55,6% der Grenzgänger verdienen weniger als Ansässige

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55,6% halten ihren eigenen Lohn für niedriger 48,4% melden einen Rückgang der Kaufkraft 73% erklären sich mit der Vergütung zufrieden 1.542 Arbeitnehmer

Kontext

Auf einen Blick

  • 55,6% halten ihren eigenen Lohn für niedriger
  • 48,4% melden einen Rückgang der Kaufkraft
  • 73% erklären sich mit der Vergütung zufrieden
  • 1.542 Arbeitnehmer in der in Varese vorgestellten Umfrage

Wichtige Fakten

  • Studie → Cisl und OCST
  • Recherche → BiblioLavoro mit den territorialen Cisl-Gewerkschaften
  • Stichprobe → 1.542 Beschäftigte
  • Präsentation → Samstag in Varese
  • Lohnvergleich → 55,6% beurteilen ihn als ungünstig
  • Kaufkraft → 48,4% sagen, dass sie gesunken ist
  • Zufriedenheit → 73%
  • Privatauto → 73,2% der Befragten

Laut der Untersuchung sind 55,6% der befragten Arbeitnehmer der Ansicht, dass sie ein niedrigeres Gehalt beziehen als eine in der Schweiz wohnhafte Person mit ähnlichen Aufgaben. Die Studie wurde vom Zentrum BiblioLavoro gemeinsam mit den Cisl-Gewerkschaften der Seen, von Sondrio und des östlichen Piemont sowie mit der OCST und der italienischen Gewerkschaft Cisl durchgeführt. Am Samstag in Varese vorgestellt, bezog die Umfrage 1.542 Arbeitnehmer ein, die täglich die Grenze überqueren, um zur Arbeit zu gelangen.

Das Ergebnis entspricht nicht einer allgemein negativen Bewertung der Bezahlung. 73% der Befragten erklären sich mit ihrer Vergütung zufrieden. Zwischen dem Anteil, der einen Nachteil gegenüber einer in der Schweiz wohnhaften Person wahrnimmt, und dem Anteil der Zufriedenen liegt ein Unterschied von 17,4 Prozentpunkten, berechnet auf Grundlage der Werte derselben Erhebung. Der Vergleich beschreibt zwei unterschiedliche Antworten; er misst nicht den tatsächlichen Abstand zwischen den Gehältern.

Auch die Kaufkraft liefert einen eigenen Indikator: 48,4% geben an, dass sie gesunken ist. Die Quelle stellt somit Zufriedenheit mit der Vergütung und Kaufkraftverlust nebeneinander, ohne zwischen den beiden Daten einen kausalen Zusammenhang herzustellen. Die Erhebung bildet von den Teilnehmenden angegebene Wahrnehmungen ab, legt weder individuelle Gehaltsabrechnungen noch ein Durchschnittsgehalt vor.

Wer hat die Untersuchung durchgeführt

Die Arbeit geht aus der Zusammenarbeit zwischen BiblioLavoro, den Cisl-Gewerkschaften der Seen, von Sondrio und des östlichen Piemont sowie der OCST hervor. Der Artikel stellt sie als eine Untersuchung der Cisl über Arbeitnehmer dar, die täglich die Grenze überqueren. Als Ort der Präsentation ist Varese angegeben; die Quelle nennt über den Hinweis auf Samstag hinaus kein Kalenderdatum.

Diese Grundlage ermöglicht es, die Zahlen als Ergebnisse der Stichprobe von 1.542 Personen zu lesen. Im Text wird keine Verteilung nach Beruf, Unternehmen oder einzelnen Gebieten angegeben. Deshalb bleibt der Vergleich zwischen Lohnwahrnehmung, Zufriedenheit und Kaufkraft der im Rahmen der Umfrage dargestellte, ohne ihn auf nicht beschriebene Kategorien auszuweiten.

Operative Details

Der zweite Teil der Untersuchung beleuchtet die Pendelzeiten: Für fast ein Drittel der Stichprobe dauert der Weg zwischen Wohnort und Arbeitsplatz mehr als eineinhalb Stunden pro Tag. Das private Auto wird von 73,2% der Befragten genutzt, während die Mobilitätskosten für fast die Hälfte der Stichprobe einen Anteil zwischen 5 und 10% des Lohns ausmachen. Die Möglichkeit des mobilen Arbeitens, die dazu beitragen würde, die Pendelwege zu verkürzen, steht nur 37,4% der Stichprobe offen.

Zusammengenommen stellen diese Zahlen Zeitaufwand, Ausgaben, das genutzte Verkehrsmittel und die Möglichkeit, remote zu arbeiten, gegenüber, legen jedoch nicht fest, dass ein Wert den anderen verursacht. Der Abstand zwischen den 73,2%, die das Auto nutzen, und den 37,4%, die Zugang zum mobilen Arbeiten haben, beträgt 35,8 Prozentpunkte. Es handelt sich um einen Unterschied zwischen zwei Anteilen derselben Untersuchung, nicht um die Zahl der Autofahrer, die nicht remote arbeiten können: Die Quelle führt die individuellen Antworten nicht zusammen.

Der Vergleich der Indikatoren

Table 1: Indikator
IndikatorErgebnis der Erhebung
PendelwegFast ein Drittel mit einem täglichen Weg von mehr als eineinhalb Stunden
Verkehrsmittel73,2% mit privatem Auto
MobilitätFast jeder Zweite mit einem Anteil zwischen 5 und 10% des Lohns
Mobiles ArbeitenFür 37,4% zugänglich

Die Angabe 10% bezeichnet die Obergrenze des in der Untersuchung angegebenen Intervalls, nicht die durchschnittlichen Ausgaben. Die Quelle berechnet außerdem keinen individuellen Betrag und unterscheidet nicht zwischen unterschiedlichen Entfernungen oder Reisemodalitäten. Die Angabe ermöglicht daher, die angegebene Belastung durch die Mobilität zu messen, nicht die von jedem Grenzgänger getragenen Kosten zu rekonstruieren.

Die Untersuchung stellt auch einen geschlechtsspezifischen Unterschied bei den Löhnen fest: 25,4% der Arbeitnehmerinnen verdienen weniger als 3.000 Franken brutto im Monat, gegenüber 8,2% der Männer. Die Differenz, berechnet durch Subtraktion der veröffentlichten Prozentsätze, beträgt 17,2 Prozentpunkte. Die Quelle präzisiert außerdem, dass Männer in der Lohnklasse über 5.000 Franken stärker vertreten sind, ohne den genauen Anteil anzugeben.

Auch dieser Vergleich beschreibt eine Verteilung, erklärt jedoch nicht deren Gründe. Die Untersuchung nennt keine Berufe, kein Dienstalter, keine geleisteten Arbeitsstunden oder andere Elemente, die zur Aufschlüsselung der Lücke beitragen könnten. Die verfügbaren Daten zeigen somit Unterschiede zwischen Gruppen und Bedingungen des Pendelns, ohne sie in eine kausale Erklärung umzuwandeln.

Wichtige Punkte

Die Umfrage untersucht auch die Möglichkeit, über die Grenze zu ziehen: Nur einer von vier Befragten wäre bereit, dies in der Schweiz zu tun. Der Formulierung der Studie zufolge betrachtet die Mehrheit den Umzug also nicht als Option. Gegen diese Entscheidung sprechen die hohen Lebenshaltungskosten, die Belastung durch die Krankenkassenprämien und die Entfernung von den Familienangehörigen.

Dieses Ergebnis ist getrennt von den übrigen Indikatoren zur Bezahlung zu betrachten. Die Quelle führt die Einschätzung der Bezahlung und die Bereitschaft zum Umzug getrennt auf, ohne die beiden Antworten miteinander zu verknüpfen. Ebenso führt sie den Rückgang der Kaufkraft nicht auf eine bestimmte Ursache zurück. Die Umfrage zeigt somit eine erklärte Entscheidung und deren wesentliche Hindernisse, erstellt aber kein individuelles Profil der zum Umzug bereiten Arbeitnehmer.

Die gewerkschaftliche Forderung

Angesichts der Ergebnisse fordert Cisl ein Statut für Grenzgänger. Marco Contessa, nationaler Verantwortlicher der Gewerkschaft für Grenzgänger, betont die Notwendigkeit, die Besonderheiten derjenigen anzuerkennen, die über die Grenze hinweg arbeiten. Die Gewerkschaft nennt drei Prioritäten: einen besser vorhersehbaren steuerlichen Rahmen, sozialversicherungsrechtliche Transparenz und eine stabile Governance-Struktur für die grenzüberschreitenden Beziehungen. «Es braucht ein Statut» lautet die Formel, mit der Cisl die präsentierte Position zusammenfasst.

Um den Umfang dessen abzugrenzen, was die Studie dokumentiert, enthält der vorgelegte Text keine Daten zur G-Bewilligung, AVS, LPP, KVG, Rückerstattungen, Quellensteuer, INPS oder Doppelbesteuerung. Er beziffert auch keinen Durchschnittswert des Gehalts und gibt den Erhebungszeitraum nicht an; er berichtet lediglich, dass die Studie am Samstag in Varese vorgestellt wurde. Er schlüsselt die Ergebnisse nicht nach Kanton Tessin, Beruf, Branche oder einzelner Unternehmen auf.

Diese Auslassungen schränken die Interpretation ein: Die Zahlen zeigen, wie die Stichprobe Bezahlung, Mobilität, Kaufkraft und Umzug bewertet, beschreiben jedoch weder steuerliche oder sozialversicherungsrechtliche Regelungen noch Unterschiede zwischen Grenzübergängen oder Wegstrecken noch die Entwicklung im Zeitverlauf. Es ist daher nicht möglich, diese Ergebnisse in eine individuelle Schätzung oder eine vollständige Beschreibung der Bedingungen jedes Grenzgängers umzuwandeln. Jede weitergehende Interpretation würde Daten erfordern, die die Quelle nicht zur Verfügung stellt.

Quelle: tio.ch

Häufig gestellte Fragen
Was ist die zentrale Kennzahl des Lohnvergleichs zwischen Grenzgängern und in der Schweiz ansässigen Personen?
55,6% der befragten Arbeitnehmer sind der Ansicht, ein niedrigeres Gehalt zu erhalten als eine in der Schweiz ansässige Person mit ähnlichen Aufgaben, laut der von Cisl und OCST in Varese vorgestellten Studie.
Welcher Prozentsatz der Befragten hat einen Rückgang der Kaufkraft angegeben?
48,4 % der Arbeitnehmer gaben an, dass ihre Kaufkraft gesunken ist. Die Quelle setzt diese Wahrnehmung in Beziehung zur Zufriedenheit mit der Vergütung, ohne einen kausalen Zusammenhang zwischen den beiden Daten herzustellen.
Wie viele Arbeitnehmer haben an der in Varese vorgestellten Umfrage teilgenommen?
Die Stichprobe der von BiblioLavoro gemeinsam mit den örtlichen Cisl-Gewerkschaften und der OCST durchgeführten Umfrage besteht aus 1.542 Arbeitnehmern, die täglich die Grenze überqueren.
Welcher Prozentsatz der Befragten gab an, mit der Vergütung zufrieden zu sein?
Trotz des festgestellten Lohnnachteils erklärten sich 73% der Befragten mit ihrer Vergütung zufrieden. Der Unterschied zwischen den beiden Einschätzungen beträgt 17,4 Prozentpunkte, berechnet auf Grundlage derselben Erhebung.

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