Das Ja des Nationalen zur elektronischen Krankenakte (Grenzgänger-Leitfaden)

Verabschiedung des elektronischen Gesundheitsdossiers, des Mercosur-Abkommens und der Fonds für die Schweizer Landwirtschaft im Parlament.
Kontext
In Kürze
- Elektronische Krankenakte genehmigt
- grünes Licht für das Mercosur-Abkommen
- Unterstützung für die Schweizer Landwirtschaft
- Neue Generika-Maßnahmen
Eckdaten
- Verfasser der Motion: Mauro Poggia
- Länder des Abkommens: Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay
- Finanzierung Landwirtschaft: 517 Millionen Franken
- Förderzeitraum: 2028-2033
- Mercosur-Abkommen: 35 Ja-Stimmen, 7 Nein-Stimmen, 3 Enthaltungen
- Nationale Krankenakte: 134 Ja-Stimmen, 53 Nein-Stimmen, 10 Enthaltungen
Am Montag begann die Debatte im Nationalrat mit dem neuen elektronischen Gesundheitsdossier, das die erste Zustimmung des Bundesparlaments erhielt. In der Zwischenzeit hat der Ständerat grünes Licht für das Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Ländern gegeben und eine Hilfe von 517 Millionen Franken für den Zeitraum 2028-2033 gewährt, um die Wettbewerbsfähigkeit der landwirtschaftlichen Betriebe zu stärken. Diese Dossiers passen zusammen mit den Bilateralen III, den UBS-Eigenmitteln und der Mehrwertsteuererhöhung für die Armee zu den großen Themen, die die laufende Legislaturperiode prägen. Während der Parlamentssitzung standen mehrere für die Schweizer Wirtschaft und das Gesundheitswesen entscheidende Themen im Mittelpunkt, die von internationalen Verträgen über die Digitalisierung des nationalen Gesundheitswesens bis hin zum Management der Gesundheitskosten reichten.
Die Debatte über Generika und die Motion Poggia
Ein weiteres zentrales Thema
Operative Details
Der parlamentarische Prozess war von unterschiedlichen Visionen in Bezug auf internationale Verträge sowie die Digitalisierung von Staats- und Gesundheitsdiensten geprägt. Was das Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten betrifft, das Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay umfasst, hat der Ständerat seine Befürwortung bekräftigt, nachdem der Nationalrat im vergangenen Juni dagegen gestimmt hatte. Die Vereinbarung wurde der kleinen Kammer zur Prüfung vorgelegt und erhielt 35 Ja-Stimmen, 7 Nein-Stimmen bei 3 Enthaltungen. Zusammen mit dem Handelsabkommen genehmigten die Senatoren ein finanzielles Unterstützungspaket in Höhe von 517 Millionen Franken für den Zeitraum zwischen 2028 und 2033. Dieser Betrag ist speziell dazu bestimmt, die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Landwirtschaft zu stärken, und sorgte im Plenarsaal für weitreichende Diskussionen, bevor durch einen Kompromiss zum Schutz der lokalen Produzenten eine Einigung erzielt wurde.
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Wichtige Punkte
Die laufende Parlamentssession unterstreicht den Willen, verschiedene Schlüsselbereiche der Verwaltung und der Personaldienstleistungen zu reorganisieren, wobei der Schwerpunkt auf einer stärkeren Zentralisierung und einer strengeren Kostenkontrolle liegt. Was die künftige Verwaltung des elektronischen Patientendossiers betrifft, so soll dieses von einer einzigen Gemeinschaft verwaltet werden, die direkt von den Kantonen beauftragt wird. Diese organisatorische Entscheidung wurde genau aus dem Grund getroffen, um eine rasche Einführung des Systems zu gewährleisten und die tägliche Handhabung sowohl für die Bürgerinnen und Bürger als auch für die Gesundheitsexpertinnen und -experten zu erleichtern. Neben den digitalen Aspekten sieht die Gesetzgebung vor, dass auch Ärztinnen und Ärzte, Apothekerinnen und Apotheker, Physiotherapeutinnen und -therapeuten sowie andere ambulante Leistungserbringer gesetzlich verpflichtet werden, das elektronische Patientendossier im Rahmen ihrer täglichen beruflichen Tätigkeit zu nutzen. Diese Verpflichtung zielt darauf ab, ein integriertes Gesundheitssystem zu schaffen, Doppelspurigkeiten bei Untersuchungen zu reduzieren und die Koordination zwischen den verschiedenen Versorgungsstufen in der Schweiz zu verbessern.
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Häufig gestellte Fragen
- Was beinhaltet das neue elektronische Gesundheitsdossier, das vom Nationalrat genehmigt wurde?
- Der Gesetzesentwurf des Bundesrates sieht vor, dass alle in der Schweiz wohnhaften Personen automatisch und kostenlos ein elektronisches Gesundheitsdossier erhalten, sofern sie nicht ausdrücklich Einspruch erheben. Die neue Gesetzgebung wird die Aufgaben und Zuständigkeiten von Bund und Kantonen definieren und das bisherige EPD ersetzen. Darüber hinaus sind Ärzte, Apotheker und Physiotherapeuten gesetzlich verpflichtet, sie zu verwenden.
- Was sind die Einzelheiten des Freihandelsabkommens mit dem Mercosur?
- Der Ständerat hat mit 35 Ja-Stimmen, 7 Nein-Stimmen und 3 Enthaltungen grünes Licht für das Handelsabkommen mit Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay gegeben. Zusammen mit der Vereinbarung wurde eine finanzielle Unterstützung von 517 Millionen Franken für den Zeitraum 2028-2033 genehmigt, um die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Landwirtschaftsbetriebe zu stärken.
- Was sieht die von Mauro Poggia eingebrachte Motion zu Generika vor?
- Die von Mauro Poggia eingebrachte und vom Nationalrat mit 109 Ja-Stimmen, 81 Nein-Stimmen und 7 Enthaltungen verabschiedete Motion soll es Apotheken, Spitälern und Ärzten ermöglichen, Generika ohne Swissmedic direkt in die Schweiz einzuführen. Der Text verlangt, dass die Kosten durch die obligatorische Versicherung gedeckt werden, die Einsparungen von bis zu 500 Millionen Franken pro Jahr schätzt.
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