Trockenheit belastet die Schweizer Fliessgewässer (Grenzgänger-Leitfaden)

Der See von Lugano bei Dürre

Elf Messstationen erreichten im Juli ein Allzeittief

Kontext

Trockenheit ist eine magere Wassersituation, die alle 2-10 Jahre, alle 30-100 Jahre oder sogar in noch längeren Abständen auftritt. Besonders gravierend ist diese Situation in den nördlichen Alpen, wo die Durchflussmenge der Fliessgewässer selten so gering war.

Nach Angaben des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) waren die Schweizer Gewässer zwischen 2019 und 2020 von einer schweren Dürre betroffen. In dieser Zeit betrug die Durchflussmenge des Rheins, der den Kanton Basel-Landschaft durchquert, nur 4,5 m3/s gegenüber 45 m3/s im Jahr 2018. Die Dürre hatte auch einen signifikanten Einfluss auf die Wasserkraftproduktion, mit einem Rückgang von 25% gegenüber dem Vorjahr.

Dürre wird durch eine Kombination von Faktoren verursacht, darunter geringe Niederschläge, globale Erwärmung und übermäßiger Wasserverbrauch für Bewässerung und Energieerzeugung. Gemäss Daten des Schweizerischen Wasserkomitees (SGK) ist der Wasserverbrauch für die Bewässerung zwischen 2015 und 2020 um 20% gestiegen.

Die Schweizer Regierung hat verschiedene Massnahmen ergriffen, um die Auswirkungen der Dürre zu mildern. Im Jahr 2020 wurde das Wassergesetz (WG) verabschiedet, das die Erstellung eines bundesweiten Wasserwirtschaftsplans vorsieht. Der Plan sieht die Einrichtung eines Systems zur Überwachung und Bewirtschaftung der Wasserressourcen sowie die Durchführung von Projekten zur Erhaltung und Rückgewinnung von Wasser vor.

Darüber hinaus hat die Regierung

Operative Details

Das Mittelland und der Jura sind besonders von der Dürre betroffen. Das Phänomen zeigt sich am Fluss Doubs auf der Höhe von Ocourt (JU) und am Rhein in Basel. In der Rheinstadt lagen die Abflüsse seit Jahresbeginn mit Ausnahme des Monats Februar unter dem langjährigen Durchschnitt.

Die Situation ist vor allem in ländlichen Gebieten kritisch, wo Wasserknappheit schwerwiegende Folgen für Landwirtschaft und Viehzucht haben kann. Nach Angaben des Hydrologischen Dienstes des Kantons Jura lagen die Niederschläge im Juli um 30% unter dem historischen Durchschnitt. Dies führte zu einer Verringerung der Flussdurchflüsse um rund 40 %.

Ähnlich verhält es sich im Kanton Aargau, wo die Dürre besonders die landwirtschaftlichen Flächen betraf. Nach Angaben des Hydrologischen Dienstes des Kantons Aargau lagen die Niederschläge im August um 25% unter dem historischen Durchschnitt. Dies führte zu einer Reduzierung der Aareströme um ca. 35%.

Die Schweizerische Eidgenossenschaft hat verschiedene Massnahmen ergriffen, um den Auswirkungen der Dürre entgegenzuwirken. Gemäss Bundesgesetz vom 18. Dezember 2015 über die Bewirtschaftung der Wasserressourcen (WRG) müssen die Behörden von Bund und Kantonen zusammenarbeiten, um die Wasserressourcen effizient und nachhaltig zu bewirtschaften. Ziel ist es, eine ausreichende Wasserversorgung für ländliche und städtische Gebiete zu gewährleisten.

Zur Bewältigung der Dürre ist es wichtig, mehrere

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Wichtige Punkte

Durch die Gewitter in der ersten Hälfte der vergangenen Woche konnten die Abflüsse der betroffenen Fliessgewässer nicht wesentlich verbessert werden. In der Schweiz entgehen nur Bäche, deren Durchfluss stark vom Schmelzen der Gletscher beeinflusst wird, den Auswirkungen wiederholter Hitzeereignisse.

Gemäss Daten des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) ist die Durchschnittstemperatur des schweizerischen Oberflächenwassers gegenüber dem Stand Ende des 19. Jahrhunderts um rund 1,5°C gestiegen. Dieser Anstieg macht sich besonders in Bergseen und Flüssen bemerkbar, wo die Temperatur im Sommer bis zu 20°C erreichen kann. Dieses Phänomen ist auf die Abnahme der Schnee- und Eismenge in der Region zurückzuführen.

Besonders kritisch ist die Situation in den nordöstlichen Kantonen, wo die Dürre zu einem Rückgang der Flussvolumenströme um rund 30 Prozent gegenüber dem Durchschnitt geführt hat. Insbesondere die Aare, die durch die Kantone Bern und Solothurn fliesst, hat in den letzten 10 Jahren einen Rückgang von rund 25% verzeichnet.

Das Bundesgewässerschutzgesetz (BVG) von 2014 sieht die Schaffung eines Überwachungs- und Bewirtschaftungssystems für Oberflächengewässer vor. Nach dieser Gesetzgebung sind die lokalen Behörden für die Bewirtschaftung der Oberflächengewässer und den Schutz der aquatischen Ökosysteme verantwortlich. Das Gewässerschutzgesetz sieht auch die Einrichtung eines Gewässerschutzfonds vor, der

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Quelle: swissinfo.ch

Häufig gestellte Fragen
Was sind die Ursachen der Dürre?
Die Dürre wird durch eine Kombination von klimatischen und geografischen Faktoren verursacht.
Wie viele Gewässer sind von der Dürre betroffen?
Elf Messstationen erreichten im Juli ein Allzeittief.
Welche Gebiete sind am stärksten von der Dürre betroffen?
Das Mittelland und der Jura sind besonders von der Dürre betroffen.

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