PVL empfiehlt zähneknirschend ein Ja zur AHV-Finanzierung

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Die PVL empfiehlt ein Ja zur zusätzlichen AHV-Finanzierung Ja auch zur Feuerwerksinitiative Nein zur Vorlage zur Diskriminierung der Ehe

Kontext

Auf einen Blick

  • Die PVL empfiehlt ein Ja zur zusätzlichen AHV-Finanzierung
  • Ja auch zur Feuerwerksinitiative
  • Nein zur Vorlage zur Diskriminierung der Ehe
  • Über die vier Vorlagen wird am 29. November abgestimmt

Wichtige Fakten

  • Bissige → Ja-Entscheidung zur AHV-Finanzierung
  • Ort der → Delegiertenversammlung in Bern
  • 5 % → Gletscherrückgang in diesemJahr
  • Vernehmlassung → Volksabstimmung zu vier Vorschlägen am 29. November

Die in Bern versammelten Delegierten der Grünliberalen (GLP) haben sich nach enger Auseinandersetzung für ein Ja zur Zusatzfinanzierung der AHV entschieden. Die Entscheidung wurde am Ende der Versammlung bekannt gegeben und als „Ja mit bissigen Zähnen“ bezeichnet. Die Partei hat sie mit dem Volksentscheid über die Einführung des 13. Monatslohns in Verbindung gebracht und erklärt, dass sie mit dieser Empfehlung ihrer Verantwortung gerecht werden will.

Die politische Motivation betrifft die Finanzierung der neuen Leistung. Das GvL befürwortet eine moderate Erhöhung der Mehrwertsteuer, um eine verlässliche Teilfinanzierung zu schaffen und die Kosten auf alle Schultern zu verteilen. Das Kommuniqué stellt diese Intervention jedoch nicht als Lösung für alle Fragen der AHV dar: Für die verbleibenden Herausforderungen spricht die Partei von einer nachhaltigen Reform.

«Eine moderate Erhöhung der Mehrwertsteuer (MWSt) würde eine verlässliche Teilfinanzierung gewährleisten und die Kosten auf alle verteilen. Um den noch offenen Herausforderungen zu begegnen, braucht die AHV jedoch eine nachhaltige Reform»

In der von Keystone-ATS zitierten Mitteilung wird die Aussage Patrick Hässig zugeschrieben, der der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrates angehört. Der Bericht hebt zwei verschiedene Pläne hervor: die Finanzierung der 13. Rente und die Forderung nach einer umfassenderen Reform für die verbleibenden Herausforderungen der Versicherung.

Die weiteren Beschlüsse der Gesellschafterversammlung

Die Volksinitiative «Für eine Begrenzung des Feuerwerks» erhielt nach einem umstrittenen Vergleich die Unterstützung der LVP. Zu dem Vorschlag, eine gerechte Besteuerung der Ehegatten zu gewährleisten und der Diskriminierung der Ehe ein Ende zu setzen, war der Standpunkt hingegen klar: Die Grünliberalen lehnen ihn ab. Die Partei erinnert daran, dass das Volk erst im März der individuellen Besteuerung zugestimmt hat und argumentiert, dass diese Entscheidung konsequent respektiert und umgesetzt werden muss.

Bereits im April hatte die PVL ihre Unterstützung für die Änderung des Bundesgesetzes über Kriegsmaterial zum Ausdruck gebracht. Das Volk wird sich am 29. November zu den vier Vorschlägen äußern.

Operative Details

Der steuerliche Knackpunkt: Finanzierung und Reform fallen nicht zusammen

Der zentrale Punkt ist nicht nur die Zustimmung, sondern die Trennung zwischen der Finanzierungsquelle und der AHV-Reform. In dem nach der Versammlung veröffentlichten Text vertritt die PVL die Auffassung, dass eine moderate Erhöhung der Mehrwertsteuer eine verlässliche Teilfinanzierung ermöglichen könne. Im selben Abschnitt räumt sie ein, dass weitere Herausforderungen bestehen, und bringt diese mit der Notwendigkeit einer nachhaltigen Reform in Verbindung. Die Position ist daher nicht gleichbedeutend mit dem Versprechen, das gesamte Dossier der AHV-Altersvorsorge gelöst zu haben.

Für Personen, die in der Schweiz leben oder arbeiten, hilft die steuerliche Unterscheidung dabei, die Nachricht korrekt einzuordnen. Die Mitteilung spricht von der Mehrwertsteuer und nennt keine Maßnahme bei der direkten Bundessteuer. Auch kantonale oder kommunale Steuersätze werden nicht erwähnt. Die überprüften Fakten zum Schweizer Steuersystem unterscheiden nämlich die AFC/ESTV, die für die direkte Bundessteuer und die Mehrwertsteuer zuständig ist, von den kantonalen Verwaltungen, die die kantonale und kommunale Besteuerung verwalten. Der Verweis auf die Kantone dient daher dazu, den Geltungsbereich abzugrenzen: Der in der Quelle beschriebene Vorschlag betrifft die Mehrwertsteuer, wird aber nicht als Änderung der lokalen Steuern dargestellt.

Was sich quantifizieren lässt und was nicht

Table 1: Element
ElementDokumentierte Information
Angegebenes InstrumentModerate Erhöhung der Mehrwertsteuer
Erklärtes ZielVerlässliche Teilfinanzierung der 13. AHV-Rente
Höhe der ErhöhungIn der Mitteilung nicht angegeben
GesamtreformFür die verbleibenden Herausforderungen der AHV als notwendig erachtet

Die Tabelle zeigt die wichtigste Einschränkung des Berichts. Das steuerliche Instrument und seine politische Funktion sind klar, doch der neue Steuersatz, der Zeitpunkt des Inkrafttretens und die Berechnung der Belastung für einzelne Konsumentinnen und Konsumenten oder Familien fehlen. Die Aussage über die Verteilung der Kosten auf alle Schultern ist eine Begründung der PVL und keine numerische Übersicht.

Der Text liefert auch keine Anhaltspunkte, um eine Auswirkung auf die Lebenshaltungskosten zu messen, und stellt den Vorschlag auch nicht in Zusammenhang mit dem LPP/BVG oder anderen Bereichen der Altersvorsorge. Deshalb ist es nicht möglich, allein aus der Mitteilung eine Veränderung der individuellen Rente oder einen zu zahlenden Betrag abzuleiten. Die einzige ausdrücklich genannte wirtschaftliche Angabe ist die als «moderat» bezeichnete Erhöhung der Mehrwertsteuer, ohne eine Zahl.

Die Wahl der PVL ist daher als politische Empfehlung zur Finanzierung der 13. AHV-Rente zu verstehen. Die Entscheidung enthält im verfügbaren Bericht keinen technischen Zeitplan für die nachhaltige Reform, die angesichts der verbleibenden Herausforderungen gefordert wird.

Wichtige Punkte

Von der Altersvorsorge zur politischen Linie der PVL

Die Delegiertenversammlung befasste sich auch mit Themen, die über die Finanzierung der AHV hinausgehen. In seiner Ansprache verwies der Parteipräsident Jürg Grossen auf die Themen Klima und Energie sowie auf die Beziehungen zu Europa. Er verknüpfte das Klimathema mit dem in diesem Jahr verzeichneten Rückzug der Gletscher um 5%: Nach Ansicht des Berner Nationalrats reicht eine ausschließlich auf CO2 ausgerichtete Politik nicht mehr aus.

Klima, Wasser und Beziehungen zu Europa

In den Grossen zugeschriebenen Ausführungen umfasst das Klimathema Wasser, Energie, Wälder und Landwirtschaft sowie die lebenswichtigen Ressourcen und letztlich das Wohlergehen. Die PVL erklärte zudem, dass sie weiterhin Druck für eine nationale Strategie zur Wasserspeicherung und eine echte Klimapolitik ausüben werde. Die Quelle gibt somit eine politische Linie und einige erklärte Prioritäten wieder, nennt jedoch weder einen operativen Plan noch Kosten oder einen Termin für diese Vorhaben.

Die Parteiführung bekräftigte zudem die Bedeutung verlässlicher Beziehungen zur Europäischen Union. Die bilateralen Abkommen III wurden als unverzichtbar für die Schweiz bezeichnet. Die PVL steht geschlossen hinter dem gesamten Abkommenspaket und erklärt, sich für die Weiterentwicklung des bilateralen Wegs einzusetzen. Auch in diesem Bereich beschreibt der Bericht weder zusätzliche Maßnahmen noch einen Verhandlungszeitplan.

Diese Themen sind nicht in der Liste der vier Vorlagen enthalten, die dem Volk am 29. November zur Abstimmung vorgelegt werden. Die Änderung des Bundesgesetzes über das Kriegsmaterial hingegen war von der PVL bereits im April unterstützt worden und ist eine der Vorlagen, über die das Volk entscheiden wird. Die Quelle nimmt das Ergebnis der Abstimmung nicht vorweg und macht zum Inhalt der Gesetzesänderung über deren Gegenstand hinaus keine näheren Angaben.

Das dokumentierte Bild bleibt somit präzise, aber begrenzt: eine Empfehlung zur Finanzierung der 13. AHV-Rente, zwei weitere Positionen zu Volksinitiativen, eine bereits beschlossene Unterstützung der Vorlage zum Kriegsmaterial und eine politische Linie zu Klima und Europa. Zum Thema Altersvorsorge konsultieren Sie AHV und Rente.

Quelle: swissinfo.ch

Häufig gestellte Fragen
Wie lautet die LVP-Empfehlung zur AHV-Finanzierung?
Die LVP-Delegierten empfahlen das «Ja» zur Zusatzfinanzierung der AHV, die an der Delegiertenversammlung in Bern als «knirschendes Ja» bezeichnet wurde. Diese Empfehlung steht im Zusammenhang mit dem Volksentscheid über die Einführung des 13. Monatslohns.
Welches Steuerinstrument schlägt der GLP für die Teilfinanzierung der AHV vor?
Das GvL unterstützt eine moderate Erhöhung der Mehrwertsteuer (MwSt.), um eine verlässliche Teilfinanzierung zu schaffen und die Kosten auf alle Schultern zu verteilen. Die Partei erkennt jedoch an, dass für die verbleibenden Herausforderungen der AHV eine nachhaltige Reform notwendig ist.
Welche weiteren Beschlüsse fasst die Delegiertenversammlung?
Das GVL unterstützt die Volksinitiative «Für eine Begrenzung des Feuerwerks» und lehnt den Vorschlag «Ja zu fairen Steuern auch für Ehegatten – Schluss mit der Diskriminierung der Ehe!» ab. Zudem hatte die Partei im April beschlossen, die Änderung des Kriegsmaterialgesetzes zu unterstützen.
Wann wird über die vier Volksvorschläge abgestimmt?
Die vier Vorschläge, darunter die Feuerwerksinitiative und der Vorschlag zur Diskriminierung der Ehe, werden am 29. November zur Abstimmung gestellt.

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