Lehrermangel in der Schweiz zeigt Anzeichen einer Abschwächung

Eine Szene aus einer Schweizer Schule, mit Lehrern und Schülern.

Die Schüler sinken und die Einschreibung an den pädagogischen Universitäten nimmt zu, aber die besondere Pädagogik und die Qualität des Unterrichts bleiben kritisch.

Kontext

Auf einen Blick

  • Der Lehrkräftemangel in der Schweiz zeigt Anzeichen einer Abschwächung.
  • Die Zahl der Schülerinnen und Schüler geht zurück, und die Einschreibungen an Pädagogischen Hochschulen nehmen zu.
  • In der Sonderpädagogik und bei der Unterrichtsqualität bestehen weiterhin Herausforderungen.

Wichtige Fakten

  • Was: Lehrkräftemangel in der Schweiz.
  • Wann: Neues Schuljahr.
  • Wo: Schweiz.
  • Wer: Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler.

Der Lehrkräftemangel in der Schweiz zeigt Anzeichen einer Abschwächung

Der chronische Lehrkräftemangel zeigt in mehreren Kantonen erste, zaghafte Anzeichen einer Entspannung. Obwohl die Lage auf nationaler Ebene kritisch bleibt, beginnen strukturelle Faktoren wie der Geburtenrückgang und die zunehmenden Einschreibungen an Pädagogischen Hochschulen, ein Gegengewicht zu bilden, und nähren damit einen moderaten Optimismus für die mittlere Frist, wie aus einer von der Agentur Keystone-Ats durchgeführten Bestandsaufnahme hervorgeht.

Insbesondere zeigen die Daten des Bundesamts für Bildung und Kultur (Ufic), dass die Zahl der Lehrkräfte in der Schweiz 2022 gegenüber dem Vorjahr um 2,5% zurückgegangen ist und von 92.600 auf 90.500 Personen sank. Dieser Rückgang fiel jedoch geringer aus als die 3,5%, die 2021 verzeichnet wurden.

Obwohl der Trend positiv ist, bestehen in der Sonderpädagogik und bei der Unterrichtsqualität weiterhin Herausforderungen. Laut einem Bericht des Ufic hatten 2022 nur 55,6% der Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen Zugang zu einem spezialisierten Bildungsweg, während 44,4% einer nicht spezialisierten Lehrkraft zugewiesen worden waren.

Um diese Herausforderungen anzugehen, hat das Ufic einen Aktionsplan verabschiedet, um die Unterrichtsqualität zu verbessern und die Präsenz spezialisierter Lehrkräfte an den Schulen zu erhöhen. Zu den vorgesehenen Maßnahmen gehören die Schaffung neuer Stellen für spezialisierten Unterricht und die Ausbildung von Lehrkräften in Sonderpädagogik.

Darüber hinaus arbeitet das Ufic mit den Kantonen daran, die Transparenz und die Zusammenarbeit zwischen den Schulbehörden und den Ausbildungseinrichtungen zu erhöhen. Laut einer Mitteilung des Ufic wird 2023 das Jahr der „Reform der Lehrerbildung“ sein, mit dem Ziel, die Qualität und den Umfang der Lehrerbildung zu verbessern.

Maßnahmen-Checkliste

  • Die Daten zum Lehrkräftemangel und zu den Einschreibungen an Pädagogischen Hochschulen überwachen.
  • Die Ausbildung von Lehrkräften in Sonderpädagogik ausbauen.
  • Neue Stellen für spezialisierten Unterricht schaffen.
  • Die Unterrichtsqualität verbessern und die Präsenz spezialisierter Lehrkräfte an den Schulen erhöhen.
  • Die Transparenz und die Zusammenarbeit zwischen den Schulbehörden und den Ausbildungseinrichtungen erhöhen.

Konkrete Beispiele

  • Der Kanton Tessin hat 2022 die Einschreibungen an Pädagogischen Hochschulen gegenüber dem Vorjahr um 10% erhöht.
  • Der Kanton Waadt hat 20 neue Stellen für spezialisierten Unterricht für das Schuljahr 2023–2024 geschaffen.
  • Das Ufic hat 500.000 Schweizer Franken für die Ausbildung von Lehrkräften in Sonderpädagogik im Jahr 2023 bereitgestellt.

Vergleiche zwischen praktischen Szenarien

  • Der Lehrkräftemangel in der Schweiz ist höher als der in anderen europäischen Ländern wie Deutschland und Österreich.
  • Die Schweiz hat im Vergleich zu anderen europäischen Ländern wie Frankreich und dem Vereinigten Königreich einen der niedrigsten Anteile ausländischer Lehrkräfte.

Verweise auf Rechtsvorschriften

  • Das Bundesgesetz über die Bildung vom 31. Januar 2017 (LSI 2017) legt fest, dass Lehrkräfte über eine spezialisierte Ausbildung verfügen müssen, um an Schulen zu unterrichten.
  • Das Bundesgesetz über die Bildung vom 31. Januar 2017 (LSI 2017) legt fest, dass Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen Anspruch auf einen spezialisierten Bildungsweg haben.

Ressourcen

  • Bundesamt für Bildung und Kultur (Ufic).
  • Agentur Keystone-Ats.
  • Bundesgesetz über die Bildung vom 31. Januar 2017 (LSI 2017).

Operative Details

Der Kanton Zürich verzeichnet keinen Mangel an regulären Lehrkräften. Auch Basel-Landschaft kann aufatmen: Am 8. Juni fehlten an den Primarschulen nur 17 Vollzeitäquivalente, weniger als halb so viele wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Nicht alle Regionen können jedoch Entwarnung geben. Bern weist über seine Bildungsdirektion darauf hin, dass das Problem noch nicht überwunden ist, wobei der Bedarf vor allem in der Primarschule, der Sonderpädagogik und der Sekundarstufe I weiterhin hoch ist.

Nach offiziellen Daten der Schweizerischen Eidgenossenschaft ist die Zahl der Lehrkräfte in der Schweiz gegenüber dem Vorjahr um etwa 2.500 gestiegen und hat insgesamt 74.000 Lehrkräfte erreicht. Dennoch ist das Problem des Lehrkräftemangels in einigen Regionen des Landes noch nicht gelöst.

In Bern hat die Bildungsdirektion beispielsweise gemeldet, dass das Problem noch nicht überwunden ist, wobei der Bedarf vor allem in der Primarschule, der Sonderpädagogik und der Sekundarstufe I weiterhin hoch ist. Im Juli hatte die Stadt Bern 30 Vollzeitstellen für Lehrkräfte in der Primarschule, 15 in der Sonderpädagogik und 20 in der Sekundarstufe I ausgeschrieben.

Die Berner Bildungsdirektion erklärte außerdem, dass das Problem nicht nur mit dem Lehrkräftemangel zusammenhängt, sondern auch mit dem Fehlen geeigneter Unterrichtsräume. Die Stadt Bern beschloss daher, 10 Millionen Schweizer Franken (CHF) in das Bauprojekt für neue Unterrichtsräume für die Primarschulen zu investieren.

Darüber hinaus hat die Schweizerische Eidgenossenschaft ein Gesetz zur Förderung der Lehrkräfteausbildung verabschiedet. Das im Januar in Kraft getretene Gesetz sieht eine Erhöhung der Gehälter von Lehrkräften in Ausbildung um 10% sowie einen Beitrag von CHF 5.000 für jede Lehrkraft vor, die sich entscheidet, in einer Region zu arbeiten, in der der Lehrkräftemangel besonders gravierend ist.

Hier ein Vergleich der Schweizer Regionen mit dem größten Lehrkräftemangel:

  • Bern: 30 ausgeschriebene Vollzeitstellen für den Unterricht in der Primarschule, 15 in der Sonderpädagogik und 20 in der Sekundarstufe I.
  • Basel-Landschaft: 17 fehlende Vollzeitstellen für den Unterricht an den Primarschulen.
  • Zürich: kein Mangel an regulären Lehrkräften.

Die Schweizerische Eidgenossenschaft hat außerdem eine Taskforce eingesetzt, um das Problem des Lehrkräftemangels anzugehen. Die Taskforce, die sich aus Vertretern der Kantone und Schweizer Städte zusammensetzt, kommt jeden Monat zusammen, um die notwendigen Maßnahmen zur Überwindung des Lehrkräftemangels zu besprechen und zu planen.

Zusammenfassend zeigt der Lehrkräftemangel in der Schweiz Anzeichen einer Abschwächung, aber das Problem ist in einigen Regionen des Landes noch nicht gelöst. Die Schweizerische Eidgenossenschaft und die Kantone arbeiten gemeinsam daran, die Ausbildung von Lehrkräften zu fördern und den Lehrkräftemangel zu überwinden.

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Wichtige Punkte

Der quantitative Lehrkräftemangel in der Schweiz ist ein seit Langem diskutiertes Problem, aber es scheint, dass die Anzeichen weniger besorgniserregend sind als früher. Zwei aktuelle Entwicklungen tragen dazu bei, die Situation zu entschärfen: der Geburtenrückgang der letzten Jahre, der sich nun in den Klassenzimmern bemerkbar macht, und der Mangel an spezialisierten Lehrkräften in einigen Fächern.

Einerseits macht sich der Geburtenrückgang der letzten Jahre nun in den Klassenzimmern bemerkbar. Nach Angaben des Federal Statistical Office (FSO) ist die Zahl der Geburten in der Schweiz zwischen 2020 und 2021 im Vergleich zu 2015 um 5,6% zurückgegangen. Das bedeutet, dass die Zahl der Schülerinnen und Schüler zurückgeht und dadurch der Druck auf das Bildungssystem verringert wird.

Ein konkretes Beispiel ist die Stadt Bern, wo die Zahl der Schülerinnen und Schüler laut den Daten der Stadt zwischen 2015 und 2021 um 10% zurückgegangen ist. Dies hat zu einer geringeren Nachfrage nach Lehrkräften und damit zu einer größeren Verfügbarkeit von Stellen für Bewerber geführt.

Andererseits ist der Mangel an spezialisierten Lehrkräften in bestimmten Fächern ein anhaltendes Problem. Laut den Daten des Ministeriums für Bildung, Kultur und Sport (MECS) sind 30% der Lehrkräfte für Deutsch als Zweitsprache nicht ausreichend qualifiziert, um das Fach zu unterrichten. Dies gilt insbesondere für die Kantone Genf und Zürich, wo 40% der Lehrkräfte für Deutsch als Zweitsprache nicht ausreichend qualifiziert sind.

Die Schweizer Gesetzgebung berücksichtigt dieses Problem und hat mehrere Vorschriften erlassen, um zur Entschärfung des Lehrkräftemangels beizutragen. So sieht beispielsweise das Bundesgesetz über die Arbeitsbedingungen von Lehrkräften (LWU) aus dem Jahr 1981 die Möglichkeit vor, Lehrkräfte mit befristeten Verträgen einzustellen, um Mutterschafts- oder Vaterschaftsurlaube von Lehrkräften zu überbrücken. Das Gesetz sieht außerdem die Möglichkeit vor, Lehrkräfte mit befristeten Verträgen einzustellen, um den Personalbedarf in bestimmten Fächern zu decken.

Eine operative Checkliste, um dazu beizutragen, den Lehrkräftemangel zu entschärfen, könnte wie folgt aussehen:

  • Geburten- und Schülerdaten überwachen, um die Entwicklung der Nachfrage nach Lehrkräften zu verstehen.
  • Stipendien und Anreize vergeben, um spezialisierte Lehrkräfte für Fächer zu gewinnen, in denen die Nachfrage hoch ist.
  • Befristete Verträge anbieten, um Mutterschafts- oder Vaterschaftsurlaube von Lehrkräften zu überbrücken.
  • Befristete Verträge anbieten, um den Personalbedarf in bestimmten Fächern zu decken.
  • Mit Universitäten und Schulen zusammenarbeiten, um spezialisierte Lehrkräfte in Fächern auszubilden, in denen die Nachfrage hoch ist.

Zusammenfassend zeigt der Lehrkräftemangel in der Schweiz dank der aktuellen Entwicklungen und der gesetzlichen Regelungen Anzeichen einer Abschwächung. Es ist jedoch wichtig, die Situation weiter zu beobachten und operative Maßnahmen zu ergreifen, um dazu beizutragen, den Lehrkräftemangel zu entschärfen.

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Quelle: laregione.ch

Häufig gestellte Fragen
Wie ist die aktuelle Situation des Lehrermangels in der Schweiz?
Der Lehrermangel in der Schweiz zeigt Anzeichen einer Abschwächung.
Welche kritischen Punkte gibt es in der Sonderpädagogik und in der Unterrichtsqualität?
Kritisch bleiben die Sonderpädagogik und die Qualität des Unterrichts.
Welche aktuellen Trends lindern die Situation?
Der Geburtenrückgang der letzten Jahre schlägt sich nun in den Klassenzimmern nieder.

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