Die Zahl der Insolvenzen steigt. Und das Tessin liegt über dem Durchschnitt

Zunahme von Firmenkonkursen und Neugründungen im Tessin

In den ersten neun Monaten des Jahres stieg die Zahl der Unternehmenskonkurse in der Schweiz auf 11'412 (+37 %). Im Tessin wurden 721 Konkurse verzeichnet, was einem Anstieg von 48 % entspricht.

Kontext

Auf einen Blick

  • 11.412 Insolvenzen in den ersten neun Monaten, +37 % landesweit
  • Tessin mit 721 Insolvenzen: +48 %, über dem Durchschnitt
  • Die Änderung zum 1. Januar 2025 betrifft Steuerschulden
  • 40'487 neu gegründete Unternehmen im gleichen Zeitraum, +2 %

Eckdaten

  • Zeitraum → erste neun Monate des Jahres
  • Insolvenzen in der Schweiz → 11'412
  • Veränderung landesweit → 37 % im Vergleich zu 2025
  • Tessin → 721 Insolvenzen, +48 %
  • Neue Unternehmen → 40'487, +2 %
  • Quelle → Crif

In den ersten neun Monaten des Jahres gab es in der Schweiz 11'412 Unternehmensinsolvenzen, was einem Anstieg von 37 % gegenüber dem gleichen Zeitraum des Jahres 2025 entspricht. Das Tessin liegt über dem nationalen Durchschnitt: Im Kanton belief sich die Zahl der Insolvenzen auf 721, was einem Anstieg von 48 % entspricht.

Die Daten wurden von Crif veröffentlicht, einem Unternehmen, das in den Bereichen Betrugsbekämpfung, Bonitätsprüfungen und Informationsdienstleistungen für Unternehmen und Privatpersonen tätig ist. Die Erhebung zeigt zwei unterschiedliche Entwicklungen: die von einer Insolvenz betroffenen Unternehmen und diejenigen, die im gleichen Zeitraum gegründet wurden.

Branchen und Regionen

Unter den aufgeführten Branchen verzeichnet das Baugewerbe 1'380 von Insolvenzen betroffene Unternehmen, was einem Anstieg von 13 % entspricht. Im Gastgewerbe sind es 1'019 Fälle, was einem Anstieg von 20 % entspricht, während der Einzelhandel 895 Fälle und einen Anstieg von 51 % verzeichnet.

Das regionale Bild ist uneinheitlich. Neben dem Tessin liegt auch Graubünden über dem nationalen Durchschnitt: 218 Insolvenzen, was einem Anstieg von 95 % entspricht. In absoluten Zahlen erreicht Zürich 1'850 Fälle, was einem Anstieg von 28 % entspricht; Genf 1'369, was einem Anstieg von 65 % entspricht; Waadt 1'006, was einem Anstieg von 30 % entspricht.

Einer der Gründe für den Anstieg ist laut Crif die Gesetzesänderung, die am 1. Januar 2025 in Kraft getreten ist. Seit diesem Datum können Steuerverbindlichkeiten von im Handelsregister eingetragenen Unternehmen im Rahmen eines Konkursverfahrens geltend gemacht werden. Zuvor konnten die Behörden nicht bezahlte Steuern nur durch Pfändung eintreiben.

Im gleichen Zeitraum wurden 40'487 neue Unternehmen gegründet, was einem Anstieg von 2 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Unternehmensberatung verzeichnet 3'499 neue Unternehmen (+25 %), die Immobilienbranche 3'032 (+6 %), das Baugewerbe 2'896 (+5 %) und den Detailhandel 2'823 (-12 %). Auf kantonaler Ebene stieg die Zahl der Neugründungen im Tessin auf 1'806 (+9 %) und in Graubünden auf 853 (+8,1 %).

Operative Details

Was ändert sich bei der Auswertung?

Ein Anstieg um 48 % im Tessin lässt keine Rückschlüsse darauf zu, wie viele Insolvenzen durch die Steueränderung verursacht wurden. Crif führt dies als einen der Gründe für den Anstieg an, trennt in den veröffentlichten Daten jedoch nicht den Anteil, der auf Steuerschulden zurückzuführen ist. Diese Unterscheidung verhindert, dass ein zeitlicher Zusammenhang als alleinige Ursache interpretiert wird.

Der Vergleich vorher und nachher

Für ein im Handelsregister eingetragenes Unternehmen verändert der Übergang von der Eintreibung ausstehender Steuern ausschließlich durch Pfändung hin zur Möglichkeit, diese im Rahmen des Insolvenzverfahrens geltend zu machen, den in der Quelle beschriebenen Verfahrensrahmen. Als Stichtag gilt der 1. Januar 2025. Steuerbeträge, Zahlungsfristen oder vorzulegende Unterlagen werden hingegen nicht angegeben: Diese hinzuzufügen würde bedeuten, über die verfügbaren Daten hinauszugehen.

Auch die Zahlen nach Branchen müssen getrennt betrachtet werden. Das Baugewerbe taucht sowohl unter den 1'380 von Insolvenzen betroffenen Unternehmen mit einem Anteil von 13 % als auch unter den Neugründungen mit 2'896 und einem Plus von 5 % auf. Der Detailhandel verzeichnet hingegen 895 Insolvenzen und +51 %, während die Zahl der neuen Unternehmen in diesem Sektor bei 2'823 und -12 % liegt. Die beiden Reihen beziehen sich nicht zwangsläufig auf dieselben Unternehmen und lassen sich nicht automatisch zu einer Bilanz zusammenfassen. Die Unternehmensberatung mit 3'499 neuen Unternehmen und +25 % sowie die Immobilienbranche mit 3'032 und +6 % zeigen, wo sich die Neugründungen konzentrieren, nicht aber, wie viele Unternehmen operativ bleiben werden.

Auf regionaler Ebene verzeichnet das Tessin 721 Insolvenzen und 1'806 Unternehmensgründungen; Graubünden 218 und 853. Die jeweiligen Zuwächse – 48 % und 9 % im Tessin, 95 % und 8,1 % in Graubünden – verdeutlichen zwei unterschiedliche Entwicklungen. Um das Risiko zwischen den Kantonen zu vergleichen, wäre ein Verhältnis zur Gesamtzahl der Unternehmen erforderlich, das die Quelle jedoch nicht liefert. Die absoluten Werte von Zürich, Genf und Waadt sind zwar hoch, reichen aber allein nicht aus, um die Konkurswahrscheinlichkeit zu messen.

Für diejenigen, die nach Anzeichen im Arbeitsmarkt suchen, liefert die Erhebung keine Zahlen zu Beschäftigung, Entlassungen oder Neueinstellungen. Man kann die Seite zu aziende che assumono konsultieren, sollte diese jedoch nicht als automatische Folge der Crif-Daten darstellen.

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Wichtige Punkte

Checkliste für Unternehmen und Leser

Die Quelle ermöglicht eine systematische Überprüfung, jedoch keine Berechnung des individuellen Risikos. Um die Erhebung ohne Hinzufügen externer Daten zu nutzen, empfiehlt es sich, in einzelnen Schritten vorzugehen.

1. Legen Sie den Umfang fest

Stellen Sie fest, ob es sich um ein im Handelsregister eingetragenes Unternehmen handelt. Für diese Kategorie beschreibt die Quelle die Möglichkeit, ab dem 1. Januar 2025 Steuerforderungen im Rahmen eines Insolvenzverfahrens geltend zu machen. Ersetzen Sie diese Formulierung nicht durch eine Regel, die sich auf alle Aktivitäten bezieht: Der Text sagt dies nicht aus.

2. Trennen Sie den Steuerfall von den allgemeinen Angaben

Wenn es sich um eine Steuerschuld handelt, notieren Sie den in der Quelle angegebenen Vergleich: Früher erfolgte die Eintreibung nicht gezahlter Steuern durch Pfändung, während ab 2025 auch das Insolvenzverfahren erwähnt wird. Die Quelle liefert keine Beträge, Fristen, zuständigen Behörden oder Formulare. Die hier mögliche Überprüfung betrifft daher die Unterscheidung zwischen dem bisherigen Verfahren und dem nach der Änderung geltenden Verfahren.

3. Betrachten Sie Branche und Region getrennt

Vergleiche die Branche des Unternehmens mit den getrennten Datenreihen zu Insolvenzen und Unternehmensgründungen. Addiere Insolvenzen und Unternehmensgründungen nicht miteinander und werte den Anstieg der Unternehmensgründungen nicht als Beweis für Stabilität. Auf regionaler Ebene notiere den Kanton und entscheide, ob du prozentuale Veränderungen oder absolute Werte vergleichen möchtest; vermische die beiden Kriterien nicht.

4. Verwenden Sie die Daten als Anhaltspunkt, nicht als endgültiges Urteil

Wer eine Stelle oder einen Unternehmenswechsel in Erwägung zieht, kann die Erhebung als allgemeinen Indikator nutzen und die Angebote anschließend in den annunci di lavoro-Daten überprüfen. Der Text enthält keine individuellen Daten zu einzelnen Unternehmen und lässt daher keine Aussage darüber zu, ob ein Unternehmen solide oder in Schwierigkeiten ist.

Um den richtigen Bezugsrahmen zu wahren, verwechseln Sie diese Statistik nicht mit anderen Angaben im Material: Die 3,7 % beziehen sich auf den Anstieg der Krankenkassen im Tessin für das Jahr 2027, während sich die 312 km/h auf eine Meldung aus Frankreich beziehen. Diese Daten stehen in keinem Zusammenhang mit Unternehmensinsolvenzen.

Um die Überprüfung des persönlichen Einkommens mit einem separaten Tool zu vervollständigen, verwenden Sie calcolatore stipendio.

Quelle: tio.ch

Häufig gestellte Fragen
Wie viele Unternehmensinsolvenzen wurden in der Schweiz und im Tessin in den ersten neun Monaten verzeichnet?
In den ersten neun Monaten des Jahres gab es in der Schweiz 11.412 Unternehmensinsolvenzen, was ein Wachstum von 37 % im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete. Tessin liegt mit 721 Insolvenzen über dem nationalen Durchschnitt, was einem Anstieg von 48 % entspricht, laut von Crif.
Welche Gesetzesänderungen haben sich auf die Zahlen zu Unternehmensinsolvenzen ausgewirkt?
Einer der Gründe für die Erhöhung ist laut Crif die gesetzliche Änderung, die am 1. Januar 2025 in Kraft trat. Seit diesem Datum können Steuerschulden von im Handelsregister eingetragenen Unternehmen durch Insolvenzverfahren durchgesetzt werden, während die Behörden zuvor nur unbezahlte Steuern durch Beschlagnahmung einziehen konnten.
Wie sieht die Situation bei den im gleichen Zeitraum neu gegründeten Unternehmen aus?
Im gleichen Zeitraum wurden 40.487 neue Unternehmen gegründet, was einem Anstieg von 2 % auf Jahresbasis entspricht. Auf kantonaler Ebene stieg Tessin auf 1.806 neue Unternehmen mit einem Anstieg von 9 %, während Graubünden laut Daten der CRIF-Umfrage 853 neue Stellen mit einem Anstieg von 8,1 % verzeichnete.

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