F-35A: kein Festpreis vereinbart (Grenzgänger-Leitfaden)

Schweizer Bundespalast in Bern, Symbol für Transparenz und parlamentarische Kontrolle

Untersuchung der GPK: Kein Festpreis im Vertrag. Viola Amherd informierte die Regierung mit 7-8 Monaten Verspätung. Schwerwiegende Lücken in der Bundestransparenz.

Kontext

Kurz zusammengefasst

  • Die Geschäftsprüfungskommission des Nationalrats kritisiert die F-35A-Verhandlungen heftig
  • Kein Pauschalpreis vertraglich mit den USA vereinbart, laut der GPK
  • Viola Amherd informierte den Bundesrat mit 7-8 Monaten Verspätung (August 2024 → März 2025)
  • Externe Anwaltskanzlei schloss den internen Rechtsdienst von Armasuisse aus den Verhandlungen aus

Wichtige Fakten

  • Wer: Geschäftsprüfungskommission (GPK) des Nationalrats
  • Was: Ermittlungen zu F-35A-Verhandlungen und Verstoß gegen Informationstransparenz
  • Wann: August 2024 (erste Hinweise auf Zusatzkosten) → März 2025 (Information an den Bundesrat)
  • Wo: Bern; Verhandlungen mit den USA geführt
  • Hauptfigur: Viola Amherd, frühere Verteidigungsministerin (VBS)
  • Ergebnis: Die GPK bewertet die Organisation der Verhandlungen und die verzögerte Kommunikation als 'nicht angemessen'

Der Bericht der GPK: Kein Pauschalpreis vereinbart

Die Geschäftsprüfungskommission des Nationalrats hat die Verhandlungen über den Kauf der F-35A-Kampfjets untersucht und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass 'kein Pauschalpreis mit den USA vereinbart wurde'. Das Urteil der GPK ist streng: Das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) und die damalige Verteidigungsministerin Viola Amherd haben die Verhandlungen auf 'nicht angemessene' Weise geführt.

Operative Details

Transparenz bei Bundesentscheidungen und parlamentarische Kontrolle

Der Bericht der CdG wirft ein essentielles Problem für das demokratische Funktionieren der Schweiz auf: die Rolle des Parlaments bei der Kontrolle der Exekutive und die Qualität der Informationen, die an die Volksvertreter weitergegeben werden. Wenn der Bundesrat oder ein Departement sich mit 'absoluter Sicherheit' zu Tatsachen äußern, die ohne vertragliche Grundlage sind, entsteht ein Riss zwischen dem Behaupteten und der darunter liegenden Realität. Diese Praxis ist besonders schwerwiegend in Fällen, die erhebliche öffentliche Ausgaben mit sich bringen.

Im F-35A-Dossier hat das VBS wiederholt öffentlich behauptet, der Preis sei 'festgelegt', und baute damit ein politisches Argument auf einer falschen Prämisse auf. Das Parlament traf damit eine Entscheidung auf ungenauer Information und verletzte damit das Transparenzprinzip, das die direkte Schweizer Demokratie kennzeichnet. Das Recht des Bürgers auf wahrhaftige Informationen ist eine Grundlage der Volkssouveränität.

Die Verfahrensmängel in den Bundesverhandlungen

Die Führung der F-35A-Verhandlungen offenbart umfassendere Verfahrensmängel im Entscheidungssystem der Eidgenossenschaft. Der Ausschluss des internen Rechtsdiensts von armasuisse zugunsten eines externen Büros schuf Fragmentierung im Verlauf der Rechtsprüfung. In einer spezialisierten Einkaufsstelle stellt das interne Rechtsteam den Hüter der vertraglichen Einhaltung und Regelkonformität dar. Die Inanspruchnahme eines externen Beraters garantiert, wie fähig dieser auch sein mag, nicht dieselbe Verantwortung und Kontinuität.

Die Verzögerung von sieben bis acht Monaten bei der Mitteilung der ersten Hinweise auf zusätzliche Kosten an den Bundesrat hatte konkrete Folgen:

Wichtige Punkte

Il significato del rapporto per il futuro dei negoziati federali

Il rapporto della CdG rappresenta un'indagine formale nelle procedure federali e un'opportunità concreta per correggere i processi decisionali. Il Consiglio federale dovrà rispondere alle critiche della Commissione e adottare misure correttive per evitare che situazioni simili si ripetano in negoziati futuri di rilievo.

Il ruolo della Commissione della gestione — presente sia nella Camera dei deputati (Consiglio nazionale) che nel Senato (Consiglio degli stati) — è proprio quello di controllare l'esecutivo, verificare che le informazioni fornite al Parlamento siano complete e corrette, e vigilare sulla gestione della spesa pubblica. Nel caso dei F-35A, la Commissione ha identificato lacune critiche nella comunicazione, nella verifica legale e nei tempi informativi. Questo rapporto stabilisce un precedente per future indagini su negoziati federali di entità simile.

Accesso ai documenti e diritto dell'informazione amministrativa

I cittadini svizzeri hanno il diritto di consultare i documenti federali relativi alle decisioni prese dal Consiglio federale e dai dipartimenti. Nel caso dei negoziati F-35A, chiunque sia interessato può richiedere copia dei documenti al DDPS o al Consiglio federale seguendo le procedure amministrative federali stabilite per l'accesso alle informazioni.

Un primo passo concreto è verificare se il rapporto completo della CdG è disponibile sul sito ufficiale del Parlamento svizzero (parlament.ch). Il rapporto contiene conclusioni dettagliate che offrono una base fattuale per comprendere cosa sia andato male nei negoziati e come il Consiglio federale ha comunicato con il Parlamento. Questo diritto di accesso è essenziale per mantenere trasparenza e fiducia nelle istituzioni federali.

Häufig gestellte Fragen
Was hat die Geschäftsprüfungskommission zu den Verhandlungen F-35A festgelegt?
Die Geschäftsprüfungskommission des Nationalrates kam zu dem Schluss, dass mit den USA kein Festpreis vertraglich vereinbart wurde, obwohl das VBS und Viola Amherd öffentlich die Existenz eines Festpreises erklärten. Das Urteil ist streng: Die Verhandlungen wurden "unangemessen" geführt. Die größte Kritikalität betrifft die Kluft zwischen öffentlichen Äußerungen und tatsächlichen vertraglichen Tatsachen.
Warum haben nur wenige den vollständigen Vertrag gelesen?
Das VBS hat die Kanzlei einer externen Kanzlei (Homburger) anvertraut und den internen Rechtsdienst von armasuisse von den Verhandlungen ausgeschlossen. Diese Entscheidung führte zu einer Fragmentierung im rechtlichen Überprüfungsverfahren und verhinderte, dass das Ergebnis vor der öffentlichen Bekanntgabe einer ausreichenden Überprüfung unterzogen wurde. Nur wenige Beteiligte haben den Vertrag vollständig gelesen.
Wie war der Zeitpunkt der Verzögerung bei der Kommunikation mit der Bundesregierung?
Erste Hinweise auf mögliche Mehrkosten hatte armasuisse bereits im August 2024 erhalten, und Viola Amherd war informiert worden. Allerdings teilte er den Kolleginnen und Kollegen des Bundesrates erst im März 2025 eine Verspätung von ca. 7-8 Monaten mit. Die Information kam zwei Monate nach der Ankündigung seines Rücktritts und verhinderte eine rechtzeitige Diskussion innerhalb der Regierung.
Welche verfahrenstechnischen Konsequenzen hat die Kommission festgestellt?
Die GPK hat kritische Lücken in der Kommunikation, der Rechtsprüfung und den Informationsfristen festgestellt. Der Ausschluss des internen Rechtsteams von armasuisse hat die Verantwortung und Kontinuität gefährdet. Die Verzögerung von 7-8 Monaten hinderte die Regierung daran, die Auswirkungen auf den Haushalt rechtzeitig zu bewerten und die Verhandlungsführer klar anzuweisen. Diese Verfahrensfehler verstoßen gegen die Transparenzprinzipien der direkten Demokratie der Schweiz.
Was bedeutet dieser Bericht für zukünftige Bundesverhandlungen?
Der Bericht der GPK stellt eine Gelegenheit dar, die Entscheidungsprozesse zu korrigieren. Die angegebenen Lektionen umfassen: Dokumentation jeder Verhandlungsphase, vollständige Einbeziehung der internen Rechtsteams, Kommunikation der Risiken ohne Verzögerung, Überprüfung aller Voraussetzungen vor der öffentlichen Kommunikation, Gewährleistung des vollständigen Zugriffs auf Dokumente. Diese Grundsätze sollen bei künftigen umfangreichen Bundesbeschaffungen als Richtschnur dienen.

Verwandte Artikel