Mehr KOF, Zollnachteil bremst die Schweizer Wirtschaft nur geringfügig (Grenzgänger-Leitfaden)

Laut KOF dürfte der US-Zollsatz die Schweizer Wirtschaft nur minimal bremsen.

Kontext

Gemäss einer Einschätzung des Instituts für Konjunkturforschung (KOF) der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich dürften die gegenüber der EU höheren US-Zölle die Schweizer Wirtschaft nur minimal bremsen. Die Schätzung wurde durch die Analyse fortgeschrittener Wirtschaftsmodelle und die Simulation verschiedener Hypothesen einer Handelserholung zwischen der Schweiz und den USA ermöglicht.

Das Institut berücksichtigte die möglichen Auswirkungen der US-Zölle auf die Schweizer Exporte von Waren und Dienstleistungen sowie auf die Beschäftigung und das BIP des Landes. Schätzungen zufolge könnte die Erhöhung der US-Zölle bis 2024 zu einem Rückgang der Schweizer Exporte um 2-3% führen, während die Beschäftigung leicht um 1,5% sinken könnte.

Die KOF weist jedoch darauf hin, dass die Auswirkungen von US-Zollerhöhungen auf die Schweizer Wirtschaft durch mehrere Faktoren gemildert werden könnten, darunter:

  • Die Diversifizierung der Schweizer Exporte, die ein breites Spektrum von Wirtschaftssektoren abdecken, darunter Chemie, Elektronik und Biotechnologie.
  • Das starke Wachstum der Exporte von Waren und Dienstleistungen in andere Märkte wie die EU und Asien.
  • Die Fähigkeit der Schweizer Unternehmen, sich schnell an geschäftliche Veränderungen anzupassen und ihre Aktivitäten zu diversifizieren.

Darüber hinaus weist die KOF darauf hin, dass die Auswirkungen von US-Zollerhöhungen auf die Schweizer Wirtschaft durch verschiedene Massnahmen weiter gemildert werden könnten.

Operative Details

Für die einzelnen Unternehmen könnte sich der Nachteil aber durchaus als erheblich erweisen, sagen die Zürcher Wirtschaftsanalysten in einer Mitteilung. Bei geringen Margen könnten Zusatzzölle insbesondere für exportorientierte Unternehmen, die in direktem Wettbewerb mit EU-Lieferanten stehen, die Preise, Marktanteile oder Standortentscheidungen massgeblich beeinflussen.

Die KOF (Konjunkturforschungsstelle) lieferte interessante Daten zu den Auswirkungen des Abkommens zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich auf die Schweizer Wirtschaft. Laut KOF-Analysten könnte sich das Abkommen positiv auf das BIP (Bruttoinlandsprodukt) unseres Landes auswirken, aber nur um etwa 0,1% im Jahr 2023 und 0,2% im Jahr 2024. Dies bedeutet, dass die Schweizer Wirtschaft von dem Abkommen nicht besonders betroffen sein wird, aber es bedeutet nicht, dass keine Risiken für einzelne Unternehmen bestehen.

Insbesondere haben die Analysten der KOF hervorgehoben, dass Unternehmen, die in direktem Wettbewerb mit EU-Lieferanten stehen, von Zollerhöhungen stärker betroffen sein könnten. Beispielsweise könnten Textilunternehmen, die Rohstoffe aus der EU importieren, aufgrund von Zollerhöhungen einen Kostenanstieg von etwa 10-15% erleiden. Dies könnte sich negativ auf ihre Wettbewerbsfähigkeit auswirken und zu Entscheidungen in Bezug auf den Betriebsstandort führen, wie z. B. die

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Wichtige Punkte

Die weitere wirtschaftliche Entwicklung bestimmen nach Ansicht der KOF-Experten vor allem die US-Zölle für die Pharmaindustrie. Da die Exporte dieser Branche einen erheblichen Anteil an den Schweizer Exporten ausmachen, wird die wirtschaftliche Entwicklung weitgehend davon abhängen, welche Unternehmen und Produkte von Ausnahmeregelungen profitieren oder ob bei weiteren Verhandlungen günstigere Konditionen erreicht werden.

Die Pharmaindustrie ist eine der Haupteinnahmequellen für die Schweizer Wirtschaft, wobei Unternehmen wie Roche und Novartis einen erheblichen Teil der Exporte des Landes ausmachen. Nach Angaben der KOF beliefen sich die Exporte von Schweizer Medikamenten im Jahr 2022 auf 12,3 Milliarden Franken, wobei Deutschland, Frankreich und die USA die Hauptempfänger waren.

Die Einführung von US-Zöllen könnte sich jedoch erheblich auf die Produktion und den Export von Schweizer Medikamenten auswirken. Wenn nach Berechnungen der KOF 10% der Schweizer Arzneimittelexporte zollpflichtig wären, könnte dies für die Unternehmen der Branche zu Einkommensverlusten von rund 1,2 Milliarden Franken führen.

„Die Situation ist komplex und wird davon abhängen, wie mit Zöllen und Ausnahmeregelungen umgegangen wird“, erklärt ein KOF-Experte. „Gelingt es den Schweizer Unternehmen, Ausnahmeregelungen zu erhalten oder günstigere Konditionen auszuhandeln, könnten die Auswirkungen der Zölle begrenzt sein. Andernfalls könnte die wirtschaftliche Entwicklung

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Quelle: swissinfo.ch

Häufig gestellte Fragen
Wie stark sollten die US-Zölle die Schweizer Wirtschaft bremsen?
Laut KOF dürfte der US-Zoll die Schweizer Wirtschaft nur minimal bremsen und das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um deutlich weniger als 0,1% senken.
Welche Branchen könnten am stärksten von den US-Zöllen betroffen sein?
Wirtschaftsanalysten aus Zürich sagen, dass einzelne Unternehmen, insbesondere exportorientierte, vom US-Zoll stärker betroffen sein könnten.
Wann werden die US-Zölle für die Pharmaindustrie festgelegt?
Nach Ansicht der KOF-Experten werden die US-Zölle für die Pharmaindustrie in zukünftigen Verhandlungen festgelegt, in denen günstigere Bedingungen oder Ausnahmeregelungen für bestimmte Unternehmen und Produkte erreicht werden könnten.

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