Wahlen in 16 Kantonen: Steuern, Mindestlohn und Geschäfte (Grenzgänger-Leitfaden)
Am 14. Juni entscheiden die Schweizer Bürger über Mindestlohn, Einkommenssteuer, Heizungen und Sonntagsöffnungen in 16 Kantonen.
Contesto
Kurz
Dettagli operativi
Steuerreformen und Arbeitsmarkt in Basel und Genf Im Kanton Basel-Landschaft wird neben der Nachwahl zur Ersetzung des zurückgetretenen Regierungsrats Isaac Reber (Grüne) – ein Wettbewerb zwischen Matthias Liechti (SVP) und Philipp Schoch (Grüne) – über die Initiative „Insieme in Europa“ abgestimmt. Der Text fordert den Kanton auf, sich aktiv für stabile Beziehungen zwischen der Schweiz und der Europäischen Union einzusetzen. Der Grosse Rat empfiehlt ein Ja zur Sicherung der Stabilität ohne Zusatzkosten, während der Regierungsrat dies ablehnt und die Aussenpolitik als Bundeskompetenz betrachtet. Zudem wird über die Aufhebung der Energieverordnung, die nicht erneuerbare Heizsysteme verbietet, und über einen Kredit von 78 Millionen Franken für die Birsfelder Straße entschieden. Im Kanton Basel-Stadt konzentriert sich die Aufmerksamkeit auf die geplante Einführung der Quellensteuer. Gemäß dem vom Grossen Rat gebilligten Projekt müssen Unternehmen mit über 50 Mitarbeitenden in Basel 10% des Einkommens direkt vom Lohn abziehen, in den Gemeinden Riehen und Bettingen 5%. Kleinere Betriebe können freiwillig teilnehmen. Die Linke argumentiert, dies verringere das Verschuldungsrisiko der Steuerpflichtigen, während bürgerliche Parteien und Wirtschaftsverbände bürokratischen Mehraufwand befürchten. Ebenfalls in Basel stehen eine Initiative zur Taubenreduktion und ein Kredit von 3,6 Millionen Franken für die unterirdische Bahnverbindung zwischen dem SBB-Bahnhof und dem Badischer Bahnhof zur Abstimmung. In Genf erhitzen zwei kontroverse Themen die Debatte. Erstens die Sonntagsöffnung von Geschäften bis zu zweimal jährlich ohne Gesamtarbeitsvertrag (GAV), von der Rechten zur Handelsförderung befürwortet, aber von Gewerkschaften abgelehnt. Zweitens das Verbot sichtbarer religiöser S...
Punti chiave
Justizbauten und soziale Rechte in Luzern und Neuchâtel Im Kanton Luzern konzentriert sich die Abstimmung auf den staatlichen Justizbau. Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger müssen über einen Kredit von 18,5 Millionen Franken für den Erwerb einer Immobilie in der Nähe des Verkehrshauses entscheiden. Diese soll der neue Sitz des Kantonsgerichts werden, das derzeit in zu engen Räumlichkeiten im Stadtzentrum untergebracht ist. Wird die Vorlage angenommen, erfordert das Gebäude zusätzliche Anpassungs- und Erweiterungsarbeiten im geschätzten Wert von rund 27 Millionen Franken, mit dem Ziel, den Umzug bis 2030 abzuschließen. Im Kanton Neuchâtel hingegen entscheiden die Stimmberechtigten über die Aufnahme eines spezifischen Artikels zu den Rechten älterer Menschen in die Kantonsverfassung. All diese kantonalen Entscheidungen haben einen direkten Einfluss auf die Lebenshaltungskosten und die Arbeitsbedingungen derjenigen, die in der Schweiz wohnen und arbeiten. Beispielsweise verändern Beschlüsse zum Mindestlohn oder zu den Modalitäten des Steuerabzugs, wie der Quellensteuer in Basel, direkt die Kaufkraft und das Finanzmanagement der Arbeitnehmenden. Die Kantons- und Quellensteuern kommen zur direkten Bundessteuer hinzu und bestimmen die steuerliche Gesamtbelastung des Steuerzahlers. Für die Einwohnerinnen und Einwohner der betroffenen Kantone erfolgt die Teilnahme an der Abstimmung auf dem üblichen Weg per Briefpost oder direkt an den Urnen der Gemeinde am Sonntag, 14. Juni. Es ist wichtig, sich rechtzeitig über die Einsendeschlüsse für das Antwortkuvert zu informieren, um eine Ungültigkeit des Stimmzettels zu vermeiden. Um die realen Auswirkungen dieser Reformen auf das eigene Haushaltsbudget abzuschätzen, insbesondere im Hinblick auf Steuerabzüge und Finanzplanung, kann d...
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Häufig gestellte Fragen
- Was sind die wichtigsten wirtschaftlichen Themen, über die am 14. Juni abgestimmt wird?
- Die wichtigsten wirtschaftlichen Themen umfassen die Einführung des Mindestlohns im Kanton Waadt, die Reform der Quellensteuer für Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitenden im Kanton Basel-Stadt sowie die sonntägliche Ladenöffnung bis zu zweimal pro Jahr ohne Kollektivarbeitsvertragspflicht im Kanton Genf.
- Wie funktioniert der Vorschlag zur Quellensteuer in Basel-Stadt?
- Der Vorschlag sieht vor, dass Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitenden in Basel direkt 10 % des Einkommens vom Lohn einbehalten, während der Abzug in Riehen und Bettingen 5 % beträgt. Unternehmen mit weniger Mitarbeitenden können sich freiwillig anschliessen, um das Risiko der Verschuldung der Steuerzahler zu verringern.
- Welche millionenschweren Infrastrukturkredite werden von den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern geprüft?
- Die Stimmbevölkerung wird über verschiedene bedeutende Kredite abstimmen: 380 Millionen Franken in Aargau für eine Strassenverbindung in Suhr, 15 Millionen in Bern für die Planung des Kunstmuseums, 78 Millionen in Basel-Landschaft für die Strasse in Birsfelden und 18,5 Millionen in Luzern für den neuen Sitz des Kantonsgerichts.
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