Schweizer Banken: ASIB fordert Lohnerhöhungen von 2,5%

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Die ASIB verlangt für die Verhandlungen 2026/2027 eine Erhöhung der Lohnsumme um 2,5% und für die Einkommen um 2000 Franken auf 120'000 Franken.

Kontext

Auf einen Blick

  • SBPV fordert eine Erhöhung der Lohnsumme um 2,5 % im Bankensektor.
  • Forderung nach einem Anstieg von mindestens 2000 Franken bei Löhnen bis 120'000 Franken.
  • Ziel: Kaufkraft schützen und am Unternehmenserfolg teilhaben.
  • Transparenz bei den Kriterien für die Verteilung der Lohnerhöhungen gefordert.

Kernfakten

  • Was: Forderung nach Lohnanpassungen im Schweizer Bankensektor.
  • Wann: Im Hinblick auf die Lohnverhandlungen 2026/2027.
  • Wo: In der Schweiz tätige Kreditinstitute.
  • Wer: Schweizerischer Bankpersonalverband (SBPV).
  • Betrag: Erhöhung um 2000 Franken pro Jahr für Einkommen bis 120'000 Franken.

Der Schweizerische Bankpersonalverband (SBPV) hat seine Forderungen für die kommenden Lohnverhandlungen formalisiert und strebt eine Erhöhung der gesamten Lohnsumme um 2,5 % an. Die Forderung, die vom Vorstand nach Rücksprache mit den Personalvertretungen beschlossen wurde, zielt darauf ab, den Mitarbeitenden eine direkte Teilhabe an den hervorragenden wirtschaftlichen Ergebnissen der Kreditinstitute zu ermöglichen. Neben dem globalen Prozentsatz hat die Gewerkschaft eine Mindestschwelle von 2000 Franken zusätzlich pro Jahr für alle Angestellten mit einem Jahresgehalt von bis zu 120'000 Franken festgelegt, berechnet auf Basis eines Vollzeitbeschäftigungsgrades. Der SBPV stellte klar, dass diese Forderung im Einklang mit der Anpassung der Mindestlöhne gemäss dem Gesamtarbeitsvertrag der Branche steht, welche ab dem 1. Januar 2027 um 2000 Franken steigen werden.

Transparenz und Verteilungskriterien

Ein grundlegender Pfeiler der SBPV-Strategie betrifft die Forderung nach Transparenz in den unternehmerischen Entscheidungsprozessen. Die Gewerkschaft verlangt, dass die Banken die Kriterien für die Verteilung der Lohnerhöhungen klar kommunizieren, damit die Mitarbeitenden und die Personalvertretungen die Logik hinter den individuellen Lohnanpassungen nachvollziehen können. Der Verband empfiehlt den Instituten zudem, ihre Lohnbänder zu überprüfen und diese bei Bedarf anzuheben. Die Empfehlung an die einzelnen Unternehmen lautet, Forderungen in diesem Umfang unter Berücksichtigung der spezifischen wirtschaftlichen Situation und der Besonderheiten jedes einzelnen Betriebs zu stellen. Das oberste Ziel bleibt es sicherzustellen, dass sich die Rekordgewinne, die konstant von verschiedenen Banktypen – von Regionalbanken bis hin zu Grossbanken wie UBS – verzeichnet werden, in greifbare Vorteile für die gesamte Belegschaft übersetzen, die zum operativen Erfolg des Instituts beiträgt.

Operative Details

Die von der ASIB zur Begründung ihrer Forderungen vorgebrachte wirtschaftliche Rechtfertigung stützt sich auf drei Hauptpfeiler, die den Alltag der Arbeitnehmer unmittelbar betreffen. Der erste kritische Punkt ist die Erhaltung der Kaufkraft. Trotz der Inflation weist der Verband darauf hin, dass der stetige Anstieg der Krankenkassenprämien eine Belastung darstellt, die in der offiziellen Teuerungsrate nicht enthalten ist und das verfügbare Haushaltseinkommen erheblich schmälert. Die Prognosen für 2026 deuten auf eine leicht höhere Inflation als im Vorjahr hin, wobei Unsicherheiten im Zusammenhang mit der geopolitischen Lage und den Ölpreisen die Verbraucherpreise weiter beeinflussen könnten. Für diejenigen, die die Auswirkungen der Fixkosten auf das Familienbudget vertiefen möchten, bleiben die Lebenshaltungskosten in der Schweiz ein wesentlicher Parameter, den es zu beobachten gilt.

Die Nachzahlung von Lohnrückständen

Der zweite Punkt betrifft die ausgebliebene Lohnanpassung, die sich in den Jahren 2022 und 2023 angesammelt hat. Während dieser von hoher Inflation geprägten Zeit haben die meisten Banken keinen vollständigen Teuerungsausgleich vorgenommen. Die ASIB betont, dass die Angestellten in vielen Fällen jahrelang keine Lohnerhöhungen erhalten haben und dass Anpassungen selbst in den jüngsten Zweijahresperioden selten und nur teilweise erfolgten. Dieser Rückstand muss nach Ansicht des Verbandes aufgeholt werden, um die Löhne wieder an die realen Lebenshaltungskosten anzupassen. Die Produktivität stellt die dritte Säule dar: Die Einführung neuer digitaler Technologien und der künstlichen Intelligenz hat es den Banken ermöglicht, ihre Prozesse zu optimieren. Gleichzeitig hat der Personalabbau in zahlreichen Instituten die Arbeitsbelastung für die verbleibenden Mitarbeiter erhöht. Die ASIB argumentiert, dass, wenn weniger Mitarbeiter die gleiche oder eine höhere Leistung erbringen, die Produktivitätsgewinne gerecht verteilt werden müssen. Die Arbeitnehmer fordern daher nicht nur eine Preisanpassung, sondern eine Anerkennung des Mehrwerts, der durch die betriebliche Effizienz und die technologische Innovation geschaffen wurde, die den heutigen Schweizer Finanzsektor prägen.

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Wichtige Punkte

Für Angestellte im Bankensektor, die ihre vertragliche Situation bewerten möchten, ist eine genaue Überprüfung der eigenen Vergütung von grundlegender Bedeutung. Obwohl die Forderungen der ASIB auf Branchenebene gestellt werden, finden die Verhandlungen oft auf Unternehmensebene statt. Es ist ratsam, die Personalvertretung der eigenen Bank zu konsultieren, um zu verstehen, welche Spielräume bestehen und ob das Institut bereits eine Überprüfung der Gehaltsbänder als Reaktion auf die gewerkschaftlichen Vorgaben eingeleitet hat. Die von der ASIB geforderte Transparenz ist als Schutzinstrument zu verstehen: Jeder Mitarbeiter hat das Recht, Erklärungen zu den Bewertungskriterien für Leistungen und zu den Parametern zu verlangen, die über Gehaltserhöhungen entscheiden. In einer Zeit des technologischen Wandels, in der die Digitalisierung die beruflichen Rollen neu definiert, wird die Kenntnis der Vergütungsdynamik zu einem Stärkefaktor für die eigene Karriereplanung.

Instrumente zur Finanzplanung

Neben der direkten Verhandlung ist es sinnvoll zu beobachten, wie sich Gehaltsveränderungen auf die langfristige Vorsorgeplanung auswirken. Eine Erhöhung des Bruttogehalts hat positive Auswirkungen sowohl auf die Beiträge zur zweiten Säule als auch auf die Möglichkeiten, in die dritte Säule einzuzahlen. Wer in der Schweiz arbeitet, kann digitale Instrumente nutzen, um die Nettoauswirkungen möglicher Gehaltserhöhungen unter Berücksichtigung von Steuerabzügen und obligatorischen Sozialversicherungsbeiträgen zu berechnen. Das Bewusstsein über die eigene Beitragssituation, einschliesslich der AHV/BVG-Zahlungen, ist für die Optimierung der eigenen Position im Hinblick auf den Ruhestand unerlässlich. Wenn Sie bewerten möchten, wie sich eine mögliche Gehaltserhöhung auf Ihr verfügbares Nettoeinkommen und Ihre Steuerplanung auswirkt, empfehlen wir Ihnen, regelmässig den Lohnrechner zu verwenden, um aktualisierte Prognosen auf Basis aktueller Daten zu erhalten. Denken Sie daran, dass die Finanzplanung ein dynamischer Prozess ist, der regelmässige Überprüfungen erfordert, insbesondere bei signifikanten Änderungen der Vergütungsstruktur oder der betrieblichen Sozialleistungen, die oft mit den Gehaltsverhandlungen zum Jahresende einhergehen.

Quelle: swissinfo.ch

Häufig gestellte Fragen
Welche Gehaltsforderungen stellt die ASIB an den Bankensektor?
Der Schweizerische Verband der Bankangestellten (ASIB) hat eine Erhöhung der Gesamtlohnsumme um 2,5% beantragt. Zudem hat die Gewerkschaft eine Mindestschwelle von zusätzlich 2000 Franken pro Jahr für alle Mitarbeitenden mit einem Jahreslohn von bis zu 120'000 Franken festgelegt, berechnet bei Vollzeitbeschäftigung. Diese Maßnahme soll eine direkte Beteiligung der Arbeitnehmer an den von den Kreditinstituten erzielten positiven wirtschaftlichen Ergebnissen gewährleisten.
Warum fordert die ASIB mehr Transparenz in den Banken?
Die ASIB verlangt, dass die Institute die Kriterien für die Verteilung der Lohnerhöhungen klar kommunizieren. Diese Transparenz ist notwendig, damit Mitarbeiter und Personalvertretungen die Logik hinter individuellen Vergütungsänderungen nachvollziehen können. Der Verband schlägt auch vor, die Gehaltsgruppen des Unternehmens zu überprüfen, um sicherzustellen, dass die Rekordgewinne in greifbare Vorteile für die gesamte Belegschaft umgesetzt werden, die zum operativen Erfolg des Unternehmens beitragen.
Wie begründet der ASIB die Forderung nach Lohnanpassung?
Der Antrag stützt sich auf drei Säulen: die Aufrechterhaltung der Kaufkraft, die durch die Inflation und die Teuerung der Krankenkassenprämien ausgehöhlt wird; die Erholung der nicht ausgeglichenen Lohnrückstände im Zeitraum 2022-2023; und die Anerkennung der Produktivität. Die Einführung neuer Technologien und künstlicher Intelligenz in Verbindung mit dem Personalabbau hat die Arbeitsbelastung erhöht. Die ASIB argumentiert daher, dass die Produktivitätsgewinne gleichmäßig auf die Arbeitnehmer verteilt werden müssen, die diesen Mehrwert schaffen.

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