Bauwesen: Neuer Sechsjahresvertrag im Tessin (Grenzgänger-Leitfaden)

Bauvertrag unterzeichnet: Baustellenentschädigung bis 9 Franken bis 2028 und Reisezeit ab der ersten Minute.
Kontext
In Kürze
- Bauvertrag gültig für die nächsten 6 Jahre.
- Neue Baustellenentschädigungen: von 4 CHF bis 6.5 CHF (1. Januar 2027) bis 9 CHF.
- Ab der ersten Minute erfasste Fahrzeit auf der Baustelle, abzüglich 30 Minuten Selbstbehalt.
Eckdaten
- Was: Erneuerung des nationalen und kantonalen Bauvertrages.
- Wann: Vereinbarung unterzeichnet Anfang Mai 2026.
- Wo: Schweiz und Kanton Tessin.
- Wer: OCST und Bauunternehmer.
- Betrag: Baustellenentschädigung 6.5 CHF ab 1. Januar 2027.
Der Weg, der zur jüngsten Vertragsverlängerung im Bausektor geführt hat, hat Phasen intensiver Mobilisierung erlebt. Am 17. Mai 2025 begannen in Zürich und Lausanne die Verhandlungen über die Erneuerung des nationalen Vertrags, wobei über 10’000 Arbeitnehmer an den Gewerkschaftsforderungen beteiligt waren. Nach Monaten angespannter Begegnungen und Streiktagen in der ganzen Schweiz, die am 20. Oktober desselben Jahres in Bellinzona begannen, wurde Mitte Dezember ein Verständigungsentwurf verabschiedet. Anschließend führten die lokalen Verhandlungen für den kantonalen Vertrag Anfang Mai 2026 zur Unterzeichnung einer ausgewogenen Vereinbarung, die für die nächsten sechs Jahre gültig ist. Wie im Juni 2026 kommuniziert, markiert diese neue vertragliche Struktur einen grundlegenden Meilenstein für die Arbeitsbeziehungen in der Branche. Die Gewerkschaft OCST, Protagonist der Verhandlungen, betonte die Bedeutung dieses Ergebnisses, das darauf abzielt, den Bausektor zu stabilisieren, der sich aus etwa 80.000 Arbeitnehmern auf der ganzen Welt zusammensetzt.
Worum es auf dieser Seite geht
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Häufig gestellte Fragen
- Was sind die wichtigsten Neuerungen bei Baustellenentschädigungen?
- Die Baustellenentschädigung, die derzeit auf 4 Franken pro Tag festgelegt ist, wird aufgrund der neuen Vereinbarung schrittweise erhöht. Ab dem 1. Januar 2027 steigt der Betrag auf 6,5 Franken pro Tag und erreicht im Jahr 2028 9 Franken pro Tag. Diese Anpassung ist ein zentrales Element der neuen vertraglichen Struktur, die darauf abzielt, die wirtschaftlichen Bedingungen der im Feld tätigen Arbeitnehmer im Kanton Tessin und in der ganzen Schweiz zu verbessern.
- Wie verändert sich das Fahrzeitmanagement zur Baustelle?
- Die Vertragsänderung legt fest, dass die Fahrzeit zur Baustelle von der ersten Minute an zu erfassen ist. Die zuvor geltende Selbstbeteiligung der ersten 30 Minuten, die die Tätigkeit der Arbeitnehmer belastete, wird daher gestrichen. Diese Bestimmung zielt darauf ab, eine größere Fairness und Transparenz bei der Vergütung der für die Fahrt zum Arbeitsplatz aufgewendeten Zeit zu gewährleisten, indem die Unternehmen zu einer vollständigen Abrechnung verpflichtet werden.
- Wie lange ist die neue Vereinbarung gültig und wie sieht sie für die Löhne aus?
- Die Anfang Mai 2026 unterzeichnete Vereinbarung hat eine ungewöhnlich lange Laufzeit von sechs Jahren. Bei den Löhnen ist eine automatische Anpassung an die Teuerung für die Mindestlöhne vorgesehen. Darüber hinaus wird ab 2029 ein spezieller Mechanismus zur Sicherung der Kaufkraft der Reallöhne aktiviert. Der OZT, Protagonist der Verhandlungen, betonte die Bedeutung einer ständigen Überwachung, um sicherzustellen, dass der Tarifvertrag von den Unternehmen vollständig eingehalten wird.