Nach Ceuta und Melilla folgten Grenzkontrollen

Zehntausende Migranten überquerten die Grenze in den Schengen-Raum. Die Episode entzündet die politische Debatte, auch in der Schweiz.
Kontext
Kurz zusammengefasst
- Zehntausende Migranten haben die Grenze zum Schengen-Raum überquert.
- Der Vorfall entfacht die politische Debatte, auch in der Schweiz.
- Der Bundesrat muss systematische Kontrollen an den Grenzen einführen.
Wichtige Fakten
- Was: Massiver Zustrom von Migranten in den Schengen-Raum.
- Wann: Donnerstag, 17. März 2023.
- Wo: Spanische Enklaven Ceuta und Melilla, Nordafrika.
- Wer: Schweizer Bundesrat, Spanische Guardia Civil.
- Betrag: Etwa 49'000 Ankünfte in Ceuta und Hunderte in Melilla.
Die spanischen Enklaven Ceuta und Melilla in Nordafrika stehen unter Druck durch einen massiven Zustrom von Migranten. Am Donnerstag erreichten Tausende von Menschen Ceuta zu Fuß oder schwimmend aus Marokko, und traten damit in den Schengen-Raum ein, zu dem auch die Schweiz gehört. Am Freitag sprach die spanische Guardia Civil von 49'000 Ankünften, ohne die Hunderte von Migranten zu zählen, die in Melilla eingereist sind. Die Regierung hat das Militär zur Unterstützung entsandt.
Die Ursachen sind noch nicht vollständig geklärt. Es wird über eine Entscheidung des spanischen Obersten Gerichtshofs diskutiert, wonach Migranten, die versuchen, Ceuta oder Melilla zu schwimmen, nicht ohne weitere Gründe zurückgewiesen werden können. Es wird auch über eine mögliche bewusste Lockerung der Kontrollen durch Marokko gesprochen.
In der Schweiz lösen die Ereignisse in Nordafrika sehr unterschiedliche politische Reaktionen aus.
«Keine Person sollte ihr Leben riskieren, um Schutz zu finden»
Die SP-Nationalrätin Michelle Dünki-Bättig spricht von erschütternden Bildern: «Menschen versuchen, eine europäische Grenze zu schwimmen und sterben dabei.» Armee und Zäune lösen das Problem nicht, sondern machen die Fluchtwege nur gefährlicher, meint sie. Europa brauche sichere und legale Zugangswege und ein effektives Rettungssystem auf See.
Auch die Schweiz müsse handeln, fügt Dünki-Bättig hinzu. Sie fordert die Wiedereinführung des Asyls in den Botschaften, das 2012 abgeschafft wurde und es ermöglichte, einen Asylantrag bei einer Schweizer Vertretung im Ausland zu stellen. Das humanitäre Visum sei kein gleichwertiger Ersatz: «Keine Person, die Schutz braucht, sollte ihr Leben riskieren müssen, um Asyl zu beantragen.»
«Das sind überhaupt keine Flüchtlinge»
«Es ist absolut alarmierend, was passiert», sagt der Asylverantwortliche der SVP Pascal Schmid. «Wer die Grenze in Ceuta überquert, ist de facto auch in der Schweiz», in Bezug auf den Schengen- und Dublin-Raum, wo es keine systematischen Kontrollen an den Binnengrenzen gibt, um irreguläre Migration zu stoppen. Deshalb unterstützt er den Vorschlag der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni, das Schengen-Abkommen mit Spanien auszusetzen.
Schmid fordert sofortige Maßnahmen: «Der Bundesrat muss sofort systematische Kontrollen an den Grenzen einführen, wie die SVP schon lange fordert.» Eine «illegale Massenmigration» wie 2015 müsse um jeden Preis vermieden und die Bevölkerung vor weiterer importierter Kriminalität geschützt werden. Der demozentrische Nationalrat und ehemalige Richter kritisiert auch das «weltfremde Urteil» des spanischen Gerichts und prangert eine zunehmende Verrechtlichung im Migrationsbereich an: «Eine übergriffige Justiz entmachtet die Politik und reduziert deren Handlungsspielraum immer mehr.»
«Das sind überhaupt keine Flüchtlinge», betont Schmid. In der letzten Session hat der Nationalrat festgelegt, dass die Maghreb-Staaten – Algerien, Marokko und Tunesien – als sichere Herkunftsländer gelten müssen. Zehntausende unbegründete Anträge verwandelten das Asylrecht in eine Farce: «Sobald sie hier sind, ist ein enormer Aufwand nötig, um sie abzuschieben.»
«Die Jugend braucht eine Perspektive»
Auch der Nationalrat der Evangelischen Volkspartei der Schweiz (EVP) Marc Jost kritisiert den aktuellen Ansatz: «Die Ereignisse in Ceuta zeigen deutlich, dass die Kombination aus Zäunen und generellen Finanzhilfen keine Stabilität bringt.» Sie habe den Migrationsdruck nicht reduziert und den Menschen vor Ort keine Perspektiven geboten. Er schlägt ein Zwei-Säulen-Modell vor, inspiriert von den Schweizer Migrationspartnerschaften.
Erstens brauche es eine verbindliche Rücknahmevereinbarung für Personen ohne Aufenthaltsrecht: «Nur ein zuverlässiges Verfahren kann Schleuserbanden bekämpfen und die Rechtsanwendung gewährleisten», sagt Jost. Zweitens sollten EU-Mittel nicht für generelle Hilfen, sondern für konkrete Projekte verwendet werden, die Arbeits- und Ausbildungsmöglichkeiten schaffen.
Auswirkungen auf die Schweiz
Die Ereignisse in Ceuta und Melilla haben die Debatte über die Grenzkontrollen und die Einwanderungspolitik in der Schweiz wieder entfacht. Die Notwendigkeit systematischer Kontrollen an den Grenzen wurde von verschiedenen politischen Parteien, darunter die SVP, gefordert, die sofortige Maßnahmen verlangt, um eine «illegale Massenmigration» zu verhindern.
Die SP-Nationalrätin Michelle Dünki-Bättig hingegen betont, dass Europa sichere und legale Zugangswege und ein effektives Rettungssystem auf See brauche. Sie fordert die Wiedereinführung des Asyls in den Botschaften, das 2012 abgeschafft wurde, um es Menschen zu ermöglichen, einen Asylantrag bei einer Schweizer Vertretung im Ausland zu stellen.
Der Nationalrat der Evangelischen Volkspartei der Schweiz (EVP) Marc Jost schlägt ein Zwei-Säulen-Modell vor, inspiriert von den Schweizer Migrationspartnerschaften. Erstens brauche es eine verbindliche Rücknahmevereinbarung für Personen ohne Aufenthaltsrecht. Zweitens sollten EU-Mittel für konkrete Projekte verwendet werden, die Arbeits- und Ausbildungsmöglichkeiten schaffen.
Was in der Schweiz tun
Wenn Sie Grenzgänger oder Schweizer Bürger sind, der an der Migrationssituation und den Auswirkungen auf die Schweiz interessiert ist, ist es wichtig, sich über die vom Bundesrat und den politischen Parteien ergriffenen Maßnahmen zu informieren. Sie können die Nachrichten und politischen Debatten verfolgen, um die Positionen der verschiedenen Parteien und die vorgeschlagenen Lösungen besser zu verstehen.
Zudem können Sie, wenn Sie zur Diskussion beitragen oder Ihre Meinung äußern möchten, an öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen oder Ihre politischen Vertreter anschreiben, um Ihre Stimme zu erheben.
Nützliche Werkzeuge
Um die Migrationssituation und die Auswirkungen auf die Schweiz zu vertiefen, können Sie die folgenden Werkzeuge nutzen:
- Lohnrechner: Um Ihr Nettoeinkommen zu berechnen und die steuerlichen Auswirkungen besser zu verstehen.
- Währungsumrechner: Um die Schwankungen des CHF/EUR-Wechselkurses zu überwachen und die wirtschaftlichen Auswirkungen besser zu verstehen.
- Steuererklärung: Um die steuerlichen Verfahren und die Auswirkungen auf Grenzgänger besser zu verstehen.
Operative Details
Praktische Analyse: Implikationen für die Schweiz
Die Ereignisse in Ceuta und Melilla haben die Debatte über Grenzmanagement und Einwanderung in der Schweiz neu eröffnet. Die Notwendigkeit systematischer Grenzkontrollen wurde von mehreren politischen Parteien hervorgehoben, darunter die Volkspartei, die sofortige Maßnahmen fordert, um "illegale Massenmigration" zu verhindern.
Die sozialistische Nationalrätin Michelle Dünki-Bättig hingegen argumentiert, dass Europa sichere und legale Zugangswege sowie ein effektives Rettungssystem auf See braucht. Er fordert die Wiedereinführung von Asyl in Botschaften, die 2012 abgeschafft wurde, um Menschen Asyl mit einer Schweizer Vertretung im Ausland zu ermöglichen.
Nationalrat der Schweizerischen Evangelischen Partei (ENP) Marc Jost schlägt ein Zwei-Säulen-Modell vor, inspiriert von Schweizer Migrationspartnerschaften. Erstens benötigen wir eine verbindliche Wiederaufnahmevereinbarung für Personen ohne Aufenthaltsrecht. Zweitens sollten EU-Mittel für konkrete Projekte verwendet werden, die Arbeitsplätze und Ausbildungsmöglichkeiten schaffen.
Auswirkungen auf grenzüberschreitende Pendler
Für Grenzpendler könnte die Situation in Ceuta und Melilla direkte Auswirkungen haben. Die Wiedereinführung von Asyl in Botschaften könnte es Menschen in Notlagen erleichtern, Asyl zu beantragen. Systematische Grenzkontrollen könnten jedoch die Überquerung zwischen den beiden Ländern erschweren.
Was in der Schweiz tun
Wenn Sie Grenzpendler oder Schweizer Staatsbürger sind, der sich für die Migrationssituation und deren Auswirkungen für die Schweiz interessiert, ist es wichtig, sich über die Maßnahmen des Bundesrats und der politischen Parteien zu informieren. Sie können Nachrichten und politische Debatten verfolgen, um die Positionen der verschiedenen Parteien und die Lösungsvorschläge besser zu verstehen.
Außerdem kannst du, wenn du zur Diskussion beitragen oder deine Meinung äußern möchtest, an öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen oder an deine politischen Vertreter schreiben, um deine Stimme zu erheben.
Nützliche Werkzeuge
Um mehr über die Migrationssituation und deren Auswirkungen auf die Schweiz zu erfahren, können Sie folgende Werkzeuge nutzen:
- Lohnrechner: Um Ihr Nettogehalt zu berechnen und die steuerlichen Auswirkungen besser zu verstehen.
- Wechselkursvergleich: Überwachung von Schwankungen im CHF/EUR-Wechselkurs und ein besseres Verständnis der wirtschaftlichen Auswirkungen.
- Anleitung zur Steuererklärung: um Steuerverfahren und deren Auswirkungen für grenzüberschreitende Pendler besser zu verstehen.
Nützliche Tools zum Schutz Ihres Nettolohns
Um Wechselkursverluste zu reduzieren, vergleichen Sie CHF-EUR-Wechseloptionen und Banken für Grenzgänger.
Wichtige Punkte
Aktion: Was in der Schweiz zu tun ist
Wenn Sie ein Grenzgänger oder ein Schweizer Bürger sind, der sich für die Migrationssituation und die Auswirkungen auf die Schweiz interessiert, ist es wichtig, sich über die Maßnahmen des Bundesrates und der politischen Parteien zu informieren. Sie können die Nachrichten und politischen Debatten verfolgen, um die Positionen der verschiedenen Parteien und Lösungsvorschläge besser zu verstehen.
Wenn Sie an der Diskussion teilnehmen oder Ihre Meinung äußern möchten, können Sie auch an öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen oder an Ihre politischen Vertreter schreiben, um sich Gehör zu verschaffen.
Nützliche Tools
Um die Migrationssituation und die Auswirkungen auf die Schweiz zu vertiefen, können Sie folgende Instrumente nutzen:
- Lohnrechner: um Ihr Nettogehalt zu berechnen und die steuerlichen Auswirkungen besser zu verstehen.
- Wechselkursvergleich: um die Wechselkursschwankungen CHF/EUR zu überwachen und die wirtschaftlichen Auswirkungen besser zu verstehen.
- Anleitung zur Steuererklärung: um die Steuerverfahren und die Auswirkungen für Grenzgänger besser zu verstehen.
Quelle: tio.ch
Häufig gestellte Fragen
- Welche Auswirkungen haben die Ereignisse in Ceuta und Melilla auf die Schweiz?
- Die Ereignisse in Ceuta und Melilla haben die Debatte über das Grenzmanagement und die Zuwanderung in die Schweiz neu eröffnet. Die Notwendigkeit systematischer Grenzkontrollen wurde von mehreren politischen Parteien hervorgehoben, darunter die SVP, die sofortige Massnahmen zur Verhinderung einer «illegalen Massenmigration» fordert.
- Was schlägt die sozialdemokratische Nationalrätin Michelle Dünki-Bättig vor?
- Die sozialdemokratische Nationalrätin Michelle Dünki-Bättig argumentiert, Europa brauche sichere und legale Zufahrtswege und ein effektives Seenotrettungssystem. Er beantragt die Wiedereinführung des 2012 abgeschafften Asyls in den Botschaften, um den Personen zu ermöglichen, bei einer Schweizer Vertretung im Ausland einen Asylantrag zu stellen.
- Welche Vorschläge unterbreitet der Nationalrat der Evangelischen Partei der Schweiz (EVP) Marc Jost?
- Der Nationalrat der Evangelischen Partei der Schweiz (ENP) Marc Jost schlägt ein Zwei-Säulen-Modell vor, das von den Schweizer Migrationspartnerschaften inspiriert ist. Zunächst bedarf es eines verbindlichen Rückübernahmeabkommens für Personen ohne Aufenthaltsrecht. Zweitens sollten EU-Mittel für konkrete Projekte verwendet werden, die Beschäftigungs- und Ausbildungsmöglichkeiten schaffen.
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