Lehrermangel: Ein Bericht analysiert Ursachen und Datenbanken

Luftaufnahme von Castelgrande in Bellinzona, Schweiz, mit den umliegenden Bergen und der Stadt darunter.

Der Bundesrat hat den Bericht über die Datenerhebung und die Beurteilungen des Lehrkräftemangels genehmigt.

Kontext

Kurz zusammengefasst

  • Der Bundesrat genehmigt Bericht über den Lehrermangel
  • Bericht basiert auf Daten des BFS bis 2034
  • Mehrere Ursachen und regionale Unterschiede
  • Schulreformen erhöhen nicht die Fluktuation

Wichtige Fakten

  • Was: Bericht über die Datenerhebung und Bewertungen zum Lehrermangel
  • Wann: 2. September 2026
  • Wo: Bern
  • Wer: Bundesrat
  • Betrag: Nicht spezifiziert

Der Bundesrat hat am 2. September 2026 den Bericht über die Datenerhebung und Bewertungen zum Lehrermangel genehmigt. Der Bericht zeigt, dass das Phänomen auf mehrere Faktoren zurückzuführen ist und dass bereits heute eine solide Datenbasis für die Überwachung und die zu ergreifenden Maßnahmen vorhanden ist, deren Zuständigkeit den Kantonen obliegt. Der Bericht wurde im Rahmen der Postulate 22.4265 und 22.4266 der Wissenschafts-, Bildungs- und Kulturkommission des Nationalrats (WBK-N) erstellt, mit denen aufgefordert wurde, die Ursachen des Lehrermangels und die Gründe für den Verbleib oder den Austritt aus dem Beruf zu untersuchen. Der Bericht sollte zudem die auf nationaler Ebene durchgeführten Schulreformen und deren Auswirkungen auf die zusätzlichen Belastungen für die Lehrer vollständig und systematisch bewerten.

Daten und Analysen

Der Bericht basiert auf den statistischen Daten des Bundesamts für Statistik (BFS) und insbesondere auf der Statistik des Schulpersonals, den Längsschnittanalysen und den Szenarien zum Lehrbedarf bis 2034. Zusätzlich wurden wissenschaftliche Studien und Beiträge der Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) konsultiert. Zum Lehrermangel tragen mehrere Ursachen bei, wie die demografische Entwicklung, die Besonderheiten des Berufs, spezifische Faktoren des Schulumfelds, die persönliche Situation und die Anforderungen einer bestimmten Lebensphase: Dies sind die Schlussfolgerungen des Berichts des Bundesrats. Die statistischen Analysen zeigen im Allgemeinen sowohl eine hohe Stabilität des Berufs als auch, dass Lehrer oft nicht endgültig ausscheiden, sondern später wieder in den Lehrkörper zurückkehren.

Laut den aktualisierten Szenarien des BFS für den Zeitraum 2025-2034 wird sich der Lehrbedarf mittelfristig ändern. Der Rückgang der Geburten wird ab etwa 2027 zu einer geringeren Anzahl von Neueintritten in die Primarschule und damit zu einem geringeren Bedarf an neuen Lehrern führen. Es bleiben jedoch regionale Unterschiede bestehen, die von den Kantonen eine vorausschauende Planung des Schul- und Personalwesens erfordern.

Operative Details

Praktische Implikationen

Bei der Bewertung von Schulreformen können aufgrund der föderalen Kompetenzverteilung weder nationale Schulreformen durch die Eidgenossenschaft noch bundesweite Bewertungen dieser Reformen für die ganze Schweiz existieren. Die Reformen werden auf Kantons- oder sprachregionaler Ebene koordiniert und gegebenenfalls bewertet. Die konsultierten Forschungen zeigen zudem, dass Reformen allein nicht zu einer höheren Fluktuation der Lehrkräfte führen: Für diese entsteht eine zusätzliche Belastung insbesondere dann, wenn die neuen Anforderungen keine Begleitung oder ausreichende Erklärungen zu den Kompetenzen vorsehen. Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass auf nationaler Ebene bereits eine solide Datenbasis für die Überwachung des Lehrermangels und für die Umsetzung kantonaler Massnahmen besteht. Die persönlichen Motive, die zu Kündigungen führen, und die wahrgenommene Überlastung lassen sich aus den Verwaltungsdaten nur begrenzt ableiten. Die Sammlung solcher Informationen obliegt in erster Linie den Kantonen. Die Eidgenossenschaft spielt eine unterstützende Rolle, die sich insbesondere in der Bereitstellung zuverlässiger Daten und im Austausch von Wissen und bewährten Praktiken manifestiert.

Vergleich mit der vorherigen Situation

Vor der Genehmigung dieses Berichts hatten die Kantone Schwierigkeiten, das Schulpersonal aufgrund fehlender zuverlässiger Daten und einer langfristigen Perspektive zu planen. Mit der Verfügbarkeit dieser neuen Daten können die Kantone gezieltere und effektivere Massnahmen ergreifen, um den Lehrermangel zu bekämpfen. Diese Verbesserung in der Planung könnte zu einer grösseren Stabilität des Schulpersonals und zu einer besseren Bildungsqualität führen.

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Wichtige Punkte

Konkrete Aktionen

Die Kantone müssen nun die Daten aus dem Bericht nutzen, um das Schulpersonal besser zu planen und gezielte Massnahmen zur Bewältigung des Lehrermangels zu ergreifen. Dies könnte die Ausbildung neuer Lehrer, das Angebot von Anreizen für den Verbleib im Beruf und die Schaffung eines günstigeren Arbeitsumfelds umfassen. Der Bund wird die Kantone weiterhin unterstützen, indem er verlässliche Daten liefert und den Austausch bewährter Verfahren fördert.

Nützliche Tools

Um die Implikationen dieses Berichts weiter zu vertiefen und detaillierte Informationen zu statistischen Daten und Schulreformen zu erhalten, können Sie den vollständigen Bericht des Bundesrates einsehen. Zudem können die Kantone die vom Bundesamt für Statistik (BfS) bereitgestellten Daten nutzen, um das Schulpersonal besser zu planen und gezielte Massnahmen zur Bewältigung des Lehrermangels zu ergreifen.

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Weitere Informationen und nützliche Tools finden Sie unter calcolatore stipendio.

Quelle: admin.ch

Häufig gestellte Fragen
Was sind die Hauptursachen für Lehrermangel?
Zu den Hauptursachen gehören die demografische Entwicklung, die Besonderheiten des Berufs, die spezifischen Faktoren im Zusammenhang mit dem schulischen Umfeld, die persönliche Situation und die Bedürfnisse im Zusammenhang mit einer bestimmten Lebensphase.
Welche Daten wurden für den Bericht verwendet?
Der Bericht basiert auf den statistischen Daten des Bundesamtes für Statistik (BfS), genauer gesagt auf der Schulpersonalstatistik, den Längsanalysen und den Szenarien zum Lehrkräftebedarf bis 2034.
Welche praktischen Auswirkungen hat der Bericht?
Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass auf nationaler Ebene bereits eine solide Datenbank für die Überwachung des Lehrkräftemangels und für kantonale Massnahmen besteht.

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