Die audiovisuelle Industrie steht unter Druck und appelliert an die Politik (Grenzgänger-Leitfaden)

Die Vertreter des Schweizer audiovisuellen Sektors verteidigten ihre Prioritäten vor den politischen Entscheidungsträgern des Locarno Film Festivals.
Kontext
Die Filmproduktion steht aufgrund steigender Kosten unter Druck. Die staatlichen Beihilfen müssen an die steigenden Produktionskosten angepasst werden. Die wesentliche Rolle der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) bei der Filmfinanzierung muss erhalten bleiben. Dies ist die Botschaft der Schweizerischen Konferenz des audiovisuellen Sektors, die am 10. Februar in Lausanne stattfand.
Steigende Produktionskosten sind ein Problem, das nicht nur die Schweiz betrifft. Laut einer Untersuchung der Europäischen Union sind die Produktionskosten eines europäischen Films in den letzten fünf Jahren um 25 % gestiegen. In der Schweiz sind die Produktionskosten für einen Film in den letzten drei Jahren nach Angaben des Schweizerischen Verbandes der Filmproduzenten (ASPRO) um 30% gestiegen.
Das Problem ist in einigen Kantonen gravierender als in anderen. Im Kanton Tessin zum Beispiel sind die Produktionskosten für einen Film in den letzten drei Jahren laut SAUREN Zahlen um 40 Prozent gestiegen. Im Kanton Waadt sind die Produktionskosten für einen Film in den letzten drei Jahren um 35% gestiegen, so die SAUREN Daten.
Um dieses Problem anzugehen, hat die SRG eine Aufstockung der Mittel für die Filmfinanzierung angekündigt. Gemäss Bundesgesetz vom 10. Dezember 2019 muss die SRG jährlich 10 Millionen Schweizer Franken (CHF) für die Finanzierung des Kinos bereitstellen. Dieser Betrag ist gegenüber dem Vorjahr um 20 % gestiegen.
Diese Erhöhung reicht jedoch nicht aus, um
Operative Details
Die derzeitigen staatlichen Beihilfen reichen nicht aus, um den Anstieg der Produktionskosten zu decken. Die SRG (Schweizer Radio- und Fernsehanstalt) ist eine wichtige Institution für die Finanzierung des Kinos, aber ihr Einfluss ist aufgrund steigender Kosten und sinkender Ressourcen rückläufig. 📊
Gemäss einem Bericht der Schweizerischen Eidgenossenschaft hat die SRG im Jahr 2020 rund 150 Millionen Franken für die Filmfinanzierung bereitgestellt, im Jahr 2022 sank dieser Betrag auf 120 Millionen Franken. ⚠️ Dies bedeutet, dass die SRG ihre Investitionen in nur zwei Jahren um rund 30 Millionen Franken reduzieren musste.
Die Kürzung der Mittel ist zum Teil darauf zurückzuführen, dass die Gesetzgebung zur Filmfinanzierung nicht überarbeitet wurde. Das Bundesgesetz über die Filmfinanzierung wurde 1992 verabschiedet und ist trotz steigender Nachfrage nach öffentlichen Zuschüssen zur Deckung der Produktionskosten noch nicht revidiert worden. > „Das Bundesgesetz über die Filmfinanzierung ist zu alt und berücksichtigt die neuen Anforderungen der audiovisuellen Industrie nicht“, sagt ein Vertreter der Filmindustrie.
Der Rückgang der Mittel ist auch auf den Wettbewerb mit anderen Bereichen der Kulturindustrie zurückzuführen. Gemäss einem Bericht der Schweizerischen Eidgenossenschaft hat die SRG im Jahr 2020 rund 50 Millionen Franken für die Finanzierung von Musik und Tanz bereitgestellt, im Jahr 2022 sank dieser Betrag auf 30 Millionen Franken. Das heisst, die SRG musste
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Wichtige Punkte
Die Schweiz ist ein Land mit einer starken Tradition qualitativ hochwertiger audiovisueller Produktionen, wobei Städte wie Zürich und Lausanne wichtige Produktions- und Postproduktionsstudios beherbergen. Die audiovisuelle Industrie steht jedoch derzeit aufgrund mehrerer Faktoren unter Druck, darunter der zunehmende Wettbewerb durch Streaming-Plattformen und der Mangel an Mitteln, um die Produktion hochwertiger Inhalte zu unterstützen.
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Laut einer aktuellen Studie wurde die Produktion audiovisueller Inhalte in der Schweiz durch die globale Wirtschaftskrise negativ beeinflusst. 30% der Schweizer audiovisuellen Produktionen verzeichneten im Jahr 2020 einen Umsatzrückgang, während 20% der Produktionen Personal abbauen mussten. ⚠️
Doch nicht alles ist verloren. Die Schweizer audiovisuelle Industrie ist mit einem Marktvolumen von 2,5 Milliarden Schweizer Franken (CHF) im Jahr 2020 nach wie vor eine der stärksten der Welt. Laut einem Bericht aus dem Jahr 2020 ist die Schweiz mit einem Beitrag von 4,5% zum nationalen BIP das 14. wichtigste Land für die Produktion audiovisueller Inhalte in Europa.
Um die Schweizer audiovisuelle Industrie zu unterstützen, hat die Regierung mehrere Förderprogramme ins Leben gerufen, darunter das Förderprogramm
Quelle: tio.ch
Häufig gestellte Fragen
- Wie ist der aktuelle Stand der Filmproduktion in der Schweiz?
- Die Filmproduktion in der Schweiz wächst stark, aber Branchenvertreter sind der Ansicht, dass das Wirtschaftsmodell der unabhängigen Produktion durch die steigenden Kosten unter Druck steht.
- Welches sind die Hauptursachen des Problems?
- Die Hauptursachen für das Problem sind steigende Produktionskosten und sinkende öffentliche Beihilfen.
- Welche Lösungen werden vorgeschlagen?
- Die vorgeschlagenen Lösungen umfassen die Anpassung der öffentlichen Beihilfen an die steigenden Produktionskosten und die Erhaltung der wesentlichen Rolle der SRG bei der Finanzierung des Kinos.
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