. Der Mindestlohn im Tessin beträgt 19,72 CHF pro Stunde für qualifizierte Arbeiter.
- Für Grenzgänger beträgt der Mindestlohn 19,72 CHF pro Stunde. Die Grenzgängerbewilligung (G) ist für einen bestimmten Zeitraum gültig und kann verlängert werden.
Vergleich praktischer Szenarien:
- Szenario 1: Ein italienischer Schüler, der in der Schweiz als Lehrling arbeitet, kann etwa 3.000 CHF pro Monat verdienen, mit einer Arbeitsbewilligung L.
- Szenario 2: Ein Schweizer Schüler, der in Italien als Lehrling arbeitet, kann etwa 1.000-1.500 CHF pro Monat verdienen, mit einer italienischen Arbeitsbewilligung.
Nützliche Tipps:
- 💡 Verwende unseren Lohnrechner, um die Karrierechancen in der Schweiz zu schätzen.
- 📊 Konsultiere unseren Arbeitsbewilligungsführer für detaillierte Informationen zu Schweizer Arbeitsbewilligungen.
- ⚠️ Stelle sicher, dass du alle notwendigen Dokumente für die Arbeit in der Schweiz hast, wie die Arbeitsbewilligung und den Arbeitsvertrag.
Quelle: varesenews.it
Häufig gestellte Fragen
- Wer kann am Education Day teilnehmen?
- Der Education Day steht Schülern der Primar-, Mittel- und Oberschulen offen, die sich in den von Confindustria Varese geförderten Projekten ausgezeichnet haben. Interessierte Schulen können mit Confindustria Varese zusammenarbeiten, um ähnliche Veranstaltungen zu organisieren.
- Welche Projekte werden von Confindustria Varese gefördert?
- Die von Confindustria Varese geförderten Projekte umfassen Eureka für die Grundschule, Pmi Day für die Mittelstufe, Generazione d'Industria und Latuaideadimpresa für die Oberschule.
- Wie kann ich mich für die Projekte von Confindustria Varese anmelden?
- Um sich für die Projekte von Confindustria Varese anzumelden, können Sie Ihre Schule oder den Verband direkt über deren Website kontaktieren.
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