Offline-Zahlungen in Geschäften: Die Lösung kommt (Grenzgänger-Leitfaden)

Ab 2027 können Sie in Schweizer Geschäften auch ohne Internet mit Karte bezahlen. Das WBF verwendet ein neues Offline-System, um die Kontinuität bei Stromausfällen zu gewährleisten.
Kontext
In Kürze
- Offline Kartenzahlung ab 2027: funktioniert auch ohne Internet
- Das Terminal zeichnet die Transaktion auf und überträgt sie an die Netzwerkwiederherstellung
- Schweiz als erstes mitteleuropäisches Land; Schweden nutzt diese Technologie bereits
- Karten sind nicht zu ersetzen, nur Leser neu zu konfigurieren
Eckdaten
- Was: Maßnahme für Offline-Zahlungen in Geschäften mit Kredit-/Debitkarten
- Wann: Bis Ende 2027, weite Verbreitung
- Wo: Schweiz, gemeldet in Bern
- Wer: WBF, Unternehmensvertreter, Guy Parmelin (Bundesrat), Martin Schlegel (SNB), Roland Pfister (Delegierter Wirtschaftliche Beschaffung)
- Modus: PIN-Zahlung auf physischer Karte; Terminal registriert und überträgt bei Netzwiederherstellung
- Stromversorgung: Kartenleser muss mit Strom versorgt werden (Batterie/Generator bei Stromausfall)
# Eine Absichtserklärung zur Zahlungsresilienz
Das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement hat eine Absichtserklärung angekündigt, die die Kontinuität des elektronischen Zahlungsverkehrs auch bei Stromausfällen oder Unterbrechungen des Internets gewährleistet. Ziel ist es, dass Kunden in Schweizer Geschäften bis Ende 2027 auch offline per Kredit- oder Debitkarte bezahlen können.
An der Veranstaltung in Bern nahmen Bundespräsident Guy Parmelin, der Präsident der Schweizerischen Nationalbank Martin Schlegel, der Beauftragte für die wirtschaftliche Beschaffung Roland Pfister und Unternehmensvertreter teil.
Operative Details
Die Schweiz folgt dem nordischen Modell
Das Offline-Zahlungssystem ist nichts Neues. Schweden nutzt es bereits seit Jahren und reagiert auf Bedenken hinsichtlich der Widerstandsfähigkeit der digitalen Infrastruktur bei kritischen Ausfällen. Länder wie Finnland, Norwegen und Estland führen ähnliche Maßnahmen ein.
Mit dieser Absichtserklärung ist die Schweiz das erste mitteleuropäische Land, das eine weitgehend gemeinsame und koordinierte Lösung zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit des elektronischen Zahlungsverkehrs umsetzt. Gemäss dem Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartement zeichnet sich der schweizerische Ansatz durch den Konsens zwischen dem öffentlichen Sektor (Bundesrat, SNB) und dem privaten Sektor (Unternehmensvertretungen) aus.
Konkrete Implikationen für Händler und Kunden
Inhaber kleiner und mittlerer Geschäfte in der Schweiz können auch bei einem Ausfall des Telekommunikationsnetzes weiter kassieren — eine Garantie für die Kontinuität des Verkaufs im Notfall. Kunden müssen keine Angst haben, während eines Stromausfalls von ihren Zahlungen abgeschnitten zu werden.
Die Diffusion der Lösung erfordert jedoch einen doppelten Aufwand. Zum einen müssen die Zahlterminals neu konfiguriert werden. Zum anderen müssen die Kartenleser über eine alternative Stromquelle (Batterie oder Generator) verfügen, um bei Stromausfällen arbeiten zu können. Für diejenigen, die keine Backup-Batterien haben, ist die Lösung nicht automatisch und erfordert Investitionen.
Der Offline-Modus funktioniert nur mit Karten
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Wichtige Punkte
Was Händler und Kunden tun müssen
Geschäftsinhaber, die das Offline-Zahlungssystem einführen möchten, müssen damit beginnen, ihre aktuellen Zahlungsterminals zu bewerten. Die Umkonfigurierung der Kartenlesegeräte ist der erste Schritt. Es ist (in den meisten Fällen) nicht erforderlich, neue Geräte zu kaufen, aber es ist unerlässlich, dass spezialisierte Techniker die Firmware und die Sicherheitssysteme neu konfigurieren, um den Offline-Modus zu aktivieren.
Der zweite Schritt betrifft die Notstromversorgung. Jedes Terminal muss während eines Stromausfalls Zugang zu einer externen Batterie oder einem Generator haben. Die Händler müssen daher Folgendes planen:
- Den Kauf von USV-Anlagen (unterbrechungsfreie Stromversorgungen) oder tragbaren Batterien für die Terminals
- Die regelmäßige Wartung dieser Geräte
- Die Schulung des Personals im Umgang mit manuellen Offline-Zahlungen bei Bedarf
Für die Kunden ist die Kommunikation von entscheidender Bedeutung. Ladenbesitzer sollten in den sozialen Medien, auf Websites und durch Schilder im Geschäft darauf hinweisen, dass Offline-Zahlungen verfügbar sein werden. Viele Kunden sind sich dieser Option nicht bewusst und befürchten möglicherweise, während eines Stromausfalls nicht bezahlen zu können. Eine klare Kommunikationskampagne wird die Ängste abbauen und das Vertrauen in das System stärken.
Zeitplan und verfügbare Ressourcen
Bis Ende 2027 schätzt das WBF, dass die Lösung in der Schweiz eine «breite Verbreitung» finden wird. Allerdings werden nicht alle Geschäfte gleichzeitig bereit sein. Kleinere Unternehmen könnten langsamer vorgehen als grosse Ketten, die über dedizierte IT-Ressourcen verfügen.
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Häufig gestellte Fragen
- Wie funktioniert die Offline-Zahlung in Geschäften während eines Blackouts?
- Das Zahlungsterminal erfasst die Transaktion lokal, wenn das Internet oder der Strom ausfällt. Sobald das Netzwerk wiederhergestellt ist, übermittelt das Terminal die Transaktionsdaten automatisch zur Verarbeitung an die Bank und belastet das Konto. Für die Offline-Zahlung ist eine physische Kredit- oder Debitkarte und die Eingabe der PIN erforderlich. Der Kartenleser muss weiterhin mit Strom versorgt werden (mit externer Batterie oder Generator im Falle eines totalen Stromausfalls).
- Wann wird das Offline-Zahlungssystem in Schweizer Geschäften verfügbar sein?
- Das WBF hat eine Absichtserklärung zur schrittweisen Einführung der Lösung verabschiedet. Ziel ist es, bis Ende 2027 eine weite Verbreitung zu erreichen. Allerdings sind nicht alle Shops gleichzeitig in Betrieb. Händler sollten sich an ihre Zahlterminalanbieter wenden, um die spezifischen Umrüstzeiten in ihren Betrieben zu erfahren.
- Muss ich meine Kredit- oder Debitkarte ersetzen?
- Nein. Im Umlauf befindliche Karten müssen nicht ersetzt werden. Nur die Zahlungsterminals in den Geschäften müssen von den Technikern neu konfiguriert werden, um den Offline-Modus zu aktivieren. Wenn Sie eine physische Kredit- oder Debitkarte mit Chip besitzen, ist sie ohne Ersatz mit dem neuen Offline-Zahlungssystem kompatibel.
- Was macht die Schweiz im Bereich Offline-Zahlungen so besonders?
- Die Schweiz ist das erste mitteleuropäische Land, das eine breit abgestützte Lösung zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit des elektronischen Zahlungsverkehrs anwendet. Während Schweden, Finnland, Norwegen und Estland ähnliche Systeme verwenden oder einführen, zeichnet sich der Schweizer Ansatz durch den Konsens aus, der zwischen dem öffentlichen Sektor (Bundesrat, SNB) und den Unternehmensvertretungen erzielt wurde. Die in Bern unterzeichnete Absichtserklärung stellt ein koordiniertes und nation
- Werden kontaktlose oder Smartphone-Zahlungen offline funktionieren?
- Nein. Das Offline-Zahlungssystem funktioniert nur mit physischen Kredit- oder Debitkarten mit PIN-Eingabe. Kontaktlose Zahlungen ohne PIN und Zahlungen über digitale Geldbörsen (Apple Pay, Google Pay) bleiben gesperrt, wenn das Internet nicht verfügbar ist. Dieser Kompromiss sorgt für mehr Sicherheit vor Betrug bei Offline-Transaktionen.