Insolvenzen auf dem höchsten Stand seit 30 Jahren (Grenzgänger-Leitfaden)

Insolvenzen in der Schweiz: ein Rekord seit 1994

Im ersten Halbjahr meldeten 7496 Unternehmen Insolvenz an, die höchste Zahl seit 1994.

Kontext

In Kürze

  • Im ersten Halbjahr meldeten 7496 Unternehmen Insolvenz an.
  • Das ist die höchste Zahl seit 1994.
  • Das Wachstum gegenüber dem gleichen Zeitraum 2025 beträgt 54,7%.

Eckdaten

  • Was: Insolvenzen in der Schweiz.
  • Wann: Erstes Halbjahr 2025.
  • Wo: Schweiz.
  • Wer: 7496 Unternehmen.
  • Betrag: 54,7 % Wachstum im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2025.

Die Schweizer Wirtschaft befindet sich in einer schwierigen Phase. Im ersten Halbjahr meldeten 7496 Unternehmen Insolvenz an. Dies ist nach Angaben des Wirtschaftsinformationsunternehmens Dun & Bradstreet (d&b) die höchste Zahl seit 1994. Das Wachstum gegenüber dem gleichen Zeitraum 2025 beträgt 54,7%. Täglich übersetzt bedeutet dies, dass täglich rund 41 Unternehmen ihre Pforten schliessen mussten.

Nach Angaben von d&b wurden Insolvenzen in allen Schweizer Kantonen registriert, aber mit einer höheren Konzentration in städtischen Regionen wie Zürich, Genf und Basel. Zum Beispiel wurden im Kanton Zürich 1238 Insolvenzen angemeldet, während es im Kanton Genf 915 waren. Dieser Trend ist besonders besorgniserregend, wenn man bedenkt, dass die Schweiz bekanntlich ein stabiles und sicheres Land ist.

Die Hauptursachen für Insolvenzen wurden als Schwierigkeiten beim Zugang zu Krediten, verschärfter Wettbewerb und Mangel an Liquidität identifiziert. Darüber hinaus hat die COVID-19-Pandemie die Situation weiter verschärft, wobei viele Unternehmen

Operative Details

Insolvenzen auf dem höchsten Stand seit 30 Jahren

Der jüngste Anstieg der Insolvenzen in der Schweiz ist ein aktuelles Thema. Nach Angaben von d&b, einem führenden Anbieter von Kreditinformationen, ist die Zahl der Insolvenzen auf den höchsten Stand seit 30 Jahren gestiegen. Dieser Trend kann auf verschiedene Arten interpretiert werden, aber es ist wichtig, ihn zu kontextualisieren, um die wahren Ursachen hinter diesem Anstieg zu verstehen.

Das Inkassogesetz

Seit Anfang 2025 sind öffentliche Stellen gesetzlich verpflichtet, die Beitreibung von Forderungen im Wege von Vollstreckungsverfahren strenger zu gestalten. Diese Änderung wurde eingeführt, um eine höhere Effizienz und Transparenz bei der Beitreibung von Forderungen zu gewährleisten. Dirk Radetzki, Geschäftsführer von d&b, erklärt jedoch: „Der Anstieg ist nur zum Teil wirtschaftlicher Natur.“ Mit anderen Worten, die neue gesetzliche Regelung erschwert den Vergleich mit den vergangenen Jahren, da viele aktuelle Fälle niemals zu einem Konkursverfahren nach den alten Regeln geführt hätten.

Schwache Nachfrage und hohe Finanzierungskosten

Wirtschaftlich treiben nach wie vor die hohen Finanzierungskosten und die schwache Nachfrage in Schlüsselbranchen wie Bau, Handel und Gastronomie die Schließung voran. Dies zeigt sich in der Region Zürich, wo die Finanzierungsnachfrage im ersten Halbjahr 2025 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 20 % gesunken ist. Ebenso ist in Bern die Zahl der Insolvenzen

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Wichtige Punkte

Der Trend hat eine fast vollständige geografische Reichweite. In 25 der 26 Kantone kam es zu einem Anstieg der Konkurse. Die einzige Ausnahme ist Schwyz. Die höchsten Zahlen gibt es in Zürich (1261), Genf (788) und im Kanton Waadt (717). In den produktiven Sektoren führt das Handwerk das Ranking mit 1053 Konkursen an, gefolgt von der Gastronomie (770) und dem Einzelhandel (626). Praktisch alle Branchen haben ihre Schwierigkeiten wachsen sehen, mit Ausnahme der Baubranche, die hingegen einen Rückgang verzeichnet.

Eine Tatsache, die überraschen könnte, betrifft das Alter der bankrotten Unternehmen. Im Gegensatz zu dem, was Sie vielleicht denken, brechen nicht nur junge Start-ups, sondern vor allem die am längsten bestehenden Unternehmen zusammen. Unternehmen mit mehr als zehn Jahren Geschäftstätigkeit machen 38% der Fälle aus (2814 Konkurse), gefolgt von Unternehmen mit einem Alter zwischen 5 und 10 Jahren (2027 Fälle oder 27%). «Es ist äusserst ungewöhnlich, dass die Schweiz in so vielen Kantonen und Branchen gleichzeitig getroffen wird», sagt Radetzki. „Das bestärkt die Vorstellung, dass wir es eher mit einem systemischen Effekt als mit sektorspezifischen Krisen zu tun haben. Die Gesetzesreform zeigt eine Schwachstelle auf, die jahrelang verborgen geblieben ist und die historischen Unternehmen hart trifft, die bereits seit langem an der Grenze ihres finanziellen Gleichgewichts tätig sind ", schließt der Experte.

Nach Angaben des Schweizerischen Handelsregisters wurden im Jahr 2022

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Quelle: swissinfo.ch

Häufig gestellte Fragen
Wie viele Unternehmen haben im ersten Halbjahr 2025 Konkurs angemeldet?
Im ersten Halbjahr 2025 meldeten 7496 Unternehmen Insolvenz an.
Wie hoch ist das Wachstum im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2025?
Das Wachstum gegenüber dem gleichen Zeitraum 2025 beträgt 54,7%.
Welche Kantone haben die meisten Insolvenzen?
Die höchsten Zahlen gibt es in Zürich (1261), Genf (788) und im Kanton Waadt (717).

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