Frontend mit Doppelarbeit: von den Kameras eingeklemmt (Grenzgänger-Leitfaden)

Ein italienischer Gemeindeangestellter arbeitete während der Dienstzeit im Tessin. Gestrandet von der Guardia di Finanza dank Videos und Telefondaten.

Kontext

Kurzfassung

  • Kommunalangestellter arbeitete im Tessin, während er in Italien im Dienst war
  • Durch die Kreuzung von Überwachungskameras und Telefonprotokolldaten erwischt
  • 18 Fälle von unrechtmäßigem Fernbleiben und Betrug am Staat festgestellt

Wichtige Fakten

  • Was: Arbeitsbetrug und falsche Anwesenheitsbescheinigungen
  • Wann: Untersuchungszeitraum (wiederholt)
  • Wo: Alto Varesotto (Italien) und Kanton Tessin (Schweiz)
  • Wer: Finanzwache von Luino und Kommunalangestellter
  • Betrag: Noch nicht spezifizierter Betrugsbetrag

Die Finanzwache der Gemeinde Luino hat einen Mitarbeiter einer Gemeinde im Alto Varesotto entdeckt, der formal beim italienischen öffentlichen Dienst beschäftigt war, aber systematisch eine andere Arbeit im schweizerischen Gebiet außerhalb des Dienstes verrichtete. Der Mann, zuständig für die Pflege des öffentlichen Grüns seiner Verwaltung, hatte ein strukturiertes System entwickelt, um den Arbeitsplatz nach ordnungsgemäßem Stempeln zu verlassen. Laut den Ermittlungen der Finanzwache Varese erreichte der Mitarbeiter das Rathaus mit einem Dienstfahrzeug der Gemeinde, um seine Anwesenheit zu bestätigen, parkte im Gemeindelager und fuhr dann mit seinem Privatfahrzeug in Richtung Kanton Tessin.

Operative Details

DER KRIMINALFALL WECKT RELEVANTE FRAGEN ZUR VERWALTUNG DER PERMITTE UND DER LEGALITÄT DES ARBEITSMARKTES IM KANTON TICINO. EIN ARBEITER, DER IN DER SCHWEIZ TÄTIG IST, MÜSSEN DIE NOTWENDIGEN GENEHMIGUNGEN BESITZEN UND DIE GÜLTIGEN VORSORGE- UND STEUERVORSCHRIFTEN EINHALTEN. IN DER SCHWEIZ IST DAS KONTROLLSYSTEM DES ARBEITSMARKTES STRENG UND BEINHALTET VERSCHIEDENE BEHÖRDEN, UM SICHERZUSTELLEN, DASS KEINE MANIPULATIONEN ODER SCHWARZARBEIT VORLIEGEN. AUCH WENN DER BETRIEBSTÄTIGE FORMELL IN ITALIEN BESCHÄFTIGT IST, MÜSSEN SEINE AKTIVITÄTEN IM TICKINO DEN SCHWEIZER REGELN ENTSPRECHEN, EINSCHLIESSLICH ABZÜGE FÜR SOZIALVERSICHERUNGEN WIE AVS/AI UND LPP- Beiträge, WENN DIE VORGESEHENEN GRENZEN ÜBERSCHREITEN.

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Wichtige Punkte

UMGEBINGENDE in Deutsch: Um Situationen von Unregelmäßigkeiten zu vermeiden, muss jeder Arbeitnehmer, der eine Doppelbeschäftigung zwischen Italien und der Schweiz ausüben möchte, bestimmte Verfahren befolgen. Zunächst ist zu prüfen, ob der Hauptarbeitsvertrag Klauseln über Exklusivität oder Wettbewerbsverbote enthält, die eine zweite Beschäftigung verbieten. Im Fall von öffentlichen Bediensteten sind die Vorschriften in der Regel sehr restriktiv und erfordern ausdrückliche Genehmigungen, die selten für kontinuierliche Tätigkeiten im Ausland erteilt werden. In der Schweiz muss jede neue Tätigkeit den zuständigen kantonalen Behörden gemeldet werden, um die Arbeitserlaubnis zu erhalten oder zu aktualisieren.

Verfahren zur Legalisierung der zweiten Beschäftigung

Wer eine legale Arbeitsaufnahme im Tessin anstrebt, muss folgende Schritte befolgen: 1. Die vertragliche Vereinbarkeit mit dem aktuellen Arbeitgeber prüfen. 2. Die Anmeldung bei der kantonalen Migrationsbehörde vornehmen, um die G-Bewilligung zu erhalten. 3. Sicherstellen, dass der schweizerische Arbeitgeber die Quellensteuer korrekt anwendet und die obligatorischen Sozialversicherungsbeiträge (AHV/IV/EO und ALV/KA) abführt. 4. Die im Ausland erzielten Einkünfte in der italienischen Steuererklärung angeben und gegebenenfalls die Steueranrechnung nutzen, um eine Doppelbesteuerung zu vermeiden, wie in der Konvention von 1976 vorgesehen. 5. Die Freigrenzen des neuen Grenzgängerabkommens von 2020, das seit dem 1. Januar 2024 in Kraft ist, überwachen.

Häufig gestellte Fragen
Was riskiert ein Grenzgänger, der doppelte, nicht angemeldete Arbeit verrichtet?
Ein Arbeitnehmer in dieser Situation riskiert Strafanzeigen wegen Betrugs und falscher Behauptungen, wie dies im Fall von Alto Varesotto der Fall war. Neben den strafrechtlichen Konsequenzen gibt es sowohl in Italien als auch in der Schweiz hohe administrative und steuerliche Sanktionen. In Italien kann die Agentur der Einnahmen die Zahlung der hinterzogenen Steuern mit Zinsen und Strafen verlangen, während in der Schweiz der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer wegen Verstoßes gegen die Vorschrifte
Kann man legal in der Schweiz arbeiten, wenn man bereits eine Anstellung in Italien hat?
Ja, sofern der Hauptvertrag dies zulässt und alle bürokratischen Verfahren eingehalten werden. Es ist notwendig, eine schweizerische Arbeitsbewilligung (in der Regel die Bewilligung G) zu erhalten und sicherzustellen, dass beide Arbeitgeber über die Situation informiert sind. Steuerlich werden die schweizerischen Einkünfte in der Schweiz der Quellensteuer unterliegen, müssen aber in der italienischen Steuererklärung ausgewiesen werden, wo die vorgesehenen Selbstbehalte gelten (10.000 Euro für ne
Wie wurden die 18 Abwesenheitsereignisse im genannten Fall aufgedeckt?
Die Guardia di Finanza di Luino verwendete eine technologiebasierte Kreuzmethode. Die Bilder der Videoüberwachungskameras der Grenzgemeinden wurden analysiert, um die Passage des Privatwagens des Mitarbeiters zu verfolgen. Diese Daten wurden dann mit den Telefonaufzeichnungen verglichen, die die Position des Mannes auf Schweizer Territorium während der Stunden bestätigten, in denen er offiziell bei der italienischen Gemeinde im Dienst war, so dass jede einzelne Verletzung genau festgestellt werd

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