Glarus: zehn Jahre zur Verrechnung steuerlicher Verluste

Die Regierung von Glarus schlägt vor, die ab der Steuerperiode 2020 geltende Verrechnung steuerlicher Verluste von sieben auf zehn Jahre zu verlängern und die Kinderabzüge zwischen nicht gemeinsam veranlagten Eltern hälftig aufzuteilen.
Kontext
Auf einen Blick
- Die Regierung schlägt der Landsgemeinde eine Steuerrevision vor.
- Verluste könnten zehn Jahre lang verrechnet werden.
- Eltern würden verschiedene Steuererleichterungen hälftig aufteilen.
- Neue Meldepflichten sind vorgesehen.
Wichtige Fakten
- Datum → 29. September 2026
- Verfahren → Der Landrat muss den Text der Landsgemeinde vorlegen
- Verluste → zehn statt sieben Jahre
- Zeitraum → Verluste ab der Steuerperiode 2020
- Kinderabzüge → Hälfte für jeden Elternteil in den vorgesehenen Fällen
- Mitteilungen → Arbeitslosenkassen, Steuerbehörden und Handelsregister
- Veröffentlichung → Geschäftsdatenbank des Landrats
Der Vorschlag der Kantonsregierung
Am 29. September 2026 hat die Glarner Kantonsregierung in der Sitzung des Regierungsrats den Vorschlag zur Änderung des Steuergesetzes zuhanden der Landsgemeinde verabschiedet. Die Regierung beantragt dem Landrat, den Text der Landsgemeinde zur Genehmigung vorzulegen. Der Vorschlag ist in der Geschäftsdatenbank des Landrats veröffentlicht.
Die Revision dient dazu, das kantonale Steuerrecht an die Änderungen des Bundesrechts anzupassen. Das Projekt nennt drei Ziele: mehr Rechtssicherheit, verständlichere Regeln und einfachere Steuerveranlagungsverfahren. Der Text nimmt außerdem noch ausstehende Anpassungen auf und überarbeitet einige eigene Bestimmungen des Kantons.
Die wichtigste Änderung betrifft die Verlustverrechnung. Das Projekt sieht vor, dass Verluste steuerlich zehn Jahre lang verrechnet werden können, statt der bisher geltenden sieben Jahre. Die verlängerte Dauer würde für Verluste ab der Steuerperiode 2020 gelten. Der Vorschlag betrifft außerdem die Berechnung des steuerbaren Einkommensanteils von Leibrenten und die Besteuerung der grenzüberschreitenden Telearbeit. Übernommen werden auch bundesrechtliche Vorschriften zu bestimmten Anlagefonds und systemrelevanten Banken.
Ein eigenständiger Teil betrifft die Familien. Bei nicht gemeinsam veranlagten Eltern mit gemeinsamer elterlicher Sorge und ohne steuerlich geltend gemachte Unterhaltsbeiträge würde der Kinderabzug hälftig aufgeteilt. Die gleiche Aufteilung würde den zusätzlichen Abzug für die auswärtige Ausbildung, die mit den Kindern verbundene Erhöhung des Versicherungsabzugs und den Kinderfreibetrag bei der Vermögenssteuer betreffen. Auch Einkommen und Vermögen minderjähriger Kinder würden in den vorgesehenen Fällen je zur Hälfte jedem Elternteil zugerechnet.
Das Paket umfasst schließlich Verfahren und Mitteilungen: Pflichten der Arbeitslosenkassen gegenüber der Steuerverwaltung und der Steuerverwaltung gegenüber dem Handelsregisteramt, wenn eine juristische Person die Jahresrechnung nicht einreicht. Wer gesetzlich zum digitalen Verkehr mit den Behörden verpflichtet ist, müsste zudem auch die dichiarazione delle imposte für andere Personen elektronisch einreichen.
Operative Details
Welche steuerlichen Positionen sind betroffen
Die Auswirkungen der Revision sind nicht für alle gleich. Für Personen, die steuerliche Verluste vortragen, ist der entscheidende Punkt das Zeitfenster: Das Projekt erweitert die Möglichkeit, diese von sieben auf zehn Jahre zu verrechnen, und schließt auch die Verluste der Steuerperiode 2020 ein. Die erforderliche Prüfung ist daher zweifach: den Zeitraum zu ermitteln, dem der Verlust zuzuordnen ist, und ihn von den Jahren zu trennen, in denen die Verrechnung genutzt wird. Das Projekt beschreibt somit eine Verlängerung der Dauer, nicht eine neue Ausgabenposition oder einen zusätzlichen Betrag.
Für nicht gemeinsam veranlagte Eltern stellt der Vorschlag einen Zusammenhang zwischen mehreren Positionen her. Die hälftige Aufteilung würde nicht nur den Kinderabzug betreffen: Derselben Logik würden die auswärtige Ausbildung, die Erhöhung des Versicherungsabzugs für Kinder und der Kinderfreibetrag bei der Vermögenssteuer folgen. In den vorgesehenen Fällen würden auch Einkommen und Vermögen des minderjährigen Kindes nicht nur einem Elternteil, sondern beiden zu gleichen Teilen zugerechnet werden. Dies ist von der Tarifvergünstigung zu unterscheiden, bei der es darauf ankommt, wer überwiegend für den Unterhalt aufkommt.
Die Unterscheidung wird konkret, wenn nicht gemeinsam veranlagte Eltern mit dem Kind zusammenleben, die elterliche Sorge gemeinsam ausüben und den Abzug aufteilen. In dieser Situation stünde die Tarifvergünstigung laut Projekt dem Elternteil zu, der überwiegend für den Unterhalt aufkommt. Der Abzug und die Tarifreduktion folgen somit nicht notwendigerweise demselben Kriterium.
Verfahren, Telearbeit und Unternehmen
Die Revision hat zudem organisatorische Auswirkungen. Die Arbeitslosenkassen hätten eine Meldepflicht gegenüber der Steuerverwaltung; umgekehrt müsste die Verwaltung das Handelsregister informieren, wenn eine juristische Person die Jahresrechnung nicht einreicht. Für Personen, die zur Nutzung des digitalen Kanals verpflichtet sind, sieht der Vorschlag auch die elektronische Einreichung der Steuererklärungen anderer Steuerpflichtiger vor. Um die Lektüre mit der Einkommenssituation zu verbinden, kann calcolatore stipendio als Ausgangspunkt dienen, ohne den Text des Vorschlags zu ersetzen.
Die grenzüberschreitende Telearbeit gehört neben Leibrenten, Investmentfonds und systemrelevanten Banken zu den anzupassenden Bereichen. Es sind also die Themen der eigenen steuerlichen Situation, die bestimmen, welchen Teil des Projekts man genauer lesen sollte, nicht eine einzige Regel, die für alle gilt.
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Wichtige Punkte
So gehen Sie beim Dossier vor
Die sicherste Vorgehensweise nimmt ihren Ausgang beim Text des Entwurfs. Die Vorlage ist in der Geschäftsdatenbank des Landrats veröffentlicht: Dies ist die von der Quelle angegebene Referenz für die Einsicht in das Dossier und die Unterscheidung zwischen übernommenen Bundesnormen und eigenständigen Änderungen des kantonalen Rechts. Bevor man die Einzelheiten liest, empfiehlt es sich festzustellen, welcher Gruppe die eigene Situation zuzuordnen ist: Steuerverluste, nicht gemeinsam veranlagte Eltern, grenzüberschreitende Telearbeit, juristische Person oder Pflicht zur Nutzung des digitalen Kanals.
Bei Verlusten kann die Prüfung nach einer einfachen Reihenfolge erfolgen. Erstens: die Steuerperiode des Verlusts feststellen. Zweitens: prüfen, ob es sich um die Steuerperiode 2020 oder eine spätere Steuerperiode handelt. Drittens: die in der Vorlage genannte Regel, zehn Jahre statt sieben, mit der zu prüfenden Situation vergleichen. Dieser Schritt dient dazu, die Dauer der Verrechnung von den anderen steuerlichen Änderungen zu unterscheiden, die in der Mitteilung gesondert aufgeführt werden.
Familien und elektronische Einreichungen
Bei den Eltern gilt es, die einzelnen Schritte zu trennen. Man prüft, ob die Veranlagung getrennt erfolgt, ob die elterliche Sorge gemeinsam ausgeübt wird und ob Unterhaltsbeiträge steuerlich geltend gemacht werden. Anschließend betrachtet man die hälftige Aufteilung der kinderbezogenen Abzüge und separat, wer den Unterhalt überwiegend trägt, um die Tarifermäßigung zu bestimmen. Wenn das Kind bei den Eltern lebt, nennt die Vorlage dieses Element zusammen mit der gemeinsamen elterlichen Sorge und dem geteilten Abzug, um die Tarifvergünstigung dem Elternteil zuzuteilen, der überwiegend für den Unterhalt aufkommt.
Bei einer juristischen Person ist auf die Einreichung der Jahresrechnung zu achten, da bei deren Ausbleiben die Steuerverwaltung das Handelsregister benachrichtigen würde. Wer gesetzlich zur digitalen Kommunikation mit den Behörden verpflichtet ist, muss sich dem Entwurf zufolge darauf vorbereiten, auch die Steuererklärung anderer Personen elektronisch zu übermitteln. Wer hingegen grenzüberschreitende Telearbeit leistet, sollte den entsprechenden Teil des Dossiers zur Besteuerung beachten, ohne von der Quelle nicht angegebene Einzelheiten auf andere Fälle zu übertragen.
Die dichiarazione delle imposte hilft dabei, die Lektüre des Entwurfs mit der Erfüllung der steuerlichen Pflichten zu verknüpfen, während das Dossier des Landrats für den Text der Vorlage weiterhin maßgeblich ist. Für eine orientierende Prüfung von Einkommen und Steuern verwenden Sie calcolatore stipendio.
Quelle: gl.ch
Häufig gestellte Fragen
- Wie lange soll die Verlustverrechnung gemäß dem Vorschlag der Regierung des Kantons Glarus künftig möglich sein?
- Der Vorschlag sieht vor, dass steuerliche Verluste während zehn Jahren statt der derzeit geltenden sieben Jahre verrechnet werden können. Diese verlängerte Dauer würde für Verluste ab der Steuerperiode 2020 gelten, wie im Entwurf zur Änderung des Steuergesetzes angegeben, der am 29. September 2026 vom Regierungsrat genehmigt wurde.
- Wie werden die Kinderabzüge zwischen den nicht gemeinsam besteuerten Eltern aufgeteilt?
- Für nicht gemeinsam besteuerte Eltern mit gemeinsamer elterlicher Sorge und ohne steuerlich geltend gemachte Unterhaltsbeiträge würde der Kinderabzug hälftig aufgeteilt, das heißt zu 50 % auf jeden Elternteil. Dasselbe Aufteilungsprinzip gilt für den zusätzlichen Abzug für auswärtige Ausbildung, die Erhöhung des Versicherungsabzugs im Zusammenhang mit den Kindern und den Kinderfreibetrag bei der Vermögenssteuer.
- Welche neuen Meldepflichten führt die Revision für die Arbeitslosenkassen und die Steuerverwaltung ein?
- Die Arbeitslosenkassen wären verpflichtet, der Steuerverwaltung die Informationen über die Begünstigten zu übermitteln. Umgekehrt sollte die Steuerverwaltung das Handelsregister informieren, wenn eine juristische Person die Jahresrechnung nicht einreicht. Zudem sollten Personen, die zur digitalen Kommunikation mit den Behörden verpflichtet sind, auch die Steuererklärungen anderer Personen elektronisch einreichen.