Das DaziT-Programm geht zu Ende, die digitale Transformation setzt sich fort

Luftaufnahme von Bellinzona, Schweiz, mit moderner digitaler Infrastruktur und Grenzkontrollsystemen.

Das DaziT-Programm der FOCBS endet am 31. Dezember 2026 und digitalisiert Zoll- und Grenzsicherungsprozesse.

Kontext

Kurz gesagt

  • Das DaziT-Programm der FOCBS endet am 31. Dezember 2026.
  • DaziT hat Zoll- und Grenzsicherheitsprozesse digitalisiert.
  • Die digitale Transformation setzt sich mit neuen Prioritäten fort.

Wichtige Fakten

  • Was: Ende des DaziT-Programms.
  • Wann: 31. Dezember 2026.
  • Wo: Schweiz.
  • Wer: Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (FOCBS).
  • Menge: Noch nicht angegeben.

Das DaziT-Transformationsprogramm des Bundesamtes für Zoll- und Grenzsicherheit (FOCBS) wird wie geplant am 31. Dezember 2026 abgeschlossen. DaziT ermöglicht es, Prozesse im Zusammenhang mit Zollformalitäten, Steuererhebung und Grenzsicherheit vollständig zu vereinfachen, zu optimieren und zu digitalisieren. Der Vorstand der FOCBS machte auf einer Pressekonferenz, an der Bundesrat Karin Keller-Sutter und Wirtschaftspräsident Christoph Mäder teilnahmen, Bilanz über den Abschluss des Programms und die nächsten Prioritäten für die digitale Transformation.

Die digitale Transformation innerhalb des FOCBS geht somit über den reinen DaziT-Rahmen hinaus und umfasst auch Anpassungen an der Organisation, Prozesse, Arbeitsprofilen, Arbeitswerkzeugen, Infrastruktur und rechtlichen Grundlagen.

Das IT-Umfeld des FOCBS wurde dank DaziT vollständig modernisiert. Mehr als 40 spezialisierte Anwendungen mit rund 250 Microservices wurden entwickelt. Neue digitale Dienste stehen der Wirtschaft und der Bevölkerung zur Verfügung, die über ePortal oder App zugänglich sind. Dazu gehören "Passar", die neue Plattform für grenzüberschreitenden kommerziellen Güterverkehr, die "QuickZoll"-App für die Zollabwicklung privater Einkäufe, elektronische Barzahlung bei Lieferung und digitale Lösungen zur Erhebung und Rückerstattung von Steuern. Im Hinblick auf die leistungsbezogene Schwerfahrzeuggebühr (HVF) wurden eine vollständige Systemüberarbeitung und Marktliberalisierung umgesetzt. Gleichzeitig wurden Grenzkontrollsysteme modernisiert und an die Entwicklungen im Schengen-Gebiet angepasst. Darüber hinaus wurden verschiedene digitale Lösungen für mobile Kontrollen bereitgestellt.

DaziT wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Informationstechnologie, Systeme und Telekommunikation (FOITT) umgesetzt. Die Programmplanung wurde kontinuierlich in Zusammenarbeit mit den relevanten Nutzergruppen angepasst, insbesondere gemeinsam mit Vertretern von Wirtschaftskreisen und Partnerbehörden. Die Grundversion der neuen Lösungen wurde so bald wie möglich in der Praxis umgesetzt, um Informationen zu sammeln, die für die weitere Entwicklung nützlich sein würden. Die kontinuierliche Weiterentwicklung der Systeme und der parallele Betrieb neuer und bestehender Lösungen erwiesen sich als herausfordernd und erfordern weiterhin ständige Anpassungen der operativen Prozesse sowie kontinuierliche Schulungen aller Beteiligten.

Effizienzgewinne und -einsparungen ohne Kostenüberschreitungen

DaziT strebt drei Hauptziele an: Die regulatorischen Kosten für die Wirtschaft sollen jährlich um 125 Millionen CHF gesenkt werden, die Effizienzsteigerungen im FOCBS um 300 Vollzeitstellen reduziert und die Betriebskosten im IT-Sektor sollen stabilisiert werden. Nach aktuellen Prognosen können diese Ziele bis 2030 schrittweise erreicht werden. Einige positive Effekte sind bereits sichtbar, beispielsweise in den Bereichen der grundlegenden digitalen Infrastruktur, Grenzkontrollsysteme oder dem HVF. Die Ausnutzung des vollen Potenzials erfordert jedoch den konsequenten Einsatz neuer digitaler Lösungen, die Stilllegung bestehender Systeme, das Inkrafttreten vollständig überarbeiteter Zollgesetze sowie die Schaffung internationaler Bedingungen und infrastrukturlicher Voraussetzungen. Rund 346,5 Millionen CHF von den 393 Millionen CHF bzw. 88 % wurden für den vom Parlament genehmigten Sonderkredit Ende Juni 2026 verwendet. Die verbleibenden Mittel werden bis Ende 2026 und 2027 in Form von zugewiesenen Reserven für die Weiterentwicklung und Fertigstellung einzelner Projekte verwendet. Der Commitment Credit wird daher respektiert.

Operative Details

Praktische Auswirkungen

Der Abschluss des DaziT-Programms wird erhebliche Auswirkungen auf das tägliche Leben der Schweizer Bürger und Unternehmen haben. Die Digitalisierung von Zoll- und Grenzsicherungsprozessen wird die Verfahren vereinfachen und Wartezeiten verkürzen. Dies wird zu einer höheren Effizienz für Unternehmen im grenzüberschreitenden Handel führen und ihnen Zeit und Ressourcen sparen.

Was die leistungsbezogene Schwerfahrzeuggebühr (HVF) betrifft, so sind die vollständige Erneuerung des Systems und die Liberalisierung des Marktes ein Schritt hin zu einem gerechteren und transparenteren Management der Straßeninfrastruktur. Dies könnte sich positiv auf die Wettbewerbsfähigkeit der Verkehrsunternehmen auswirken, die von reduzierten Betriebskosten profitieren werden.

Die Modernisierung der Grenzkontrollsysteme und die Anpassung an die Entwicklungen im Schengen-Bereich werden für die Sicherheit der Schweizer Bürger sorgen. Neue digitale Lösungen für mobile Kontrollen werden es ermöglichen, effektiver auf außergewöhnliche Situationen zu reagieren und das Grenzmanagement zu verbessern.

Vergleich mit der vorherigen Situation

Vor der Einführung von DaziT basierten Zoll- und Grenzsicherheitsprozesse noch weitgehend auf manuellen und papierbasierten Verfahren. Dies führte zu längeren Wartezeiten und erhöhter Komplexität für Unternehmen und Bürger. Die Digitalisierung hat es ermöglicht, diese Prozesse zu vereinfachen und zu optimieren, wodurch sie effizienter und transparenter werden.

Die digitale Transformation hat auch zu größerer Flexibilität für das FOCBS geführt, das nun mehr Flexibilität gewinnen kann, um die Kontrollen zu stärken und den Umgang im Falle außergewöhnlicher Situationen zu verbessern. Dies ist besonders wichtig in einem Kontext zunehmender grenzüberschreitender Mobilitäts- und Sicherheitsherausforderungen.

Zukunftsszenarien

Mit dem Abschluss des DaziT-Programms bereitet sich das FOCBS darauf vor, sich neuen Herausforderungen und Chancen zu stellen. Die digitale Transformation wird mit neuen Prioritäten fortgesetzt, zu denen Anpassungen in den Bereichen Organisation, Prozesse, Arbeitsprofile, Arbeitswerkzeuge, Infrastruktur und Rechtsgrundlagen gehören.

Ziel ist es, die Ziele schrittweise zu erreichen, die regulatorischen Kosten für die Wirtschaft zu senken, die Anzahl der Vollzeitstellen im FOCBS zu reduzieren und die Betriebskosten im IT-Sektor zu stabilisieren. Dies wird einen konsequenten Einsatz neuer digitaler Lösungen, die Stilllegung bestehender Systeme und das Inkrafttreten der vollständig überarbeiteten Zollgesetzgebung erfordern.

Fazit

Der Abschluss des DaziT-Programms ist ein wichtiger Schritt zu mehr Effizienz und Sicherheit an den Schweizer Grenzen. Die Digitalisierung von Zoll- und Grenzsicherungsprozessen wird die Abläufe vereinfachen und Wartezeiten verkürzen, was erhebliche Vorteile für Unternehmen und Bürger bringt. Die digitale Transformation wird mit neuen Prioritäten fortgesetzt und sorgt für ein effizienteres und transparenteres Management der Straßen- und Grenzinfrastruktur.

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Wichtige Punkte

Zu ergreifende Maßnahmen

Um von den neuen digitalen Lösungen von DaziT zu profitieren, müssen Unternehmen und Bürger informiert und vorbereitet sein. Hier sind einige konkrete Maßnahmen, die ergriffen werden können:

Für Unternehmen

1. Informieren Sie sich über neue digitale Lösungen: Unternehmen sollten sich der neuen digitalen Anwendungen und Dienste bewusst sein, wie "Passar" für den grenzüberschreitenden Verkehr von Handelswaren und "QuickZoll" für die Zollabfertigung privater Einkäufe.

2. Das Personal schulen: Es ist entscheidend, dass das Personal richtig im Umgang mit neuen digitalen Lösungen geschult wird. Dies sorgt für einen reibungslosen Übergang und verkürzt die Anpassungszeit.

3. Interne Prozesse aktualisieren: Unternehmen müssen ihre internen Prozesse überprüfen und aktualisieren, um das Beste aus neuen digitalen Lösungen herauszuholen. Dazu kann die Überprüfung ihrer Produkte und Dokumentenmanagementverfahren gehören.

Für Bürger

1. Nutzen Sie neue digitale Dienste: Bürger können von neuen digitalen Diensten profitieren, wie elektronischem Bargeld bei Lieferung und Lösungen für Steuererhebung und Rückerstattung. Diese Dienste vereinfachen die Abläufe und verkürzen Wartezeiten.

2. Informieren Sie sich über neue Vorschriften: Es ist wichtig, dass Bürger über neue Zollvorschriften und Gesetze informiert sind. So stellen Sie sicher, dass sie den neuen Vorschriften entsprechen und von den neuen digitalen Lösungen profitieren können.

Nützliche Werkzeuge

Für weitere Informationen und Unterstützung können Bürger und Unternehmen folgende Werkzeuge nutzen:

  • ePortal: Eine digitale Plattform, die Zugang zu verschiedenen Dienstleistungen und Informationen bietet.
  • "QuickZoll"-App: Eine Anwendung zur Zollabfertigung privater Käufe.
  • Elektronisches Bargeld bei Lieferung: Ein digitaler Dienst zur Einziehung und Rückerstattung von Steuern.

Fazit

Der Abschluss des DaziT-Programms ist ein wichtiger Schritt zu mehr Effizienz und Sicherheit an den Schweizer Grenzen. Die Digitalisierung von Zoll- und Grenzsicherungsprozessen wird die Abläufe vereinfachen und Wartezeiten verkürzen, was erhebliche Vorteile für Unternehmen und Bürger bringt. Die digitale Transformation wird mit neuen Prioritäten fortgesetzt und sorgt für ein effizienteres und transparenteres Management der Straßen- und Grenzinfrastruktur.

Quelle: admin.ch

Häufig gestellte Fragen
Wann endet das DaziT-Programm?
Das DaziT-Programm endet am 31. Dezember 2026.
Was sind die Hauptziele von DaziT?
Zu den Hauptzielen von DaziT gehören die Senkung der Regulierungskosten für die Wirtschaft, der Abbau von Vollzeitstellen innerhalb des UDSC und die Stabilisierung der Betriebskosten im IT-Bereich.
Welche neuen digitalen Dienste wurden von DaziT eingeführt?
Zu den von DaziT neu eingeführten digitalen Diensten gehören «Passar» für den grenzüberschreitenden Warenverkehr, die App «QuickZoll» für die Verzollung privater Einkäufe und die elektronische Vignette.

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