Ermotti warnt: Risiken für die Schweizer Wirtschaft (Grenzgänger-Leitfaden)

Die UBS kritisiert den CET-S-Vorschlag zu den Kapitalanforderungen und warnt, dass Maßnahmen über internationale Standards hinaus die Kosten für die gesamte Schweizer Wirtschaft erhöhen würden.
Kontext
Kurz zusammengefasst
- UBS benötigt etwa 30 Milliarden Dollar zusätzliches Kernkapital der Stufe 1
- CET-S-Vorschlag: 50% CET1 und 50% AT1 für ausländische Niederlassungen
- Ermotti warnt: Risiko des Verlusts der internationalen Wettbewerbsfähigkeit
Wichtige Fakten
- Was: Vorschlag der CET-S zu Eigenkapitalanforderungen für UBS
- Wann: 1. September 2026
- Wo: Schweiz
- Wer: UBS, Bundesrat, Wirtschaftskommission und Abgabekommission (CET-S)
- Hauptbetrag: Zusätzliche 13 Milliarden Dollar
Am 1. September 2026 veröffentlicht UBS eine Mitteilung, in der sie die Empfehlungen der Wirtschaftskommission und Abgabekommission des Ständerats (CET-S) zu den Eigenkapitalanforderungen in Frage stellt. Laut der von Sergio Ermotti geführten Gruppe würden die vorgeschlagenen Maßnahmen die Schaffung von etwa 13 Milliarden Dollar (etwa 10 Milliarden Franken) zusätzliches Kernkapital der Stufe 1 für die ausländischen Niederlassungen der Bank erfordern, eine erhebliche Belastung, die die Wettbewerbsfähigkeit des Schweizer Finanzplatzes gefährden könnte. Ermotti warnt, dass Maßnahmen, die "signifikant über die internationalen Standards hinausgehen, UBS, den Schweizer Finanzplatz und die Wirtschaft insgesamt schädigen könnten."
Der Vorschlag der CET-S und das derzeitige Regime
Die Wirtschaftskommission und Abgabekommission des Ständerats schlägt vor, die ausländischen Niederlassungen von UBS zu 50% mit CET1-Kapital (Kernkapital der Stufe 1) und zu 50% mit AT1-Anleihen (zusätzliches Kapital der Stufe 1) auszustatten. Dieser Ansatz stellt einen Kompromiss zur strengeren Position des Bundesrats dar, der nach dem Zusammenbruch der Credit Suisse eine vollständige Abdeckung mit CET1 vorgeschlagen hatte. Das derzeitige Regime sieht 45% CET1 und 15% AT1 vor.
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Operative Details
Warum lehnt UBS die vorgeschlagenen Maßnahmen ab?
Die UBS bestreitet nicht die Bedeutung der Finanzstabilität, argumentiert aber, dass die vorgeschlagenen Massnahmen über die internationalen Standards hinausgehen. Die Bank weist darauf hin, dass in einem globalen Umfeld, in dem andere wichtige Finanzzentren ihre regulatorischen Rahmenbedingungen «vereinfachen und straffen», eine strengere Regulierung in der Schweiz die Schweizer Institute im Wettbewerb benachteiligen könnte.
Ermotti würdigte «die Bemühungen der Kommission, Alternativen zu den extremen Vorschlägen des Bundesrates zu prüfen». Die Position der UBS bleibt jedoch unverändert: Die Bank unterstützt Massnahmen, die «zielgerichtet, verhältnismässig und international ausgerichtet» sind und gezielt die tieferen Ursachen des Zusammenbruchs der Credit Suisse angehen. UBS präzisiert auch, dass Finanzstabilität und Wettbewerbsfähigkeit "Hand in Hand gehen können und müssen".
Die wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Schweizer Wirtschaft
Gemäss UBS würden die diskutierten Massnahmen die Finanzierungskosten für die gesamte Schweizer Wirtschaft erhöhen. Dieser Effekt könnte durch weniger günstige Kreditkonditionen auf Unternehmen, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und Verbraucher übertragen werden. Ein zusätzliches Kernkapital von 30 Milliarden US-Dollar führt zwangsläufig zu Betriebs- und Verwaltungskosten, die sich zwangsläufig auf die Margen der Bank und die Dienstleistungen für die Kunden auswirken.
Zudem ist eine schweizerische Regelung
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Wichtige Punkte
Was es für diejenigen bedeutet, die investieren und im Finanzsektor arbeiten
Entscheidungen über die Struktur der Kapitalanforderungen der UBS haben langfristige Auswirkungen auf die Stabilität und Wettbewerbsfähigkeit des Schweizer Finanzsystems. Wenn Sie in der Schweiz investieren, Portfolios verwalten, finanzieren oder verwalten, ist es wichtig, das regulatorische Umfeld zu verstehen, in dem die Finanzinstitute des Landes tätig sind.
UBS bleibt eine der wirtschaftlichen Säulen der Schweiz mit einer bedeutenden globalen Präsenz und einer entscheidenden Rolle bei der Finanzierung der nationalen Wirtschaft. Die Bank beschäftigt Zehntausende von Menschen in der Schweiz und im Ausland und bietet Bankdienstleistungen für Millionen von Kunden an. Eine zu strenge Regulierung könnte die Fähigkeit der Bank verringern, wettbewerbsfähige Dienstleistungen für Schweizer Kunden und Unternehmen anzubieten, mit potenziellen Auswirkungen auf die Zinssätze von Krediten, Bankgebühren und die Verfügbarkeit von Krediten auf dem Markt.
Die nächsten Entwicklungen auf dem Regulierungsweg
Die Debatte zwischen dem Bundesrat, dem Parlament (über Ausschüsse wie die CET-S), der UBS und weiteren Interessengruppen wird in den kommenden Monaten bis zur endgültigen Entscheidung fortgesetzt. Die endgültige Entscheidung über die Struktur der Kapitalanforderungen wird erhebliche Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit des Schweizer Finanzzentrums, die Finanzierungskosten der gesamten Wirtschaft und die internationale Position Zürichs als globales Finanzzentrum haben.
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Häufig gestellte Fragen
- Wie viel zusätzliches Kapital muss die UBS nach dem Vorschlag der WAK-S bilden?
- Nach dem Vorschlag der Kommission für Wirtschaft und Abgaben muss UBS rund 13 Milliarden US-Dollar (rund 10 Milliarden Franken) an zusätzlichem Tier-1-Kapital bilden, wobei 50% CET1 (Core Equity Capital) und 50% AT1-Anleihen (Additional Tier 1) kombiniert werden. Hinzu kommen die von den Verordnungsänderungen geforderten zusätzlichen 2 Milliarden CET1. Insgesamt wird UBS rund 30 Milliarden US-Dollar Tier-1-Kapital aufbringen müssen.
- Was ist der Unterschied zwischen dem Vorschlag der WAK-S und dem des Bundesrates?
- Der Bundesrat hatte nach dem Zusammenbruch der Credit Suisse eine vollständige Deckung der Kapitalanforderungen mit CET1 vorgeschlagen. Die CET-S schlägt stattdessen einen ausgewogeneren Ansatz vor, indem sie 50% CET1 und 50% AT1-Anleihen vorschlägt. Das derzeitige System sieht 45 % CET1 und 15 % AT1 vor.
- Warum lehnt UBS die vorgeschlagenen Kapitalmaßnahmen ab?
- Die UBS argumentiert, dass die vorgeschlagenen Massnahmen über die internationalen Standards hinausgehen und die Finanzierungskosten für die gesamte Schweizer Wirtschaft erhöhen würden. Die Bank befürchtet, dass eine strengere Schweizer Regulierung als die internationale Regulierung die Schweizer Institute benachteiligen, die Wettbewerbsfähigkeit des Schweizer Finanzplatzes verringern und möglicherweise das Geschäft in andere globale Finanzzentren treiben könnte.
- Was sind die möglichen Auswirkungen für diejenigen, die in der Schweiz sparen oder investieren?
- Steigen die Compliance-Kosten für UBS deutlich an, könnten sich diese Kosten durch höhere Bankgebühren, ungünstigere Kreditzinsen oder ungünstigere allgemeine Kreditkonditionen für Schweizer Unternehmen und Verbraucher auf die Kunden verlagern.