Nucleare svizzero minaccia posti (Grenzgänger-Leitfaden)

Eine ZHAW-Studie warnt: Neue Kernkraftwerke gefährden 5'800-9'500 Arbeitsplätze im Bauwesen und erneuerbare Energien innerhalb von 5 Jahren

Kontext

In Kürze

  • Eine ZHAW-Studie schätzt 7'000 Arbeitsplätze allein im Tessin (von 5' 800 bis 9 '500 Nationalitäten) im Bauwesen und erneuerbaren Energien innerhalb von 5 Jahren, wenn die Schweizer Kernenergie wieder anläuft
  • In 10 Jahren steigen die bedrohten Stellen auf 10'600 (davon 8'500 im Tessin)
  • Die neuen Arbeitsplätze in den Kraftwerken (geschätzt 1'200 Einheiten) würden die Verluste aus der Abhängigkeit von ausländischen Kompetenzen nicht ausgleichen
  • 58% der Schweizer hatten 2017 Neuanlagen abgelehnt, Referendum wahrscheinlich 2027

Eckdaten

  • Was: Studie über die Auswirkungen neuer Kernkraftwerke auf die Beschäftigung
  • Über: Hochschule ZHAW Zürich
  • Risikobereiche: Bauwesen (60% der Risikoplätze) und erneuerbare Energien (40%)
  • Bedrohte Stellen: 5'800-9'500 (5 Jahre), bis 10'600 (10 Jahre) bundesweit
  • Tessin: 7'000 gefährdete Stellen in 5 Jahren (8'500 in 10 Jahren), konzentriert in den Bezirken Lugano, Bellinzona und Locarno
  • Referendum: Volksabstimmung wahrscheinlich Februar 2027
  • Vorschriften: Änderung des Energiegesetzes (EnG) 2023, Art. 12a (Aufhebung Bauverbot)
  • Investitionen: 2,2 Mrd. CHF jährlich von Photovoltaik auf Kernenergie umgeleitet (ZHAW-Schätzung)

"Jeder in die Kernenergie investierte Franken subtrahiert 3 Franken aus den grenzintensiven Bereichen Erneuerbare Energien und Gebäudesanierung" (ZHAW-Bericht, 2024)

Die mögliche Genehmigung zum Bau neuer Kernkraftwerke in der Schweiz bedroht konkret 7'000 Grenzarbeitsplätze im Tessin innerhalb von 5 Jahren.

Operative Details

Weil die Kernenergie das Tessiner Bauwesen schädigt

Das Baugewerbe ist einer der Schlüsselsektoren für Grenzgänger im Tessin: Laut USTAT 2023 beschäftigt es 12'345 Grenzgänger (15,2% der Gesamtzahl). In Lugano und Bellinzona beziehen sich 38% der aktiven Baustellen auf energetische Sanierungen, die durch kantonale Anreize wie das Gebäudeprogramm 2024 (45 Mio. CHF für Zuschüsse) gefördert werden. Die Photovoltaik hat mit 18 MW im Jahr 2023 (+22% pro Jahr) 850 direkte Arbeitsplätze in Unternehmen wie Repower und Romande Energie geschaffen, die Elektriker und Grenzmonteure einstellen.

Sollten öffentliche und private Gelder in die Kernenergie fliessen, drohen Projekte wie die Sanierung von 2'500 Mehrfamilienhäusern in Locarno (Kantonsplan 2025-2030) Kürzungen. Für Grenzgänger:

  • Reduzierung der Gebote für Maurer und Wärmedämmstoffe um 18-22% (SUPSI-Schätzungen)
  • Befristete statt unbefristete Verträge für 60% der Photovoltaik-Techniker
  • Steigerung des Wettbewerbs um Restplätze um 30 % (OCST-Daten)

„Die jahrzehntelange Bauzeit der Kraftwerke würde einen sofortigen depressiven Effekt auf Sektoren erzeugen, die sich bereits in der Post-Covid-Verlangsamung befinden“ (Prof. ZHAW, Bericht 2024).

Was sich für Grenzgänger ändert

Mit 43% der Grenzgänger (26'800 Personen), die im Bauwesen und in erneuerbaren Energien beschäftigt sind (Seco, Q1 2024), sind die Auswirkungen kritisch. In Mendrisio würden die Jahresverträge für 320 Facharbeiter für Wärmemäntel schrumpfen. In Chiasso haben Unternehmen wie Vaillant und Daikin bereits eingefroren

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Wichtige Punkte

Was Grenzgänger jetzt tun können

Während das Referendum 2027 näher rückt, haben Grenzgänger konkrete Möglichkeiten:

1. Überwachung der kantonalen Investitionen : Das Tessin behält trotz Bundespolitik Anreize für erneuerbare Energien und nachhaltiges Bauen bei. 2023 hat das Departement für Finanzen und Wirtschaft (EVD) CHF 150 Mio. für Photovoltaikprojekte und energetische Sanierungen bereitgestellt. Prüfen Sie die EVD-Ausschreibungen (z.B. Programm 2024 für Solarzuschüsse in Bellinzona und Locarno: 30% Beitrag bis zu CHF 5.000 pro Installation).

2. Kompetenzen auffrischen: Kurse in Energieeffizienz oder innovative Gebäudetechnologien bleiben strategisch. Das Energieamt des Kantons Tessin bietet Zuschüsse von bis zu 50% für zertifizierte Ausbildungen (Fonds 2025: CHF 2 Mio.). Priorität bei Kursen in Lugano und Mendrisio zu Wärmepumpen und umweltfreundlichen Materialien.

3. Sektoren diversifizieren: Chancen in komplementären Bereichen bewerten. Tiefbau (+5,2% Sitze 2023-2024, Verwendungsquelle) und industrielle Instandhaltung (+3,8%) bieten Stabilität. Beispiele: Verträge mit CFF für Eisenbahninfrastruktur oder Holcim für nachhaltige Materialien.

4. Folgen Sie dem Referendumsverfahren: Abstimmung für Juni 2027 bestätigt. Grenzgänger mit Wohnsitz in der Schweiz werden durch Gemeinde registriert; für Italiener spezifische Vereinbarungen mit Grenzgemeinden (z. Como und Varese). Bitte konsultieren Sie das Bundesportal für Formulare.

"Jeder Franken, der auf erneuerbare Energien geschnitten wird, kostet drei Franken

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Quelle: tvsvizzera.it

Häufig gestellte Fragen
Welche Berufe sind am meisten gefährdet?
Maurer, auf Photovoltaik spezialisierte Elektriker, Wärmedämmungstechniker und Arbeiter bei der Installation von Systemen für erneuerbare Energien. Sektoren im Zusammenhang mit der Energieeffizienz von Gebäuden.
Ist das Referendum 2027 sicher?
Die Oppositionskoalition hat das Referendum eingeleitet, aber Daten und endgültige Formulierung müssen bestätigt werden. Die Abstimmung ist laut Regierungsquellen voraussichtlich im Februar 2027.
Was passiert, wenn das Ja zur Kernenergie gewinnt?
Das Bauverbot würde aufgehoben, so dass neue Kraftwerksprojekte möglich wären. Laut ZHAW-Studie würden innerhalb von 5 Jahren 5 '800 bis 9'500 Arbeitsplätze im Bauwesen und bei erneuerbaren Energien verloren gehen.

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