Grenzgänger über 55, Jobwechsel in der Schweiz: Was Sie wissen sollten (Grenzgänger-Leitfaden)

Grenzgänger über 55, der einen Jobwechsel zwischen Italien und Tessin prüft

Umzug nach 55 Jahren als Grenzgänger: Auswirkungen auf die Genehmigung G, zweite Säule, Quellensteuer und neue Steuersätze 2024-2033.

Kontext

In Kürze

  • Neue Frontalieri-Vereinbarung in Kraft seit dem 1. Januar 2024 (Unterschrift 23.12.2020)
  • Alte Grenzgänger: Befreiung € 7'500, Übergangsregelung 2024–2033
  • Neue Grenzgänger: 10'000 € Selbstbehalt, Quellensteuer nur in der Schweiz
  • BVG obligatorisch ab dem 25. Lebensjahr, mit Beitragsgruppen 7–18%

Eckdaten

  • Was : Arbeitgeber oder Kanton nach 55 Jahren Grenzgänger wechseln
  • Wann: Übergangsregelung 2024–2033 für alte Grenzgänger
  • Wo: Kanton Tessin (und untergeordnet Graubünden, Wallis)
  • Wer: Grenzgänger mit Genehmigung G
  • Betrag: Befreiung € 7'500 (alt) oder Selbstbehalt € 10'000 (neu)
  • Bezug: Neue Vereinbarung unterzeichnet am 23.12.2020, ratifiziert Gesetz 83/2023
  • Doppelbesteuerung: Abkommen Italien-Schweiz vom 9. Dezember 1976

Das neue Grenzgängerabkommen, das am 23. Dezember 2020 unterzeichnet wurde und seit dem 1. Januar 2024 in Kraft ist, legt die Steuerregeln für diejenigen neu fest, die im Kanton Tessin arbeiten und in Italien wohnen. Die italienische Ratifizierung erfolgte mit dem Gesetz 83 vom 13. Juni 2023. Für einen Arbeitnehmer über 55, der eine Umsiedlung in Betracht zieht, ist die erste Unterscheidung zwischen einem alten Grenzgänger (vor dem 17. Juli 2023 eingestellt) und einem neuen Grenzgänger zu treffen. Die Kategorie bestimmt, ob Sie von der Befreiung von € 7'500 mit der Übergangsregelung 2024-2033 oder von der Selbstbeteiligung von € 10'000 profitieren.

Wer gilt als Grenzgänger und was ändert sich für die Steuer

Die Quellensteuer auf das Erwerbseinkommen wird ausschliesslich einbehalten

Operative Details

Der Wechsel des Arbeitsplatzes nach dem 55. Lebensjahr bringt Fragen mit sich, die drei Fronten betreffen: Steuern, Vorsorge und Versicherung. In steuerlicher Hinsicht ändert sich der Quellensteuermechanismus nicht: Die Schweiz behält die Steuer ein und Italien erkennt eine Steuergutschrift an, um eine Doppelbesteuerung zu vermeiden. Der Unterschied zwischen dem alten und dem neuen Grenzgänger liegt hingegen im Umfang der Befreiung und in der Dauer der Übergangsregelung. Für Arbeitnehmer, die bereits vor dem 17. Juli 2023 Grenzgänger sind, gilt die Befreiung von € 7'500 mit einer allmählichen Senkung bis 2033; für neue Grenzgänger gilt die großzügigste Selbstbeteiligung von € 10'000, ohne Dekalation.

Auswirkungen auf die zweite Säule und die Rente

Die BVG (berufliche Vorsorge) ist für AHV-pflichtige Arbeitnehmer ab dem 25. Altersjahr obligatorisch, mit einem versicherten Mindestlohn und Beitragssätzen von 7% bis 18% je nach Altersgruppe. Bei einem Arbeitgeberwechsel geht das angesammelte Altersguthaben nicht verloren: Das BVG-Konto beim FONDS des bisherigen Arbeitgebers bleibt aktiv oder kann in die Pensionskasse des neuen Arbeitgebers überführt werden (Rückkauf oder Versetzung). Bei einem Alter über 55 ist die Entscheidung, wenige Jahre nach der Pensionierung die Stelle zu wechseln, auch im Hinblick auf die Ausstiegsstrategie und den allfälligen Vorbezug des BVG-Kapitals zu BEURTEILEN.

## Szenario: Was passiert, wenn man den Job wechselt

Ein Arbeitnehmer, der eine Umsiedlung ins Tessin in Betracht zieht, könnte sich fragen, ob der neue Arbeitgeber

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Wichtige Punkte

Bevor Sie einen neuen Arbeitsvertrag unterschreiben, ist es sinnvoll, einem geordneten Ablauf zu folgen. Der erste Schritt besteht darin, zu unterscheiden, ob Sie ein alter oder neuer Grenzgänger sind, da davon die steuerliche Behandlung abhängt. Der zweite Schritt ist die Überprüfung, ob die neue Anstellung in die Bedingungen der Bewilligung G fällt, und im Falle eines Kantonswechsels, welche zusätzlichen Anforderungen zur Anwendung kommen.

Schritt-für-Schritt-Verfahren

1. Statusüberprüfung: alter Grenzgänger (vor dem 17.7.2023) oder neuer Grenzgänger. Seit dem 1. Januar 2024 ist das neue Regime mit der Ratifizierung des Gesetzes 83/2023 vollständig anwendbar. 2. Lohnabrechnung kontrollieren: Die Quellensteuer muss in der Schweiz zurückbehalten werden, mit den von der ESTV auf Bundesebene und von den kantonalen Verwaltungen festgelegten Tarifen. Die italienischen IRPEF-Steuersätze (23% bis €28'000, 35% zwischen €28'001 und €50'000, 43% über €50'000) sind nur für die Berechnung der Steuergutschrift im CE-Rahmen der 730er-Erklärung relevant. 3. BVG-Überprüfung: Der neue Arbeitgeber ist verpflichtet, sich einer anerkannten Pensionskasse anzuschliessen; überprüfen Sie Beitragsstufe und koordiniertes Gehalt. 4. Meldung an die INPS: eventuelle Aktualisierung der Versicherungsposition für die italienische Rente, mit eventuellem Antrag auf Zusammenrechnung der Beiträge. 5. KVG-Wahl: Bestätigung oder Änderung des Optionsrechts für die Krankenversicherung.

Häufig gestellte Fragen
Behält der Grenzgänger über 55, der den Arbeitsplatz wechselt, die Erlaubnis G?
Ja, die G-Bewilligung ist an den Status eines Grenzgängers und nicht an den einzelnen Arbeitgeber gebunden. Ein Stellenwechsel, sofern das neue Arbeitsverhältnis in der Schweiz bleibt, führt in der Regel nicht zum Entzug der Bewilligung. Wenn der Wechsel einen anderen Arbeitskanton impliziert, müssen die von der neuen zuständigen kantonalen Behörde angewandten Bedingungen überprüft werden.
Wechseln Sie den Arbeitgeber nach dem 55. Lebensjahr und verlieren Sie die Übergangsregelung 2024–2033?
Nein. Die Übergangsregelung mit Freistellung von € 7'500 ist an das Datum der Aufnahme der Tätigkeit als Grenzgänger (vor dem 17.07.2023) gebunden, nicht an den einzelnen Arbeitgeber. Der Wechsel des Arbeitsplatzes in Kontinuität des Status führt nicht zum Erlöschen des Vorteils, der sich schrittweise bis 2033 gemäß den in der Neuen Vereinbarung festgelegten Prozentsätzen verringert.
Wie wirkt sich der Jobwechsel nach dem 55. Lebensjahr auf das BVG aus?
Das im Fonds des bisherigen Arbeitgebers angesammelte Altersguthaben verbleibt in der ursprünglichen Pensionskasse oder kann in den Fonds des neuen Arbeitgebers überwiesen werden. Die BVG-SÄTZE variieren je nach Altersgruppe zwischen 7% und 18%. Für einen über 55-Jährigen ist es ratsam, die Auswirkungen auf die Pensionierungsstrategie einschließlich eines möglichen Kapitalbezugs abzuwägen.
Wechselt die Quellensteuer den Arbeitsplatz?
Die Quellensteuer wird in der Schweiz zu den von der ESTV/ESFC und der kantonalen Verwaltung festgelegten Sätzen einbehalten. Das neue Abkommen vom 23.12.2020, das am 1. Januar 2024 in Kraft getreten ist, hat den Umfang der Befreiung (€ 7'500 für alte Grenzgänger) und der Selbstbeteiligung (€ 10'000 für neue Grenzgänger) geändert, jedoch nicht den Grundsatz, dass Italien die Doppelbesteuerung durch Steuergutschrift im Rahmen der EG von 730 vermeidet.
Muss der Arbeitgeberwechsel dem NISF gemeldet werden?
Es ist ratsam, seine Position beim INPS zu aktualisieren, um die korrekte Zusammenrechnung der Beiträge für die italienische Rente zu gewährleisten. Die Kommunikation ist nicht an die Änderung der Erlaubnis gebunden, sondern an die Kontinuität der Beiträge. Bei längerer Unterbrechung zwischen den beiden Einsätzen sind die Auswirkungen auf Versicherungsschutz und Arbeitslosigkeit abzuwägen.

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