Armee und Polizei trainieren Infrastrukturschutz

Im Kanton Bern läuft eine viertägige gemeinsame Übung zur Verteidigung kritischer Infrastrukturen gegen Drohnen.
Kontext
Auf einen Blick
- Viertägige gemeinsame Übung im Kanton Bern
- Hauptfokus auf dem Schutz kritischer Infrastrukturen
- Einsatz von Drohnenabwehrgeräten auf dem Bantiger
- Zusammenarbeit zwischen Kantonspolizei und Armee
Wichtige Fakten
- Was: Übung zum Schutz vor Drohnen
- Wann: Heute begonnen, dauert bis Dienstag an
- Wo: Kanton Bern und Berner Oberland, einschliesslich Bantiger und Meiringen
- Wer: Kantonspolizei Bern und Schweizer Armee
- Anlagen: Energieanlagen, Telekommunikationsnetze, Militärflugplatz und Kernkraftwerk
Im Kanton Bern hat eine wichtige, vier Tage dauernde gemeinsame Übung begonnen, bei der Kantonspolizei und Schweizer Armee Seite an Seite im Einsatz stehen. Primäres Ziel dieses koordinierten Manövers ist es, die Verteidigung der kritischen Infrastrukturen des Gebiets zu testen und zu verbessern, wobei ein besonderes Augenmerk auf die von Drohnen ausgehende Bedrohung gerichtet wird. Zu den beteiligten strategischen Standorten gehören Energieanlagen und Telekommunikationsnetze, wesentliche Güter für die öffentliche Sicherheit und das ordnungsgemässe Funktionieren der kantonalen und nationalen Wirtschaft. Während eines auf dem Bantiger, einer nordöstlich von Bern gelegenen Erhebung, organisierten Treffens mit den Medien erläuterten Spezialisten der Kantonspolizei konkret die vorgesehenen operativen Vorgehensweisen, um einen möglichen Luftangriff eines unbemannten Fluggeräts auf eine Übertragungsanlage abzuwehren.
Die zunehmende Aufmerksamkeit für die Bedrohung aus der Luft
Das Thema der Sicherheit des Luftraums in niedrigen Höhen ist nicht mehr auf hypothetische oder theoretische, in die Zukunft verlegte Szenarien beschränkt. Dies bestätigte der Leiter des kantonalen Sicherheitsdepartements Philippe Müller ausdrücklich und hob hervor, dass die jüngsten Vorfälle in Europa die Aufmerksamkeit auf die Verwundbarkeit sensibler Standorte gelenkt hätten. Im vergangenen Sommer war der Schweizer Luftraum Schauplatz verdächtiger Sichtungen; mehrere nicht identifizierte Drohnen überflogen eine militärische Anlage. Ähnliche und besorgniserregende Situationen ereigneten sich auch in der Nähe des Militärflugplatzes Meiringen im Kanton Bern sowie nahe dem Kernkraftwerk Gösgen im Kanton Solothurn. Angesichts dieser Entwicklungen betonen die zuständigen Behörden die Notwendigkeit, wachsam zu bleiben, auch wenn zwischen Flugobjekten, die keine reale Gefahr darstellen, und tatsächlichen Bedrohungen unterschieden werden muss, die eine koordinierte und sofortige Reaktion erfordern.
Operative Details
Die Handhabung von Störungen im Luftraum erfordert strenge Protokolle und eine perfekte Synchronisierung zwischen den verschiedenen beteiligten Kräften. Wie der Kommandant der Berner Polizei Christian Brenzikofer hervorhob, muss jeder Einsatz unter strikter Einhaltung der Rechtmäßigkeit erfolgen, wobei gewährleistet sein muss, dass die ergriffenen Gegenmaßnahmen stets verhältnismäßig zur Situation und in ihrer Begründung nachvollziehbar sind. Die Komplexität der Anti-Drohnen-Abwehr macht einen multidisziplinären Ansatz unerlässlich, der nicht nur die traditionellen Ordnungskräfte einbezieht, sondern auch die aktive Mitwirkung der Armee, der Bundesbehörden und der privaten oder öffentlichen Betreiber erfordert, die für die Wartung und den Betrieb kritischer Infrastrukturen verantwortlich sind. Gerade dieses dichte Netz an gegenseitigen Abhängigkeiten rechtfertigt die Organisation groß angelegter gemeinsamer Übungen.
Die vor Ort eingesetzten Technologien
Während der praktischen Demonstration auf dem Bantiger zeigten die Einsatzkräfte die Funktionsweise der zur Überwachung und Neutralisierung von Bedrohungen aus der Luft eingesetzten Ausrüstung. Zwei Beamte der Kantonspolizei, die sich unablässig auf die Überwachung des umliegenden Luftraums konzentrierten, entdeckten mithilfe eines speziellen tragbaren Geräts, das in Größe und Vielseitigkeit strukturell einem Mobiltelefon ähnelt, die Annäherung einer als feindlich eingestuften Drohne. Nachdem das Ziel erkannt worden war, gingen die Beamten zum Handeln über und setzten die sogenannte Störanlage ein. Dieses technologische Instrument wirkt, indem es das Funksignal unterbricht und stört, das das Fluggerät mit seiner Bodenleitstation verbindet. Wie der Experte Samuel Wings von der Berner Kantonspolizei erklärte, bricht die Drohne ohne Kontakt zum Piloten die gesteuerte Navigation ab und verhält sich entsprechend den in der ursprünglichen Flugsoftware festgelegten Parametern. In der überwiegenden Mehrheit der Fälle, nämlich in neunundneunzig Komma neun Prozent der Situationen, ist das Gerät so programmiert, dass es den Kurs umkehrt und zum Ausgangspunkt zurückkehrt. Sollte das System jedoch manipuliert worden sein oder andere Konfigurationen aufweisen, kann nicht ausgeschlossen werden, dass das Fluggerät Auftrieb verliert und zu Boden stürzt, wodurch das Risiko für die Menschen und die darunterliegenden Strukturen im Einsatzszenario drastisch verringert wird.
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Wichtige Punkte
Die derzeit laufende Übung, die den Codenamen Fides 26 trägt, stellt einen entscheidenden Prüfstein dar, um die Wirksamkeit der Sicherheitsprotokolle zu überprüfen, und wird bis Dienstag ohne Unterbrechung fortgesetzt. Die Einsätze sehen eine enge Zusammenarbeit vor Ort zwischen der Berner Kantonspolizei und der Territorialdivision 1 der Armee vor, speziell ausgebildeten Einheiten zur Bewältigung von Hochrisikoszenarien, einschließlich möglicher Alarme im Zusammenhang mit terroristischen Bedrohungen oder Situationen mit Kriegsgefahr. Die taktischen Manöver und Patrouillen konzentrieren sich nicht auf einen einzigen Ort, sondern erstrecken sich flächendeckend über die gesamte Region Bern und das eindrucksvolle Berner Oberland. Dabei werden städtische Zentren sowie ländliche oder bergige Gebiete einbezogen, die für das Schweizer Infrastrukturnetz von strategischer Bedeutung sind.
Wie man vorgeht und die Sicherheit überprüft
Im konkreten Szenario, das während der Feldmanöver simuliert wurde, reagierte die von den Einsatzkräften entdeckte Drohne auf die Störmaßnahme, indem sie sich schnell vom bezeichneten sensiblen Ziel entfernte. Dieses Verhalten ermöglichte es den Polizeipatrouillen, die Fluchtbahn des Fluggeräts zu verfolgen, seine Bewegungen aus der Distanz zu beobachten und schließlich den Piloten zu identifizieren und physisch ausfindig zu machen, der das System ferngesteuert bediente. Für alle, die in der Schweiz leben, arbeiten oder wirtschaftliche Tätigkeiten und strategische Anlagen betreiben, ist es von entscheidender Bedeutung, die Entwicklung der Sicherheitsvorschriften und der Protokolle zum Schutz der Infrastruktur zu verfolgen, um sich an die geltenden eidgenössischen und kantonalen Standards anzupassen. Um die Aspekte der Personalführung, der wirtschaftlichen Stabilität sowie der Instrumente für die Finanz- und Vorsorgeplanung auf Schweizer Gebiet näher zu beleuchten, laden wir dich ein, unseren calcolatore stipendio e imposte zu konsultieren.
Quelle: swissinfo.ch
Häufig gestellte Fragen
- Was ist das Ziel der gemeinsamen Übung im Kanton Bern?
- Das Hauptziel des koordinierten Manövers besteht darin, die Verteidigung kritischer Infrastrukturen des Territoriums zu testen und zu verbessern, wobei der Bedrohung durch Drohnen besondere Aufmerksamkeit gewidmet wird. An der Übung beteiligen sich die Berner Kantonspolizei und die Schweizer Armee an strategischen Standorten wie Energieanlagen, Telekommunikationsnetzen, dem Militärflughafen Meiringen und dem Kernkraftwerk Gösgen.
- Welche Technologien werden zur Bekämpfung von Drohnen eingesetzt?
- Während der praktischen Demonstration auf dem Bantiger verwendeten die Betreiber ein spezielles Handgerät, um feindliche Flugzeuge und eine störende Anlage zu lokalisieren. Dieses Instrument unterbricht und stört das Funksignal zwischen der Drohne und der Bodenkontrollstation und zwingt das Flugzeug, den Kurs umzukehren und in den allermeisten Fällen zum Ausgangspunkt zurückzukehren.
- Wie lange dauert die Übung und welche Bereiche sind betroffen?
- Die Übung dauert vier Tage, hat heute begonnen und dauert bis Dienstag. Die Operationen erstrecken sich flächendeckend über die gesamte Region Bern und das eindrucksvolle Berner Oberland und beziehen städtische Zentren, ländliche Gebiete und Berggebiete ein, die für das schweizerische Infrastrukturnetz unter Beteiligung der Territorialdivision 1 der Armee von strategischer Bedeutung sind.
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